Schadensfälle bei Gründächern

In Deutschland werden pro Jahr etwa acht Millionen Quadratmeter Dachfläche neu begrünt. Dachbegrünungen vereinen eine Vielzahl an positiven Wirkungen, so ist es nicht verwunderlich, dass sie in einem Atemzug mit Hochwasser, Hitzewelle, Klimaänderung, Feinstaub und Biodiversität als Vorbeugungs- bzw. Schutzmaßnahme genannt werden. Obwohl den vielen gelungenen Gründachprojekten nur eine verschwindend geringe Anzahl an Schadensfällen gegenüber stehen, halten sich hartnäckig bestimmte Vorurteile gegen Gründächer. Bei den meisten Reklamations- und Schadensfällen lagen Planungs- beziehungsweise Ausführungsfehler (oftmals unter Preis- und Konkurrenzdruck zu Lasten der Qualität) oder Abstimmungsdefizite mit anderen Gewerken vor.

Die Hauptfehlerquellen bei Dachbegrünungen

Die verschiedenen Fehlermöglichkeiten lassen sich (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) in acht Fehler-Kategorien einteilen:

Die Auswirkungen fehlerhafter Dachbegrünung

Folgende Auswirkungen fehlerhafter Dachbegrünungen können festgestellt werden:

Nutzungsziel/Bauherrenwunsch
Nicht immer können die Wünsche und Vorstellungen des Bauherrn schadensfrei umgesetzt werden. So gehören rhizombildende Pflanzen wie Bambus nicht auf das Dach. Derzeit gibt es keine Dachabdichtung bzw. Rhizomsperre, die dafür geeignet wäre. Ebenso bereitet die Nachrüstung schon begrünter Dächer mit Photovoltaikmodulen Probleme hinsichtlich Zerstörung der Vegetation und erhöhtem Pflegeaufwand.

Vorgaben aus dem Bebauungs-Plan
Auch die mit besten Absichten in B-Plänen festgelegten Vorgaben können in Verbindung mit Dachbegrünungen zu Problemen führen und müssen schon in der Planungsphase berücksichtigt werden wie beispielsweise die Kombination mit Photovoltaik bzw. mit nachgeschalteter Regenwassernutzung.

Bauliche und örtliche Gegebenheiten
Die baulichen Gegebenheiten müssen in der Planungs- bzw. Ausführungsphase berücksichtigt werden, um das gewünschte Begrünungs- und Nutzungsziel zu erreichen.

Gefälleloses Dach mit Pfützenbildung

Als Folge überschüssigen Wassers können nicht mit eingeplante Lasten entstehen. Das bei einer Vernässung der Vegetation entstehende Schadensbild sieht wie folgt aus: lückenhafter Bewuchs, Ausfall von Pflanzen, Entwicklung zu Moos- und/oder Gras-Vegetationen.

Oft steht bei Dächern ohne Gefälle das Wasser großflächig und mehrere Zentimeter hoch vor den Dachabläufen. Durch Anpassung des Gründachaufbaus kann nur bedingt entgegengewirkt werden, beispielsweise mit der Verwendung eines mehrschichtigen Aufbaus und einem Dränelement, das etwa ein bis zwei Zentimeter höher ist als der maximale Wasserstand.

Zusätzliche Wasserbelastung durch weitere Dachflächen bzw. Lichtkuppeln usw.

Nicht selten kommt es vor, dass höher liegende Flächen auf die darunter liegende begrünte Dachfläche entwässert werden. Die beste Lösung ist eine getrennte Entwässerung der Fläche und die zielgerichtete Ableitung zum nächst gelegenen Dachablauf.

Gebäudehöhe und -lage
Ab etwa 12 Meter Gebäudehöhe bzw. windexponierter Lage sind Dachbegrünungen möglichen „Windangriffen“ ausgesetzt Schadensfälle werden vor allem an windexponierten Eck- und Randbereichen, aber auch an aufgehenden Bauteilen und größeren Dachdurchdringungen beobachtet. Hier sind Berechnungen im Vorfeld notwendig und gegebenenfalls Sicherungsmaßnahmen wie Rasengittersteine oder Vegetationsmatten zu ergreifen.

