Gegen das Vergessen

„Heroes Green“ verwandelt den Pershing Park in einen Garten mit verschlungenen Wegen. Verschiedene Bereiche teilen den Park. Dann sollen hier 116 Ginkgo-Bäume an die Gefallenen erinnern, an anderer Stelle bestimmen Fotos auf gebogenen Stahlwänden das Gebiet.

Heroes Green
Maria Counts, Counts Studio

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Plaza to the Forgotten War
Brian Johnsen, AIA; Sebastian Schmaling, AIA, LEEP AP; Andrew Cesarz
World War One Memorial Concept
Devin Kimmel, Kimmel Studio LLC
The Weight of Sacrifice
Joseph Weishaar
An American Family Portrait
STL Architects

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Reiseziel: München

Die Vollversammlung des Münchner Stadtrats hat vergangene Woche den Einstieg in eine konkrete Planung für einen Tunnel durch den Englischen Garten beschlossen. Geplant wird ein 390 Meter langer Tunnel unter dem Isarring, der den bislang getrennten Stadtpark wiedervereinen soll.

Seit Jahrzehnten trennt eine Verkehrsader, über die sich täglich tausende Autos schieben, den Englischen Garten in Nord- und Südteil. Die Idee für eine Untertunnelung des Rings existiert bereits seit vielen Jahren, jetzt hat das Projekt einen weiteren großen Schritt Richtung Realisierung genommen. Nach der Bestätigung durch die Stadtrats-Vollversammlung wird das Baureferat nun in die Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung für einen Tunnel im Englischen Garten einsteigen.

Geprüft wurden drei unterschiedlich lange Tunnel-Varianten: Das Planungsreferat bevorzugt dabei die mittellange Version, die nun auch geplant wird.

Das Bauwerk soll 390 Meter lang sein und etwa 125 Millionen Euro kosten. Die mittellange Variante bietet, so das Prüfungsergebnis, die größten Vorteile bei der Reparatur des Gartenkunstwerks Englischer Garten und erlaubt die Wiederherstellung des durchgängigen historischen Wegenetzes, der einstigen Bachläufe sowie der Wiesen und Gehölzstrukturen auf der Tunneldecke.

Aber die optische Verschönerung durch den Wegfall der Autoschneise ist nicht der einzige Vorteil des Tunnels: Die Lärmbelästigung für direkte Anwohner reduziert sich und der bislang weniger frequentierte Nordteil des Englischen Gartens ist wieder direkt zugänglich.

Wir unterhielten uns für unsere Januar 2017-Ausgabe mit dem Architektenpaar Grub-Lejeune, Gründer der Initiative „(M)Ein Englischer Garten“, über Widerstände, Erfolgserlebnisse und den Mut, beständig gegen den Strom zu schwimmen.

Hier geht’s zum Video „Wiedervereinigung Englischer Garten“

Zwischen Stadt und Land

In direkter Nachbarschaft zur dänischen Stadt Aalborg bietet der Vestre-Fjord-Park noch ein Stück „echte“ Natur. Die Stadtbewohner nutzen Wiesen, Felder, Stand und Wasser in ihrer Freizeit – besonders beliebt ist der Wassersport.

Anlässlich des DGI Sport and Cultural Festivals wurde das bestehende Natur-Freibad renoviert und ein Mehrzweckbau errichtet. Das Projekt stammt von den Landschaftsarchitekten GHB und dem Kopenhagener Architekturbüro Adept.

Wassersport im Vestre-Fjordpark

In erster Linie ging es darum, Stadt und Landschaft näher rücken zu lassen. Um die Erschließung zu verbessern, wurde das Gebäude in zwei Bereiche geteilt: Der Einschnitt befindet sich an der Stelle, wo Fjord und Park zusammentreffen – und die meisten Aktivitäten stattfinden. Durch die Kubatur soll die Erschließung für die Sportler verbessert werden.

„Der Limfjord ist Dänemarks größte Meeresbucht. Das Projekt hat das Ziel, die Geschichte der Landschaft mit einer multifunktionalen Gebäude-Struktur zu stärken und dem Wassersport einen Rahmen zu bieten“, erklärt das Team. „Mit einer großen Reihe an Sport- und Freizeitaktivitäten verbindet dieser Ort die Vorteile von Stadt und Land.“

Zusammen mit drei anderen Projekten wurde der Vestre Fjord Park für den Danish Landscape Award 2017 nominiert. Außerdem wurde das Projekt als eines der besten Gebäude in Aalborg ausgezeichnet.

Fotos: R Hjortshoj