Visualisierung eines Geländes, gesehen in Vogelperspektive, mit Grünflächen, Bäumen und einigen Gebäuden. Im April 2023 eröffnet die BUGA in Mannheim. Visualisierung: © RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten
Im April 2023 eröffnet die BUGA in Mannheim. Visualisierung: © RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten

Wo einst militärisches Gerät lagerte, eröffnet am 14. April die Bundesgartenschau in Mannheim: Der Schwerpunkt der Gartenschau liegt auf dem Gelände der ehemaligen Spinelli-Kaserne, aber eine Seilbahn wird Besucher*innen auch in den innerstädtischen Luisenpark schweben lassen. Wie die Planer*innen von RMP Landschaftsarchitekten Relikte der Kaserne integrieren und wodurch sich die BUGA Mannheim noch auszeichnet, lesen Sie hier.

Mannheim will klimaneutral werden

Mannheim hat bis 2030 einiges vor. In ihrem Leitbild, das die Stadt gemeinsam mit den Bürgern entwickelt hat, bekennen sie sich zu einer nachhaltigen, klimagerechten Stadtentwicklung. Einen Schub für die Visionen des Leitbilds soll die Bundegartenschau 2023 geben. Schon zwei Mal wusste Mannheim das Instrument Gartenschau für ihre Stadtentwicklung geschickt zu nutzen: 1907 und 1975. Von der Internationalen Kunst- und Großen Gartenbauausstellung 1907 zeugt heute noch die Kunsthalle Mannheim und der Wasserturm, von der Bundesgartenschau 1975 der Luisen- und der Herzogenriedpark. Doch damals passierte noch mehr in der Stadt, unter anderem entstanden auch die Neckarpromenade, die Fußgängerzone und der Stadtteil Herzogenried im Schwung der Schau. Ähnliche langfristig wirksame Impulse erhofft sich Mannheim nun von der Bundesgartenschau 2023 für die Umsetzung der Ziele des Leitbilds 2030, die durchaus ehrgeizig sind. Nicht zuletzt möchte die Stadt innerhalb weniger Jahre klimaneutral werden.

Luftbild des Spinelli-Geländes, Foto: © MWSP
Luftbild des Spinelli-Geländes, Foto: © MWSP

Leitlinien zum Thema Klima

Die Leitlinien für das Thema Klima waren bereits im Wettbewerb zur Bundesgartenschau 2014 angelegt, zu einer Zeit, als Klima mitdenken fast noch als avantgardistisch galt: Mannheim hatte sich intensiv damit auseinandergesetzt, welche wichtigen Freiraumkorridore auch künftig freigehalten werden sollten. Für den Grünzug Nord-Ost ergab sich die Chance, nach dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte. Sie gaben ihre Kasernen auf, so dass ich die Chance bot, den Korridor vom innerstädtischen Luisenpark über den Neckar hinweg bis zu den Vogelstangseen als Fischluftschneise freizuhalten. Für Mannheim essenziell, denn für 2050 sind für die Stadt am Rhein 225 Tage mit Inversionswetterlagen vorhergesagt.

Tropennächte im Sommer werden häufiger. Da bringen zwei Grad Celsius weniger in den Stadtteilen am Grünzug erhebliche Erleichterung. Die ehemalige Spinelli-Kaserne, auf deren Gelände der Schwerpunkt der Gartenschau liegt, ist ein wichtiger Teil dieser Schneise. Auch hierfür gab es im Wettbewerb, klare Vorgaben: um die Frischluftzufuhr sicherzustellen, sollte ein 150-Meter-Korridor frei von Bäumen bleiben.