Vor- und nachfolgende Gewerke
Wenn der Dachbegrüner kommt, müssen die Voraussetzungen für eine Begrünung hinsichtlich ausreichender Statik, Wurzelschutz nach FLL bzw. DIN 13948 mit ausreichenden Anschlusshöhen, Entwässerung usw. gegeben sein. Ein Koordinationsfehler liegt vor, wenn nachfolgende Gewerke (Klimaanlage, Blitzschutz, usw.) nach dem Aufbringen der Begrünung über die Fläche gehen und die Begrünung schädigen.

Gründach-Schichtaufbau

Probleme bei der Entwässerung: rückstauendes Wasser und Vernässung
Der Begrünungserfolg hängt von einer funktionsfähigen Dränage und dem sicheren Ableiten des Überschusswassers, ab.

Ungeeignetes Substrat
Eine falsche Substratwahl kann dazu führen, dass die Pflanzenentwicklung gestört ist, Überschusswasser nicht abfließen kann und sich erhöhte Lasten einstellen. Die Anforderungen an Substrate werden durch die FLL-Dachbegrünungsrichtlinie beschrieben und mit Kenndaten hinterlegt.

Dünnschicht-Aufbauten und Leichtdächer
Die Mindestschichthöhe einschichtiger Dachbegrünungen ist nach den FLL-Richtlinien auf acht Zentimeter festgelegt. Bei niedrigeren Aufbauten ist mit Vegetationsausfällen zu rechnen.

Steildachbegrünungen
Bei Dachneigungen ab 15 Grad sind dauerhaft funktionsfähige, d.h. unverrottbare Rutschsicherungen zu verwenden. Die verwendeten Produkt- und Systemlösungen müssen hinsichtlich Schubkraftaufnahme und Stabilität ausreichend dimensioniert sein. Lösungen, die die Dachabdichtung nicht durchdringen, sind zu bevorzugen, um potenzielle Undichtigkeitsstellen zu minimieren.

Pflege und Abnahme
Die Fertigstellungspflege gehört zur Erstellung der Dachbegrünung. Fehlende Pflege kann Schäden nach sich ziehen wie Windverwehungen und Substratabrutschungen, Ansiedlung von unerwünschtem Fremdbewuchs, Zusetzen von Dachabläufen mit Laub, und so weiter.

Planung und Koordination
Dem Landschaftsarchitekten oder Architekten kommt eine wichtige Rolle bei der schaden- und reklamationsfreien Umsetzung eines Dachbegrünungsprojekts zu. Er muss im Grunde fast alle vorgenannten Punkte beachten, in seiner Planung und Ausschreibung berücksichtigen und später während des Bauablauf koordinieren und überwachen.

Zusammenfassung und Fazit
Der erste und wichtigste Schritt zu einem dauerhaft funktionsfähigen Gründach ist die genaue Bedarfsermittlung. Es muss klar sein, welche Vorstellungen der Kunde über die Nutzung und das Erscheinungsbild seiner Dachbegrünung hat. Von diesen Vorgaben und den baulichen Gegebenheiten hängt die weitere Planung des Gründachaufbaus ab. Auch wenn die Vielzahl an Schadenspotenzialen anders vermuten lässt, so gibt es bei den jährlich in Deutschland umgesetzten etwa acht Millionen Quadratmeter Dachfläche wenige Reklamations- und noch weniger echte Schadensfälle. Dennoch ist gerade beim Dach auf schadensfreies Arbeit zu achten, da Fehler schwerwiegende Folgen nach sich ziehen können. Die „Top“ der Schadenspotenziale von Dachbegrünungen liegen bei Dränage und Entwässerung, Substrat, Pflege und Steildachbegrünung. Es ist von allen Beteiligten auf eine richtlinienkonforme Qualität in allen Phasen der Wertschöpfungskette, von der Ausschreibung bis zur Ausführung zu achten und einzuhalten. Die Vorgaben des Architekten dürfen auch in der preisumkämpften Vergabephase der Projekte nicht hinten runterfallen.

Viele Millionen Quadratmeter fachgerecht ausgeführter und nachhaltig funktionsfähiger Projekte, manche schon 40 Jahre alt, sprechen für sich und eine positive Zukunft mit Dachbegrünungen.

Mehr zum Thema Gründach lesen Sie in Garten+Landschaft 08/2016 – Oben grün: Über die Zukunft unserer Dächer.

