Drei Plätze für Regensburg

Nach dem Neubau des Muse­­ums für Bayerische Geschichte an der Donau lobte die Stadt Regensburg einen Wettbewerb zur Neugestaltung eines etwa 12.000 Quadratmeter großen Bereichs zwischen St.-Georgen-Platz und Schwanenplatz aus. Teil der Aufgabe war auch eine Haltestelle für den öffentlichen Personen-Nahverkehr und einen Haltepunkt für Reisebusse.

1. Preis: Das Siegerprojekt von TDB Landschaftsarchitektur Thomanek Duquesnoy Boemans aus Berlin, orientiert sich am historischen Stadtgrundriss. St. Georgen-/Hunnen- und Schwanenplatz werden als Folge zweier eigen­ständiger Stadträume definiert. Die niveaugleiche Gestaltung mit Granit unterstreicht das Platzensemble. Zeitgemäß gestaltete Ausstattung, Möblie­rung und Kleinarchitekturen greifen Elemente der Straßen- und Plätze des Weltkulturerbes Regensburg auf.

Drei Plätze für Regensburg: Der Hunnenplatz dient als Foyer für das neue Museum für Bayerische Geschichte, der gegenüberliegende Georgenplatz als Eingang in die Altstadt und der Schwanenplatz mit der Haltestelle für Reisebusse als Servicepunkt für die Besucher von Stadt und Museum. Am Südende des Sachwanenplatzes ergänzen Bäume mit lichter Belaubung wie Sophora und Gleditschienden zwei große Linden. Asphaltierte Fahrbahnen, eingefärbt im Ton des Granitpflasters, sind wegen des intensiven öffentlichen Busverkehrs in den Belag der neuen Plätze eingelassen. Reminiszenzen an den historischen Stadtgrundriss strukturieren den Schwanenplatz. Die Rasenfläche mit der überdachten Haltestelle etwa zitiert einen historischen Gebäudeblock. Ebenso nehmen zwei Wasserbänke sowie der breite Plattenstreifen historische Baukanten auf. Ein großer Laubbaum und eine lange Bank machen den Hunnenplatz zum Treffpunkt. Eine Traufkante aus großformatigen Platten zieht sich längs der Fassade. Auf dem Georgenplatz markiert ein Baumkarree den Zugang zur Altstadt.

Die Wartehäuschen bestehen aus Betonfertigteilen mit integrierten Informa­tionsanzeigen. Es handelt sich um Betonwerkstein, an den Wänden und Decken geschliffen, auf dem Boden gesandstrahlt. Aus dem gleichen Material sind die Wasserbänke, die Platten an der Kalmünzergasse und die Platten im Traufbereich des Museums. Der Betonwerkstein ist hell mit einem warmem Farbton. Der Pflasterbelag aus Granit lehnt sich in Format und Farbe an das Regensburger Pflasterbild an. Die asphaltierte Fahrbahn nimmt die Farbe des Natur­steins auf.

 

Regensburg
Neugestaltung öffentliche Freiflächen zwischen St.-Georgen-Platz und Schwanenplatz

Beschränkter Wettbewerb
Auslober: Stadt Regensburg
Entscheidung: August 2014

1. Preis: TDB Landschaftsarchitektur Thomanek Duquesnoy Boemans, Berlin
2. Preis: Lützow 7 Cornelia Müller Jan Wehberg, Berlin und Lorenzen Architekten GmbH, Berlin
ein 4. Preis: Rainer Heinz Architektur + Stadtplanung, Rosenheim und Tobias Frauscher Landschaftsarchitektur, München/Egenhofen
ein 4. Preis: lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München und ambrosius blanke verkehr.infrastruktur, Bochum