Blick auf das Spinelli-Gelände, Foto: © BUGA 23/ Daniel Lukac
Blick auf das Spinelli-Gelände, Foto: © BUGA 23/ Daniel Lukac
Blick auf das Spinelli-Gelände, Foto: © BUGA 23/ Daniel Lukac
Blick auf das Spinelli-Gelände, Foto: © BUGA 23/ Daniel Lukac

Denkbar knappe Mehrheit für BUGA

Ob die Bundesgartenschau das richtige strategische Mittel für die Umsetzung der Klimaziele ist, war jedoch auch nach dem Wettbewerb durchaus umstritten, erinnert sich Stephan Lenzen, der mit seinem Büro RMP Landschaftsarchitekten 2016 den Zuschlag für die Gartenschau erhielt: „Das erste Jahr war vor allem Überzeugungsarbeit.“ Zwar befragte die Stadt im Vorfeld die Bürger*innen und band sie auch während der Planungsphase über Bürgerforen in die Überlegungen ein, doch die Mehrheit für die Bundesgartenschau war denkbar knapp, so dass sie sogar zum Thema im Bürgermeister-Wahlkampf wurde. Peter Kurz, der jetzige Oberbürgermeister, sieht in der Bundesgartenschau „wie schon 1975 die Chance, den Blick auf Mannheim weiter positiv zu verändern und diese Veränderung hin zur nachhaltigen Stadt zu beschleunigen.“ Nicht zuletzt, da der Fokus auf „nachhaltiger und moderner Stadtentwicklung liegt, die Naturschutz, Klimagerechtigkeit und Biodiversität neu verhandelt“, führt er in der Broschüre zum Rahmenkonzept der Bundesgartenschau aus.

Freie Fläche, Spiel und Sport

2017 fiel schließlich die Leitentscheidung im Gemeinderat für den Grünzug Nord-Ost und die Bundesgartenschau. 2020 wurden die letzten Flächen der Kaserne übergeben. 80 Hektar bebauter Kasernen-Flächen wurden entsiegelt; dort entstand der Klimapark, in dem fast die Hälfte zur sogenannten Großen Weite gehören. Sie soll als offene Mitte baumlos bleiben, damit die Frischluft zirkulieren kann. Diese Fläche wurde als Lebensraum für Flora und Fauna entwickelt: Auf den mageren Böden fühlen sich zahlreiche Arten wohl.

Zur angrenzenden Freudenheimer Au erhebt sich eine Neodüne als Trockenbiotop und Damm zur der Straße Am Aubuckel. Diesem extensiven Bereich des neuen Parks gegenüber liegt mit der sogenannten Parkschale der intensive Teil. Der schmale Streifen grenzt an Mannheim-Käfertal und -Freundenheim, dort entstehen an der Kante zum Park hin auch eine Reihe neuer Wohngebäude. Achsen führen aus der Siedlung in den Park. Dort, in der Parkschale mit zahlreichen Möglichkeiten für Spiel und Sport, wachsen jetzt 1 300 neue Bäume. Denn: „Es gab vielleicht fünf Bestandsbäume“, erinnert sich Stephan Lenzen.

Die Parkschale, Rendering: © RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten
Die Parkschale, Rendering: © RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten

Rippenartige Betonstrukturen bepflanzen

Die Spirelli-Kaserne war jedoch weniger eine Wohnkaserne als vielmehr eine Lagerstätte für großes Geräte wie Panzer. Dementsprechend dicht standen die Hallen. Dennoch: Wo es möglich war, haben die Landschaftsarchitekt*innen Relikte erhalten. Dort ein Betonweg oder eine Panzerverladerampe, hier ein Wächterhäuschen. Das größte erhaltene Gebäude ist die U-Halle, die wie ein langgezogenes Hufeisen wirkt. Nicht schön im klassischen Sinne sei die ehemalige Lkw-Reparaturhalle, sagt Lenzen, aber sie sei beeindruckend in ihrer Dimension und von einem durchaus anziehenden rauen Charme. Hütten und Paläste Architekten aus Berlin gewannen hier einen für die Nachnutzung der Halle ausgeschriebenen Wettbewerb. Um die Kaltluftzufuhr im Grünzug nicht zu behindern, wurde die U-Halle von ursprünglich 21 000 auf etwa 13 000 Quadratmeter reduziert und ihre Außenwände aufgebrochen. Rippenartige Betonstrukturen und Stahlgerüste blieben zurück, die mit Kletterpflanzen, Gräsern und Wildblumen bepflanzt werden. Einiges wurde von Hand zurückgebaut, denn Glasbausteine, Deckenlichter und vieles mehr sollen wiederverwendet werden.

