Great American Rail-Trail – Eisenbahnwanderweg in den USA

Der Great American Rail-Trail ist eine Vision für einen Eisenbahnwanderweg, der sich über die ganzen USA erstreckt. Bildquelle: Steve Lee, mit Dank an die Rails-to-Trails Conservancy
Der Olympic Discovery Trail in Washington. Bildquelle: Steve Lee, mit Dank an die Rails-to-Trails Conservancy

Der Great American Rail-Trail ist ein ehrgeiziges Projekt der Rails-to-Trails Conservancy. Die Organisation wandelt ehemalige Schienen in breite Off-Road-Pfade um. Lesen Sie mehr über ihre Vision, die USA zu verbinden.

Ein völlig neues amerikanisches Erlebnis

Der geplante Great American Rail-Trail soll ein „völlig neues amerikanisches Erlebnis“ bieten. Er würde durch 12 Bundesstaaten und den District of Columbia verlaufen und dabei rund 50 Millionen Menschen erreichen, die im Umkreis von 50 Meilen der Strecke leben. Entlang des 3 700 Meilen langen Mehrzweckweges zwischen dem Bundesstaat Washington und Washington D.C. sollen somit auch wirtschaftliche und kommunale Möglichkeiten entstehen.

Die Rails-to-Trails Conservancy (RTC) ist die größte Wanderwegeorganisation der USA. Ihr Ziel ist es, kostenlose, zugängliche und sichere Orte zu schaffen, an denen jede*r zu Fuß gehen, Rad fahren und aktiv sein kann. Die Organisation ist davon überzeugt, dass Rail-Trails „die Kraft haben, Gemeinden zu verändern und fröhliche, lebendige öffentliche Räume zu schaffen, die gleichberechtigt und integrativ sind.“

Der Great American Rail-Trail wäre ein sicherer, nahtloser und landschaftlich reizvoller Weg, der sich quer durch die USA zieht. Er soll Wanderer*innen und Radfahrende einladen, Amerikas Erbe auf dem Schienenweg zu entdecken. David Burwell, Mitbegründer der Organisation, sagte: „Eines Tages könnte man das ganze Land durchqueren: auf flachen, breiten Wegen abseits der Straße. Ich möchte, dass Rail-Trails die Hauptstraße Amerikas werden“.

Die Möglichkeit, dass ein Rail-Trail das Land durchquert, ist seit Mitte der 1980er Jahre bekannt. Die Arbeit von RTC und anderen hat dort bereits zu vielen neuen Bahntrassen geführt. Eine Analyse der Datenbank von RTC zeigt, dass die bevorzugte Route des Great American Rail-Trail zu mehr als 50 Prozent fertig gestellt ist.

So soll der Great American Rail-Trail aussehen. Bildquelle: Rails-to-Trails Conservancy
So soll der Great American Rail-Trail aussehen. Bildquelle: Rails-to-Trails Conservancy

Eine neue Nutzung für alte Eisenbahnentrassen

Der Great American Rail-Trail wird Städte entlang seiner Trasse miteinander verbinden und ein Umfeld für Wanderer*innen und Radfahrende, aber auch für Flora und Fauna schaffen. Bestehende Wege, wie der 219 Meilen lange Cowboy Recreation and Nature Trail in Nebraska, der bereits einer der längsten in den USA ist, würden dabei Teil des Projekts sein. Nach seiner Fertigstellung wird der Great American Rail-Trail eine wunderschöne Reise von den Bergen über das Flachland bis zum Pazifik ermöglichen.

Durch die Wiederverwendung alter Eisenbahnstrecken werden derzeit außerdem verlorene Gebiete wiederbelebt. RTC hofft, dass auf diese Weise auch Dutzende von Gemeinden, die in der Nähe der bevorzugten Strecke liegen, neues Leben erhalten können. Vor allem im Mittleren Westen des Landes gibt es viele ungenutzte Eisenbahnstrecken. Die Region hat in den letzten Jahrzehnten aufgrund der sinkenden Nachfrage in der verarbeitenden Industrie einen Niedergang erlebt. Diese Bahnstrecken bieten die Möglichkeit, sie wieder aufzubauen sowie neu zu verbinden.

Bereits jetzt verzeichnen die bestehenden Bahnstrecken in den USA und anderswo eine steigende Nachfrage nach Campingplätzen, Fahrradreparaturdiensten, Restaurants und Brauereien. Auch Aktivitäten und Veranstaltungsorte entlang der Strecke erfreuen sich großer Beliebtheit. Dies verdeutlicht einige der sozialen und wirtschaftlichen Chancen dieses Revitalisierungsprojekts.

