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Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2021: Projekte

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Detail Fontänenfeld, Detail Lichtkonzept und Leuchten © Nikolai Benner, Planorama Landschaftsarchitekturma, 2019
Detail Fontänenfeld, Detail Lichtkonzept und Leuchten © Nikolai Benner, Planorama Landschaftsarchitekturma, 2019
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Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2021: Projekte

Am Freitag, 23. April 2021 ist es so weit: Die renommierte Fachjury des Deutschen Landschaftsarchitektur-Preises wählt aus 35 nominierten Projekten in insgesamt neun Kategorien ihre Favoriten. Wir stellen Ihnen hier eine Auswahl der für den Landschaftsarchitektur-Preis 2021 nominierten Projekte vor.

Bereits 14-mal verlieh der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) den Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis. Dieses Jahr entscheidet die Jury, bestehend aus neun hochkarätigen Preisrichter*innen – darunter Prof. Dr. Karin Helms, Präsidentin der IFLA Europe und Till Rehwaldt, Präsident des bdla – zum 15. Mal über die besten deutschen Projekte im Bereich der Landschaftsarchitektur.

„Hahnplatz“ – Planorama Landschaftsarchitektur

Planorama Landschaftsarchitektur ist gleich mit mehreren Projekten vertreten. Eines davon ist ihre Neugestaltung des Hahnplatzes in Prüm in der Eifel. Diese bringt eine neue Ruhe in das Areal. Die Freifläche, die davor zergliedert und zusammenhanglos vor der einstigen Benediktiner-Abtei lag, erhielt durch den Entwurf von Planorama eine neue Aufenthaltsqualität. Die Platzgestaltung zeichnet sich nicht nur durch ihre Offenheit und Zugänglichkeit aus, sondern auch durch die Materialität: Das Eifel-typische Basaltgestein zieht sich durch die Gestaltung, etwa in Form von Bändern, die den Raum gliedern und Höhenunterschiede vermitteln. Außerdem sorgen ein Fontänenfeld und speziell gefertigtes Mobiliar aus Holz und Bronze dafür, dass Besucher*innen gerne verweilen.

„Festungspark Fort Asterstein“ – Franz Reschke Landschaftsarchitektur

Auch Franz Reschke Landschaftsarchitektur ist mehrfach unter den Nominierten zu finden. Das Büro bewarb sich unter anderem mit dem Projekt „Festungspark Fort Asterstein“ um den Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2021. Der Park gehört zur Großfestung Koblenz und ist damit Bestandteil des UNESCO-Welterbes Mittelrheintal. Die Gestaltung der Freiflächen soll das Potenzial des Areals als öffentliche Parkanlage ausschöpfen. Die Planer*innen legten in ihrer Gestaltung viel Wert auf eine barrierefreie Wegeführung. Sie integrierten den Astersteiner Friedhof in den Park und stellten Sichtbezüge zum Fort Konstatin aus dem Baumbestand frei. Der Park ist nicht nur mit einem neuen Wegeleit- und Informationssystem ausgestattet, sondern auch mit speziell entwickelten, großformatigen Bänken und Wiesenmöbel aus Werkbeton.

Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2021: Jurysitzung und Kategorien

„Kleiner Kiel-Kanal – Holstenfleet Kiel“ – bgmr Landschaftsarchitekten

Mit dem „Kleinen Kiel-Kanal – Holstenfleet Kiel“ finden sich auch bgmr Landschaftsarchitekten unter den Nominierten. Die Planer*innen setzten den Wunsch der Stadt um, aus der Durchgangsstraße einen neuen Freiraum für ihre Bewohner*innen zu schaffen. Dazu entwarf bgmr zwei Wasseranlagen, die zentrale Bestandteile der öffentlichen Wasser-Platz-Folge geworden sind: Sie ordnen sich zwischen den Binnenseen und dem Bootshafen ein. Die Reinigung des Gewässers erfolgt durch ein Schilfband, das während Hitzesommern gleichzeitig durch Verdunstung als Kühlungsbeet funktioniert. Die Wasserbecken können an heißen Tagen zur Abkühlung genutzt werden. Es gibt begehbare Inseln und Sitzelemente am Rand. Damit nimmt der Freiraum eine wichtige Rolle in der Innenstadtbelebung ein. bgmr fokussierten bei dem Projekt auf eine intensive Öffentlichkeitsbegleitung und stärkt mit dem Entwurf den Fahrrad- und Fußverkehr.

