Interdisziplinäres Forschungsprojekt zur „urbanen Walkability“
Die Printversion der G+L hat eine neue Rubrik: Seit Januar 2021 fassen wir jeden Monat in einer Presseschau die Neuigkeiten aus der Planung kurz und knapp zusammen. Lesen Sie hier, was es in die G+L 02/21 geschafft hat – inklusive Quellen und weiterführenden Links.
„urbainable – stadthaltig“ demnächst online. Die Ausstellung zur nachhaltigen Metropole der Zukunft kann bald im Rahmen des neuen Online-Angebots der Akademie der Künste besucht werden – Kuratorenführung mit Tim Rieniets, Matthias Sauerbruch und Jörn Walter eingeschlossen. „urbainable – stadthaltig“ musste coronabedingt vorzeitig geschlossen werden. Mehr zum neuen Online-Programm beim Tagesspiegel.
Nein zu ruinösem Preiswettbewerb. In einem Appell wenden sich die Kammern und Verbände der planenden Berufe an ihre Mitglieder. Man solle sich nicht auf einen ruinösen Preiswettbewerb im Rahmen der neuen HOAI-Regelungen einlassen und weiterhin richtig kalkulieren.
Kahlschlag in Hamburg. Wie der DGGL-Landesverband Hamburg / Schleswig-Holstein berichtet, plant die Stadt Hamburg im Zuge der neuen Sternbrücke umfassende Eingriffe in gewachsenen Strukturen. Damit die Stresemannstraße durchgehend vierspurig für den KFZ-Verkehr ausgebaut werden kann, sollen insgesamt 13 Gebäude weichen – darunter viele Baudenkmäler und kulturelle Institutionen. Mehr Informationen auf garten-landschaft.de.
BAK-Präsidium pro „Europäisches Bauhaus“. In einem Kommentar zum Jahreswechsel spricht sich das BAK-Präsidium deutlich für das Europäische Bauhaus aus. Dieses stehe demnach als „Synonym für die Notwendigkeit aller Fachdisziplinen, die notwendige Um- und Neugestaltung der gebauten Umwelt in Material, Form, Funktion, Struktur und Kultur zu beschleunigen“.
Interdisziplinäres Forschungsprojekt zur „urbanen Walkability“. Mit der HAW Hamburg untersucht das Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation (ISP) an der FH Erfurt in den kommenden drei Jahren, wie bewegungsfreundlich Städte und Quartiere sind. Das Projekt mit dem Titel „Gesundheitsfolgenabschätzung in der Stadtentwicklung“ wird vom BMBF mit mehr als 400 000 Euro gefördert.
Vatikan aus 67 000 Legosteinen
Jacques Herzog zum Tod von Luigi Snozzi. Ende Dezember ist der Schweizer Architekt Luigi Snozzi im Alter von 88 Jahren an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Bei den Kolleg*innen von SRF erinnert sich Jacques Herzog an ihn als außergewöhnliche, auratische Persönlichkeit. Gerhard Matzig bezeichnet den Tessiner in seinem Nachruf auf SZ.de als „Meister einer geschichtsbewussten Baukultur“.
Bauwende JETZT! Architects for Future hat die Petition „Bauwende JETZT!“ ins Leben gerufen. Die Initiative fordert ein grundlegendes Umdenken in der Baubranche, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Mehr dazu bei den Kolleg*innen von NXT A.
Vatikan aus 67 000 Legosteinen. Der US-Architekt und Legobauer Rocco Buttliere hat mit Legosteinen auf 1,30 x 1,70 Meter im Maßstab 1:650 die Vatikanstadt im Kleinformat nachgebaut. Hier können Sie sich das Modell im Video ansehen.
Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner kennen ihn unter dem Namen „Lange Erlen“, andere bezeichnen ihn als das ehemalige Landesgartenschaugelände. Dabei hat dieser Park, der im Basler Rheinknie Deutschland mit der Schweiz verbindet, einen so viel schöneren Namen: Landschaftspark Wiese, nach dem gleichnamigen Fluss, der ihn durchfließt. Das Besondere an dem Park: Er liegt sowohl auf deutschem als auch auf Schweizer Grund. Und er ist Schauplatz der IBA Basel, die sich seit mehr als zehn Jahren erfolgreich für grenzüberschreitende Projekte im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz engagiert. Wir wollten mehr über diesen Landschaftspark erfahren und haben uns deshalb mit dem Hauptranger Yannick Bucher unterhalten.
