Gärten des Jahres 2024 – Gewinner*innen

„Stege an den Feuchtwiesen“ Foto: Ferdinand Graf Luckner
„Stege an den Feuchtwiesen“ Foto: Ferdinand Graf Luckner
Auch dieses Jahr zeichnete der Callwey-Verlag im Wettbewerb „Gärten des Jahres“ wieder Privatgärten aus. Die Preisträger*innen stehen nun fest. Welche Projekte die Jury auswählte und welche Produkte als „Lösungen des Jahres“ gewürdigt werden, erfahren Sie hier. 

Sechs aus 50 Projekten ausgezeichnet

Zum neunten Mal lobte der Callwey Verlag im vergangenen Jahr den Wettbewerb „Gärten des Jahres“ aus. Nun stehen die Gewinner*innen fest: Die Preisverleihung fand am Abend des 20. Februars statt.

In dem jährlich stattfindenden Wettbewerb werden die schönsten von Landschaftsarchitekt*innen, Garten- und Landschaftsbauer*innen gestalteten Privatgärten im deutschsprachigen Raum gesucht. Dafür konnten Planer*innen bis Juli vergangenen Jahres über ein Onlinetool private Gartenprojekte einreichen, die nicht älter als drei Jahre waren.

Die Jury des Wettbewerbs wählte 50 Gartenprojekte aus, aus denen sie anschließend einen Preisträger benannte und fünf der Projekte je eine Anerkennung verlieh. Wichtig waren der Jury dabei ganzheitliche Konzepte, die einen Garten individuell zum erweiterten Wohn- und Genussraum machen, sowie eine starke Idee.

„Eine ästhetisch anspruchsvolle Gartenanlage“

Den ersten Preis erhielt das Büro Naturwohnraum für das Projekt „Stege an den Feuchtwiesen“ im nordrhein-westfälischen Velen im Münsterland. Den naturnahen Garten gestaltete Landschaftsarchitektin Christina Schnelting für sich und ihre Familie. Das Grundstück mit Wohnhaus – ein Bau von 1911 – und Nebengebäuden liegt nahe dem Fluss Bocholter Aa und grenzt an Feuchtwiesen. Die Aspekte Wasser und Feuchtwiesen seien in das Konzept integriert worden, so die Landschaftsarchitektin in der Publikation zum Wettbewerb Gärten des Jahres. Lineare Elemente wie ein 45 Meter langer Steg, Wege und Beete liegen zwischen üppigen Stauden und Gräsern. Auch alte Baumbestände wurden in die Gestaltung des Gartens integriert, darunter eine circa 120 Jahre alte Blutbuche. Nahe der Scheune auf dem Grundstück findet sich ein altes, zum Sandkasten umfunktioniertes Holzboot; Rasenstufen aus Cortenstahl überbrücken hier Höhenunterschiede. Laut Landschaftsarchitektin und Jurymitglied Irene Burkhardt habe das verwilderte Grundstück ein großes naturräumliches und geschichtliches Potenzial geboten. In ihrer Laudatio auf das ausgezeichnete Gartenprojekt schreibt sie weiter: „Dieses [Potenzial] wurde mit Einfühlungsvermögen, zurückhaltend und gestalterisch sicher, in eine atmosphärisch dichte, naturnahe und ästhetisch anspruchsvolle Gartenanlage umgesetzt.“

Projekt mit Upcycling unter den ausgezeichneten Projekten

Neben dem ersten Preis vergab die Jury im Rahmen von Gärten des Jahres 2024 Anerkennungen an fünf Projekt. Davon ging eine an HORTVS – Peter Janke Gartenkonzepte für das Projekt „Elegante Ökologie in der Stadt“, einen Hausgarten in der Innenstadt Kölns. Jurymitglied Jens Spanjer beschreibt diesen in seiner Laudation als „ein herausragendes Beispiel für einen zeitgemäßen und an das sich wandelnde Stadtklima angepassten Garten.“

Ebenfalls mit einer Anerkennung geehrt wird „Upcycling Landhausgarten“, ein Projekt von Paus Gartendesign in Schermbeck, Nordrhein-Westfalen. Der Garten eines sanierten Bauernhofs inklusive Backhaus gestaltete und realisierte Gartendesigner Daniel Paus hauptsächlich mit wiederverwendeten Materialien.

Auch unter den Auszeichnungen: Der Freiraum eines Winzerhofs

Die Hariyo Freiraumgestaltung GmbH erhält im Wettbewerb Gärten des Jahres 2024 eine Anerkennung für ihr Projekt „Gartenlandschaft in Bewegung“ in Jenins im Schweizer Kanton Graubünden. Hier wurden zwei Bereiche des Freiraums eines Winzerhofs gestaltet – ein Aufenthaltsbereich für Gäste und Mitarbeitende sowie ein privater Teil der Winzerfamilie. Die Gestaltung nimmt Bezug auf die umliegende (Berg-)Landschaft.

