09.09.2022

Projekt
SINAI

SINAI kuratiert die G+L 11/22

von Magdalena Schmidkunz

Das Landschaftsarchitekturbüro SINAI dürfte spätestens seit der BUGA in Heilbronn in ganz Deutschland bekannt sein. Und die nächsten Leuchtturmprojekte sind auch schon in der Mache. Umso mehr freuen wir uns, dass wir das Berliner Büro für die dritte gastkuratierte Ausgabe der Garten + Landschaft gewinnen durften. Das Büro gestaltet die Novemberausgabe 2022. Ein kleiner Einblick.

Der Klimawandel und geänderte Lebensvorstellungen verändern unsere Städte. Viele Jahre galt eine dichte Bebauung, „die klassische Stadt“, mit sowohl engen als auch vollen Gassen als Sinnbild guter Urbanität, als ein Leitbild der Landschaftsarchitektur und Stadtplanung. Angesichts des Klimawandels mit seinen Hitzewellen und Starkregenereignissen scheint das Bild obsolet. Müssen wir uns zugunsten von Versickerungsmulden und Windschneisen von baulicher Dichte verabschieden? Und werden unsere Fassaden hinter grünen Massen verschwinden? Diese Fragen thematisiert das Landschaftsarchitekturbüro SINAI in der diesjährigen gastkuratierten Garten + Landschaft.

Spätestens seit der BUGA in Heilbronn kennt Deutschland das Landschaftsarchitekturbüro SINAI.
Spätestens seit der BUGA in Heilbronn kennt Deutschland das Landschaftsarchitekturbüro SINAI. (Foto: Nikolai Benner)

Das Berliner Büro ist nach Topotek 1 (2020) und bauchplan ).( (2021) Gastkurator für die Novemberausgabe 2022. Konkret bedeutet dies, dass die Redaktion der G+L zum dritten Mal das Experiment wagt, die inhaltliche Federführung an ein Landschaftsarchitekturbüro zu übergeben. Ein Experiment mit erneutem Erfolg: Denn herausgekommen ist eine Ausgabe mit fünf großen Dialogen zum Wandel der Stadt, die planerische Ambivalenzen unserer Zeit ergründen.

Hierfür sprach SINAI mit Landschaftsarchitekt*innen, Stadtplaner*innen, Architekt*innen und Forschenden über Visionen, Wettbewerbe, Partizipation, Bürokratie und Forschung. Zu Wort kommen Carlo W. Becker (bgmr) und Nils Buschmann (ROBERTNEUNTM), Franz Reschke (FRL) und Steffan Robel (A24 Landschaft), Klaus Overmeyer (Urban Catalyst) und Ulrike Böhm (bbzl), Heiko Sieker (Sieker) und Gerhard Hauber (Henning Larsen) sowie Sandra Lenzholzer (Uni Wageningen) und Alice Labadini (TU München). In den Dialogen sucht SINAI nicht nach Sonntagsbekenntnissen, sondern interessiert sich für Hoffnungen, Frustrationen und Konflikte. Diese sollen Veränderungen mit sich bringen und die Landschaftsarchitektur und Stadtplanung bewegen. Dabei spannt SINAI einen Bogen von abstrakten zu praktischen Fragen, von Visionen zu Umsetzungen.

Mehr über das Landschaftsarchitekturbüro SINAI erfahren Sie hier. 

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