Yannick Bucher, gemeinsam mit zwei deutschen Kollegen, arbeiten Sie seit Februar 2019 als Ranger im Landschaftspark Wiese. Wie dürfen wir uns Ihren Job vorstellen?
Die Hauptaufgabe von unserem Rangerdienst ist die Information, die Vermittlung und die Sensibilisierung im Landschaftspark Wiese. Letzteres bedeutet insbesondere, dass wir dafür Sorge tragen, dass die Besucherinnen und Besucher sich im Großen und Ganzen an die Regeln halten. Wir sorgen für ein positives miteinander zwischen Besuchern und Akteurinnen, im Gebiet wird das Trinkwasser der Region gewonnen und Landwirtschaft betrieben. Rangerdienste sind typisch für Nationalparks und auch einigermaßen typisch für Naturschutzgebiete. Eher speziell ist es, dass wir mit dem Landschaftspark Wiese in einem Gebiet tätig sind, das nicht nur reines Naturschutzgebiet ist. Denn hier gibt es auch andere Nutzungen wie Sportanlagen, Tierheime und Schrebergärten.
„Der Rangerdienst ist eine der zentralen Maßnahmen vom IBA Projekt Landschaftspark Wiese.“
Besonders am Rangerdienst im Landschaftspark Wiese ist aber auch, dass er binational aufgestellt ist.
Absolut richtig. Der Landschaftspark an sich ist binational. Da liegt es natürlich nahe, dass auch der dortige Rangerdienst binational aufgestellt ist, dass dieser im ganzen Park unterwegs ist und sich nicht an die Grenzen halten muss. Die Agglomeration Basel ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und die Freizeitaktivitäten haben sich aufgrund flexiblerer Arbeitszeiten ziemlich verändert. Damit stieg auch der Druck auf die lokalen Naherholungsgebiete. Den Rangerdienst hat man dann vor gut einem Jahr eingeführt, um dem zunehmenden Nutzungsdruck etwas entgegenzusetzen. Deswegen sind wir nicht nur Aufsichtsorgan, sondern haben ebenso auch Vermittlungsaufgaben inne. Und diese sind auch nötig.
Die Corona Pandemie hat den Effekt noch verstärkt: Wir hatten bereits vorher viele Besucherinnen und Besucher im Park. Die Besucherzahlen während des Lockdowns lagen weit über den normalen. Das zeigt, wie wichtig der stadtnahe grüne Erholungsraum für die Region ist.
Das kann ich mir vorstellen. Wie sieht diese Vermittlung, von der Sie gesprochen haben, konkret aus?
Wir bieten Führungen und organisieren auch Infotische. Wir versuchen dafür zu sensibilisieren, was in dem Raum passiert, wie die Trinkwassergewinnung und wie die Landwirtschaft im Park funktionieren. Wir bringen die Themen auf den Tisch, die man als Stadtbewohner wenig erleben kann, und vermitteln diese.
Wie ist der Rangerdienst organisiert?
Insgesamt haben wir drei Auftraggeber: die Stadt Weil am Rhein, die Gemeinde Riehen und den Kanton Basel-Stadt. Ich bin bei der Umweltberatungsfirma „Hintermann & Weber AG“ angestellt, die den Auftrag von der Stadt Basel erhalten hat und meine beiden deutschen Partner sind beim Trinationalen Umweltzentrum (TRUZ) beschäftigt.
Welche Maßnahmen hat man in den vergangenen Jahren im Rahmen der IBA Basel umgesetzt und welche sind noch geplant?
Wir selber, also der Rangerdienst, sind eine der zentralen Maßnahmen vom IBA Projekt Landschaftspark Wiese. Uns gibt es wie gesagt seit einem Jahr. Zudem ist für den Park eine einheitliche Beschilderung geplant, die an den Eingängen über den Park informiert, welche Möglichkeiten zur Erholung bestehen, aber auch, welche Auflagen daran gekoppelt sind: dass man Feuer nur in den Grillstellen machen darf und dass man seinen Müll mitnimmt etc. Die Basic-Regeln eben. Außerdem wird es im Park künftig einen Themenpfad geben, der die Themen Trinkwassergewinnung, Tiere und Pflanzen, aber auch die historische Entwicklung aufzeigt.