Noch ein weiteres ausgezeichnetes Projekt findet sich in Nordrhein-Westfalen: Der Garten „In dubio pro natura“ von Peter Berg Gartendesign in Bonn erhielt einer Anerkennung. In der Neugestaltung des Gartens eines Hauses, das saniert wurde, kombinierte der Gartendesigner alte und neue Gehölze und setzte Naturstein ein.

Auch ein Fotografiepreis vergeben

Das in Jegenstorf im Kanton Bern zu findende Projekt „Abenteuerland Garten“ der Gartenkultur AG erhielt von der Jury ebenfalls eine Anerkennung. In dem schweizerischen Dorf gestalteten die Planer*innen den Garten, in dem auch eine Sauna und ein Hühnerhaus stehen, mit Kiefern und Eichen, einem naturnah geformten Gewässer aus Pool und Teich sowie Felsen.

Der ebenfalls im Rahmen des Wettbewerbs Gärten des Jahres 2024 vergebene Fotografiepreis geht an Sibylle Pietrek. Mit diesem wird ihr Schaffen als Fotografin gewürdigt.

Wer bei den „Lösungen“ gewann

Neben Gartenprojekten wurden auch Produktinnovationen gewürdigt: Dieses Jahr zum sechsten Mal wurden die „Lösungen des Jahres“ ausgezeichnet. Fachredakteur*innen aus dem Bereich Landschaftsarchitektur und Gartengestaltung wählten die sechs Produktinnovationen aus. In einem Onlinevoting wurde über den ersten Preis entschieden. Er geht in diesem Jahr an die Simon Rüegg Landschaftsarchitektur AG für die Brunnenschale M aus der Kategorie Gartenmobiliar. Dasselbe Unternehmen erhielt zudem eine weitere Auszeichnung in der Kategorie Accessoires, für das Pflanzgefäß LUZERN 110/130. In der Kategorie Tinyhouse wurde das Tiny AlpHouse Deluxe der Alpholz by GartenHaus GmbH ausgezeichnet sowie in der Kategorie Pool der Betonpool SALAM des Herstellers tantan Outdoor-Betonmöbel. Zwei Auszeichnungen der Lösungen des Jahres gingen an die FinnTherm by GartenHaus GmbH, beide in der Kategorie Sauna & Wellness: für die Fasssauna ScandiCube Space sowie für die Outdoor und Indoor Sauna Serie Ellipso.

Lösung des Jahres von Simon Rüegg Landschaftsarchitektur AG für die Brunnenschale M, Foto: Simon Rüegg Landschaftsarchitektur AG
Lösung des Jahres von Simon Rüegg Landschaftsarchitektur AG für die Brunnenschale M, Foto: Simon Rüegg Landschaftsarchitektur AG

50 Privatgärten im Porträt

Im Callwey Verlag erscheint die Dokumentation zum Wettbewerb Gärten des Jahres 2024. Die Autor*innen der 296 Seiten umfassenden Publikation sind Nico Wissing und Konstanze Neubauer. Das Buch stellt in Porträts, mit Farbabbildungen und Gartenplänen, 50 Privatgärten vor, darunter auch die Preisträger*innen des Wettbewerbs. Die ausgezeichneten Lösungen des Jahres sind in dem Buch ebenfalls zu finden.

Nico Wissing / Konstanze Neubauer
Gärten des Jahres
Die 50 schönsten Privatgärten 2024
296 Seiten, über 400 farbige Abbildungen und Pläne
23 x 30 cm, gebunden
€ [D] 59,95; € [A] 61,70; sFr. 80,00

ISBN 978-3-7667-2679-7

Hier geht es zum Buch.

Die Dokumentation zum Wettbewerb Gärten des Jahres erscheint im Callwey Verlag. Coverfoto: Ulrike Romeis
Die Dokumentation zum Wettbewerb Gärten des Jahres erscheint im Callwey Verlag. Coverfoto: Ulrike Romeis

Die Ausstellung zu den Gärten des Jahres 2024 wird vom 13. bis 17. März 2024 auf der Messe Giardina sowie vom 5. bis 7. April auf der Messe Blühendes Österreich zu sehen sein.

Auch im vergangenen Jahr zeichnete der Callwey-Verlag die Gärten des Jahres aus. Wer 2023 gewann, können Sie hier nachlesen. 

