Das Studium Stadtplanung wird unter anderem von der Universität Stuttgart angeboten. (Foto: Max Böttinger / Unsplash)

Der Studiengang Stadtplanung der Universität Stuttgart ist besonders bekannt. (Foto: Max Böttinger / Unsplash)

Aufbau und Ziel des Stadtplanungsstudiums

Wie wird man eigentlich Stadtplaner*in? Hier lesen Sie, wie ein Stadtplanungsstudium aufgebaut ist, welche Themen zu erwarten sind, was Studierende vor der Bewerbung wissen sollten und wo in Deutschland und Europa man Stadtplanung studieren kann.

Die Stadtplanung ist damit befasst, nachhaltige und zukunftsfähige Modelle für das Zusammenleben in Städten zu entwickeln. Anders als in der Architektur geht es hier nicht um die Gestaltung einzelner Gebäude, sondern um ganze Stadtteile oder Städte, die nach bestimmten Vorgaben entworfen und gestaltet werden. Stadtplaner*innen müssen gesellschaftliche, ökologische und rechtliche Aspekte in ihre Vorschläge einbeziehen und zudem Grundlagen von Nachbardisziplinen wie Architektur, Landschaftsarchitektur und Bautechnik kennen.

Im Stadtplanung Studium geht es um theoretisches und praktisches Wissen rund um Planungsvisionen. Studierende lernen die Rahmenbedingungen von Städtebau, Stadtplanung und Stadtentwicklung kennen und erhalten eine Einführung in die Methodik für Planen und Entwerfen. Aber auch die urbane Kulturgeschichte sowie rechtliche Grundlagen und computergestütztes Planen mit CAD-Software gehören zum Lehrplan.

Darüber hinaus enthält das Studium Grundlagen der sozialwissenschaftlichen Forschung und wirtschaftlicher Ansätze. Verkehrsplanung und die Leitlinien nachhaltiger Stadtentwicklung sind ebenso wichtig, um mit komplexen Stadtprozessen umgehen zu können.

Vor dem Studium ist ein Praktikum im Bereich der Stadtplanung empfehlenswert und während des Studiums ist es sogar Pflicht. Dabei können Studierende auch in verwandten Fächern wie Verkehrsplanung, Bauingenieurwesen, Soziologie, Statistik, Vermessungswesen oder Umweltwissenschaften Erfahrungen sammeln. Das Bachelorstudium dauert sechs bis acht Semester und das Masterstudium vier Semester.

Themen der Stadtplanung

Der Fokus des Studiums der Stadtplanung ist das Planen und Entwerfen von Städten. Dafür lernen Studierende, wie sie perspektivisch zeichnen können, wie sie mit unterstützenden Computerprogrammen arbeiten und wie eigene Pläne entwickelt und präsentiert werden sollten. Je nach Universität und individuellem Interessensschwerpunkt ist es dabei möglich, sich auf bestimmte Aspekte der Stadt zu konzentrieren.

Immer mehr Studiengänge im Bereich der Stadtplanung bieten Themen wie „lebenswerte Stadt“, „grüne Stadt“, „resiliente Stadt“ oder „intelligente Stadt“ an. Da es sich um ein sehr zukunftsfähiges Studium handelt, sind Studierende gut damit beraten, sich einen interessanten und relevanten Schwerpunkt auszusuchen.

Zudem ist es wichtig, sich schon früh mit Expert*innen des gewählten Schwerpunkts zu vernetzen. Dies geht über professionelle Netzwerke wie LinkedIn, aber auch durch den Besuch von Konferenzen und Workshops. Viele praktizierende Stadtplaner*innen sind gern bereit, sich als Mentor*in zu versuchen und Studierenden so Einblicke in die Praxis, wertvolle Tipps und Kontakte zu verschaffen.

Das sollten Studierende wissen

Die Zulassung zu einem Stadtplanungsstudium ist an manchen Hochschulen durch einen Numerus Clausus beschränkt. Auch andere Voraussetzungen wie etwa besonders gute Noten in den Schulfächern Mathematik, Sozialkunde und Politik oder ein relevantes Praktikum sind manchmal Teil der Bewerbungsbedingungen.

