Girona Vora: Gestalten on the go

Eine außergewöhnliche Herangehensweise an die Gestaltung der periurbanen Landschaft Gironas hat der Landschaftsarchitekt Martí Franch entwickelt. Beim Differentiated-Management-Design-Prozess gibt es keine klassische Planung. Die Landschaft selbst ist das Reißbrett, Konzepte entstehen beim Spaziergang durch die Natur. Ideen werden direkt vor Ort mit einem Pflegeteam der Stadtverwaltung realisiert.

Es ist Ende Mai und die hügelige Landschaft am Stadtrand der idyllisch gelegenen Provinzhauptstadt Girona im Norden Kataloniens erstrahlt in einem für diese mediterrane Region ungewöhnlich satten Grün. Die knapp 100 000 Ein­wohner zählende Stadt wächst. Grund dafür ist die Nähe zu Barcelona. Die steigende Bevölkerungsdichte führt dazu, dass qualitativ hochwertiger Freiraum knapp wird.

Keine Kosten für die Stadt

Der Landschaftsarchitekt Martí Franch, eng vertraut mit der Stadt, der umgeben­ den Landschaft sowie den bürokratischen Strukturen vor Ort, erkannte das Poten­zial der ungenutzten und als Müllhalden missbrauchten Naturräume. Sein Ziel: die vormals größtenteils unzugänglichen und vernachlässigten Grünflächen an der Peripherie der Stadt zu einer multifunkti­onalen Freiraumstruktur zu vernetzen. Er überzeugte die Stadtverwaltung, ihre Brigada – die Pflegetruppe des Grün­managements – für die ersten Interven­tionen in der Landschaft zur Verfügung zu stellen. Die Brigada, ihre praktischen und ortsspezifischen Kenntnisse sowie ihr enthusiastischer Einsatz sollten im weiteren Verlauf des Projekts noch eine zentrale Rolle einnehmen. Die Stadt hatte nichts dagegen, es fielen schließlich keine Kosten an. Und Franch fand innerhalb der Verwaltung wichtige Mitstreiter für die ersten zwei Pilot­projekte – eines am Fluss und das andere in den Hügeln der Stadt.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der G+L 07/2019 mit dem Thema Prozesse.