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Trockenmauer Grauwacke: Material, Detail und Praxis

Ein Detail von Belag und Freiraummaterial zum Thema Trockenmauer Grauwacke
Alte Backsteinmauer mit kleinen Fenstern spiegelt sich im Wasser darunter. Foto: irrabagon/Unsplash

Grauwacke gehört zu den ältesten Baumaterialien der mitteleuropäischen Kulturlandschaft, und wer heute eine Trockenmauer aus Grauwacke plant oder baut, arbeitet mit einem Stein, der seine Qualitäten über Jahrhunderte unter Beweis gestellt hat. Die Trockenmauer Grauwacke verbindet geologische Robustheit mit handwerklicher Präzision: Sie ist kein dekoratives Beiwerk, sondern ein technisches Bauwerk, das ohne Mörtel auskommt, weil die Geometrie, das Gewicht und die Schichtung der Steine selbst die Stabilität erzeugen. Wer die Eigenheiten des Materials kennt, wer versteht, wie Grauwacke bricht, liegt und verwittert, kann damit Stützmauern, Böschungssicherungen und Geländeabstufungen bauen, die Jahrzehnte überdauern und gleichzeitig als Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten dienen.

  • Was Grauwacke geologisch ist und wie sie sich von anderen Mauersteinmaterialien unterscheidet
  • Welche Qualitätskriterien bei der Materialauswahl für Trockenmauern entscheidend sind
  • Wie eine Trockenmauer aus Grauwacke konstruktiv aufgebaut wird: Fundament, Binder, Neigung, Abschluss
  • Welche Normen, Regelwerke und Planungsgrundlagen für Trockenmauern relevant sind
  • Wie Trockenmauern aus Grauwacke in der Freiraumplanung eingesetzt werden
  • Welche ökologischen Funktionen Trockenmauern erfüllen und wie sie gezielt gefördert werden können
  • Welche Fehler beim Bau und bei der Pflege häufig auftreten und wie sie sich vermeiden lassen
  • Wie Trockenmauern langfristig unterhalten und instand gesetzt werden

Grauwacke als Gestein: Entstehung, Eigenschaften und Abgrenzung

Grauwacke ist ein klastisches Sedimentgestein, das aus dem Abtrag älterer Gebirge entstand und in tiefen Meeresbecken abgelagert wurde. Der Name leitet sich von der charakteristischen graubraunen bis blaugrauen Farbe frischer Bruchflächen ab, die durch den hohen Anteil dunkler Mineralien wie Chlorit, Feldspat und Quarz entsteht. Geologisch gehört Grauwacke zu den paläozoischen Gesteinen, also zu jenen Formationen, die vor mehreren hundert Millionen Jahren unter hohem Druck und unter Einfluss tektonischer Kräfte verfestigt wurden. In Mitteleuropa treten die bedeutendsten Grauwackevorkommen im Rheinischen Schiefergebirge, im Harz, im Sauerland und in Teilen des Thüringer Waldes auf, wo der Stein seit Jahrhunderten lokal gebrochen und verarbeitet wird.

Die mechanischen Eigenschaften der Grauwacke machen sie zu einem herausragenden Baumaterial für Trockenmauern. Das Gestein ist ausgesprochen druckfest, frostbeständig und verwitterungsresistent, weil seine dichte Kornbindung kaum Wasser aufnimmt. Die Wasseraufnahme liegt bei qualitativ hochwertiger Grauwacke deutlich unter einem Prozent des Trockengewichts, was Frostsprengung an der Oberfläche weitgehend ausschließt. Im Vergleich zu Sandstein, der poröser ist und stärker verwittert, oder zu Kalkstein, der in sauren Böden und unter Säureregen chemisch angegriffen wird, zeigt Grauwacke eine bemerkenswerte Langzeitstabilität. Gegenüber Granit, der ebenfalls hart und frostbeständig ist, hat Grauwacke den praktischen Vorteil, dass sie entlang natürlicher Schichtflächen bricht und damit plattige bis blockige Stücke mit weitgehend ebenen Lagerflächen liefert, die sich für das Schichten ohne Mörtel besonders gut eignen.

Für die Praxis der Trockenmauer Grauwacke ist die Schieferung des Gesteins von zentraler Bedeutung. Grauwacke weist häufig eine ausgeprägte Schichtung auf, die beim Brechen und Spalten genutzt wird, um Steine mit definierten Lagerflächen zu erzeugen. Diese Schichtflächen sind die natürlichen Auflageflächen im Mauerwerk; sie bestimmen, wie sicher ein Stein liegt, wie groß die Kontaktfläche zum benachbarten Stein ist und wie gut Lasten abgetragen werden. Steine, die quer zur Schichtung gebrochen wurden, zeigen unregelmäßigere Oberflächen und sind schwieriger zu versetzen, können aber als Binder, also als Quersteine, die die Mauerschalen verbinden, sinnvoll eingesetzt werden.

