In der Mai-Ausgabe der Garten+Landschaft dreht sich alles um öffentliche Plätze in der Stadt. Wir diskutieren, was einen guten Platz ausmacht und sprachen mit Landschaftsarchitekten darüber, wie sie an diese großen Projekte herantreten. Wie Maik Böhmer von Planorama im Interview so schön sagte: Die Bürger sind der wahre Spiegel der Arbeit. Wir waren in der Münchner Innenstadt unterwegs und hörten uns um: Was fordern Stadtbewohner vom öffentlichen Raum?


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Weißenburg Platz

“Ich find den Platz sehr schön, besonders die immer neuen Bepflanzungen. Plätze sind insgesamt sehr wichtig, um sich mal auf einer Bank nieder zu lassen oder sich mit Leuten zu treffen.”

“Ich mag den Platz sehr gerne. Ich arbeite hier in der Nähe. Aber es ist nicht immer angenehm sich irgendwo hinzusetzen, weil das Publikum, das hier sitzt, manchmal schwierig ist.”

“Der Platz ist sehr schön. Die Blumen sind mir gleich aufgefallen, deshalb bin ich hergekommen. Ein Platz muss für mich vor allem sonnig sein und Sitzplätze haben.”

“Unser Sohn und unsere Schwiegertochter wohnen hier und die sind begeistert vom Weißenburger Platz – von der ständig neuen Bepflanzung, von der wunderschönen Farbenvielfalt. Die nutzen den Platz schon, insbesondere um mit der Kleinen spazieren zu gehen. Hier ist aber immer reger Betrieb.”

“Der Platz gefällt mir sehr, weil schöne Blumen da sind, weil er offen ist und weil er sternförmig ist. Weil er Weite hat, und Zentrum.”


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Marienhof

“Wichtig ist das ein Platz Aufenthaltsqualität, Sitzgelegenheiten, Stühle, Gastronomie. Diesen Platz hätte man bestimmt schöner gestalten können. Es fehlt etwas, dass zum Verweilen einlädt oder wo Kinder spielen können. Nicht gleich ein Kinderspielplatz. Etwas das integriert ist, wie Klangspiele.”

“Ich finde den Platz schön. Der Platz ist wie eine kleine Ruhezone in der Stadt. Er hat keine hohen Bäume, man sitz also immer in der Sonne.”

“Ich mag den Platz sehr gerne. Man kann das Glockenspiel hören und es ist immer etwas los. Da hinten treffen sich immer die Punks. Das mag ich auch.”

“Plätze in der Stadt sind immer gut, da hat München ja viele. Bäume wären aber gut, gerade im Sommer.”

“Der Platz hier ist für mich überhaupt nicht gestaltet. Er ist langweilig, da könnte man mehr draus machen. Vielleicht mehr Pflanzen oder eine schöne Brunnenanlage. Ein Platz muss Aufenthaltsqualität haben. Es gibt so viele gute historische Plätze, an denen kann man sich orientieren. Man muss den Platz nicht neu erfinden.”


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Odeonsplatz

“Der Platz ist in Ordnung, aber nichts besonderes. Es gibt keine Begrünung und keine Sitzgelegenheiten. Das finde ich beides ganz elementar, um einen Platz lebendig zu machen.”

“Ich mag Plätze mit etwas Grün mehr. Für die Zwecke, für die er genutzt wird, für Konzerte etwas, ist er ok. Aber wenn ich wählen könnte, sollte es mehr Grün, mehr Bäume und Sträucher geben.”

“Der Odeonsplatz gefällt mit, weil er asymmetrisch ist.”

“Ich finde er ist der schönste Platz in München. Ein Stadtplatz muss auch nicht unbedingt Begrünung und Sitzgelegenheiten haben.”

“Hier ist es ziemlich windig. Der Wind pfeift ganz schön durch, es müsste geschützter sein. Und es fehlen Sitzgelegenheiten.”