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Studio Loader Monteith revitalisiert einen Platz in Glasgow

Die revitalisierte St. Columbkille’s Church in Glasgow mit dem neu gestalteten einladenden Platz. Foto: ©Will Scott
Die revitalisierte St. Columbkille’s Church in Glasgow mit dem neu gestalteten einladenden Platz. Foto: ©Will Scott

Das Glasgower Architekturstudio Loader Monteith hat einen Gemeinschaftsplatz in der schottischen Stadt mit neuem Leben versehen. Gemeinsam mit Landschaftsarchitekten Mark Donaldson haben die Architekt*innen den Zugang zu der Piazza vor der Kirche St Columbkille’s deutlich verbessert. Diese Geste des Willkommens an die Stadtgemeinschaft ist gut angekommen.

St Columbkille’s Church in Glasgow wurde ursprünglich im Jahr 1851 gegründet. Die katholische Kirchengemeinde besitzt ein imposantes Gebäude aus dem Jahr 1940 – eine der wenigen Kirchen, die nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges errichtet wurden. Der Bau ist eine moderne Interpretation einer römischen Basilika und befindet sich direkt an der Main Street von Glasgow. Er ist ein wichtiger Bestandteil der katholischen Gemeinschaft. Entworfen wurde das Gebäude, das für seine eindrucksvolle Fassade aus rotem Backstein und für sein schieres Volumen bekannt ist, von Jack Coia von Gillespie, Kidd & Coai Architects. Aber der Eingang zu dem Gelände hatte bislang keinen besonders einladenden Charakter, weshalb Loader Monteith mit der Revitalisierung beauftragt wurde.

Eine Willkommensgeste

Bislang bestand der Vorplatz von St Columbkille’s aus einer Mischung aus Pflaster und Beton mit einer kurzen Treppe, die einen wenig imposanten Eingang zu der großen Kirche bot. Der barrierefreie Zugang war seitlich zu finden und bestand aus einer steilen Rampe, die ohne Unterstützung kaum zu bewältigen war.

Das Glasgower Architekturbüro Loader Monteith hat den Eingang zu der eindrucksvollen Kirche neu erfunden. Die Piazza für die Gemeinschaft steht dabei im Zentrum. Sie ist bepflanzt und bietet sowohl Grünfläche als auch besseren Zugang zur Straße. Ein Belag aus Backsteinen führt von der Straße zur Piazza und stellt einen kontinuierlichen, einheitlichen Übergang dar.

Eine neue Rampe befindet sich im Zentrum des neuen Designs. Sie ist in die geschwungenen Steinstufen aus York Stone integriert und ermöglicht einen barrierefreien Zugang. Somit wird die Zugänglichkeit der Kirche für alle symbolisiert. Dabei hat das Büro Inspiration in den internen Proportionen der Kirche sowie in den gemischten Rampen am Frank Lloyd Wright‘s Guggenheim Museum in New York gefunden. Die Rampe kulminiert in einem langen Eingangsbereich mit Terrasse für die Kirchengänger*innen.

Der neu gestaltete, stufen- und rampenförmige Eingang der St. Columbkille’s Church, mit einer integrierten, geneigten Rampe und geschwungenen York-Stein-Stufen, bietet barrierefreien Zugang und schafft einen einladenden Raum für alle. Foto: ©Will Scott
Der neu gestaltete, stufen- und rampenförmige Eingang der St. Columbkille’s Church, mit einer integrierten, geneigten Rampe und geschwungenen York-Stein-Stufen, bietet barrierefreien Zugang und schafft einen einladenden Raum für alle. Foto: ©Will Scott

Die Gemeinschaft zusammenbringen

Ab jetzt können die Gemeindemitglieder von St Columbkille’s sich vor und nach dem Gottesdienst auf den Treppen und der Terrasse vor der Kirche treffen. Dieser Ort hatte bisher gefehlt. Der neue Vorplatz bietet außerdem integrierte Sitzmöglichkeiten, die für Menschen jeder Glaubensrichtung gedacht sind und eine Einladung an alle darstellen, diesen öffentlichen Platz zu genießen.

