Change Management – wichtig oder nicht?

Veränderungsmanagement ist bei Landschaftsarchitekten und -planern noch kein großes Thema. Wohl auch, weil weitläufig die Meinung herrscht, dass professionelle Beratungen die eigenen finanziellen und zeitlichen Kapazitäten überstrapazieren. Herausforderungen und Chancen im Überblick.

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Sollten Landschaftsarchitekten und -planer vermehrt auf Change Management setzen? (Grafik: www.freepik.com, designed by Freepik)

Wenn eines sicher ist, dann ist es der Wandel. Betrachtet man dies aus unternehmerischer Sicht, ist damit auch sicher, dass die Komplexität an Herausforderungen zunimmt. Der viel zitierte „war of talents“, die zunehmende Digitalisierung in den Arbeitsprozessen oder differenzierte Kundenanforderungen benötigen eine ganzheitliche Herangehensweise und implizieren in der Regel eine professionelle Unterstützung.

Geleistet (oder als notwendig erachtet) haben sich das bisher jedoch eher nur größere, mittelständische oder ganz große Unternehmen. Wie sieht es bei Landschaftsarchitekten oder den Garten- und Landschaftsplanern aus? Ihre Büros sind in der Regel kleiner, ihre durchschnittliche Unternehmensgröße liegt zwischen zehn und 20 Mitarbeitern. Es fehlt meist an Budget und Zeit, um professionelle Beratungsunternehmen zu beauftragen. Fakt ist jedoch, dass auch sie sich den Aufgaben stellen müssen, um zukunftsfähig zu bleiben. Aber wo beginnt ein solcher strategischer Ansatz, wo hört er auf? Und welche Rolle spielt dabei Change Management?

Ziele und Herausforderungen

Im Veränderungsmanagement lassen sich alle Aufgaben und Maßnahmen zusammenfassen, die eine umfassende, bereichsübergreifende und inhaltlich weitreichende Veränderung zur Umsetzung neuer Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen in einer Organisation bewirken sollen. Im Kern führen Digitalisierung, Wettbewerbsdruck und komplexere Kundenwünsche dazu, dass Unternehmensanpassungen erforderlich werden. Change Management, welches diese Anpassungen vorantreibt, stößt in der Praxis jedoch nicht selten auf Widerstand oder wird unzulänglich betrieben.

Die  Unternehmensberatung h&z ist den Ursachen möglichen Scheiterns mittels eines gezielten Analyseverfahrens, das zu Projektbeginn mit den Unternehmen durchgeführt wird, auf den Grund gegangen. Hauptsächlich sieht sie das späte Einbeziehen und sogar Blockieren der beteiligten Mitarbeiter, fehlende Schulungsmöglichkeiten oder auch die mangelnde Kommunikation seitens der Führungsebene als Ursachen. „Alle Mitarbeiter müssen neue Werte verinnerlichen, andere Aufgaben erfüllen, Regeln und Technik müssen angepasst werden. Man sollte demnach die Interessen der Mitarbeiter, ihren Kenntnisstand, ihre Einstellung zum Vorhaben und ihre Befindlichkeiten kennen. Sonst besteht keine Chance, dass aus Kommunikation eine Mobilisierung wird“, erklärt Stefan Aichbauer, Managing Partner und Verantwortlicher für Business Transformation bei h&z. Es stellt sich also nicht die Frage, ob der Wandel notwendig ist, sondern wie man den Wandel am schnellsten, konsequent und mit möglichst geringen unerwünschten Nebenwirkungen gestaltet.

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Dieser Artikel zum Thema Prozesse stammt aus unserem Archiv. In der G+L 02/2018 haben wir uns dem Fluss als Naturraum gewidmet. Wir haben das Projekt Donau-Loop betrachtet und das Projekt Room for the River in den Niederlanden analysiert. Hier geht´s zur G+L 02/2018.