Wer ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und zeichnerische sowie planerische Ideen mitbringt, ist bereits gut vorbereitet. Kenntnisse in Fächern wie Biologie und Chemie helfen vor allem bei ökologischen Fragestellungen in der Stadtplanung, während Mathematik und Physik für das technische, ingenieurwissenschaftliche Arbeiten eine gute Grundlage bieten.

Studierende sollten gute Englischkenntnisse mitbringen und ein Interesse an Informatik haben. Denn Tabellenkalkulationen, CAD-Softwares und Grafikprogramme gehören in der Stadtplanung ebenso zum Lehrplan wie philosophisch-historische Texte und natürlich Stadtpläne.

Während des Studiums sollten sich Studierende auf verschiedene Projekt- und Gruppenarbeiten, Praxisphasen und Exkursionen einstellen. Dabei ist Flexibilität gefragt. Insbesondere während der praktischen Übungen werden wichtige „soft skills“ geübt, die später im Arbeitsalltag eine zentrale Rolle spielen werden.

Stadtplanung in Deutschland studieren

Viele Universitäten in Deutschland bietet das Studium der Stadtplanung an. Manchmal trägt es den Titel „Raumplanung“ und auch Spezialitäten wie „Stadt- und Umweltplanung“, „Urban Design“ und verwandte Begriffe sind verbreitet. Das Bachelor-Studium befasst sich mit den Grundlagen der Stadtplanung. Dabei können Studierende wählen, ob sie eher in Richtung technisches Zeichnen, Architektur, Verwaltung oder Umwelt ihren Schwerpunkt setzen möchten.

Die folgenden Universitäten in Deutschland bieten besonders bekannte Stadtplanungs-Studiengänge an:

Über 20 Hochschulen hierzulande bieten diese und ähnliche Studiengänge an. Je nach gewünschtem Schwerpunkt können Interessierte auch nach Schlagwörtern wie Landschaftsplanung, Naturschutzplanung, Regionalplanung oder Städtebau suchen. Nachhaltigkeits- und Umweltstudien legen ebenfalls vermehrt einen Schwerpunkt auf die Stadtplanung.

Die Master-Studiengänge für Stadtplanung in Deutschland werden vermehrt auf Englisch angeboten. Daher ist hier eine gute Mischung an deutschen und internationalen Studierenden und globalen Themen zu erwarten, was eine spannende Ergänzung zum Bachelor-Studium bietet. Viele Universitäten akzeptieren Master-Studierende, die einen Bachelor in verwandten Themen wie etwa Politik- und Sozialwissenschaft, Architektur oder Ingenieurswissenschaften haben.

Stadtplanung in Europa studieren

Auch in anderen europäischen Ländern ist das Studium der Stadtplanung verbreitet. In Großbritannien ist es als „town planning“, in den meisten anderen Ländern als „urban planning“ bekannt. Interessierte sollten beachten, dass insbesondere in Bachelor-Studiengängen viel lokales Wissen zum jeweiligen Land vermittelt wird.

Besonders die Auswahl an Masterstudiengängen für das Stadtplanung Studium ist in anderen Ländern sehr interessant. So kann man zum Beispiel an der University of Manchester „Global Urban Development and Planning“ studieren. Die Science Po in Paris bietet den Studiengang „Governing Ecological Transitions in European Cities“ an und in Stockholm gibt es den Master „Transport and Geoinformation Technology“.

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Eingang zur ehemaligen Reese-Kaserne in Augsburg.
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Für die verbleibenden Flächen der Reese-Kaserne lobte die Stadt Augsburg einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb aus. Nun steht der Wettbewerbsgewinner fest. Anerkennungen erhielten unter anderem Treibhaus, bauchplan ).( und Lohrer Hochrhein Landschaftsarchitekten. Wer den ersten Preis machte, lesen Sie hier.