„Waller Sand“ – A24 Landschaftsarchitektur

Zu den Nominierten gehört auch das Projekt „Waller Sand“ in Bremen von A24 Landschaftsarchitektur. Die Parkanlage verbindet Hochwasserschutz mit qualitativem Freiraum und schafft einen multifunktionalen öffentlichen Raum für die Bremer*innen. Das ehemals vernachlässigte Gebiet im Westen der Bremer Innenstadt ist Teil einer Halbinsel und erhält durch den Entwurf von A24 neue Aufmerksamkeit: Der Park eröffnet den Bewohner*innen Bremens hochwertige Aufenthaltsmöglichkeiten und schützt die Stadt gleichzeitig vor Hochwasser. Die Deichanlagen wurden nicht nur modernisiert und damit sicherer, sondern auch als Stadtstrand gestaltet. Waller Sand ist ein Best-Practice-Beispiel für urbanen Deichbau und vermittelt im Konflikt „Sicherheitstechnik vs. Freiraumnutzung“ mit hoher landschaftsarchitektonischer Kompetenz.

„Zechenpark / Quartiersplatz / Kloster Kamp“ – bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau

Ebenfalls nominiert ist das Projekt „Zechenpark / Quartiersplatz / Kloster Kamp“ im Rahmen der Landesgartenschau Kamp-Lintfort von bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau (Alles zur Landesgartenschau Kamp-Lintfort erfahren Sie hier). Der Entwurf bezieht sich stark auf den Verlauf und die Topografie des Flusses Große Goorley, der die städtebauliche Struktur Kamp-Lintforts prägt. Das Konzept vertieft die Verknüpfung zwischen der Großen Goorley und den angrenzenden Stadtquartieren und akzentuiert den Kontrast zwischen den Ordnungssystemen in Kamp-Lintfort, die einerseits landschaftsgeprägt und andererseits orthogonal sind. Der Zechenpark verbindet nun die angrenzenden Quartiere mit dem Stadtzentrum von Kamp-Lintfort und nimmt eine wichtige Rolle im Stadtgefüge ein. Der Quartiersplatz hingegen hat eine identitätsstiftende Funktion und vermittelt zwischen Park und Quartier – besonderes Highlight: ein ebenerdig integriertes Wasserspiel. Das Klosterareal behält seine ursprüngliche Form, aber erhält eine überarbeitete Wegeführung und drei neue Paradiesgärten.

Insgesamt 119 Arbeiten hatten die Zulassung zum Wettbewerb erhalten und waren zum Online-Voting der fünf Fachjuror*innen freigegeben. Diese trafen ihre Entscheidung und sprachen 35 Nominierungen aus. In der Jury-Sitzung am Freitag, 23. April 2021 wählen die Preisrichter*innen nun jeweils einen Favoriten in einer von neun Kategorien:

Mit der Kategorie „Junge Landschaftsarchitektur” fördert und unterstützt die aktuelle Auslobung gezielt Berufsanfänger*innen bis 40 Jahre bzw. bis zehn Jahre nach Kammereintrag.

Der Deutsche Landschaftsarchitektur-Preis zeichnet alle zwei Jahre außergewöhnliche Projekte der Landschaftsarchitektur und Stadtplanung aus. Im Mittelpunkt stehen dabei deren Konzeption und eine soziale und ökologische Siedlungs- und Landschaftsentwicklung.

Alle Projekte, die für den Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2021 nominiert sind, finden Sie hier: www.deutscher-landschaftsarchitektur-preis.de.

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Die Zukunft des öffentlichen Verkehrs

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Effizienz durch Technologie und nachhaltige Stadtplanung sind die Zukunft des ÖPNV. Foto von Chris Viel auf Unsplash
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Der öffentliche Verkehr steht an der Schwelle zu einem grundlegenden Wandel. Moderne Technologien wie Digitalisierung und autonome Fahrzeuge versprechen ebenso Effizienzgewinne wie nachhaltige Stadtplanung. Um diesen Fortschritt voranzutreiben, spielen staatliche Investitionen und politische Strategien eine entscheidende Rolle.

Digitalisierung als Motor der Mobilitätswende

Die Digitalisierung revolutioniert den öffentlichen Verkehr auf mehreren Ebenen. Intelligente Verkehrssteuerungssysteme, datenbasierte Prognosen und digitale Plattformen fördern die Effizienz und den Komfort. Smart Mobility-Apps integrieren verschiedene Verkehrsmittel und optimieren Routen in Echtzeit. Die Verbindung von Bus, Bahn, Leihfahrrädern und Sharing-Diensten wird so intuitiver und komfortabler.

Digitale Ticketing-Systeme, wie sie etwa in Skandinavien oder Singapur etabliert sind, erleichtern Fahrten und reduzieren den Bedarf an physischen Verkaufsstellen. In Deutschland arbeitet der ÖPNV an landesweiten Plattformen, die Tarifgrenzen und Verkehrsverbünde harmonisieren sollen. Derartige Entwicklungen steigern nicht nur die Benutzerfreundlichkeit, sondern auch die Effizienz des gesamten Systems.