Nach Schätzungen von RTC könnte der Great American Rail-Trail über einen Zeitraum von 10 Jahren jährliche Besucherausgaben in Höhe von rund 230 Millionen USD generieren und 25 000 neue Arbeitsplätze schaffen. Die vorgeschlagene Strecke wird aus 145 Bahntrassen, Greenways und anderen Mehrzweckwegen bestehen. Es könnte weitere 20 Jahre dauern, bis die gesamte Strecke miteinander verbunden ist.

High Trestle Trail in Iowa ist ein Beispiel dafür, wie alte Trassen zu einem Rail-Trail werden. Bildquelle: Rails-to-Trails Conservancy
High Trestle Trail in Iowa ist ein Beispiel dafür, wie alte Trassen zu einem Rail-Trail werden. Bildquelle: Rails-to-Trails Conservancy

Von der National Mall nach La Push

Die vorgeschlagene Route des Great American Rail-Trail wird durch 12 Bundesstaaten und Washington D.C. führen und an der National Mall in der Innenstadt von Washington beginnen (oder enden). Auf seinem Weg nach Osten überquert er die Appalachen, den Mississippi, die Kontinentale Wasserscheide und den Puget Sound in Seattle, bevor er in La Push in Washington den Pazifischen Ozean erreicht.

National Geographic führt das Beispiel von Muncie, Indiana, einer Stadt mit 65 000 Einwohner*innen, an, um die potenziellen Auswirkungen des Great American Rail-Trail aufzuzeigen. Die Stadt verfügt bereits über einen gepflasterten Mehrzweckweg namens Cardinal Greenways. Diese 62 Meilen lange Strecke entlang des Great American führt durch die Stadt. Die Anbindung der gesamten Strecke könnte den örtlichen Fahrradgeschäften, Tourismusorganisationen und Wahrzeichen der Stadt sowie Cafés, Brauereien und Restaurants ein großes Wachstum bescheren. Gleichzeitig hoffen die Einheimischen, ihren Nachbarn die Augen für die vielen Naturschönheiten der Gegend zu öffnen.

Der Rail-Trail Chesapeake & Ohio Canal Towpath in Maryland ist beliebt bei Radfahrer*innen. Bildquelle: Kevin Belanger, mit Dank an die Rails-to-Trails Conservancy
Der Rail-Trail Chesapeake & Ohio Canal Towpath in Maryland ist beliebt bei Radfahrer*innen. Bildquelle: Kevin Belanger, mit Dank an die Rails-to-Trails Conservancy

Finanzierung des Great American Rail-Trail

Reisende können bereits einen der vielen bestehenden Rail-Trails in den USA nutzen, die von der RTC kartiert sind. Aber es gibt auch mehr als 80 Lücken für den geplanten Great American Rail-Trail. Vor allem in Wyoming und Montana sind große Teile der Strecke noch nicht kartiert. Herausforderungen wie geografische Gegebenheiten, alte Brücken oder fehlende Finanzmittel können den Fortschritt aufhalten.

Seit der Ankündigung der Great American Vision im Jahr 2019 hat die RTC jedoch viel Unterstützung erfahren. Nach Angaben der Organisation wurden öffentliche und private Mittel in Höhe von mehr als 75 Millionen US-Dollar für den Bau des Weges bereitgestellt. Derzeit befinden sich mehr als 100 Meilen in der Entwicklung.

Rail-Trails sind ein beliebtes Konzept zur Wiederbelebung ehemaliger Bahnstrecken. Sie werden in der Regel angelegt, wenn eine Bahnstrecke aufgegeben und die Gleise entfernt wurden. Manchmal teilen sie sich das Wegerecht mit aktiven Eisenbahnen, Stadtbahnen oder Straßenbahnen oder mit stillgelegten Gleisen. In den meisten Fällen sind Bahntrassen für den nicht motorisierten Verkehr ausgelegt. Sie sind wegen ihrer sanften Steigungen, Bauwerke wie Brücken und Tunnel und der Durchquerung historischer Gebiete sehr beliebt. Viele Bahntrassen sind langgestreckt, während die kürzeren als lineare Parks oder Greenways bezeichnet werden.

Lesen Sie mehr: Der Westbahnpark in Wien soll ein früheres Gleisbett einnehmen.