Neue Wohnungen auf dem Areal der Reese-Kaserne

Die Reese-Kaserne im Augsburger Stadtteil Kriegshaber ist eine ehemalige Militärunterkunft der Wehrmacht. Sie wurde nach einer Zwischennutzung durch die US-amerikanischen Streitkräfte in der Zeit zwischen 1995 und 1998 an die heutige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zurückgegeben. 42 Hektar ist das Gelände groß, auf dem sich mit den Jahren neben Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben ansiedelte. Ebenso fand hier eine breite Künstler*innen- und Musiker*innen-Szene mit dem Namen „Kulturpark West“ ihr zuhause.

Der Kulturpark West ist schließlich mittlerweile fast vollständig auf das Areal des Augsburger Gaswerks umgezogen. Auf dem Gelände der ehemaligen Reese-Kaserne entstand ebenfalls zeitgleich der rund 16 Hektar große Reesepark, der mittlerweile ein beliebtes Naherholungsziel ist. Doch auch neue Wohnflächen sollen künftig auf dem Gebiet entstehen. Um neun Hektar im Osten des Kasernenareals geht es aktuell. Hier möchte die Stadt ein neues Quartier schaffen, zukunftsfähig und in der Lage kurzfristigem Wohnungsmangel abhelfen.

Jury angetan von der Körnung der Baustrukturen

Den ersten Preis des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs der Stadt Augsburg zur betreffenden Fläche verlieh das Preisgericht im Oktober diesen Jahres an den Entwurf des Tübinger Büros Hähnig + Gemmeke Architekten. Der Entwurf sieht als Kernensemble vier Wohnblöcke vor, die jeweils über einen Innenhof verfügen. Die Wohnblöcke gruppieren sich dabei um einen zentralen, „grünes Herz“ genannten Mobilitätshub mit gemeinschaftlicher Grünfläche, Marktpavillon, Fahrradstation und Quartiersgarage.

Entlang der Nord-Süd-Achse des Areals der ehemaligen Reese-Kaserne wird sich laut den nun veröffentlichten Plänen eine Verbindungsachse durch einen weitläufigen Park ziehen. Besonders angetan zeigte sich die Jury in ihrer Begründung von der Körnung der Baustrukturen der geplanten Wohnblöcke. Ihre Vielzahl an einerseits Typologien und andererseits Gebäudetiefen ermögliche ein differenziertes Wohnangebot und darüber hinaus eine klare Adressbildung. Ein weiteres Highlight der Jury war zudem der Marktpavillon, der als grüne, geschützte Freifläche ganzjährig nutzbar sein wird.

Mehr Informationen zum Umbau des Areals der Reese-Kaserne finden Sie auf der offiziellen Webseite von Augsburg.

In dem Zusammenhang auch interessant: Was der Begriff „Konversion“ in der Stadtplanung beschreibt sowie die bekanntesten Beispiele gelungener Konversion, erfahren Sie bei uns.

Landesgartenschau Bad Dürrenberg 2024: Salzkristall & Blütenzauber

Die Installationen der Landesgartenschau Bad Dürrenberg 2024 erinnern an Salz, das jahrhundertelang das wichtigste Exportgut der Stadt in Sachsen-Anhalt war. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH
Die Installationen der Landesgartenschau Bad Dürrenberg 2024 erinnern an Salz, das jahrhundertelang das wichtigste Exportgut der Stadt in Sachsen-Anhalt war. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH

In der Solestadt Bad Dürrenberg findet in diesem Jahr die Landesgartenschau statt. Rehwaldt Landschaftsarchitekten haben den Wettbewerb zur Gestaltung des Gartenschaugeländes gewonnen. Mehr über den historischen Kurpark und das Rückgrat der Anlage für die Landesgartenschau Bad Dürrenberg.