Materialauswahl und Qualitätskriterien für die Trockenmauer Grauwacke

Die Qualität des angelieferten Steinmaterials entscheidet maßgeblich über die Dauerhaftigkeit und das handwerkliche Ergebnis einer Trockenmauer. Bei der Auswahl von Grauwacke für Trockenmauern sind mehrere Kriterien zu beachten, die über den bloßen Preis pro Tonne hinausgehen. Zunächst ist die Herkunft des Steins relevant: Regional gebrochene Grauwacke aus dem Rheinischen Schiefergebirge oder dem Harz hat sich über Generationen bewährt und ist in ihrer Qualität gut dokumentiert. Importiertes Material aus Fernost, das gelegentlich als Grauwacke oder unter ähnlichen Bezeichnungen angeboten wird, weicht in seiner mineralogischen Zusammensetzung und seinen Frostbeständigkeitswerten oft erheblich ab und ist für Trockenmauern im mitteleuropäischen Klima nicht ohne weiteres geeignet.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Steinform. Für Trockenmauern eignen sich am besten Steine mit mindestens einer weitgehend ebenen Lagerfläche, einer erkennbaren Längsachse und einem Verhältnis von Länge zu Höhe von mindestens zwei zu eins. Zu kubische Steine, also solche, deren Länge, Breite und Höhe annähernd gleich sind, lassen sich zwar verbauen, bieten aber weniger Verzahnung und neigen dazu, aus der Mauerflucht zu kippen. Zu dünne, plattige Stücke mit geringer Höhe brechen unter Last oder bei Frosteinwirkung leichter. Das ideale Steinspektrum für eine Trockenmauer Grauwacke umfasst Stücke verschiedener Größen, von kleinen Füllsteinen mit wenigen Kilogramm bis zu Bindersteinen, die zwanzig Kilogramm und mehr wiegen können.

Fachleute unterscheiden bei der Lieferung zwischen Bruchsteinen, also unbearbeiteten Steinen direkt aus dem Steinbruch, und gespaltenen oder bearbeiteten Steinen, bei denen mindestens eine Fläche durch maschinelles oder händisches Spalten definiert wurde. Für naturnahe Trockenmauern in der Freiraumplanung werden überwiegend Bruchsteine verwendet, weil sie das authentische Erscheinungsbild erzielen und ökologisch wertvoller sind: Die unregelmäßigen Oberflächen und Hohlräume bieten Kleinlebewesen mehr Strukturvielfalt als glatt gespaltene Flächen. Für Stützmauern mit höheren statischen Anforderungen oder für repräsentative Gestaltungsaufgaben kann bearbeitetes Material sinnvoll sein, das eine gleichmäßigere Schichtung erlaubt.

  • Frostbeständigkeit nach DIN EN 12371 oder gleichwertiger Prüfung sicherstellen
  • Druckfestigkeit: für Stützmauern mindestens 80 N/mm² empfohlen
  • Wasseraufnahme unter 1 % des Trockengewichts anstreben
  • Steinform mit erkennbarer Lagerfläche und Länge-Höhe-Verhältnis von mindestens 2:1
  • Gemischtes Größenspektrum bestellen: Füllsteine, Läufer und Binder in ausgewogenem Verhältnis
  • Herkunftsnachweis und Steinbruchbezeichnung beim Lieferanten einfordern

Konstruktiver Aufbau: Fundament, Schichtung, Neigung und Abschluss

Eine Trockenmauer ist kein einfacher Steinhaufen, sondern ein durchdachtes Gefüge, das seine Stabilität aus dem Zusammenspiel von Eigengewicht, Reibung, Verzahnung und Neigung bezieht. Das Fundament bildet die Grundlage jeder dauerhaften Trockenmauer. Es wird in der Regel als frostfreie Schüttung aus grobkörnigem, gut drainiertem Material angelegt, typischerweise aus Schotter oder Kies mit einer Körnung von 16 bis 32 Millimetern. Die Frosttiefe in Mitteleuropa liegt je nach Region zwischen 60 und 80 Zentimetern; das Fundament der Trockenmauer sollte diese Tiefe erreichen oder zumindest so weit in den gewachsenen Boden einbinden, dass Frostbewegungen die Mauer nicht heben. Für niedrige Trockenmauern bis etwa 60 Zentimeter Höhe genügt häufig eine Fundamentschüttung von 20 bis 30 Zentimetern Tiefe, wenn der Untergrund tragfähig und gut drainiert ist.

Die erste Steinlage, die sogenannte Fundamentlage oder Sohlschicht, wird aus den größten und schwersten verfügbaren Steinen gebildet. Diese Steine werden tief in den Boden eingebettet, sodass sie nicht kippen können, und möglichst mit ihrer Längsachse senkrecht zur Mauerflucht verlegt. Damit wirken sie bereits in der untersten Lage als Binder, die den Erddruck aufnehmen und die Mauer mit dem Untergrund verzahnen. Jede folgende Lage wird so versetzt, dass die Stoßfugen der darunterliegenden Lage von den Steinen der nächsten Lage überdeckt werden. Dieses Prinzip des Verbandes, das aus dem Mauerwerksbau bekannt ist, gilt auch für die Trockenmauer und ist entscheidend für ihre Standfestigkeit.