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Die Stadt Paris arbeitet mit Hochdruck daran, die Seine für die Olympischen Sommerspiele 2024 und ab 2025 auch für die Öffentlichkeit schwimmbar zu machen. Bildquelle: Nanette Mudry via Unsplash
Die Stadt Paris arbeitet mit Hochdruck daran, die Seine für die Olympischen Sommerspiele 2024 und ab 2025 auch für die Öffentlichkeit schwimmbar zu machen. Bildquelle: Nanette Mudry via Unsplash

In weniger als 365 Tagen beginnen die Olympischen Spiele in Paris. Eine der größten Herausforderungen für die Stadt besteht darin, die Seine für den Wettkampf – und danach für die Bürger*innen – schwimmbar zu machen. Ein Update dazu finden Sie hier.

Freiwasserwettbewerbe 2024 in der Seine geplant

Vor einer Woche fand die olympische Generalprobe im Triathlon für Paris 2024 statt. Dabei sollen die Teilnehmenden in der Seine den Schwimm-Anteil bestreiten. Jedoch fiel die Generalprobe wortwörtlich ins Wasser: Verschmutztes Wasser durch ein defektes Abwasserventil und tote Ratten führten zu gesundheitlichen Risiken, weshalb der Triathlon zum Duathlon ohne Schwimmen wurde. Beim Üben kam es für einige Sportler*innen zu Magen-Darm-Beschwerden und es wurden E.coli-Bakterien entdeckt.

Vor einem ähnlichen Problem stand auch Rio de Janeiro bei den Olympischen Spielen 2016, als verdrecktes Wasser im Segelrevier zu abgesagten Wettkämpfen führte. Üblicherweise werden vor einem Triathlon immer Wasserproben genommen, so auch in Paris, wobei nicht immer klar ist, an welcher Stelle im Wasser die Proben entnommen werden.

Die Stadt Paris hat dennoch das Ziel, im Jahr 2024 Freiwasserwettbewerbe der Olympischen Spiele in der Seine stattfinden zu lassen. Obwohl das Baden in dem Fluss seit 1923 verboten ist, lockt die Vorstellung, mitten in der französischen Hauptstadt zu schwimmen. Als die Olympischen Spiele 1900 in Paris stattfanden, konnte man noch in der Seine schwimmen. Beim zweiten Anlass im Jahr 1924 musste man schon in der Halle schwimmen. Zusätzlich zu Olympischen Wettkämpfen soll die Seine ab 2025 an einigen Orten auch für die Öffentlichkeit zum Schwimmen geöffnet werden.

90% der Zeit ist die Wasserqualität der Seine bereits gut genug zum Schwimmen. Bildquelle: Unsplash
90% der Zeit ist die Wasserqualität der Seine bereits gut genug zum Schwimmen. Bildquelle: Unsplash

Drei Schwimmstellen in der Seine als Olympisches Erbe

Wie jeder große Fluss in einer Stadt ist auch die Seine in Paris ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Stadt hat bereits 1,4 Milliarden Euro im Großraum Paris investiert, um die Seine zu öffnen. Dafür müssen Tausende Haushalte und Hunderte Hausboote an die Kanalisation angeschlossen werden. Außerdem ist es nötig, Kläranlagen zu bauen und zu modernisieren. Für die Olympischen Sommerspiele sind Auffangbecken geplant, um die Wasserqualität des Flusses auch bei Regen garantieren zu können. Denn bei viel Regen kann Abwasser aus der überlasteten Kanalisation in den Fluss überlaufen.

Aktuell ist die Wasserqualität der Seine stark vom Wetter abhängig. Die neue Infrastruktur soll unabhängig vom Wetter eine gute Qualität garantieren.

Eine der drei Stellen, an denen man künftig auch ohne olympische Qualifikation in der Seine baden können soll, liegt unweit des Eiffelturms. Eine weitere Stelle ist ein Wassersportzentrum, das schon jetzt für Freizeitangebote auf der Seine genutzt wird. Und auch die dritte Stelle soll laut Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo zentral liegen. Alle betreffenden Wasserflächen sollen von Bojen abgegrenzt und über einen Steg erreichbar sein. Auch Bereiche zum Umziehen und Duschen sind geplant.

