Stadt am Fluss

Als „Stadt am Fluss“ möchte sich Heilbronn aus der Mitte heraus erneuern. Dafür nutzt die Stadt im Rahmen der BUGA 2019 eine 40 Hektar große innerstädtische Brache und entwickelt auf dieser ein modellhaftes Wohnquartier. Das Freiraumkonzept ist dabei wesentlicher Bestandteil, es vereint die Sehnsüchte des Menschen nach Stadt- und Naturerleben auf engstem Raum. Ein Projekt in Bildern.

Ein Naturraum für Heilbronn

Zusammen mit dem Stadtplanerbüro Machleidt gewann sinai im Jahr 2011 den Realisierungswettbewerb für die diesjährige Bundesgartenschau in Heilbronn. Diese dient der Stadt als Werkzeug, um das aus dem Bewusstsein der Bürger verschwundene, von Barrieren und Brachen geprägte Areal inmitten der Innenstadt als Modell des künftigen Städtebaus für künftig 3 500 Bewohner zu entwickeln. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesgartenschauen findet in Heilbronn eine sogenannte Stadtausstellung im Herzen des Geländes statt. Als eine Art Bauausstellung innerhalb der Gartenschau sind bereits 22 fünf- bis neun-geschossige Gebäude auf drei Baufeldern fertiggestellt und bewohnt. Jedes Baufeld hat sein eigenes Motto: Kinder, Inklusion oder Vielfalt. Mithilfe der auf einer Insel zwischen Neckarkanal und Altneckar angelegten Bundesgartenschau soll sich das künftige Stadtquartier Neckarbogen vom Unort zum Sehnsuchtsort der Heilbronner wandeln. Ziel war es laut Oliver Toellner, Leiter der Planung und Ausstellungskonzeption bei der Bundesgartenschau-Gesellschaft, ein landschaftliches Kontinuum herzustellen, das die Heilbronner wieder als Erholungs- und Naturraum wahrnehmen und nutzen können. Um das zu ermöglichen, musste die Stadt jedoch erst einmal etwa 150 Millionen Euro in die Beseitigung von industriellen Altlasten und verbliebenen Kampfmitteln aus dem Krieg, die Verlegung eines Teilstücks der Bundesstraße 39mit 30 000 Fahrzeugbewegungen pro Tag, die Verlängerung einer Brücke und viele andere flankierende Maßnahmen stecken.

Die Ruhe vor dem Sturm

Mittlerweile sind drei der Bauabschnitte fertiggestellt. Die ersten 700 Anwohner haben ihre bereits Wohnung bezogen. Aktuell ist es noch ruhig im Gebiet, doch ab dem 17. April 2019 wird das Wohnumfeld für ein halbes Jahre eine touristische Attraktion werden.

Den gesamten Beitrag finden Sie in der Aprilausgabe 2019 der G+L.