Neuer Anziehungspunkt in Mannheim

Zur Gartenschau befinden sich in und um die U-Halle die Ausstellungsflächen. Bereits jetzt haben sich dort Gastronomie und ein Jugendtreff angesiedelt. Die Chancen stehen gut, dass dieser Ort mit seinem Industriecharakter ein neuer Anziehungspunkt in Mannheim wird, nicht zuletzt, da der Spinelli-Park und der gesamte Grünzug Nord-Ost per Radschnellweg an die Innenstadt angeschlossen ist. Ein weiteres Plus: Für die BUGA Mannheim ermöglichte die Halle, die Ausstellungsflächen zu konzentrieren und nicht die Daueranlagen mit Ausstellungsbeiträgen zu verstellen. Die direkt an die Halle angrenzenden Themengärten befinden sich zwischen temporär angelegten Wällen, bepflanzt mit 2 300 Klimabäumen. Diese werden nach der Bundesgartenschau im Stadtgebiet von Mannheim ausgepflanzt, so dass das Ausstellungsgelände als Baumschule und Experimentierfeld für verschiedene Baumarten dient.

Vision für ehemalige Neckarschleife

Der Wettbewerb umfasste damals nicht nur die Spinelli-Kaserne, sondern auch die benachbarte Freudenheimer Aue, eine alte Neckarschleife mit Äckern und Kleingärten. Stephan Lenzen hätte sich gewünscht, die trennende Straße Am Aubuckel verlegen zu können, doch das war nicht möglich. So spannt sich jetzt ein Aussichtssteg in die Freudenheimer Aue, der nach der Gartenschau zur Fußgängerbrücke wird, die die Straße und den Höhenunterschied zur Aue überwindet. Dort entstanden ein neues Au-Gewässer mit Schilfgürtel, abgedichtet teilweise mit vorgefundenem Lehm. 2024 soll das Au-Gewässer an den Neckar angeschlossen werden, so die Vision. Dann wird die ehemalige Neckarschleife wieder zu einem Teil des Neckars.

 

Im April 2023 eröffnet die BUGA in Mannheim, Foto: © BUGA 23
Im April 2023 eröffnet die BUGA in Mannheim, Foto: © BUGA 23

Von Naherholungsräumen zum Klimapark

Im Gegensatz zur Freudenheimer Aue war der Luisenpark ursprünglich nicht als Teil der Bundesgartenschau gedacht. Doch Stephan Lenzen hat inzwischen einige Gartenschauen geplant und kann aus Erfahrung sagen: Eine Schau draußen am Stadtrand hat es schwer. Und Mannheim hatte durch der erfolgreichen Bundesgartenschau 1975 einen beliebten Park in der Innenstadt. Daher verbindet zur Schau eine Seilbahn den Luisenpark über den renaturierten Neckar hinweg – ebenfalls ein BUGA Mannheim-Projekt – mit dem Spinelli-Gelände.

Damit der Luisenpark auch künftig attraktiv bleibt, wurde er behutsam nach den Plänen von Bez + Kock Architekten modernisiert. In der Neuen Parkmitte ging es vor allem um Hochbau, eine Unterwasserwelt und das Südamerika-Haus. Außerdem wurden Wirtschaftsgebäude verlegt, so dass der Park zusätzliche Fläche hinzugewonnen hat.

So spannt die Gartenschau den Bogen von der Landschaftsarchitektur der 1970er, als es darum ging, Naherholungsräume in den Innenstädten zu schaffen, bis zum Klimapark von heute. In dem, wie Stephan Lenzen ihn beschreibt, stark reduzierten Entwurf für die ehemalige Spirelli-Kaserne liegt zudem der Schwerpunkt auf Klimaanpassung und Naturschutz.