Die Böschungsneigung der Trockenmauer, also der Winkel, um den die Mauervorderseite gegenüber der Senkrechten zurückweicht, ist ein zentrales statisches Merkmal. Für Stützmauern aus Grauwacke empfehlen erfahrene Handwerker und die einschlägige Fachliteratur eine Neigung von etwa 10 bis 20 Prozent, also eine Rückneigung von 10 bis 20 Zentimetern pro Meter Höhe. Diese Neigung bewirkt, dass der Erddruck hinter der Mauer nicht senkrecht auf die Mauerfläche drückt, sondern schräg nach unten abgeleitet wird, was die Standsicherheit erheblich verbessert. Eine zu geringe Neigung erhöht das Risiko des Ausbauchens oder Kippens; eine zu starke Neigung ist optisch unschön und erschwert das Versetzen der Steine.

Binder sind Steine, die quer zur Mauerlängsachse verlegt werden und beide Schalen einer zweischaligen Trockenmauer miteinander verbinden. Bei einer einfachen, einschaligen Trockenmauer, die nur als Abgrenzung oder Beetbegrenzung dient, entfällt diese Funktion; bei Stützmauern ab etwa 50 Zentimetern Höhe sind Binder unverzichtbar. Sie sollten in einem Abstand von etwa einem Meter in der Längsrichtung und in jeder zweiten bis dritten Lage in der Höhe eingebaut werden. Der Abschluss der Mauer, die sogenannte Deckschicht oder Abdeckung, besteht aus besonders flachen, schweren Steinen, die ohne Mörtel aufgelegt werden und durch ihr Eigengewicht die darunter liegenden Lagen zusammenhalten. Diese Decksteine sollten möglichst breit und eben sein, damit sie nicht durch Fußtritt oder Windlast verschoben werden.

Hinterfüllung und Drainagefunktion

Hinter der Trockenmauer wird kein bindiger Boden, sondern eine Drainageschicht aus grobkörnigem Material eingebaut. Diese Hinterfüllung, häufig aus Schotter oder Recyclingmaterial, hat zwei Funktionen: Sie leitet Niederschlagswasser, das hinter der Mauer anfällt, schnell nach unten ab, ohne Staudruck aufzubauen, und sie verhindert, dass feines Bodenmaterial durch die Fugen der Mauer gespült wird. Letzteres Phänomen, das Ausschwemmen von Feinkorn, ist eine der häufigsten Schadensursachen bei Trockenmauern: Wenn der Boden hinter der Mauer durch Wasser mobilisiert wird und durch die Fugen austritt, verliert die Mauer ihren Rückhalt und beginnt sich zu setzen oder auszubauchen. Eine Filterschicht aus Vlies oder eine Kiespackung zwischen Erdreich und Drainageschüttung verhindert diesen Prozess zuverlässig.

Planung und Regelwerke: Was Freiraumplaner wissen müssen

Trockenmauern sind im deutschen Planungsrecht keine normierte Bauwerksklasse mit eigenem Regelwerk, aber sie unterliegen je nach Höhe und Funktion den allgemeinen Anforderungen an Stützbauwerke und Einfriedungen. In den meisten Bundesländern sind Trockenmauern bis zu einer bestimmten Höhe, häufig 1,0 bis 1,5 Meter, verfahrensfrei, also ohne Baugenehmigung errichtbar, sofern sie nicht an öffentliche Verkehrsflächen grenzen oder in Überschwemmungsgebieten liegen. Für höhere Mauern oder Mauern in sensiblen Lagen ist eine statische Berechnung und gegebenenfalls eine Baugenehmigung erforderlich. Freiraumplaner sollten die jeweiligen Landesbauordnungen und kommunalen Regelungen frühzeitig prüfen.

Fachlich orientieren sich Planer und Handwerker an der Literatur des Deutschen Instituts für Normung sowie an den Merkblättern der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik. Für Natursteinmauerwerk gibt die DIN EN 1996 (Eurocode 6) Hinweise auf Bemessungsansätze, die jedoch primär für Mörtelmauerwerk entwickelt wurden und für Trockenmauern nur eingeschränkt anwendbar sind. Praxisnäher sind die Empfehlungen des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) sowie die Fachliteratur zu Natursteinarbeiten im Landschaftsbau, die konkrete Hinweise zu Steinformaten, Neigungen und Fundamenttiefen geben. Die FLL, die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau, hat Regelwerke für verschiedene Bereiche des Landschaftsbaus erarbeitet, die als Grundlage für Leistungsverzeichnisse und Qualitätssicherung dienen.

Für die ökologische Planung von Trockenmauern sind naturschutzrechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Trockenmauern gelten in vielen Bundesländern als Biotopstruktur, die unter bestimmten Bedingungen dem gesetzlichen Biotopschutz nach Paragraph 30 des Bundesnaturschutzgesetzes unterliegen kann. Bestehende Trockenmauern in der Agrarlandschaft, in Weinbergen oder an historischen Wegeböschungen dürfen ohne Genehmigung nicht beseitigt werden, wenn sie als geschützte Biotope eingestuft sind. Für Neuanlagen in Schutzgebieten oder im Bereich von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bieten Trockenmauern aus Grauwacke eine anerkannte Möglichkeit, Sekundärlebensräume für Reptilien, Wildbienen, Spinnen und Moose zu schaffen.

