Eine IBA für die Großregion

Im März fand die Kick-Off-Konferenz der IBA Großregion statt. Die Großregion – das ist ein Zusammenschluss von Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen, Luxemburg und der Wallonie. Ob die Großregion von einer IBA profitieren könnte, soll nun eine Machbarkeitsstudie herausfinden.

Prä IBA GR - Ausstellungsgrafik Größrevergleich der IBA

Es gibt aktuell mehrere laufende IBAs in Deutschland und in den Nachbarländern. Die IBA Heidelberg, die IBA Stuttgart und die IBA Basel – um nur ein paar davon zu nennen. Andere IBAs stehen gerade in den Startlöchern und in der Großregion könnte eine weitere entstehen. Die Großregion? Ein Zusammenschluss vom Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen, Luxemburg und der Wallonie:  Insgesamt  über 65 000 Quadratkilometer, elf Millionen Einwohner, drei Sprachen, dutzende Dialekte und viel Raum für Ideen.

Probleme und Chancen

Außerhalb der Großregion ist diese nicht wirklich bekannt. Wer nicht von da kommt, weiß oft nicht, was damit gemeint ist. Das erstaunt nicht wirklich, denn es ist ein stilles – sehr idyllisches – Fleckchen Erde mit Luxemburg und dem Saarland in seinem Zentrum. Zwar inmitten Europas, aber oftmals nicht beachtet. Es ist eine unterschätzte Region, und genau deshalb gibt sie einen guten Nährboden für neue Ideen, zum Beispiel für eine Internationale Bauaustellung.

Seit 2010 ruft Professor Stefan Ochs von der Schule für Architektur Saar (htw saar) die IBA Großregion aus. Sein Team versucht, mithilfe einer Machbarkeitsstudie herauszufinden, ob eine IBA das richtige Instrument für die Entwicklung der Region sein könnte – geeignet, um die Probleme zu lokalisieren und Chancen zu fokussieren.

Die Kick-Off-Konferenz

Im Rahmen der Studie fand am 6. März 2020 die Kick-Off-Konferenz der Prä-IBA-GR statt. An der Schule für Architektur Saar, auf dem ehemaligen Gelände der Kohlegrube Göttelborn, versammelten sich Expertinnen und Interessenten und diskutierten über die verschiedenen Aspekte einer IBA. Vor allem aber wurde darüber diskutiert, was die IBA Großregion leisten müsste und den Empfehlungen der etablierten IBA-Experten gelauscht: Angefangen mit der Größe der Großregion und der Anzahl der Bürgermeister bis hin zu Partnerschaften über die Grenzen hinaus.

Das Motto der Konferenz, „Il faut cultiver notre jardin“ – „Wir müssen unseren Garten bestellen.“, war stets gegenwärtig: In Vorträgen und auch in Gesprächen kam der Garten auf, aber auch der eigenen Konsum und die Klimadebatte. Der Garten wurde zum Sinnbild vieler verschiedener Aspekte, die in die IBA Großregion hineinfließen könnten.

Nun gilt es die Beträge auszuwerten und in Zeiten der Pandemie, die Grenzschließungen und Umorientierung mit sich bringt, endlich den eigenen Garten zu kultivieren.

Die Garten+Landschaft berichtet im IBA Basel-Ausstellungsjahr 2020 über die IBA Basel. Hier finden Sie sämtliche Beiträge.