Blickschanze

Die Stadt Innsbruck hat eine wundervolle Eigenschaft: Die einzige Möglichkeit, keine Berge zu sehen, ist die Augen zu schließen oder an eine Wand zu gucken. Dass man von den Bergen aus jetzt auch einen besseren Blick auf Innsbruck hat, liegt am neuen Aussichtssteg von Snøhetta. Er ist einer von neun architektonischen Interventionen auf dem 2,8 Kilometer langen „Perspektivenweg“, den Snøhetta gestalteten. 

Alle Fotos: Christian Flatscher

Sich einmal wie ein Skispringer auf der Bergiselschanze fühlen? Diesen Nervenkitzel kann nun jeder spüren, der per pedes oder Seilbahn die Innsbrucker Alpen erklimmt. Möglich macht es der neue Aussichtssteg, der auf einer Höhe von 1 905 Metern aus der Berglandschaft der Innsbrucker Nordkette zu wachsen scheint. Ein Gitterrost am Boden verstärkt das Gänsehautgefühl und eröffnet verschiedene Perspektiven auf das Inntal. Der Steg ist Teil des neuen, von Snøhetta gestalteten, 2,8 Kilometer langen „Perspektivenwegs“, den noch weitere neun architektonische Interventionen begleiten: etwa eine Treppenkonstruktion, die den Übergang vom baumlosen Hochgebirge zur Latschen-Vegetation markiert, ein Balken, auf den sich die Wanderer lässig wie an einer Bar aufstützen können mit Blick auf die Berge „Langer Sattel“ und „Frau Hitt“ sowie Holzplattformen zum Ausruhen am „Großen Stein“. Alle Elemente sind aus Cortenstahl (wie die Lawinenverbauungen der Umgebung) und Lärchenholz.

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