Ökologische Funktion: Trockenmauer Grauwacke als Lebensraum

Die ökologische Bedeutung von Trockenmauern ist in der Fachliteratur gut belegt und in der Naturschutzpraxis anerkannt. Das Fugensystem einer Trockenmauer aus Grauwacke schafft ein Mosaik aus Mikrohabitaten mit extrem unterschiedlichen Bedingungen: Sonnenexponierte Außenflächen erreichen im Sommer Oberflächentemperaturen von über 50 Grad Celsius und bieten wärmeliebenden Tierarten wie der Mauereidechse, verschiedenen Wildbienen und Heuschrecken einen Lebensraum, der in der modernen Kulturlandschaft selten geworden ist. Im Inneren der Mauer herrschen dagegen konstant kühlere und feuchtere Bedingungen, die anderen Arten als Überwinterungsquartier oder Rückzugsraum dienen.

Grauwacke ist als Substrat für Moose und Flechten besonders geeignet, weil die raue, leicht saure Oberfläche des Gesteins eine gute Anhaftung ermöglicht. Pioniermoose wie Grimmia-Arten und Krustenflechten besiedeln frische Grauwackemauern innerhalb weniger Jahre und schaffen damit die Grundlage für eine sukzessive Besiedelung durch Gefäßpflanzen. Arten wie Mauerraute (Asplenium ruta-muraria), Zerbrechlicher Blasenfarn (Cystopteris fragilis) und Zimbelkraut (Cymbalaria muralis) sind typische Mauerpflanzen, die in den Fugen von Trockenmauern ohne jede Pflanzung erscheinen können, wenn das Substrat und die Exposition stimmen. Für eine gezielte Besiedelung können Fugen mit einer Mischung aus Magersubstrat und Kompost befüllt und mit vorgezogenen Pflanzen bestückt werden.

Die Vernetzungsfunktion von Trockenmauern in der Landschaft ist ein weiterer ökologischer Aspekt, der in der Freiraumplanung zunehmend berücksichtigt wird. Lineare Trockenmauern entlang von Weinbergen, Feldwegen oder Hangkanten wirken als Leitstrukturen für wandernde Tierarten und verbinden isolierte Biotopflächen miteinander. In der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmenplanung werden Trockenmauern deshalb als Maßnahme zur Aufwertung des Biotopverbunds eingesetzt, besonders in Gebieten, in denen historische Trockenmauerkulturen durch Flurbereinigung verloren gegangen sind.

Häufige Fehler beim Bau und bei der Instandhaltung

Der verbreitetste Fehler beim Bau einer Trockenmauer Grauwacke ist das Vernachlässigen des Verbandes. Wer Steine ohne Rücksicht auf die Stoßfugen der darunterliegenden Lage setzt, erzeugt durchgehende senkrechte Fugen, die die Mauer in einzelne, unverbundene Segmente aufteilen. Solche Mauern versagen unter Last oder bei Frostbewegungen zuverlässig, weil keine Kraftübertragung zwischen den Segmenten stattfindet. Das Prinzip „eine Fuge deckt zwei“ gilt für die Trockenmauer ebenso wie für jedes andere Mauerwerk und muss konsequent eingehalten werden.

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Fehlen oder die falsche Ausführung der Hinterfüllung. Wenn bindiger Lehmboden direkt hinter der Mauer eingebracht wird, staut sich Wasser, der Erddruck steigt bei Nässe erheblich an, und die Mauer wird nach vorne gedrückt. Besonders nach Starkregenereignissen zeigen sich dann Ausbauchungen oder Abschnitte, die aus der Flucht geraten sind. Die Drainageschicht hinter der Mauer ist kein optionales Detail, sondern eine konstruktive Notwendigkeit, die in der Planung und Ausführung dieselbe Aufmerksamkeit verdient wie die Mauer selbst.

Bei der Instandhaltung bestehender Trockenmauern wird häufig der Fehler gemacht, lose oder herausgefallene Steine einfach wieder einzusetzen, ohne die Ursache des Versagens zu analysieren. Wenn ein Mauerabschnitt wiederholt an derselben Stelle versagt, liegt meist ein strukturelles Problem vor: unzureichende Drainage, fehlende Binder, zu geringe Neigung oder ein Untergrund, der sich setzt. Die Reparatur muss dann tiefer ansetzen, als es auf den ersten Blick scheint, und erfordert das partielle Abtragen und Neuaufbauen des betroffenen Abschnitts. Oberflächliche Flickarbeiten ohne Ursachenanalyse verlängern das Problem, lösen es aber nicht.