Der historische Kurpark von Bad Dürrenberg liegt über dem Saaletal und stellt den Schauplatz der fünften Landesgartenschau von Sachsen-Anhalt dar. Die historische Gradieranlange der Stadt stellt das Rückgrat der Gartenschau dar. Dabei handelt es sich um das längste zusammenhängende und noch funktionsfähige Gradierwerk Europas. Es verwundert nicht, dass die Landesgartenschau Bad Dürrenberg 2024 ganz im Zeichen des Salzes und der Salzgewinnung steht. Zum Beispiel gibt es eine Salzlandschaft, eine Gradenbank, weiße Möbel und heilsamen Sole-Nebel, der das Gelände durchzieht.

Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden haben den Wettbewerb zur Gestaltung des Geländes schon im Jahr 2018 gewonnen. Sie haben den historischen Park und die angrenzenden Saalehänge im Rahmen der Gartenschau zu einem modernen, offenen und einladenden Erholungsraum umgestaltet. Dafür haben sie historische Anlagen saniert und um zeitgenössische Elemente ergänzt. Die Landesgartenschau Bad Dürrenberg ist vom 19. April bis zum 13. Oktober 2024 unter dem Motto „Salzkristall & Blütenzauber“ zugänglich. Tageskarten kosten 19 Euro pro Person.

Auf dem Weg zur grünen Solestadt

Wie viele andere Landesgartenschauen war auch die in Sachsen-Anhalt ursprünglich für 2022 angesetzt. Aufgrund der Pandemie wurde sie jedoch um zwei Jahre verschoben. Die Wettbewerbsgewinner Rehwaldt Landschaftsarchitekten entwickelten den historischen Kurpark für die Landesgartenschau Bad Dürrenberg als vielfältige Anlage weiter. Dabei wollten sie einerseits die historischen Anlagen wieder in Wert setzen und andererseits auch zeitgenössische Gartenräume integrieren.

Die Stadt erhofft sich durch das Großereignis einen positiven Einfluss auf ihr Image. Die Maßnahmen sollten unter anderem dazu beitragen, Bad Dürrenberg als „grüne Solestadt“ zu positionieren und sie als Wohn- und Lebensort zu präsentieren. So soll eine langfristig attraktive Entwicklung möglich sein.

Bad Dürrenberg liegt direkt an der Saale in der geschichtsträchtigen Region Saale-Unstrut. Halle, Leipzig und Naumburg sind die nächsten Großstädte und bieten gute Anbindungen. Salz prägt als „weißes Gold“ bis heute die Geschichte der Solestadt, die ein staatlich anerkannter Erholungsort mit staatlich anerkannter Heilquelle ist.

In der temporären Blumenhalle sind von April bis Oktober 2024 viele prächtige Blüten zu bewundern. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH
In der temporären Blumenhalle sind von April bis Oktober 2024 viele prächtige Blüten zu bewundern. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH

Imposantes Gradierwerk als Rückgrat der Gartenschau

Das Gelände der Landesgartenschau Bad Dürrenberg erstreckt sich über den historischen Kurpark der Stadt, den Saalehang und bis hinunter zur Flussaue, wo die alte Tradition des Obst- und Weinbaus wiederbelebt wurde. Die Fläche beträgt etwa 15,3 Hektar und Rehwaldt Landschaftsarchitekten stellten das Projekt 2024, rechtzeitig vor Beginn der Gartenschau fertig. Bauherrin war die Solestadt Bad Dürrenberg.

Besuchende können am Platz am Kohlebahntunnel verweilen, der nun zu einem multifunktionalen Stadtplatz geworden ist. Er bietet ein schattiges Gehölzdach, Sitzmöglichkeiten und Gastronomie sowie einen integrierten Informationspunkt zur Geschichte der Kohlebahn.

Von dort ist es nicht weit zum nördlichen Entree am Borlachplatz, der einen großzügigen Auftakt für die Landesgartenschau Bad Dürrenberg bieten soll. Ein Holzdeck bietet Schatten für alle, die am Haupteingang warten. Es folgt eine große Rasenfläche, die den Blick zum Borlachplatz mit seinen grünen und steinernen Zonen eröffnet. Das Gradierwerk dient als gestalterisches Motiv und als Identitätsstifter auf dem Platz. Mit seinen 636 Metern Länge und 12 Metern Höhe ist es ein imposantes Bauwerk, das als Rückgrat für einzelne Teilbereiche dient: Entree, Verbindung zur Rathausvorfläche, Verweilfläche mit Holzdeck und weitere Rasenfläche.