Die größte Maßnahme ist aber „Wiese vital“, richtig?
Genau, im Zuge einer Volksinitiative in der Schweiz hat das baselstädtische Stimmvolk beschlossen, auf dem ganzen Abschnitt auf Schweizer Boden den Fluss Wiese zu revitalisieren und zu renaturieren. Der untere Teil ist bereits revitalisiert, für den anderen Teil arbeitet man aktuell ein Bauprojekt aus. Das Ziel: Der Fluss soll wieder natürlicher fließen und mehr Platz haben.
Sie sind jetzt knapp 1,5 Jahre dabei. Was denken Sie, reichen die Bemühungen vor Ort aus, um den Landschaftspark Wiese langfristig vor dem Nutzungsdruck zu schützen?
Den wichtigsten Schritt hat man meiner Meinung nach mit dem Landschaftsrichtplan gemacht. Die Fläche kann nun nicht mehr überbaut werden und darüber bin ich froh. Mit sanften Mitteln ist man nun dran, den Erholungsraum des Parks zu schützen. Mit Beschilderungen, gezielter Information oder auch durch uns, dem Rangerdienst. Ich denke, da sind wir auf einem guten Weg. Das gleiche Feedback erhalten wir auch aus der Bevölkerung. Das Interesse am Gebiet wächst und das, was wir machen, wird geschätzt. Viele Besucher sagen, der Landschaftspark sei der schönste Ort in der Region. Und es kommen auch immer wieder Besucher, die fragen, wie sie helfen können, die etwas für das Gebiet tun wollen. Das alles zusammen stimmt mich sehr optimistisch.
Planten un Blomen ist ein historischer Park in Hamburg. (Foto: Berndt Andresen)
Hamburgs Stadtpark Planten un Blomen ist mehr als nur eine große Grünfläche – 47 Hektar, um genau zu sein. Er ist ein geschichtsträchtiger Ort, an dem sich die Historie des Geländes ablesen lässt. Seine Bedeutung als Gartendenkmal ist unbestritten. Besucher*innen schwelgen darin aber nicht nur in der Vergangenheit, denn er hat auch in der Gegenwart einiges zu bieten. Von verschiedenen Gärten (japanisch, botanisch, Rosen) über zahlreiche Attraktionen für Groß und Klein. Hier erfahren Sie alles, was sie über den Park Planten un Blomen wissen müssen.
Vor Planten und Blomen: ein revolutionärer Park
Im Jahr 2020 feierte der Hamburger Stadtpark Planten un Blomen sein 200. Jubiläum. Das war nicht gerade die beste Zeit, um die Geschichte einer der schönsten Grünanlagen der Hansestadt zu huldigen. Die Corona-Pandemie durchkreuzte die geplanten Events der Veranstalter*innen.
Aber da der Spaziergang in diesem Jahr eine ungeahnte Renaissance erlebte, weil ja sonst nichts blieb, was man tun konnte, waren Parks auch ohne Jubiläumsattraktionen beliebte Magneten zum Flanieren. Und ohnehin: Planten un Blomen ist eine konstante Erholungsperle der Hamburger*innen, Virus hin oder her, eine 47 Hektar große Anlage von historischer und gartenpflegerischer Bedeutung westlich der Alster, nicht weit von der Universität gelegen.
Hinter dem Park, der Einheimische und Tourist*innen zuhauf anzieht, verbirgt sich aber mehr als sein Beitrag zu Hamburgs Grüngürtel. Er ist auch ein Dokument der Stadtgeschichte. Wo heute Familien, Senior*innen und Jugendliche sich treffen, um auf den grünen Flächen zu entspannen, befanden sich früher eine Aufmarschfläche und Zwangsarbeiterlager im Zweiten Weltkrieg.
Aber bereits 1820 bis 1837 entstand hier ein Landschaftspark nach den Plänen des Kunstgärtners Isaak Altmann. Er sollte Ruhepol und Wissensstandort sein, mit Museen und Instituten. Zu seiner Zeit verfolgte Altmann mit diesem mehrschichtigen Parkkonzept ein revolutionäres Ziel – so eine Grünfläche war bis anhin ungesehen.