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Mitten in der Hamburger Altstadt soll ein städtisches Parkhaus in der Neuen Gröningerstraße zu einen Bauprojekt mit bezahlbarem Wohnen und Räumen für Kleingewerbe, Kultur und Soziales werden. Angestoßen hat das alles die Initiative „Altstadt für Alle!“. Wie realistisch die Umsetzung des Projektes ist, lesen Sie hier.

Parkhaus Gröningerstraße: Wohnfläche statt 650 Autos

Die Idee, Parkhäuser unter anderem in Wohnhäuser umzunutzen ist nicht neu. Vor dem Hintergrund von Wohnungsknappheit und einer notwendigen Mobilitätswende steht aber die Frage, was künftig mit den immer weniger ausgelasteten Parkhäusern in unseren Städten passieren soll, aktueller denn je. Das Projekt um das Parkhaus in der Neuen Gröningerstraße 12 in Hamburg zeigt dabei gewissermaßen einen Idealtypus innerstädtischer Konversion.

Das Parkhaus in der Neuen Gröningerstraße um das es geht, ist ein zweckmäßig gehaltener und mittlerweile etwas heruntergekommener Plattenbau aus den frühen 1960ern. Kein Schmuckstück also, ganz im Gegenteil, aber mit hervorragender Lage mitten in der Hamburger Altstadt. Seit seiner Sperrung Ende 2020 fährt hier ohnehin kein Auto mehr ein oder aus. Federführend bei der jetzigen Weiterentwicklung des Parkhauses ist die Genossenschaft Gröniger Hof, die sich 2018 aus der Initiative „Altstadt für Alle“ bildete.

„Was man fürs Wohnen braucht, haben wir hier nicht“

Die Stadt Hamburg hat der Genossenschaft Grundstück und Parkhaus im Erbbaurecht überlassen. Statt es abzureißen und einen Neubau hochzuziehen, will man so viel der vorhandenen Bausubstanz des Parkhauses weiter nutzen. Das spart nicht nur Bauzeit und -kosten. Das schont auch die CO2-Bilanz, weil es den Verbrauch von klimaintensivem Beton minimiert – ein rasant wichtiger werdendes Thema. Vor kurzem wurden nun die Pläne bekannt, nach denen das ehemalige Parkhaus in der Gröningerstraße umgestaltet werden soll. Sie gewannen den für das Vorhaben ausgelobten Architekturwettbewerb und stammen aus der Feder des unter anderem in Hamburg ansässigen Büros Duplex Architekten.

Ihr Entwurf sieht einen großzügigen Innenhof vor, der die ansonsten recht abgeschottete Gebäudestruktur öffnet überhaupt erst bewohnbar macht. Für den verantwortlichen Architekten Christof Weber eine der schwierigsten Herausforderungen beim Parkhaus in der Gröningerstraße, denn wie er gegenüber dem NDR verdeutlichte: „Alles was man fürs Wohnen braucht, haben wir hier nicht. Wir müssen Licht reinbringen und brauchen Luft.“

Holzbauelemente werden den Sockel und die übrigen Geschossaufbauten ergänzen, so dass im Parkhaus Gröningerstraße je nach Detailplanung zwischen 70 und 84 Wohneinheiten entstehen. Das Erdgeschoss steht dabei der Öffentlichkeit frei und wird kleinteilige Gewerbeflächen bieten. Auf dem Dach des Gebäudes ist ein Grünbereich mit Beeten und gemeinschaftlichen Nutzungsflächen vorgesehen. Bis 2025 soll das Parkhaus in der Gröningerstraße bezugsfertig sein. Die Kosten für die Konversion werden circa 28 Millionen Euro betragen.

Mehr zur Umnutzung des Parkhauses Gröningerstraße erfahren Sie auf der Webseite der Genossenschaft Gröninger Hof.

Eine weitere Parkfläche die vor einer Veränderung steht: Der Schillerplatz Ludwigsburg. Der Platz soll zum grünen Salon werden. 

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