Pixi-Buch zur Landschaftsarchitektur erschienen

Das Pixi-Buch „Landschaftsarchitektin Lena plant einen Park für alle“ ist erschienen.
Das Pixi-Buch „Landschaftsarchitektin Lena plant einen Park für alle“ ist erschienen. Foto: Georg Media

Der bdla veröffentlichte ein Pixi-Heft mit dem Titel „Landschaftsarchitektin Lena plant einen Park für alle“. Kindergerecht auf 24 Seiten wird der Beruf Landschaftsarchitekt*in vorgestellt.

„Landschaftsarchitektin Lena plant einen Park für alle“

Der bdla hat ein Pixi-Buch mit dem Titel „Landschaftsarchitektin Lena plant einen Park für alle“ herausgegeben. Damit handelt es sich nicht um das erste Pixi-Buch, das sich den Planungsberufen widmet: Der Verlag hat zum Beispiel auch das Heft „Ich habe eine Freundin, die ist Architektin“ (Nr. 2560) veröffentlicht.

Das Pixi-Buch wurde von Sandra Kissling illustriert und vom Carlsen Verlag unter der Agentur für Kindermedien veröffentlicht. Es hat 24 Seiten, die jeweils zehn auf zehn Zentimeter messen. Auf diesem kleinen Raum präsentiert Pixi den Beruf der Landschaftsarchitektur kindgerecht, einprägsam und nachvollziehbar.

Die Handlung ist einfach, aber real: Landschaftsarchitektin Lena setzt sich dafür ein, aus grauer Infrastruktur grüne Infrastruktur zu machen. So wird aus einem versiegelten Parkplatz ein grüner Park für alle Generationen. Dabei zeigt das Buch, welche Leistungen die Landschaftsarchitektur erfüllt.

Lesende lernen mehr zu komplexen Themen wie Planung, Klimafolgenanpassung, Umweltgerechtigkeit, Bürgerbeteiligung sowie Spiel und Bewegung im Freien. Diese Begriffe werden mit einfachen, klaren Worten beschrieben. Die Illustrationen im Pixi-Buch begleiten die Geschichte und sollen die kindliche Fantasie anregen.

Das Buch soll Kindern den Beruf „Landschaftsarchitektur“ näher bringen. Foto: Georg Media
Das Buch soll Kindern den Beruf „Landschaftsarchitektur“ näher bringen. Foto: Georg Media

So erklärt das Pixi-Buch die Landschaftsarchitektur

Ein Blick in das Pixi-Buch vom bdla zeigt, wie Lena das Thema erklärt. Ayla fragt, was im Park geplant ist, und Lena sagt „Ich habe sogenannte ‚Zukunftsbäume‘ ausgesucht. Amberbaum und Zerr-Eiche vertragen die Hitze und Trockenheit besser und spenden viel Schatten. Um die Bäume herum sind Wassermulden geplant. Früher ist das Regenwasser, das sich auf Dächern und Wegen gesammelt hat, durch die Rohre weggeflossen. Nun versickert es im Boden, der es auffängt wie ein Schwamm. So bleibt es bei den Bäumen. Und weil immer mehr Menschen vom Auto auf das Fahrrad umsteigen, gibt es im Park einen Extra-Fahrradweg.“

Der bdla

Mit diesem Pixi-Buch möchte der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) jungen Menschen in der Gesellschaft Begriffe wie Klimawandel, Werthaltigkeit und Zukunft verständlich machen. Zudem geht es darum, den Beruf der Landschaftsarchitektur vorzustellen. Das Buch zeigt, wie sich die Berufsgruppe ökologischen und technischen Aufgaben stellt sowie diese planerisch kreativ löst. So sollen Kinder der Altersgruppe vier bis sieben mit der Profession und ihren Leistungen vertraut gemacht werden.

Szenen aus dem Alltag sollen dabei helfen, die Landschaftsarchitektur besser zu verstehen. Der bdla richtet sich damit auch an Großeltern, Eltern, Geschwister, Erziehende und andere Vorlesende – sie alle lernen durch das Pixi-Buch mehr über den Beruf der Landschaftsarchitektur.