Mensch und Natur Raum geben

Die gesamte BUGA Mannheim hat sich dabei zum Ziel gesetzt, ein Experimentierfeld für Klimaanpassungsstrategien zu sein. Auf dem Spinelli-Gelände werden Projekte von Hochschulen umgesetzt. Zum Beispiel haben Forscher*innen des Karlsruher Institute of Technology KIT ein Bewässerungssystem entwickelt, das die Niederschläge am direkten Versickern hindert und das Wasser stattdessen in eine Speichermulde mit entsprechend Bodensubstraten nahe der Oberfläche hält. Dieses System wird beispielsweise die neuen Bäume in der Parkschale vor Trockenheit schützen.

Die Herausforderung ist es mehr denn je, Mensch und Natur gleichermaßen Raum in der Stadt zu geben und dabei den Klimaschutz immer mitzudenken. Das zeigt diese Bundesgartenschau sehr deutlich.

Weiterlesen: Die BUGA Mannheim ist nicht die einzige Gartenschau, die dieses Jahr stattfindet. Wann und wo gibt’s hier nachzulesen: Alle Gartenschauen 2023.

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Am 8. Oktober wird an der Universität EPFL in Lausanne im Rolex Education Centre der diesjährige Topos Landscape Award verliehen. Dies geschieht im Rahmen einer von Archizoom veranstalteten Konferenz zum Thema „The Narrative of Landscape“. Der Schwerpunkt wird auf der Bedeutung des Bodens für die Landschaft liegen, die Betrachtung wird interdisziplinär sein. Zu den eingeladenen Referenten zählen Richard Sennett, Saskia Sassen, Adriaan Geuze und David R. Montgomery. Näheres zum Programm und zur Anmeldung unter http://archizoom-nls.epfl.ch.

Der Topos Landscape Award 2014 geht an die Landschaftsarchitekten von LOLA aus Rotterdam/Niederlande. Das 2006 gegründete Büro beschäftigt sich konzeptionell mit großmaßstäblichen Ökosystemen und entwickelt Ideen zu Raum und Natur, realisiert aber auch Projekte im urbanen und ländlichen Kontext. LOLA begibt sich, nach eigener Darstellung, auf die Suche nach innovativen und sublimen Landschaften (www.lolaweb.nl).
Der Topos Landscape Award wird seit 2002 von der Redaktion der Zeitschrift Topos verliehen. Geehrt wird mit dieser Auszeichnung ein Landschaftsarchitekturbüro, das mit seinen Projekten wesentlich zur qualitätvollen zeitgemäßen Gestaltung von Stadt und Landschaft beiträgt und durch innovative Ideen die Landschaftsarchitektur-Szene bereichert und dessen Werk stellvertretend für die Arbeit zeitgenössischer Landschaftsarchitekten steht. Der Topos Landscape Award will auf die Lebendigkeit und Dynamik sowie auf die Vielschichtigkeit der landschaftsarchitektonischen Aufgaben hinweisen.
Bisher ging die Auszeichnung an Stig L. Anderssons Tegnestue (Kopenhagen), Karres en Brands (Hilversum), Gross.Max. (Edinburgh), McGregor and Coxall (Sydney), Stoss LU (Boston), Antje Stokman (Hamburg), Taktyk (Brüssel/Paris).

2013 wurde, abweichend von den Kriterien, kein junges Büro geehrt, sondern ein erfolgreicher Landschaftsarchitekt mit internationaler Bedeutung: Peter Latz aus Kranzberg bei Freising in Bayern, Deutschland.
Konferenz und Würdigung von LOLA stehen im Kontext zu Lausanne Jardins, deren temporäre Landschaftsinterventionen noch bis 14. Oktober zu besichtigen sind.
http://lausannejardins.ch

Mit freundlicher Unterstützung der Baumschule Lorberg

Bundespreis Koop.Stadt: 5 Fragen

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Mit dem Bundespreis Koop.Stadt schaffen die Träger*innen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden, einen Preis, der herausragende kommunale Beispiele einer Kooperationskultur zwischen Kommune und Zivilgesellschaft ausgezeichnet. Alles was Sie dazu wissen müssen, erfahren Sie im Interview mit den Projektleiter*innen Lisa Schopp und Stephan Willinger.