Die detaillierten Backsteinmuster auf der Piazza spiegeln die Fassade der Kirche wider. Zudem geben sie der Umgebung Textur und visuelles Interesse, wodurch ein Ambiente wie auf einem europäischen Platz entsteht. Father Bernard Mournian, der seit 2017 der Gemeinde vorsteht, hat einen Teil seines Studiums in Rom absolviert, wo er sah, wie das Leben auf der Straße die Gemeinschaft zusammenbringen kann. Dies inspirierte seine Vorstellungen für die Revitalisierung des Platzes. Loader Monteith hat bereits Erfahrung darin, kulturelles Erbe mit neuem Leben zu versehen. Zudem brachten die Architekt*innen viel Liebe zum Detail mit und schafften es so, den Außenraum mit der historischen Architektur des Kirchengebäudes zu verbinden.

Um die steinernen Bereiche und die Backsteinfassade von St Columbkille’s aufzulockern, haben Loader Monteith und Mark Donaldson auch einige Beete integriert, die rund um das Jahr Farbe bringen sollen. Eine neue Treppenbeleuchtung macht es auch in den dunklen Monaten leicht, sich zu orientieren. Diese Elemente rahmen die Kirche ein und betonen, dass ihre Umgebung für Gemeindemitglieder und Besuchende zugleich gedacht ist.

Der neue Vorplatz der St. Columbkille’s Church mit Sitzgelegenheiten, dekorativem Mauerwerk und Pflanzbeeten bietet der Gemeinde einen einladenden Treffpunkt. Foto: ©Will Scott
Der neue Vorplatz der St. Columbkille’s Church mit Sitzgelegenheiten, dekorativem Mauerwerk und Pflanzbeeten bietet der Gemeinde einen einladenden Treffpunkt. Foto: ©Will Scott

Ein angemessener Platz für eine Kirche

Die Revitalisierung dieser Piazza soll zugleich als Beispiel und Inspiration für künftige Projekte dienen, die mit kulturellem Erbe befasst sind – so die Hoffnung von Loader Monteith. Durch die Kombination von historischem Respekt und moderner Zugänglichkeit kann es gelingen, ein neues Herz für eine Gemeinschaft zu gestalten.

Iain King, Iain King, Facharchitekt für Denkmalpflege und Direktor bei Loader Monteith, sagte: „Es ist uns eine Ehre, die Kirche bei der Verwirklichung der ehrgeizigen Ziele dieses Projekts zu unterstützen und die positiven Ergebnisse zu sehen. Dieses Projekt hat die Präsenz der Kirche in Rutherglen gestärkt, indem es einen einladenden, für alle zugänglichen Eingang geschaffen hat, der durch die Öffnung der Kirche und den Abbau von Barrieren die Öffentlichkeitsarbeit fördert.

Durch die Integration einer Rampe mit geringem Gefälle in die stufenförmig angelegten Terrassen gewährleisten wir Inklusion, ohne die Integrität des Bauwerks zu beeinträchtigen. Die weiche Landschaftsgestaltung ergänzt die Eingangsachse mit einer Bepflanzung, die das Kirchenjahr widerspiegelt und saisonal interessant ist.

Die Gemeinde hat den neuen Platz mit offenen Armen aufgenommen. Pfarrer Bernard Mournian sagte: „Die Gemeindemitglieder und ich sind begeistert, wie das Projekt geworden ist, es hat unsere Erwartungen übertroffen, der neue Platz passt jetzt zum Inneren unserer Pfarrkirche.“

Loader Monteith ist dafür bekannt, dass er „in jedes Design eine Geschichte von Bedeutung und Zweck einwebt“, wie es in der eigenen Beschreibung heißt. Seit seiner Gründung im Jahr 2016 schafft das Architekturstudio Räume für Kunst, Kultur, Bildung, Wohnungen und Arbeitsplätze in Großbritannien und darüber hinaus.

Weiterlesen: In der kleinen Stadt Paisley vor den Toren Glasgows gibt es ebenfalls ein faszinierendes Erneuerungsprojekt.

Catharijnesingel > © 2021 OKRA landschapsarchitecten
Finalist beim European Prize for Public Space 2022: Catharijnesingel © 2021 OKRA landschapsarchitecten

In diesem Jahr gingen 326 Projekte aus 35 Ländern in das Rennen um den European Prize for Urban Public Space. Aus dieser großen Anzahl von Bewerbungen sind nun fünf Finalist*innen ausgewählt. Im November wird in Barcelona ein*e Sieger*in gekürt. 