Schon seit 1923 ist es verboten, in der Seine zu schwimmen. Ab 2025 könnte es wieder möglich sein. Bildquelle: Unsplash
Schon seit 1923 ist es verboten, in der Seine zu schwimmen. Ab 2025 könnte es wieder möglich sein. Bildquelle: Unsplash

Abkühlung im Wasser als Teil der Klimaresilienz

Schon seit mehreren Jahren ist das Schwimmen in der Seine in einem schwimmenden Freibad denkbar. Dieses besteht allerdings aus einem eigenen Becken, das im Wasser verankert ist. Entsprechend kommt derzeit kein Flusswasser, sondern gechlortes Wasser zum Einsatz. Schon Jacques Chirac, Präsident von 1995 bis 2007, versprach den Pariser*innen, dass sie bald wieder in der Seine baden könnten.

Nun sollen die drei geplanten Badeplätze als Erbe der Olympischen Sommerspiele 102 Jahre nach dem Badeverbot das Versprechen wahrmachen. Schon 1923 war die Wasserqualität schlecht. Zudem war man um den zunehmenden Bootsverkehr besorgt, der für Schwimmende gefährlich sein kann. Bis jetzt waren die Investitionen von Paris größtenteils erfolgreich und das Wasser ist laut Angaben der Stadt zu 90 Prozent der Zeit sicher zum Schwimmen. Regelmäßige Tests sollen dies auch in Zukunft garantieren.

Angesichts der Klimawandelfolgen und Vorhersagen für immer heißere Sommer wird eine schwimmbare Seine die französische Hauptstadt nicht nur attraktiver, sondern auch klimaresilienter machen. Denn wenn das Sommerwetter 40°C, oder ab 2050 vielleicht sogar 50°C erreicht, ist eine Abkühlung Gold wert.

Der Joséphine Baker Pool direkt an der Seine ermöglicht bereits das Schwimmen in unmittelbarer Nähe zum Fluss. Bildquelle: Hugues Mitton (hugovoyages) at fr.wikipedia, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons
Der Joséphine Baker Pool direkt an der Seine ermöglicht bereits das Schwimmen in unmittelbarer Nähe zum Fluss. Bildquelle: Hugues Mitton (hugovoyages) at fr.wikipedia, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons

Daumen drücken für gutes Wetter

Trotz der geplatzten Triathlon-Versuche im August 2023 ist Paris auf einem guten Weg, was die Wasserqualität der Seine angeht. Proben vom 6. Juni und 19. Juli zeigten Werte, die laut Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation zum Schwimmen geeignet waren. Aufgrund starker Regenfälle im August 2023 ist die Wasserqualität zuletzt wieder gesunken.

Die Stadt plant, weiterhin regelmäßig zu testen und passende Maßnahmen zur Säuberung der Seine umzusetzen. So gibt es seit dem Frühsommer 2023 zwei Wasseraufbereitungsanlagen an der Seine und der Marne. Und ein neues Lagerbecken namens Austerlitz kann über 50 000 Kubikmeter Wasser speichern. Sollte es also kurz vor den Sommerspielen nächstes Jahr heftig regnen, kann Abwasser über das Lagerbecken in die Kanalisation und Kläranlagen geleitet werden, anstatt die Seine zu verschmutzen.

Für alle Fälle soll es außerdem Ersatzdaten für die Wettkämpfe im Wasser geben. So soll es je nach Wasserqualität möglich sein, Wettbewerbe bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen. Dies zeigt, dass die Stadt Paris noch nicht ganz sicher ist, was die Wasserqualität 2024 angeht.

Apropos: Eine Übersicht der Olympischen Spiele 2024 in Paris inklusive stadtplanerischer Veränderungen finden Sie hier.

Der geplante Zentralpark Gasometervorfeld in Wien: Ein nachhaltiger Stadtpark, der Natur, Kultur und Gemeinschaft auf 51.000 m² vereint. Visualizations: Monolot
Der geplante Zentralpark Gasometervorfeld in Wien: Ein nachhaltiger Stadtpark, der Natur, Kultur und Gemeinschaft auf 51.000 m² vereint. Visualizations: Monolot

Ein Stadtpark der besonderen Art entsteht im Herzen Wiens. Das innovative Projekt im Gasometer-Vorfeld kombiniert Nachhaltigkeit mit moderner Landschaftsarchitektur und schafft einen neuen Treffpunkt für Natur, Kultur und Gemeinschaft. Doch wie wird eine ehemalige Industriebrache zu einem lebendigen Park, der die Vergangenheit bewahrt und gleichzeitig zukunftsweisend ist?

m Gasometer-Distrikt entsteht ein einzigartiger Stadtpark mit 51.000 Quadratmetern Fläche. Der Zentralpark Gasometervorfeld wird von den Landschaftsarchitekten BOGL aus Dänemark und NUWELA aus Deutschland geplant. Gemeinsam verfolgen die Teams das Ziel, einen Raum zu schaffen, der Vergangenheit und Zukunft vereint.