Die historische Gradieranlage von Bad Dürrenberg ist während der Landesgartenschau stets ein Motiv.  Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH
Die historische Gradieranlage von Bad Dürrenberg ist während der Landesgartenschau stets ein Motiv. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH

Historische Kulturlandschaft an der Saale

Der Kurpark ist zu einer vielfältigen Anlage geworden und besitzt nun auch zeitgenössische Gartenräume, die über die Landesgartenschau hinaus wertvoll für die Stadt sein werden. Zugleich haben Rehwaldt Landschaftsarchitekten Wert darauf gelegt, historische Anlagen wie das Palmenhaus zu erhalten. Dort ist ein multifunktionalier Raum entstanden, der als Veranstaltungsort sowie als Präsentationsfläche für besondere Pflanzen dient. Die temporäre Blumenhalle steht während der Gartenschau neben dem sehr beliebten Palmen- und Vogelhaus.

Auch im nördlichen Kurpark sind die historischen Gartenstruktur nach wie vor vorhanden und wurden denkmalgerecht weiterentwickelt. Die wegebegleitenden Rabatten präsentieren verschiedene Pflanzthemen und neben dem Spielplatz gibt es ein Wasserparterre. Dieser hybride Gartenplatz bietet Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten.

In der Zone der Beamtengärten befinden sich die Themengärten mit integrierter Bühnenanlage. Dieser vielfältige Bereich ist bei der Landesgartenschau Bad Dürrenberg besonders beliebt. Und im Süden des Kurparks gibt es Sitzanlagen sowie das „Gradengrüst“, einen räumlichen Abschluss und Höhepunkt am südlichen Ende des historischen Gradierwerkes, das an die frühere Ausdehnung der Anlage erinnert.

Die Landesgartenschau zieht sich bis zum Saalehang herunter, wo eine historische Kulturlandschaft mit Gutsgärten, neu aufgerebten Weinterrassen und Obsthainen zu sehen ist. Das Café am Amtsberg ist ein neuer Anziehungspunkt. Zudem ist das Wasser dank Bade- und Gondelsteg und Holzstegen entlang des Saaleweges leichter zu erreichen.

Eine neue Wasserfläche wertet den Kurpark auf und bietet Platz für Spiel und Erholung. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH
Eine neue Wasserfläche wertet den Kurpark auf und bietet Platz für Spiel und Erholung. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH

Solefest und Landesgartenschau in Bad Dürrenberg

Das Preisgericht entschied sich für den Vorschlag von Rehwaldt Landschaftsarchitekten, da sich die Arbeit stark am Vorhandenen orientierte und so die Denkmalpflege wertschätzt. Kurpark und Waldgarten wurden beinahe gänzlich in ihrer Struktur belassen oder behutsam erneuert. Zudem betonte die Jury den großzügigen Eingang, die breite Promenade entlang des Hauptbauwerks, den freien, steinernen Borlachplatz und die Freifläche am Palmenhaus. Der Natur- und Artenschutz am Saalehang war ein weiterer Grund für die Entscheidung.

Noch bis Oktober ist die Landesgartenschau Bad Dürrenberg zu bewundern. Wer mehr über die Geschichte der Solestadt lernen möchte, kann den Borlachturm mit seinem Museum besuchen. Bis 1963 wurde in Bad Dürrenberg noch Salz hergestellt. Jedes Jahr im Juni feiert die Stadt die Erschließung der Solequelle durch Johann Gottfried Borlach im Jahr 1763 – dieses Jahr dürfte es dank der Landesgartenschau ein besonders ausgelassenes Fest werden.

Weiterlesen: Alle Landesgartenschauen 2024 im Überblick.