Flughafen Tegel wird zu Urban Tech Republic

Lange Zeit wird an dem neuen Flughafen Berlin Brandenburg schon gearbeitet. Ist der Bau beendet – geschätzte Eröffnung 2017 – soll der Flughafen Berlin Tegel geschlossen und neu genutzt werden. Seit 2013 ist der Masterplan „Berlin TXL – The Urban Tech Republic“ beschlossen. Jetzt wurde ein Wettbewerb für die Freiflächen entschieden. Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin, konnte sich gegen 64 Konkurrenten durchsetzen.

Auf über 26 Hektar nimmt der Freiraumentwurf von Atelier Loidl die Strukturen des Flughafens auf und erinnert weiterhin an die Geschichte des Geländes. Die neuen Gebäude verbindet der sogenannte TXL-Boulevard, eine Kammstruktur mit Fußgängerpromenade aus glattem Asphalt und Fahrradschnellweg aus recyceltem Glas.

Der Freiraum wird bewusst großzügig dimensioniert, dadurch soll eine Harmonie mit den Flughafenstrukturen erreicht werden. „Mit dem Entwurf erhalten wir ein überzeugendes, tragfähiges, gut umsetzbares Konzept, das der Urban Tech Republic das gewünschte Profil geben wird“, sagte Staatssekretär Lütke Daldrup. Die Bau- und Realisierungskosten werden mit circa 10 Millionen Euro für gut 100.000 Quadratmeter Freiraum veranschlagt.

Das neue Programm macht den Flughafen zur Technologiehochburg. Die Beuth Hochschule wird das ehemalige Terminalgebäude nutzen, Forschungseinrichtungen und bis zu 1.000 große und kleine Unternehmen sollen entstehen. Die Pläne sehen darüber hinaus 5.000 neue Wohnungen im Schumacher-Quartier vor. Davon soll der gesamte Berliner Norden profitieren.

Atelier Loidl wurde weltweit bekannt durch den Gleisdreieckspark in Berlin, für den das Büro mit dem Landschaftsarchitektur-Preis 2015 des BDLA ausgezeichnet wurde.

Bis zum 2. Februar werden die Wettbewerbsarbeiten in einer Ausstellung im Neuen Stadthaus in Berlin präsentiert.

Auslober: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin; Tegel Projekt GmbH, Berlin
Entscheidung: 15. Dezember

  1. Preis: Atelier LOIDL Landschaftsarchitekten, Berlin
  2. Preis: hutterreimann Landschaftsarchitektur, Berlin
  3. Preis: k1 Landschaftsarchitekten Kuhn Klapka, Berlin
  4. Preis: Arbeitsgemeinschaft WES mit Krafft und Raumlabor, Berlin