200 000 Euro Preisgeld für den Bundespreis Koop.Stadt

 

An wen richtet sich der Preis?

Wir suchen Kommunen ab 10 000 Einwohner*innen, die durch ihre Zusammenarbeit mit Stadtmacher*innen zu einer Kooperativen Stadt werden. Planungsbüros, Bürger*innen, Initiativen oder Vereine können Kommunen bei der Bewerbung unterstützen. Die Einreichung der Bewerbung ist jedoch nur durch die Kommune selbst möglich.

Was kann eingereicht werden?

Bewerben können sich die Kommunen mit angestoßenen, laufenden sowie bereits umgesetzten Instrumenten oder Kooperationsprojekten der Stadtentwicklung. Die Auslober*innen suchen konkrete Maßnahmen zur Förderung der Zusammenarbeit und einer aktiven Mitgestaltung durch zivilgesellschaftliche Initiativen, Vereine oder soziokulturelle Akteur*innen. Dazu zählen allgemeine rechtliche, politische und strukturelle Maß­nahmen wie beispielsweise die Einrichtung von runden Tischen, Vermittlerstellen oder Zugang zu Raum für diese Akteur*innen. Aus der Bewerbung soll sich ein Gesamtbild über die Kooperationskultur der Kommune ergeben.

Was ist der Mehrwert der Teilnahme?

Der Preis zeichnet Kommunen für ihre erfolgreiche kooperative Stadtentwicklung aus und trägt auf diese Weise zu Imagegewinn, Motivation und Bindung neuer Kooperationspartner*innen bei. Neben der Auszeichnung selbst und der Einladung zur Preisverleihung im Rahmen des Bundes­kongresses der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, der im Mai 2021 in Köln stattfindet, werden die die Preisträger*innen dabei unterstützt, mehr Menschen zu aktiv Handelnden in der Stadtentwicklung zu machen. Die zehn am höchsten bewerteten Bewerber*innen erhalten insgesamt eine Summe von 200 000 Euro Preisgeld zur Umsetzung weiterer Kooperationsprojekte. Die Auszeichnung ist für fünf Jahre gültig. Die eingereichten Best-Practice-Beispiele werden in einer Publikation gesammelt und aufbereitet.

Fachübergreifende Jury

Wie wird bewertet?

Die Jury prämiert Kommunen, die mit klugen Ideen kooperative Stadtentwicklungsprojekte angeschoben und dadurch etwas Neues geschaffen haben. Die Projekte können aus allen Handlungsfeldern kommen, vom Städtebau bis zur Freiraumgestaltung. Bei der Beurteilung werden rechtliche, politische und strukturelle Bausteine der Kooperation beleuchtet. In die Bewertung fließen angestoßene, laufende sowie bereits umgesetzte Instrumente, Leitbilder oder politisch beschlossene Maßnahmen mit ein. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je mehr an Kooperation mit verschiedenen Akteurs­gruppen nachgewiesen werden kann und je mehr Handlungsfelder abgedeckt werden, desto besser die Bewertung.

Wie erfolgt die Jurierung?

Nach einer ersten Vorprüfung tritt eine fachübergreifend zusammengesetzte Jury zusammen, die die Beiträge bewertet und die Preisträger*innen auswählt. Die Jury des Bundespreises Kooperative Stadt setzt sich aus den Partner*innen der Nationalen Stadt­entwicklungspolitik zusammen: Ver­treter*innen des Deutschen Städtetags, des Deutschen Städte- und Gemeindebunds und der Länder sowie des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Die Bewerbung ist noch bis zum 10. März 2021 unter www.koop-stadt.de möglich.

Lisa Schopp und Stephan Willinger sind Projektleiter*innen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Das Projekt Bundespreis Koop.Stadt wird durchgeführt durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung.