Schäfer hielt in den vergangenen Jahrzehnten wichtige Positionen in grünen Verbänden inne. So war er seit 2006 Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern. Zwölf Jahre lang prägte er in dieser Funktion den Verband. Der Verband zählt mehr als 650 Garten- und Landschaftsbaubetriebe als seine Mitglieder.
Darüber hinaus bekleidete Schäfer ebenfalls die Position des*r Präsident*innen in der 2009 gegründeten Landesvereinigung Gartenbau Bayern. Neun Jahre lang, von 2009 bis 2018, leitete er diese als Präsident. Der Verband entstand damals als Zusammenschluss der Verbände des Erwerbs- und Freizeitgartenbau in Bayern. Als Dachverband umfasst dieser heute sechs Einzelverbände mit knapp 700 000 Mitgliedern.
Auch Ehrenpräsident darf Schäfer sich nennen. Diese Bezeichnung verlieh ihm der Verband der bayerischen Landschaftsgärtner*innen im Jahr 2018.
Berufliche Stationen
Ulrich Schäfer ist seit 25 Jahren geschäftsführender Gesellschafter des Gartenbau-Unternehmens Nordgrün Nürnberg. Das Unternehmen übernimmt alle Aufgaben von Planung und Entwurf, über Gartengestaltung bis hin zu Pflanzung und Pflege.
Zuvor arbeitete Schäfer als Bauleiter und Betriebsleiter. Dem ging der Fachabschluss zum Gärtnermeister*in und Gartenbautechniker*in voraus. Er startete in die grüne Branche, als er seine Ausbildung zum*r Landschaftsgärtner*in in den frühen Siebziger Jahren abschloss.
Dass ihm die Qualität der Ausbildung wichtig ist, bewies Schäfer schon früh. So übernahm er bereits 1995 den Vorsitz des Meisterprüfungsausschusses in Bayern. Diesen hatte er zehn Jahre lang inne. Auch in seinem eigenem Unternehmen kümmert er sich um den Gärtner-Nachwuchs. Für das Engagement in der Ausbildung wurde sein Unternehmen Nordgrün Nürnberg mit dem Staatsehrenpreis des Freistaats Bayern ausgezeichnet. Dies war im Jahr 2019.
Auch die bayerischen Gartenschauen und Landesgartenschauen haben es Schäfer angetan. So ist er gegenwärtig als Mitglied im Aufsichtsrat der Landesgartenschau Ingolstadt 2020 GmbH aktiv. Des Weiteren bringt er seine Erfahrung als stellvertretendes Mitglied im Beirat der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau ein.
Herausragende Leistungen für das Gemeinwesen – auch von Frauen
Das Bundesverdienstkreuz wird jährlich an mehr als Tausend Menschen verliehen. Jeder Mensch kann einen Vorschlag für die Verleihung des Ordens anregen. Bis zum Januar 2021 wurde die höchste Anerkennung der Bundesrepublik insgesamt 260 429 Mal verliehen.
Kriterium für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes sind die Leistungen politischer, wirtschaftlich-sozialer und geistiger Natur. Außerdem alle besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland. Hiermit ist beispielsweise Engagement im sozialen und karitativen Bereich gemeint. Der Verdienstorden bringt jedoch keine finanzielle Zuwendung mit sich.
Erstmals gestiftet wurde das Bundesverdienstkreuz im Jahr 1951, vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss. Jährlich wurden Tausende Menschen damit ausgezeichnet. Anfang der 1980er Jahre gingen jedoch jährlich mehr als 6 000 Verdienstorden hauptsächlich an Männer. Die Quote damals lag bei Frauen lediglich bei rund 14 Prozent.
Es gab demzufolge erste Versuche, das Bundesverdienstkreuz vermehrt an Frauen zu verleihen. Jedoch bewirkten diese noch nicht viel. Erst die Quotenregelung des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler brachte einen wesentlichen Unterschied. Diese setzte eine Frauenquote von 30 Prozent an. Diese wurde 2007 erstmals erreicht. Seitdem gab es nur zwei Jahre, in denen sie nicht erreicht wurde.
Welches Bundesverdienstkreuz erhält Schäfer?
Das Bundesverdienstkreuz wird in acht Stufen verliehen. Der ausgezeichnete Ulrich Schäfer bekommt das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, wie die Auszeichnung offiziell heißt. Das entspricht folglich der Erstauszeichnung.