Die international besetzte Jury des European Prize for Urban Public Space kam Mitte Juli zusammen. Nach intensiver Arbeit wählten die Expert*innen fünf Projekte für die finale Runde aus. Aus diesen herausragenden Realisierungen wird im November ein*e Sieger*in gekürt. Diese Auswahl und die feierliche Verleihung des Preises finden im Centre de Cultura Contemporània de Barcelona statt. Aber schon jetzt ist klar: Mit 326 Projekten aus 35 Ländern ist die diesjährige Auslobung ein großer Erfolg. Die Vielzahl an Einreichungen macht deutlich, welche wichtige und zentrale Rolle öffentliche Räume in unseren Städten schon heute und in Zukunft spielen werden.

European Prize for Urban Public Space

Der European Prize for Urban Public Space wird seit 2000 alle zwei Jahre verliehen. Er gilt als Ehrung für die besten Projekte, die zur Entwicklung, zur Transformation sowie zur Erneuerung von öffentlichen Räumen in europäischen Städten beitragen. Die Auslobung und Organisation liegt beim Centre de Cultura Contemporània de Barcelona. Bereits am 17. Mai 2022 endete die Frist zur Einreichung der Bewerbungen. Danach wählte Mitte Juli 2022 eine international besetzte Jury aus den über 300 guten Beispielen die fünf besten aus. Sie alle sind zwischen 2018 und 2021 realisiert worden. 

Schon bei Bewerbungsschluss im Mai überraschte die große Zahl von eingereichten Projekten. Anders gesagt, mit der elften Ausschreibung gewinnt des European Prize for Urban Public Space an Bedeutung. Die Resonanz darauf ist viel höher als in den vorausgegangenen  Jahren 2018 und 2016. Damals blieben die Anzahl der eingereichten Unterlagen unter 300. Zu den Ländern, die die größte Zahl von Projekten beheimaten, gehören Spanien, Polen, Italien, Frankreich und Portugal. Zum ersten Mal gehört zu den 35 einreichenden Ländern auch Armenien. Darüber hinaus sind auch wieder Projekte aus Zypern, Island, Georgien und Litauen eingesandt worden. Sogar die Ukraine ist mit einem Projekt vertreten.

Eine international besetzte Jury

Die Jurysitzung in Barcelona wurde von der Landwirtschafts-Ingenieurin und Freiraumgestalterin Teresa Galí-Izard geleitet. Sie unterrichtet auch Landschaftsarchitektur an der ETH Zürich. Darüber hinaus war Hans Ibelings Mitglied der Runde, der als Architekturkritiker, Historiker und Redakteur von The Architecture Observer bekannt ist. Eleni Myrivili war auch Teil der Jury. Sie promovierte in Anthropologie und ist Beraterin für Resilienz und Nachhaltigkeit in Athen. Auch der bekannte Andreas Ruby, der Direktor des Schweizer Architekturmuseums in Basel, war in Barcelona mit dabei. Ebenso arbeitete Paloma Strelitz als Architektin und Kreativdirektorin von Patch mit. Ebenso war Špela Videčnik, Architekt und Gründer des Architekturbüros OFIS in Ljubljana, Mitglied der Jury. Begleitet wurde die hochkarätig besetzte Jury außerdem von Lluís Ortega, der als Sekretär des European Prize for Urban Public Space agierte. 

Die Finalisten

Zu den fünf Projekten, die es in ins Finale schaffen, gehört das Projekt „Catharijnesingel“ in Utrecht, Niederlande, sowie „FLOW“ in Brüssel, Belgien. Auch das Projekt „Hage“ in Lund, Schweden, kam in die letzte Runde, ebenso wie der „Saint Sernin Square“ in Toulouse, Frankreich. Schließlich gehört der “Sporta pils dārzi – urban garden“  in Riga, Litauen, zur Gruppe der Finalisten. Wer als Sieger*in aus der finalen Runde hervorgeht, entscheidet sich im November.

Ebenfalls interessant: die Gewinner*innen des European Prize for Urban Public Space 2018