Von der Wallanlage zum englischen Landschaftsgarten
Dieser Park trug aber nicht sofort seinen heute so bekannten Namen. „Planten un Blomen“ ist Plattdeutsch. Den Namen erhielt der Park anlässlich der Niederdeutschen Gartenschau „Planten un Blomen“ im Jahr 1935, als der Hamburger Gartenarchitekten Karl Plomin das Gelände in eine Parkanlage umgestaltete. Was der Name bedeutet, ist naheliegend: Pflanzen und Blumen. Und davon gibt es eine ganze Menge.
Heilpflanzen und Kräuter im Apothekergarten, prächtige Staudenpflanzen und Schwertlilienblüten in den Bürgergärten, Rosen in den Rosengärten. Im japanischen Landschaftsgarten warten Kirschblüten, stille Teiche und ein Teehaus, auf den Mittelmeerterrassen Hibiskus, Clematis, Feigen, Mammutblatt und Limonen.
Früher befanden sich auf dem Gelände von Planten un Blomen die Wallanlagen, die Johan van Valckenburg zwischen 1616 und 1625 als Befestigungsring um den damaligen Stadtkern angelegte. Diese verloren Ende des 18. Jahrhunderts aus militärischer Perspektive in Europa allmählich ihre Bedeutung. Infolgedessen erhielt Isaak Altmann aus Bremen den Auftrag, die Anlage nach englischem Vorbild umgestalten. Das heißt, sie als englischen Landschaftsgarten neu zu interpretieren und sie der Bevölkerung zur Erholung zur Verfügung zu stellen. Ein Angebot, das sich bei Hamburgs Bürger*innen großer Beliebtheit erfreute.
Gartendenkmal Planten un Blomen
Aus der Ostseite des Wallrings wurde schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts eine Verkehrszone. Unter anderem wurde hier 1906 der Hauptbahnhof eingeweiht. Der westliche Teil blieb Parkanlage, wurde im Laufe der Zeit aber immer weiter vergrößert. Er umfasste die Friedhöfe vor dem Dammtor, den ehemaligen Botanischen Garten und den 1861 nördlich davon errichteten Zoologischen Garten. Aus Letzterem entstand 1930 übrigens seinerseits ein Volks- und Vergnügungspark.
Die Gärten in Planten un Blomen
Die Internationalen Gartenausstellungen (IGA) 1953, 1963 und 1973 veränderten die Anmutung der Anlage. Nach 1973 wurden die Areale Planten un Blomen, Alter Botanischer Garten, Kleine und Große Wallanlagen zum Wallringpark zusammengefasst. Erst 1986 erhielt die gesamte Anlage offiziell den Namen Planten un Blomen. Die letzte Umgestaltung fand 2011 an der Nordwestseite des Parks statt. Seitdem gibt es einen neuen Zugang zum Park aus der Richtung des 2004 und 2008 erweiterten Messegeländes.
Die ganzen Um- und Neugestaltungen lassen dennoch zu, dass Besucher*innen sich mit der Historie der ehemaligen Wallanlage auseinandersetzen. Dafür sorgen die zahlreichen erhaltenen Strukturen wie Wassergräben, Bastionen sowie Architekturen und Elemente aus den verschiedenen Gartenausstellungen. Anhand deren lässt sich die Geschichte des Geländes rekonstruieren. Gleichzeitig unterstreichen sie die gartendenkmalpflegerische Bedeutung von Planten un Blomen.
Zu den verschiedenen Strukturen im Park gehören unter anderem auch verschiedene Gärten. So etwa der Japanische Garten. Diesen gestaltete der japanische Gartenarchitekt Yoshikuni Araki im Jahr 1988. Araki hielt sich dabei streng an die Richtlinien des Feng Shui. Besonders am Japanischen Garten in Planten un Blomen ist, dass es sich um den größten Europas handelt. In seiner Mitte befindet sich ein See, seit 1990 steht an dessen Ufer ein japanisches Teehaus. Von Mai bis September können Besucher*innen dort traditionellen Teezeremonien beiwohnen. Außerdem werden dort Workshops zu japanischer Kalligrafie angeboten, aber auch zum Taiko-Trommeln oder zu japanischen Duftzeremonien.
