Mehr Praxis!

Das Forum des Bundesverbandes der Hochschulabsolventen / Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V. (BHGL) hat nach Lösungen für den Praxismangel an Hochschulen gesucht. Die Podiumsdiskussion „Im Beruf ankommen“ fand 7. Juni in Dresden statt.

Kürzere Studienzeit, komprimierte Curricula, reduzierte Praxis vor Studienantritt, wenig Zeit, um nach links und rechts zu schauen und Erfahrungen zu sammeln. So geht es den jungen Menschen in den Studiengängen Landschaftsbau, Landschaftsarchitektur und Gartenbau. Das macht sich später bemerkbar: Es suchen zwar nur 30 Prozent aller Absolventen länger als drei Monate für die erste Anstellung, aber der Praxisschock ist auf allen Seiten groß. Im Job muss dann „nachgelernt“ werden. Bereits im Dezember 2016 forderten die Berufsverbände mehr Praxisbezug in der Hochschulausbildung. Aktuelle Berufsfeldanalysen untermauern diesen Ansatz.

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Neue Ansätze

Doch was ist die Lösung? In dem diesjährigen Forum des Bundesverbandes der Hochschulabsolventen/ Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V. (BHGL) im Mai wurde das Ganze lösungsorientiert diskutiert – mit Vertretern aus Hochschulen und Betrieben: Die gute alte Lehre vor dem Studium oder ein Jahrespraktikum machen unter den heutigen Studienbedingungen noch einmal mehr Sinn. Studierende können aber auch durch Praktika in der vorlesungsfreien Zeit kompensieren, gerne auch im Ausland. Andererseits gibt es konstruktive Ansätze bei den Hochschulen, die jetzt wieder mehr berufspraktische Projekte eingeführt oder ein duales Studium entwickelt haben. Interessant: Auch ein Traineeprogramm wurde auf dem Forum diskutiert. Noch eine gute Nachricht: Laut Analysen würde die meisten Absolventen genau das Gleiche noch einmal studieren.