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Tag der Städtebauförderung – „Garath 2.0“ in Düsseldorf

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Am 13. Mai 2023 feiern Städte und Gemeinden in Deutschland den Tag der Städtebauförderung. Abbildung: © Begleitagentur für den Tag der Städtebauförderung 2023
Tag der Städtebauförderung, Abbildung: © Begleitagentur für den Tag der Städtebauförderung 2023
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Am 13. Mai 2023 feiern 565 Städte und Gemeinden in Deutschland den Tag der Städtebauförderung. Auch die Landeshauptstadt Düsseldorf ist dabei: Im Fokus steht das Stadtteilprojekt „Garath 2.0“.

Städtebauförderung – Was ist das eigentlich?

Die Städtebauförderung ist eines der wichtigsten Instrumente zur Stadtentwicklung. Seit 1971 unterstützt sie als gemeinschaftliche Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen die Städte und Gemeinden. In diesen wirken sich immer neue Herausforderungen auf das (Zusammen-)Leben aus, zum Beispiel Klimaschutz und Anpassung an den fortschreitenden Klimawandel, demografischer Wandel, Digitalisierung, Strukturveränderungen, städtebauliche Identität oder das soziale Miteinander. An dieser Stelle kommt die Städtebauförderung ins Spiel. Sie unterstützt Städte und Gemeinden beim Bewältigen dieser Herausforderungen und hilft dabei, nachhaltige Lösungen zu finden, ein attraktives Lebensumfeld zu schaffen und Quartiere insgesamt zu stärken. Kommunen erhalten dazu Finanzhilfen von Bund und Ländern, welche sie um eigene Haushaltsmittel ergänzen. Bund, Länder und Kommunen beteiligen sich jeweils zu etwa einem Drittel.

 

© Begleitagentur für den Tag der Städtebauförderung 2023
© Begleitagentur für den Tag der Städtebauförderung 2023

Der Tag der Städtebauförderung

Auch beim Tag der Städtebauförderung beteiligen sich Bund und Länder, gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund. Seit 2015 soll der Tag allen Kommunen ein Forum bieten, Leistungen, Erfolge und Projekte der Städtebauförderung der Öffentlichkeit vorzustellen und gebührend zu feiern. Dabei soll vor allem das Engagement der Kommunen, ihrer Partner*innen und Bewohner*innen gewürdigt werden.

Unter dem Motto „Wir im Quartier“ werden deutsche Städte und Gemeinden einen Tag lang zur gemeinschaftlichen Bühne. „Gemeinschaftlich“ ist der wohl wichtigste Aspekt: Die Beteiligung von Bürger*innen ist nicht nur essentiell für die Stadtentwicklung, sondern mittlerweile auch eine Fördervoraussetzung für alle Programme. Schließlich kennen Bewohner*innen ihre Quartiere am allerbesten.

Am Tag der Städtebauförderung wird diese direkt erlebbar gemacht: Es gibt zahlreiche Veranstaltungen wie Stadtrallyes, Baustellenbegehungen, Ausstellungen, Workshops oder Tage der offenen Tür. Daneben sind aber auch digitale Formate möglich, die zeigen, was die Städtebauförderung für kommunale Entwicklung bewirkt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

© Begleitagentur für den Tag der Städtebauförderung 2023
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Garath 2.0 – Den Wandel gestalten

Im Düsseldorfer Stadtteil Garath ist das eine ganze Menge. Im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ soll das Projekt „Garath 2.0 – Den Wandel gestalten“ den Stadtteil für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig machen. Bereits 2018 hat die Stadt mit den ersten Maßnahmen begonnen. Auf Basis der Beteiligung von Bewohner*innen und einer allgemeinen Analyse konnte Handlungsbedarf in sechs Feldern bestimmt werden:

  1. Garather Zentren und Nahversorgung
  2. Wohnen
  3. Architektur und Gestaltung
  4. Bildung und Beschäftigung, Kultur und Freizeit
  5. Begegnung und Kommunikation
  6. Quartiersmanagement und Beteiligung

Zwischenevaluation Garath 2.0

Bei einer Zwischenevaluation zwischen August 2020 und Februar 2021 haben das Planungsbüro StadtRaumKonzept und das Institut für Raumforschung und Immobilienwirtschaft unter Beteiligung von Fachämtern und relevanten Garather Akteuren die bisherige Zielerreichung überprüft. Dies war einerseits eine Vorgabe des Fördermittelgebers, andererseits half die Evaluation dabei, Empfehlungen für weitere Vorgehensweisen und Handlungsfelder zu geben.