Ein ganz so vielfältiges Angebot an Workshops kann der Rosengarten in Planten un Blomen nicht bieten. Dennoch ist er ebenso einen Besuch wert – schon allein wegen der 300 verschiedenen Rosenzüchtungen. Darunter befinden sich historische Rosen, Parkstrauch- und Wildrosen, Kletterrosen oder Teehybriden. Der Garten ist im klassischen Stil angelegt und bietet Bögen und Sitzecken. Genauso wie beim Japanischen Garten befindet sich im Mittelpunkt des Rosengartens eine Architektur. Der Pavillon dient in den Sommermonaten als Informationszentrum zu verschiedenen Rosensorten und ihrer Pflege.
Dazu kommt ein botanischer Garten. Die Tropenhäuser – dabei handelt es sich um die Schaugewächshäuser des Botanischen Gartens der Universität Hamburg – liegen im Zentrum des Parks. Sie wurden zur Internationalen Gartenausstellung 1963 eröffnet. Heute stehen sie unter Denkmalschutz. Eine besondere Tragkonstruktion ermöglichte es den Architekten, die Innenräume trotz einer maximalen Höhe von 13 Metern ohne tragende Elemente zu gestalten. Der Tropenhauskomplex ist nach Pflanzengruppen und Lebensräumen gegliedert. So gibt es zum Beispiel ein Tropen-, Subtropen-, Kakteen- und ein Farnhaus. Auf insgesamt 2 800 Quadratmetern Fläche sind die verschiedenen Klimazonen der Erde nachgebildet und bieten einen Lebensraum für Pflanzen der ganzen Welt.
Weitere Attraktionen für Besucher*innen
Neben den Attraktionen für Gartenliebhaber*innen und Geschichtsinteressierte finden sich in Planten un Blomen auch diverse Angebote für Familien mit Kindern. Dazu gehören mehrere abwechslungsreiche Spielplätze sowie zahlreiche kostenlose Veranstaltungen. So zum Beispiel Marionettentheater, Zirkus oder Kinderfeste. Dazu kommen Ponyreiten, eine Rollschuhbahn und eine Ton-Werkstatt. Eine Kunsteisbahn zieht außerdem Wintersportler*innen an – im Sommer stehen die 4 300 Quadratmeter hingegen als Rollschuh- und Inlineskate-Bahn zur Verfügung.
Anthologie zum 200. Jubiläum von Planten un Blomen
Musikbegeisterte erfreuen sich zudem an den Gratiskonzerten, die im Alsterpavillon regelmäßig stattfinden. Das Programm von volkstümlicher bis zu klassischer Musik spricht ein breites Publikum an. Im Sommer – von Mai bis September – ziehen die Wasserlichtspiele zusätzliche Besucher*innen an: Jeden Abend um 22 Uhr lockt eine halbstündige Lichtshow, untermalt mit einem wechselnden Musikprogramm.
Studierende nach der Vorlesung, Arbeiter*innen in ihrer Mittagspause, Eltern mit Kinder, Jugendliche beim Sport: Hier trifft man alle. Tourist*innen kommen abends zu den Wasserlichtkonzerten mit Musik auf dem Parksee. Manche treffen sich zum Minigolf-Spielen, andere drehen im Sommer ein paar Runden auf der Rollschuhbahn oder im Winter auf der aufgebaute Eisarena, Deutschlands größer Open Air Eisbahn. Platz genug ist außerdem für Konzerte, Lesungen, Theatervorstellungen und Schachgärten.
Passend zum 200-jährigen Jubiläum von Planten un Blomen veröffentlichte der Dölling und Galitz Verlag eine Anthologie von Herausgeber Heino Grunert, der seit 1993 Gartendenkmalpfleger in der Hamburger Umweltbehörde ist. Das Werk trägt den Namen Die Hamburger Wallanlagen. Von der Festung bis Planten un Blomen. Wir haben das Buch für Sie gelesen und rezensiert.
Hier erfahren Sie außerdem mehr über die Parkerweiterung und die Umgestaltung des Dag-Hammarskjöld-Platz von POLA Landschaftsarchitekten. Diese hatten 2015 den freiraumplanerischen Wettbewerb für sich entschieden. Ihr Entwurf verbindet die Parkteile mit den Vorplätzen und schafft eine räumlich stimmige Abfolge.