Das Heft „Landschaftsarchitektin Lena plant einen Park für alle“ ist über den bdla kostenlos zu bestellen.

Übrigens: Für ältere Kinder und Erwachsene ist dieser Beitrag darüber, was im Landschaftsarchitektur-Studium zu erwarten ist, interessant.

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Religion und Stadt

Religion ist in die öffentliche Debatte zurückgekehrt. Kruzifixe gehören – zumindest in Bayern– auch in öffentlichen Gebäuden zum Inventar. Gleichzeitig lehnen manche Bürger Religionen, wie den Islam, als Teil der modernen deutschen Identität ab. Mit diesen Debatten muss sich die Architektur moderner Sakralbauten auseinandersetzen.

Religion beeinflusst seit je Stadtbilder auf der ganzen Welt. Heute prägen vor allem mehrere Religionszugehörigkeiten die deutschen Großstädte. Diese sind nicht mehr zwingend mit geografischen Gegebenheiten oder nationale Grenzen verknüpft. Bewohner sehen bestehende Sakralbauten als gegebener Teil des Stadtbildes, als angenommen Realität. Neue Sakralbauten hingegen, wie die „Zentralmoschee“ in Köln, lösen nicht selten hitzige gesellschaftliche und politische Debatten aus. Ein günstiger Moment also, für eine Publikation, die den Zusammenhang zwischen Religion und Stadt erörtert.

Ein persönlicher Sichtwinkel

In dem Buch „Religion und Stadt“ stellen die Leipziger Architekten Ansgar und Benedikt Schulz fünf Positionen zeitgenössischer Sakralbauten in Deutschland vor. Dafür führen sie Gespräche mit den Architekten Paul Böhm, Jost Haberland, Wilfried Kühn und Andreas Meck. Ein persönliches Vorwort der beiden Herausgeber leitet die Auswahl ein und beschreibt ihren Weg zu „Religion und Stadt“. Die Architekten sprechen über ihre Kindheit in einer katholischen Gemeinde und über professionelle Erfolge, wie die Realisierung der Probsteikirche in Leipzig 2015. Ansgar und Benedikt Schulz kommen unter anderem zu dem Schluss, dass das Sakrale innerhalb eines Typus nicht eindeutig bestimmbar ist. Stattdessen haben alle untersuchten Projekte ein gemeinsames Merkmal: Sie spielen eine bedeutende Rolle für Geschichte und Identität der jeweiligen Stadt.

Verschiedene Gotteshäuser

Anschaulich führen Ansgar und Benedikt Schulz den Leser anhand von Visualisierungen und Zeichnungen von Kuehn Malvezzi’s religionsübergreifendes Konzept „House of One“, welches in Berlin Mitte realisiert werden soll. Außerdem stellen sie die Kirche „Seliger Rupert Mayer“ in Poing bei München von Meck Architekten vor. Außerdem wird das nicht realisierte Projekt „Neue Synagoge“ in Potsdam des Berliner Büros Haberland Architekten vorgestellt, sowie kürzlich viel diskutierte „Zentralmoschee“ der Architekten Gottfried und Peter Böhm in Köln. Auch die „Probsteikirche“ in Leipzig, geplant von Ansgar und Benedikt Schulz selbst, findet mit einem anerkennenden Beitrag des Schweizer Architekt Mario Botta seinen Weg in das Buch.

Begleitet von anschaulichen Perspektiven, technischen Zeichnungen und Fotografien gibt das Buch einen spannenden Einblick in die Vielfalt zeitgenössischer Sakralbauten in Deutschland. Ansgar und Benedikt Schulz illustrieren einprägsam, wie Architektur dazu beitragen kann, Religion wieder zu einem öffentlichen Thema zu machen. Die Projekte prägen auf verschiedene Arten die Identität ihrer Städte. So vollendet die Kirche „Seliger Rupert Mayer“ in Poing das Bild eines neuen Ortszentrums und wird zu einem beliebten Anlaufpunkt der Ortschaft. Weniger städtebaulich als symbolisch prägt die „Zentralmoschee“ in Köln städtische Identität. Der Bau einer Moschee in Innenstadtlage wird zu einem Symbol für den Beginn, weitere Religionen in die lokale Identität zu integrieren. Grund genug, dass Mario Botta moderne Sakralbauten ganz anders bezeichnet: „Zeichen unserer Zeit“ eben.

