Landezine International Landscape Award 2017

H+N+S  Landscape Architects aus den Niederlanden erhielten im September den Landezine International Landscape Award 2017 für ihre innovativen und mutigen Ansätze in der Landschaftsarchitektur.

Die Energiewende und die Folgen des Klimawandels zu meistern, sind zwei wesentliche Herausforderungen unserer Zeit. Bei den Antworten auf diese Fragen sind innovative Landschaftsarchitekten gefragt, die auf großmaßstäbliches, systemisches Denken und ungewöhnliche Arbeitsweisen setzen. Dass das Büro H+N+S Landscape Architects zu den Vorreitern zählt, wenn es darum geht, neue Wege zu gehen, haben die Niederländer schon oft bewiesen. Zuletzt etwa mit ihren Überlegungen zu Energie und Landschaft sowie ihren Beiträgen zum „Room for the River“-Programm. Das Büro wurde nun für seine innovativen und mutigen Ansätze mit dem Landezine International Landscape Award 2017 (LILA 2017) geehrt, der bereits zum zweiten Mal verliehen wurde. Neben dem Preis für H+N+S vergab die Jury einen Award in der Projektkategorie an den Park an den ehemaligen Docks Saint Quen von Agence Ter. Außerdem konnten Besucher der Landezine-Website Public Choice Awards vergeben. Bei dieser Wahl erhielt Omgeving, ein interdisziplinäres Büro aus Belgien, die meisten Stimmen. In der Kategorie Projekte ging der Publikumspreis an Nørreport Station in Kopenhagen von COBE, Gottlieb Paludan Architekten und Bartenbach lighting design.

Präsentiert wurden die LILA Awards beim Landezine-Live-Event am 29. September 2017 in Ljubljana. Unter anderem diskutierten die Vortragenden, ob es sinnvoll ist, auf Begriffe wie Green Infrastructure zu fokussieren. Solche Schlagworte können zwar als Türöffner fungieren. Ein breites Verständnis für das Arbeitsfeld der Profession – die Landschaft – sei aber viel wichtiger. Eine weitere wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Projekte brachte Hank van Tilborg von H+N+S auf den Punkt: „smart coalitions“. Ohne Kooperationen mit anderen Professionen, Experten, politisch Verantwortlichen und Bürgern sind die erwähnten großen Fragen nämlich nicht zu lösen.