Trockenmauer Grauwacke im Kontext der Freiraumplanung

Die Trockenmauer aus Grauwacke ist weit mehr als ein handwerkliches Relikt aus vorindustrieller Zeit. Sie ist ein Bautypus, der in der zeitgenössischen Freiraumplanung eine klare Funktion hat: als Stützbauwerk, das ohne Beton auskommt, als Gestaltungselement, das regionale Materialkultur sichtbar macht, und als ökologische Infrastruktur, die Biodiversität fördert, ohne aufwendige Pflege zu erfordern. In einer Planungskultur, die zunehmend auf Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft und Klimaanpassung ausgerichtet ist, fügt sich die Trockenmauer aus regionalem Naturstein organisch ein.

Die Wahl von Grauwacke als Material ist dabei keine sentimentale Entscheidung, sondern eine fachlich begründete: Das Gestein ist in weiten Teilen Mitteleuropas regional verfügbar, seine Verarbeitung erfordert keine energieintensive Produktion, und seine Lebensdauer übertrifft die der meisten Alternativmaterialien bei weitem. Trockenmauern aus Grauwacke, die vor hundert Jahren in Weinbergen oder an Feldwegen errichtet wurden, stehen heute noch und erfüllen ihre Funktion, wenn sie regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf punktuell instand gesetzt werden. Diese Langlebigkeit ist ein Argument, das in der Lebenszyklusbetrachtung von Freiraumanlagen zunehmend Gewicht bekommt.

Für Landschaftsarchitekten und Freiraumplaner, die mit Trockenmauern aus Grauwacke arbeiten, ist das Wissen um Material, Konstruktion und Ökologie keine Spezialdisziplin, sondern Grundlage einer handwerklich und ökologisch verantwortungsvollen Planung. Wer versteht, warum ein Stein so liegt, wie er liegt, wer die Drainagefunktion hinter der Mauer ebenso plant wie die Steinauswahl, und wer die Mauer als Teil eines Biotopverbunds denkt, schafft Bauwerke, die ihren Zweck erfüllen und gleichzeitig zur Qualität des Freiraums beitragen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, aber es ist das Ziel, dem eine sorgfältige Planung und Ausführung der Trockenmauer Grauwacke verpflichtet ist.

Die Bedeutung von einem starken Wassermanagement

Effizientes Wassermanagement ist ein Schlüssel zur Bekämpfung urbaner Hitzeinseln und trägt maßgeblich zur Klimaanpassung und Lebensqualität in Städten bei. Durch innovative Lösungen wie Regenwassernutzung, durchlässige Oberflächen und kühlende Wasserflächen können städtische Räume nachhaltig von den Auswirkungen des Klimawandels entlastet werden. Foto von Gilles Rolland-Monnet auf Unsplash

In Zeiten zunehmend heißer werdender Sommer und häufiger auftretender Hitzewellen steht die Anpassung an den Klimawandel im urbanen Raum im Mittelpunkt planerischer und ingenieurtechnischer Überlegungen. Ein zentrales Thema hierbei ist das Wassermanagement, das nicht nur die Versorgung mit Wasser sicherstellt, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Minderung urbaner Hitzeinseln leisten kann. Wassermanagement umfasst eine Vielzahl von Techniken und Systemen, die darauf abzielen, den Wasserfluss in Städten zu optimieren und gleichzeitig die negativen Auswirkungen von Hitze und Trockenheit zu verringern.

Die urbanen Hitzeinseln und ihre Ursachen

Städtische Hitzeinseln entstehen, wenn dichte Bebauung, Asphaltflächen und wenig Grünflächen zu einer Erhöhung der Umgebungstemperaturen führen. Diese Wärmespeicherung hat nicht nur Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Stadtbewohner, sondern auch auf die Gesundheit und Energieeffizienz von Gebäuden. Besonders in dicht besiedelten Gebieten sind die Bewohner hohen Temperaturen und einer schlechten Luftqualität ausgesetzt, was den Bedarf nach wirksamen Maßnahmen zur Hitzereduktion unterstreicht.

Wassermanagement-Systeme als Lösungsansatz

Effizientes Wassermanagement in urbanen Räumen bietet mehrere Lösungen zur Bekämpfung der Hitzeproblematik. Dabei kommen verschiedene Systeme und Technologien zum Einsatz:

1. Grünflächen und Regenwassernutzung

Grünflächen spielen eine entscheidende Rolle bei der Kühlung urbaner Räume. Bäume, Sträucher und Gräser verdunsten Wasser und wirken so temperaturregulierend. Dies kann durch die Integration von Regenwassernutzungssystemen optimiert werden. Regenwasserspeicher und -zisternen sammeln überschüssiges Wasser, das anschließend zur Bewässerung von Grünflächen genutzt werden kann. Solche Systeme tragen nicht nur zur Reduktion der Belastung durch Abwasser bei, sondern erhöhen auch die Wasserverfügbarkeit für städtische Grünräume, die für die Kühlung wichtig sind.