Planung im September: alle News

Alles im Überblick – Die Planungsnews im September,
Alles im Überblick – Die Planungsnews im September, Foto: Mailchip via Unsplash / Laura Celine Heinemann

Fehlt Ihnen manchmal der Überblick? Das passiert uns auch. Deswegen finden Sie hier News, Diskussionen sowie Projekte aus der Planung gut sortiert. Der September 2022 im Rückblick.

Wir beginnen mit einer erfreulichen Nachricht: Im September 2022 veröffentlichte der bdla ein Pixi-Buch zur Landschaftsarchitektur „Landschaftsarchitektin Lena plant einen Park für alle“. Auf 24 Seiten wird in dem Buch vor allem der Beruf Landschaftsarchitektin vorgestellt.

Veranstaltungen für die Planung

Im September fand außerdem zum ersten Mal die Biennale der urbanen Landschaft im Wissenschaftspark Gelsenkirchen statt. Über zwei Wochen kamen verschiedene Akteur*innen zusammen, die sich für die Zukunft der urbanen Landschaft in der Metropole Ruhr interessieren. Das Besondere: Vor über 30 Jahren startete am selben Ort die IBA Emscher Park.

Im September 2023 findet wieder die IAA in München statt. Seit 2021 präsentiert sich die ehemalige Automobilmesse als große Mobilitätsveranstaltung. Das neue Messekonzept stößt allerdings nicht nur auf Lob. Hier erfahren Sie mehr über die Diskussionen rund um die IAA 2023.

Außerdem interessant: Der bdla veranstaltet Anfang Oktober zwei interessante Veranstaltungen. Die bdla-Entwerfertage in Berlin sowie die Fachtagung Nachhaltigkeit und Klimaanpassung.

Der Park(ing) Day eroberte im September öffentliche Parkplätze in deutschen Städten. Die jährlich wiederkehrende Veranstaltung möchte Bürger*innen auf das Flächenverhältnis zwischen Lebensraum für Menschen und Pkw-Stellplätzen aufmerksam machen. 

Parkplätze besetzen, Sitzmöglichkeiten schaffen. In Melbourne haben Forscher*innen der RMIT University ein nicht-kommerzielles Parklet entwickelt. Es trägt den Namen „playful parklet“.

Projekte und Wettbewerbe

Ein besonderer Wettbewerb: Das Umfeld von Notre-Dame soll umgestaltet werden. Zwei Jahre nach dem Brand der berühmten Kathedrale lobte die Stadt Paris einen Wettbewerb aus. Bureau Bas Smets aus Brüssel konnte zusammen mit weiteren Planungsbüros die Jury überzeugen. 

Die Calder Gardens ist ein spannendes Projekt in der Mache. Herzog & de Meuro und Piet Oudolf planen die Galerie mit Garten für die Werke des Künstlers Alexaner Calder.

Energiekrise: Wie ist der Stand bei den Erneuerbaren?

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Gute Nachrichten angesichts der Energiekrise: In diesem Sommer ist in der EU so viel Solarstrom produziert worden wie in keinem Sommer zuvor. 99,4 Terrawattstunden waren es zwischen Mai und August 2022. Das hat die Denkfabrik Ember City Climate ausgerechnet.

Ein wenig abseits der Planung

Mit Build the Change will das Unternehmen LEGO Kinder für nachhaltige Bauweise und Städteplanung begeistern. Mehr über die Nachhaltigkeitsinitiativen von LEGO erfahren Sie hier.

Außerdem: Die aktuelle G+L über Lichtplanung erhalten Sie hier.