Seine zentrale Lage, in der Nähe von Wohngebieten, Unternehmen und einer Metrostation, macht den Park zu einem bedeutenden Projekt für ganz Wien. Mit dieser Neugestaltung wird das Viertel aufgewertet, während die Gemeinschaft einen vielseitigen Treffpunkt erhält.

Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Ein zentrales Element des Projekts ist die Kreislaufwirtschaft. Die Architekten setzen auf den Erhalt und die Wiederverwendung vorhandener Ressourcen. Alte Gebäude, Materialien und natürliche Elemente erhalten neue Funktionen und werden kreativ integriert. Jens Linnet, der Kreativdirektor von BOGL, betont:

„Wir rücken die Natur und die Ressourcen des Standorts ins Zentrum unseres Designs, um innovative Lösungen zu schaffen.“

Dieser Ansatz stellt sicher, dass der Park nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch nachhaltig gestaltet wird.

Highlights des neuen Stadtparks

Die Pläne für den Zentralpark Gasometervorfeld beinhalten zahlreiche spannende Ideen, die den Park besonders machen:

  1. Sport und Bewegung: Ein alter Pferdestall wird in eine überdachte Street-Sport-Anlage umgestaltet.
  2. Kultur im Grünen: Ein ehemaliges Industriegebäude wird zu einem kulturellen Garten, der Platz für Veranstaltungen bietet.
  3. Genuss und Ausblick: Eine frühere Werkstatt wird in ein Café verwandelt, das gleichzeitig den Blick auf eine neue Freiluftbühne ermöglicht.
  4. Wasserspiele und Kreativität: Bestehende Betonflächen dienen als Bühnen- und Spielbereiche und sorgen für Abwechslung.
  5. Naturschutz: Alle vorhandenen Bäume und natürlichen Elemente bleiben erhalten, um den Charakter des Standorts zu bewahren.

Mit diesen vielfältigen Angeboten spricht der Park Menschen jeden Alters an und bietet Raum für Erholung, Begegnung und Aktivitäten.

Ein Park für alle

Die Lage des Parks, nahe Wohnhäusern und kulturellen Einrichtungen, ist ideal für die Anwohner. Zudem wird der Zentralpark durch seine Nähe zur Metrostation für Besucher aus ganz Wien leicht erreichbar sein.

Die Umsetzung erfolgt schrittweise. Die Bauarbeiten starten 2026, und der erste Abschnitt wird voraussichtlich zwei Jahre dauern. Anschließend wird der Park kontinuierlich erweitert, sodass die Wiener Bürger regelmäßig neue Bereiche entdecken können.

Modellprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung

Der Zentralpark Gasometervorfeld zeigt eindrucksvoll, wie innovative Landschaftsarchitektur zur nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen kann. Durch die Wiederverwendung von Baumaterialien und Asphalt sowie die kreative Integration bestehender Strukturen entstehen Lösungen, die sowohl einzigartig als auch lokal angepasst sind.

Die Erfahrungen aus Projekten wie dem Remisepark in Kopenhagen fließen direkt in das Wiener Vorhaben ein. Dadurch profitiert die Stadt von internationalem Know-how, das neue Maßstäbe setzt.

Ein Blick in die Zukunft

Dieses Projekt ist weit mehr als ein Stadtpark. Es bietet ein Modell für eine neue Art der Stadtentwicklung, die Natur und Nachhaltigkeit ins Zentrum stellt. Wien erhält mit dem Zentralpark Gasometervorfeld nicht nur einen vielseitigen Erholungsraum, sondern auch ein Vorzeigeprojekt für urbane Transformation.

Durch die Zusammenarbeit von Architekten, der Stadt Wien und der Gemeinschaft entsteht ein Park, der Vergangenheit und Zukunft verbindet. Dieses ambitionierte Vorhaben wird den Charakter des Viertels prägen und gleichzeitig weltweit Inspiration für ähnliche Projekte liefern.

 

 

Lesen Sie hier mehr über der neuen Stadtteil in Wien: Bricolage City.