Autonome Fahrzeuge: Die Revolution auf der Straße

Autonome Busse und Shuttles versprechen neue Möglichkeiten für den öffentlichen Verkehr. In strukturschwachen Regionen oder zu verkehrsarmen Zeiten könnten sie bestehende Linien ergänzen. Projekte wie das autonome Shuttle im Hamburger Hafen oder die autonomen Kleinbusse in Bad Birnbach zeigen, dass diese Technologie auf dem Vormarsch ist.

Besonders relevant ist der Einsatz autonomer Fahrzeuge für die sogenannte „letzte Meile“. In Wohnquartieren oder Gewerbegebieten können sie Fahrgäste flexibel an ihr Ziel bringen und so das Potenzial des öffentlichen Verkehrs erweitern.

Nachhaltige Stadtplanung: Verkehr neu denken

Technologie allein reicht jedoch nicht aus. Nachhaltige Stadtplanung ist unverzichtbar, um den öffentlichen Verkehr effizient und attraktiv zu gestalten. Konzepte wie „15-Minuten-Städte“ oder autofreie Quartiere verlagern die Mobilität von motorisiertem Individualverkehr hin zu Fuß- und Radverkehr sowie öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der gezielte Ausbau von Mobilitätshubs, an denen verschiedene Verkehrsmittel gebündelt werden, kann den ÖPNV stärken. Solche Knotenpunkte erleichtern den Umstieg und verringern Wartezeiten. Gleichzeitig fördert die Aufwertung von Haltestellen durch Begrünung, Beleuchtung und soziale Sicherheit die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs.

Investitionen und politische Weichenstellungen

Der Umbau des öffentlichen Verkehrs hin zu einer digitalen, nachhaltigen Zukunft erfordert gezielte Investitionen. Staatliche Förderprogramme für emissionsfreie Busse, den Ausbau von Radwegen oder die Modernisierung von Bahnhöfen sind essenziell.

Zudem braucht es regulatorische Rahmenbedingungen, die Innovationen begünstigen. Hierzu gehört der zügige Ausbau digitaler Infrastruktur ebenso wie die Anpassung von Verkehrsordnungen an autonome Fahrzeuge und neue Mobilitätskonzepte.

Fazit: Synergien nutzen für die Mobilität der Zukunft

Die Zukunft des öffentlichen Verkehrs liegt in der intelligenten Verbindung von Digitalisierung, nachhaltiger Stadtplanung und politischen Weichenstellungen. Nur wenn diese Bereiche ineinandergreifen, kann der ÖPNV zu einer echten Alternative zum motorisierten Individualverkehr werden. Smart Mobility, die Integration autonomer Fahrzeuge und die gezielte Förderung nachhaltiger Städte bilden das Fundament für eine umweltfreundliche und zukunftsfähige Mobilität.

 

Mehr zur Kampagne Move to Improve hier. 

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Gärten der Welt – Lanzarote

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auch Schwiegermutterstuhl genannt
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Arte zeigt gerade die sehenswerte Dokumentationsreihe „Erstaunliche Gärten“, die außergewöhnliche Gärten weltweit porträtiert. Die Serie stellt unter anderem Projekte aus Deutschland, Mexiko oder China vor. Diese Woche zeigt die Dokureihe ein Beispiel in Lanzarote.

Ein Amphitheater aus Kakteen

Im Atlantischen Ozean liegen die sieben Kanarischen Inseln. Eine davon ist Lanzarote. Auf der 800 Quadratkilometer großen Vulkaninsel weht das ganze Jahr über ein kalter Wind: der Passatwind. Gleichzeitig ist Lanzarote die Trockenste der Kanarischen Inseln. Bei diesen Wetterbedingungen ist es erstaunlich, dass überhaupt ein Garten auf der Insel entstanden ist. Der Jardín de Cactus  erstreckt sich in Rot, Grün und Schwarz zwischen Felsen und Kratern auf der trockenen Insel. Er hebt eine der widerstandsfähigsten Pflanzen überhaupt hervor, die einzige, die in solch einem Klima überleben kann: der Kaktus.

Hunderte Kaktusarten hat der einheimische Künstler und Naturliebhaber César Manrique in seinem letzten Werk auf Terrassen angeordnet. Die Kakteen kommen aus Amerika, Afrika und Ozeanien. Die Terrassen gleichen einem 24 Hektar großen Amphitheater aus Stein. Der Garten zeigt die einzigartige Ästhetik des Künstlers und würdigt die spröde Natur Lanzarotes.

Alle Bilder: © Cinetévé

Die Folge ist vom 6. Oktober bis 13. Oktober 2018 online auf arte.tv zu sehen.

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