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SINAI kuratiert die G+L 11/22

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Das Thema der gastkuratierten Ausgabe ist das „Versus“. Grafik: Ina Bunge
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Das Landschaftsarchitekturbüro SINAI dürfte spätestens seit der BUGA in Heilbronn in ganz Deutschland bekannt sein. Und die nächsten Leuchtturmprojekte sind auch schon in der Mache. Umso mehr freuen wir uns, dass wir das Berliner Büro für die dritte gastkuratierte Ausgabe der Garten + Landschaft gewinnen durften. Das Büro gestaltet die Novemberausgabe 2022. Ein kleiner Einblick.

Der Klimawandel und geänderte Lebensvorstellungen verändern unsere Städte. Viele Jahre galt eine dichte Bebauung, „die klassische Stadt“, mit sowohl engen als auch vollen Gassen als Sinnbild guter Urbanität, als ein Leitbild der Landschaftsarchitektur und Stadtplanung. Angesichts des Klimawandels mit seinen Hitzewellen und Starkregenereignissen scheint das Bild obsolet. Müssen wir uns zugunsten von Versickerungsmulden und Windschneisen von baulicher Dichte verabschieden? Und werden unsere Fassaden hinter grünen Massen verschwinden? Diese Fragen thematisiert das Landschaftsarchitekturbüro SINAI in der diesjährigen gastkuratierten Garten + Landschaft.

Das Redaktionsteam bei SINAI Redaktionsteam (v.l.n.r.: Vera Hertlein-Rieder, Sophie Holz, Lisa Konrad, AW Faust und Leoni Layer), Foto: Z. Zhao, SINAI
Das Redaktionsteam bei SINAI Redaktionsteam (v.l.n.r.: Vera Hertlein-Rieder, Sophie Holz, Lisa Konrad, AW Faust und Leoni Layer), Foto: Z. Zhao, SINAI

Das Berliner Büro ist nach Topotek 1 (2020) und bauchplan ).( (2021) Gastkurator für die Novemberausgabe 2022. Konkret bedeutet dies, dass die Redaktion der G+L zum dritten Mal das Experiment wagt, die inhaltliche Federführung an ein Landschaftsarchitekturbüro zu übergeben. Ein Experiment mit erneutem Erfolg: Denn herausgekommen ist eine Ausgabe mit fünf großen Dialogen zum Wandel der Stadt, die planerische Ambivalenzen unserer Zeit ergründen.

Hierfür sprach SINAI mit Landschaftsarchitekt*innen, Stadtplaner*innen, Architekt*innen und Forschenden über Visionen, Wettbewerbe, Partizipation, Bürokratie und Forschung. Zu Wort kommen Carlo W. Becker (bgmr) und Nils Buschmann (ROBERTNEUNTM), Franz Reschke (FRL) und Steffan Robel (A24 Landschaft), Klaus Overmeyer (Urban Catalyst) und Ulrike Böhm (bbzl), Heiko Sieker (Sieker) und Gerhard Hauber (Henning Larsen) sowie Sandra Lenzholzer (Uni Wageningen) und Alice Labadini (TU München). In den Dialogen sucht SINAI nicht nach Sonntagsbekenntnissen, sondern interessiert sich für Hoffnungen, Frustrationen und Konflikte. Diese sollen Veränderungen mit sich bringen und die Landschaftsarchitektur und Stadtplanung bewegen. Dabei spannt SINAI einen Bogen von abstrakten zu praktischen Fragen, von Visionen zu Umsetzungen.

Mehr über das Landschaftsarchitekturbüro SINAI erfahren Sie hier. 

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Die Zukunft des öffentlichen Verkehrs

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Effizienz durch Technologie und nachhaltige Stadtplanung sind die Zukunft des ÖPNV. Foto von Chris Viel auf Unsplash
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Der öffentliche Verkehr steht an der Schwelle zu einem grundlegenden Wandel. Moderne Technologien wie Digitalisierung und autonome Fahrzeuge versprechen ebenso Effizienzgewinne wie nachhaltige Stadtplanung. Um diesen Fortschritt voranzutreiben, spielen staatliche Investitionen und politische Strategien eine entscheidende Rolle.

Digitalisierung als Motor der Mobilitätswende

Die Digitalisierung revolutioniert den öffentlichen Verkehr auf mehreren Ebenen. Intelligente Verkehrssteuerungssysteme, datenbasierte Prognosen und digitale Plattformen fördern die Effizienz und den Komfort. Smart Mobility-Apps integrieren verschiedene Verkehrsmittel und optimieren Routen in Echtzeit. Die Verbindung von Bus, Bahn, Leihfahrrädern und Sharing-Diensten wird so intuitiver und komfortabler.