2. Durchlässige Oberflächen und Versickerungssysteme

Ein weiterer Ansatz im Wassermanagement ist die Verwendung von durchlässigen Belägen für Gehwege, Parkplätze und Straßen. Diese sogenannten „grünen“ oder „permeablen“ Flächen ermöglichen es Regenwasser, in den Boden zu versickern, anstatt abzufließen und die Kanalisation zu belasten. Die natürliche Verdunstung aus dem Boden trägt zur Kühlung der Luft bei und fördert gleichzeitig die Grundwasserneubildung. In Kombination mit gezielten Versickerungssystemen, wie Rigolen oder Sickerbecken, kann so das städtische Mikroklima nachhaltig verbessert werden.

3. Kühlende Wasserflächen und Teiche

In einigen Stadtteilen können künstliche Gewässer wie Teiche oder Wasserflächen als zusätzliche Kühlquelle dienen. Diese Flächen absorbieren überschüssige Wärme und tragen durch Verdunstung zur Senkung der Temperaturen bei. Zudem bieten sie ästhetischen Mehrwert und fördern die Biodiversität in urbanen Räumen.

4. Wasserführende Fassaden und Dachbegrünung

Ein innovativer Ansatz sind wasserführende Fassaden oder begrünte Dächer, die zur Kühlung von Gebäuden beitragen. Hierbei wird Wasser auf spezielle Fassadenkonstruktionen oder Dachflächen geleitet, wo es verdunstet und somit die umgebende Luft kühlt. Diese Maßnahmen fördern nicht nur den thermischen Komfort der Gebäude, sondern bieten auch eine natürliche Klimaanpassung, die städtische Räume lebenswerter macht.

Herausforderungen im Wassermanagement

Trotz der Vielzahl an Möglichkeiten zur Integration von Wassermanagement in städtische Strukturen gibt es Herausforderungen, die es zu überwinden gilt:

  1. Finanzierung und Planung: Die Implementierung wassermanagement-technischer Maßnahmen erfordert Investitionen in Infrastruktur und kontinuierliche Wartung. Viele Städte kämpfen jedoch mit begrenzten Budgets und einer unzureichenden Planungskapazität, um solche Projekte flächendeckend umzusetzen.

  2. Wasserverfügbarkeit: In Regionen mit geringen Niederschlägen kann die Nutzung von Regenwasser als Ressource problematisch sein. Die Abhängigkeit von natürlichen Wasserquellen erfordert in diesen Fällen eine präzisere Abstimmung zwischen Bedarf und Verfügbarkeit.

  3. Stadtentwicklung und Integration in bestehende Infrastrukturen: In dicht bebauten Städten ist es oft schwierig, neue Wassermanagement-Lösungen zu integrieren, ohne bestehende Infrastrukturen zu beeinträchtigen. Lösungen müssen oft flexibel sein und an den urbanen Kontext angepasst werden.

Best Practices im Wassermanagement

Trotz dieser Herausforderungen gibt es weltweit bereits Beispiele für erfolgreiche Implementierungen:

  • In Singapur wurde das Konzept des „Blue-Green-Plan“ entwickelt, das die systematische Nutzung von Grünflächen, Regenwasserspeicherung und Wasserflächen zur Verbesserung des städtischen Mikroklimas umfasst. Die Integration von Regenwasserauffangsystemen auf Dächern und Fassaden hilft dabei, die Stadt kühl zu halten und den Wasserverbrauch zu senken.

  • Berlin hat mit seiner „Blauen Infrastruktur“ ein Modell entwickelt, bei dem Wasserflächen und versickerungsfähige Oberflächen in den städtischen Raum integriert werden, um den städtischen Wärmehaushalt zu regulieren und die Verdunstung zu fördern.

  • In Kopenhagen wurde ein umfassendes Regenwassermanagementsystem entwickelt, das sowohl als Hochwasserschutz dient als auch die Kühlung des Stadtklimas unterstützt.

Fazit

Ein funktionierendes Wassermanagement ist mehr als nur die Steuerung des Wasserflusses in Städten – es ist ein integraler Bestandteil der Anpassungsstrategien gegen städtische Hitzeinseln und die damit verbundenen Klimafolgen. Die Investition in durchdachte wassermanagementtechnische Systeme, die Regenwassernutzung, durchlässige Flächen und Wasserflächen umfassen, kann nicht nur die Lebensqualität in Städten erhöhen, sondern auch zur Nachhaltigkeit und Klimafitness urbaner Räume beitragen. Fachleute aus der Architektur und Landschaftsarchitektur sind gefragt, innovative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen, die die Städte der Zukunft klimafreundlicher und lebenswerter machen.

Mehr zu Beat the Heat erfahren Sie hier.