© Begleitagentur für den Tag der Städtebauförderung 2023
© Begleitagentur für den Tag der Städtebauförderung 2023

Städtebauförderung für Frei- und Wohnräume

Insgesamt sollen vor allem Freiräume und Wohnraum attraktiv und zukunftsfähig gemacht werden. Vor allem durch Umbau- und Umgestaltungsprojekte von Grün- und Spielflächen sollen Freiraumqualitäten erhöht werden. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Aufwertung von Kinderspielplätzen. Diese bilden nicht nur wichtige Orte für Spiel und Sport, sondern auch für Begegnung und sozialen Zusammenhalt. Deswegen werden insgesamt fünf Spielplätze mit verschiedenen Themen neugestaltet. Auch das Straßenbegleitgrün soll ökologisch erneuert werden. Eine vielfältigere, neuen Einsaat verbessert dabei die bestehende, artenarme Grünstruktur. Dieses Vorgehen wertet auch das Erscheinungsbild der Straßen insgesamt auf. Des Weiteren fördert die Landeshauptstadt Düsseldorf auch die Neu- und Umgestaltung von halböffentlichen Grünflächen, die Aufwertung von Fassaden und die Begrünung von Dachflächen.

Währenddessen stellt sich die Frage, wo und wie neuer – und dringend benötigter –Wohnraum integriert werden kann. In Garath gibt es dafür nur sehr geringen Spielraum, deswegen soll jedes Potenzial sinnvoll ausgenutzt werden.

Beteiligung als wichtigstes Element

Fast schon am wichtigsten, vor allem für den Tag der Städtebauförderung, ist aber der Beteiligungsprozess. Zahlreiche Bewohner*innen haben aktiv am Konzept mitgewirkt und dadurch mitbestimmt, in welche Projekte investiert werden soll. In drei prozessbegleitenden Workshops haben Teilnehmende zusammen konkrete Gestaltungs- und Nutzungsvorschläge erarbeitet. Im zweiten Workshop waren auch Kinder und Jugendliche eingeladen, ihre Vorschläge in den Prozess einzubringen. Die Ergebnisse sind mit in das Gesamtkonzept eingeflossen.

Auch für den Tag der Städtebauförderung haben Kinder und Jugendliche etwas vorbereitet: Schüler*innen der Alfred-Herrhausen-Schule und der Gesamtschule Stettinger Straße haben zusammen mit einer Designerin und einem Designer Entwürfe zur Gestaltung der Mauern im Zentrum erarbeitet.

Weiterlesen: Auch in München soll ein Quartier mithilfe seiner Bewohner*innen verbessert werden. Alles zum „Quartier/Tag des Guten Lebens“ hier.

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Wir sind Fachmedium des Jahres!

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Die Garten + Landschaft ist Fachmedium des Jahres 2017. Das verkündete die Jury auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt am 17. Mai 2017.

Wissen vermitteln, den Horizont erweitern, Perspektiven bieten und Emotionen wecken – mit Tiefgang, einem modernen Layout und dem Anspruch auf Aktualität. Das muss eine gute Fachzeitschrift können. Und wir haben es jetzt schwarz auf weiß: so ein Medium ist die Garten + Landschaft. Gestern wurden wir auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt als beste Fachzeitschrift des Jahres (bis 1 Mio. Umsatz) ausgezeichnet.

Für journalistische Qualität ausgezeichnet

Die Jury war sich einig: „Die Garten + Landschaft versteht es, den Fachzeitschriftenleser auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Der Titel besticht durch ein großzügiges und opulentes Layout, ohne an Sachlichkeit zu verlieren. Typo und Bilder werden vorbildlich eingesetzt“. Sehr gut gefallen haben der Jury auch die strukturierte Leserführung, die vielfältigen Stilformen und die Rubrik „Snapshots“.

Die Garten + Landschaft befindet sich in guter Gesellschaft. Auch die anderen Preisträger überzeugten die Jury von ihrer journalistischen Qualität: Ausgezeichnet wurden unter anderem die Deutsche Apotheker Zeitung, Miss & Mister Handwerk, DeviceMed, Si und die Website Hofheld vom Deutschen Landwirtschaftsverlag.

Zur Hauptjury gehörten Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse, Wolfgang Beisler, stellvertretender Sprecher der Deutschen Fachpresse und Geschäftsführer des Carl Hanser Verlags, Jörg Dambacher, geschäftsführender Gesellschafter der RTS Rieger Team Werbeagentur, Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Leiter des Studiengangs „Fachjournalismus mit Schwerpunkt Technik“ an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vogel Business Media und Hans Scheider, Mitgesellschafter der diemedia GmbH.

Hier geht’s zum Probeabo der Garten + Landschaft.

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Disney Dorf – tausend Wohneinheiten mit Micky Maus

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das soll bald in den Disney Storyliving Communities möglich sein. (Foto: Capricorn song / Unsplash)
das soll bald in den Disney Storyliving Communities möglich sein. (Foto: Capricorn song / Unsplash)

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Disney für Erwachsene

Zwei Stunden von Los Angeles entfernt möchte der Disney-Konzern ein erstes Dorf mit tausend Wohneinheiten bauen. Das Micky-Maus Dorf soll dabei den typischen Disneycharme versprühen und junge Menschen, Tourist*innen, aber vor allem auch Senior*innen anziehen. Alles zu dem Projekt – das nur das erste von vielen sein soll – lesen Sie hier.

