Ein Park für die Hamburger HafenCity

Mit dem Lohsepark, der Anfang Juli eröffnet wurde, erhielt die HafenCity in Hamburg ihren bisher ersten Park. Wie ein grünes Band zieht sich das 80 Meter breite Gelände vom Ericusgraben im Norden, gegenüber des Spiegel-Gebäudes, bis zum Baakenhafen im Süden. Im Kontext der Gesamtstadt ist der Lohsepark die Fortführung des innerstädtischen Wallrings, der als Grüngürtel von den Landungsbrücken, über Planten un Blomen und den Hauptbahnhof bis hin zu den Deichtorhallen rund um die Hamburger Innenstadt verläuft. Der Lohsepark verlängert diesen Ring und führt ihn durch die HafenCity zurück an die Elbe.

Eine Sichtachse durch den Park, gesäumt von 500 Bäumen, unterstreicht den Eindruck des grünen Bandes. Die Planung stammt aus der Feder von Vogt Landschaftsarchitektur Zürich/Berlin. Mit seinen weiten Rasenflächen bietet der neue Park auf rund vier Hektar ausreichend Raum für unterschiedliche Spiel- und Sportaktivitäten. Im Gegensatz zu den meist steinernen Plätzen an den Uferkanten der HafenCity entstand im Lohsepark zum ersten Mal eine grüne Uferböschung am Ericusgraben. Im Zuge der Parkgestaltung wurde anstelle des durch den Krieg stark beschädigten und im Jahr 1955 gesprengten Gebäudes des Hannoverschen Bahnhofs ein angemessen würdevoller Ort des Gedenkens an die Opfer der Deportationen aus Hamburg errichtet. Eine diagonal den Lohsepark durchziehende Fuge nimmt den Verlauf der ehemaligen Gleisanlagen auf. Terrassen und Böschungen dienen als verbindende Elemente zwischen den verschiedenen Höhenniveaus des Gedenkortes und gleichzeitig als Aufenthaltsorte. Vogt Landschaftsarchitekten schichten den Lohsepark in drei Ebenen: eine „historische Ebene“ mit 5,4 Metern Höhe, eine „Parkebene“ 6,5 Metern und eine „Stadtebene“ auf acht Metern jeweils über NN.

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