Digitale Ticketing-Systeme, wie sie etwa in Skandinavien oder Singapur etabliert sind, erleichtern Fahrten und reduzieren den Bedarf an physischen Verkaufsstellen. In Deutschland arbeitet der ÖPNV an landesweiten Plattformen, die Tarifgrenzen und Verkehrsverbünde harmonisieren sollen. Derartige Entwicklungen steigern nicht nur die Benutzerfreundlichkeit, sondern auch die Effizienz des gesamten Systems.

Autonome Fahrzeuge: Die Revolution auf der Straße

Autonome Busse und Shuttles versprechen neue Möglichkeiten für den öffentlichen Verkehr. In strukturschwachen Regionen oder zu verkehrsarmen Zeiten könnten sie bestehende Linien ergänzen. Projekte wie das autonome Shuttle im Hamburger Hafen oder die autonomen Kleinbusse in Bad Birnbach zeigen, dass diese Technologie auf dem Vormarsch ist.

Besonders relevant ist der Einsatz autonomer Fahrzeuge für die sogenannte „letzte Meile“. In Wohnquartieren oder Gewerbegebieten können sie Fahrgäste flexibel an ihr Ziel bringen und so das Potenzial des öffentlichen Verkehrs erweitern.

Nachhaltige Stadtplanung: Verkehr neu denken

Technologie allein reicht jedoch nicht aus. Nachhaltige Stadtplanung ist unverzichtbar, um den öffentlichen Verkehr effizient und attraktiv zu gestalten. Konzepte wie „15-Minuten-Städte“ oder autofreie Quartiere verlagern die Mobilität von motorisiertem Individualverkehr hin zu Fuß- und Radverkehr sowie öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der gezielte Ausbau von Mobilitätshubs, an denen verschiedene Verkehrsmittel gebündelt werden, kann den ÖPNV stärken. Solche Knotenpunkte erleichtern den Umstieg und verringern Wartezeiten. Gleichzeitig fördert die Aufwertung von Haltestellen durch Begrünung, Beleuchtung und soziale Sicherheit die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs.

Investitionen und politische Weichenstellungen

Der Umbau des öffentlichen Verkehrs hin zu einer digitalen, nachhaltigen Zukunft erfordert gezielte Investitionen. Staatliche Förderprogramme für emissionsfreie Busse, den Ausbau von Radwegen oder die Modernisierung von Bahnhöfen sind essenziell.

Zudem braucht es regulatorische Rahmenbedingungen, die Innovationen begünstigen. Hierzu gehört der zügige Ausbau digitaler Infrastruktur ebenso wie die Anpassung von Verkehrsordnungen an autonome Fahrzeuge und neue Mobilitätskonzepte.

Fazit: Synergien nutzen für die Mobilität der Zukunft

Die Zukunft des öffentlichen Verkehrs liegt in der intelligenten Verbindung von Digitalisierung, nachhaltiger Stadtplanung und politischen Weichenstellungen. Nur wenn diese Bereiche ineinandergreifen, kann der ÖPNV zu einer echten Alternative zum motorisierten Individualverkehr werden. Smart Mobility, die Integration autonomer Fahrzeuge und die gezielte Förderung nachhaltiger Städte bilden das Fundament für eine umweltfreundliche und zukunftsfähige Mobilität.

 

Mehr zur Kampagne Move to Improve hier. 

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Gärten der Welt – Lanzarote

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auch Schwiegermutterstuhl genannt
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Arte zeigt gerade die sehenswerte Dokumentationsreihe „Erstaunliche Gärten“, die außergewöhnliche Gärten weltweit porträtiert. Die Serie stellt unter anderem Projekte aus Deutschland, Mexiko oder China vor. Diese Woche zeigt die Dokureihe ein Beispiel in Lanzarote.

Ein Amphitheater aus Kakteen

Im Atlantischen Ozean liegen die sieben Kanarischen Inseln. Eine davon ist Lanzarote. Auf der 800 Quadratkilometer großen Vulkaninsel weht das ganze Jahr über ein kalter Wind: der Passatwind. Gleichzeitig ist Lanzarote die Trockenste der Kanarischen Inseln. Bei diesen Wetterbedingungen ist es erstaunlich, dass überhaupt ein Garten auf der Insel entstanden ist. Der Jardín de Cactus  erstreckt sich in Rot, Grün und Schwarz zwischen Felsen und Kratern auf der trockenen Insel. Er hebt eine der widerstandsfähigsten Pflanzen überhaupt hervor, die einzige, die in solch einem Klima überleben kann: der Kaktus.

Hunderte Kaktusarten hat der einheimische Künstler und Naturliebhaber César Manrique in seinem letzten Werk auf Terrassen angeordnet. Die Kakteen kommen aus Amerika, Afrika und Ozeanien. Die Terrassen gleichen einem 24 Hektar großen Amphitheater aus Stein. Der Garten zeigt die einzigartige Ästhetik des Künstlers und würdigt die spröde Natur Lanzarotes.

Alle Bilder: © Cinetévé

Die Folge ist vom 6. Oktober bis 13. Oktober 2018 online auf arte.tv zu sehen.

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