05.08.2022

Projekt

Seniorengerechtes Planen – die G+L im August 2022

von Theresa Ramisch
Cover der Augustausgabe der Garten+Landschaft zum Thema Seniorengerechtes Planen mit einer Illustration von Anja Flieda Fritzsche
Cover-Illustration von Anja Flieda Fritzsche

Planen für die Jungen, das ist cool und hip. Die viel drängendere Aufgabe der Landschaftsarchitektur und Stadtplanung muss aber sein, Antworten auf die Raumansprüche und Bedürfnisse der Älteren zu finden. Denn: Unsere Gesellschaft altert. Nach den Baby-Boomern sind Senior*innen (65 Jahre oder älter) derzeit die zweitstärkste Altersgruppe in Deutschland. In der Augustausgabe 2022 der G+L diskutieren wir daher, wie Planung auf die massive Alterung reagieren kann – und vor allem: muss.

Mehr barrierearme Wohnräume, ebene und ausgeleuchtete Gehwege sowie seniorengerechte Freiflächen – laut einer neuen Studie der TU Dresden und der Landeshauptstadt Dresden sind das die drei elementaren Punkte, die sich Dresdner Senior*innen für ihr Umfeld wünschen. Im Rahmen der „Studie zur Lebenssituation von Dresdnerinnen und Dresdnern ab dem 60. Lebensjahr“ (LAB60+) befragten die zwei Institutionen insgesamt 2 399 Dresdner*innen ab 60 Jahren zu ihren Lebenssituationen sowie Dresdner Pflegeeinrichtungen zur Auslastung, Personalsituation und aktuellen und zukünftigen Herausforderungen. Laut der Bürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann: ein wichtiger Schritt in Richtung seniorengerechte Stadt.

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Deutschlands Bevölkerung wird älter

In Dresden ist jede*r vierte Dresdner*in über 60 Jahre alt. In Deutschland leben laut dem Bundesamt für Statistik aktuell rund 18,3 Millionen Menschen, die 65 Jahre und älter sind. Damit nehmen Senior*innen einen prozentualen Anteil von über 20 Prozent an der Gesamtbevölkerung in Deutschland ein. Tendenz steigend – wir kennen alle die urnenförmige Be¬völkerungspyramide Deutschlands. Deutschlands Bevölkerung wird älter. Und besonders spannend dabei: Laut dem Bundesamt für Statistik ist die Gruppe der Hochbetagten, also 85 Jahre und älter, eine besonders stark wachsende Gruppe.

Seniorengerechte Planung

Im Planungsalltag scheinen Senior*innen jedoch als bereits wichtige und zugleich immer noch wichtiger werdende Bevölkerungsgruppe nicht wirklich an Bedeutung zuzunehmen. So zumindest unser Eindruck in der Redaktion der G+L. Hand aufs Herz: Wie viel wissen wir Planer*innen wirklich über die Ansprüche von Senior*innen an öffentliche Räume? Inwiefern integrieren wir ihre Bedürfnisse in unsere Planungen, die über passendes Stadtmobiliar wie Sitzbänke hinausgehen? Und wodurch zeichnet sich eine seniorengerechte Stadt überhaupt aus?

Information schaffen und auf Bedürfnisse eingehen

Höchste Zeit also, Information zu schaffen – und das ist das Ziel der vorliegenden G+L. Schließlich soll bis 2035 die Zahl der Menschen ab 67 Jahre um 22 Prozent steigen. Zudem sind es neben Kindern und Jugendlichen (im Jahr 2020 in Deutschland 13,75 Millionen an der Zahl) gerade die Rentner*innen, die die öffentlichen Freiräume intensiv nutzen – schlichtweg, weil sie die Zeit dazu haben. Und es sei ihnen gegönnt. Zeitgleich sollten unsere Stadträume dann aber auch auf ihre Bedürfnisse eingehen können. Und das ist unser Job.

Die G+L 08/22 zum Thema „Seniorengerechtes Planen“ ist bei uns im Shop erhältlich.

Im Juli ist unser Heft zum Thema Gartenschauen erschienen, in dem wir einen Blick auf verschiedene Gartenschauen im Jahr 2022 geworfen haben. Wir haben ihre Gestaltungskonzepte und Detaillösungen vorgestellt, und auch ihre langfristige bauplanerische Bedeutung diskutiert. Mehr dazu hier: Gartenschauen 2022

 

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