Im Februar 2022 kündigte Disney „Storyliving“ an: Nachbarschaften oder Communities, die es Fans ermöglichen sollen, „nach neuen Wegen zu suchen, um Disney zu einem größeren Teil ihres Lebens zu machen“. Bei diesen neuen Wohngebieten in ganz Amerika handelt es sich um per Masterplan entworfene Communities, die sich durch „einzigartig gestaltete Räume, einzigartige Annehmlichkeiten und Disneys weltberühmten Service“ auszeichnen werden. Der erste Standort des Disney Dorf wird in Rancho Mirage, Kalifornien, sein. Dies ist der Ort, an dem der Firmengründer Walt Disney einst lebte.

Josh D’Amaro, Leiter von Disneys Abteilung für Parks, Erlebnisse und Produkte, sagte, es sei nur logisch, Nachbarschaften im Stil eines Themenparks zu schaffen: „Seit fast hundert Jahren hat Disney mit seinen Geschichten und Figuren die Herzen der Menschen überall berührt“, sagte er. „Während wir uns auf das nächste Jahrhundert unseres Bestehens vorbereiten, wollen wir neue und aufregende Angebote entwickeln, um die Magie von Disney zu den Menschen zu bringen – indem wir Geschichten in echtes Leben verwandeln.“

Das erste Disney Dorf

Erste Renderings der Storyliving Communities zeigen Orte, die sehr idyllisch und urlaubsähnlich aussehen. Die deutsche Zeitung „Der Spiegel“ hat sie als „ewige Kreuzfahrten“ und „echte Märchenwelten“ beschrieben. Den Bewohner*innen werden zahlreiche Aktivitäten wie Yoga- und Kochkurse sowie ein vielfältiges Wellness-Angebot geboten.

Die Zielgruppe für die Storyliving Communities sind erwachsene Disney-Fans, die eine harmonische Disneyland-Atmosphäre suchen. Diejenigen, die 55 Jahre und älter sind, haben eine starke Bindung zu Disney und blicken auf ältere Filme und erste Besuche in den Disneyland-Parks zurück. Der erste Park eröffnete im Juli 1955 in Anaheim, Kalifornien. Im Oktober 1971 folgte Disney World in Bay Lake, Orlando.

Im Jahr 1996 gründete die Walt Disney Company die Stadt Celebration in Florida, eine Nachbarschaft im Osceola County. Celebration zeichnet sich durch begehbare Straßen, zahlreiche Parks in der Nachbarschaft, günstige Einkaufsmöglichkeiten und traditionelle Wohnformen aus. Sie ist ein Beispiel für den „New Urbanism“, der zeigt, wie die Häuser früher aussahen. Die Stadt befindet sich zwar nicht auf dem Disney-Resort selbst, liegt aber in der Nähe des Parks. Die ersten Häuser wurden von Disneyland-Fans bei einer Tombola gewonnen. Heute befinden sich die Grundstücke von Celebration jedoch alle in Privatbesitz.

Erster Spatenstich im April 2022

Disneys erste Storyliving Community in Rancho Mirage wird den Namen Cotino tragen. Der erste Spatenstich fürs Disney Dorf ist für den 26. April 2022 im Rahmen einer privaten Zeremonie geplant. Das Gelände wird derzeit planiert, was bis zu zwölf Monate dauern kann.

Cotino soll eine Wohnsiedlung, eine 24 Hektar große, schwimmfähige Lagune und ein Resort-Hotel umfassen. Die Wohnmöglichkeiten werden voraussichtlich aus Anwesen, Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern bestehen. Sie sind um eine große Oase mit künstlichen Stränden angeordnet. Die Storyliving Community wird als Gemeindeverband organisiert sein, der von Disney-Mitarbeiter*innen geleitet wird. In der Storyliving Community sollen das ganze Jahr über Veranstaltungen und Unterhaltungsprogramme zum Thema Disney stattfinden.

Gabe Codding, Stadtsprecher von Rancho Mirage, sagte, dass es noch keine Baugenehmigung für Cotino gibt. Dies bedeutet, dass der Bau lange dauern könnte. Der Bebauungsplan für das Grundstück ist zwar bereits genehmigt, doch muss die Gemeinde noch ein Antrags- und Genehmigungsverfahren durchlaufen. Dazu gehören Präsentationen vor dem Architectural Review Board der Stadt, der Planungskommission und dem Stadtrat. Dabei müssen sowohl die Meinungen der Öffentlichkeit als auch die von Fachleuten vorgebrachten Überlegungen und Fragen berücksichtigt werden.

Disney kündigt an, überall in den Vereinigten Staaten Storyliving Communities zu errichten. Es wird jedoch noch einige Jahre dauern, bis die ersten Märchendörfer, das erste Disney Dorf bewohnbar ist – Micky Maus muss sich also noch ein wenig gedulden.

Kritische Stimmen

In den Vereinigten Staaten von Amerika wird häufig beklagt, dass Disney „alles besitzt“, von Fernsehsendern über Filmproduktionsfirmen bis hin zu Zeitungen. Sogar GoPro ist teilweise im Besitz des Unternehmens. Mehr als 210 000 Menschen arbeiten bei dem Unternehmen, das sich nicht mehr im Besitz der Disney-Familie befindet. Stattdessen ist der größte Aktionär die Vanguard Group Inc.

Als Titan in der Welt der Vergnügungsparks, des Fernsehens und der Filme ist Disney nun dabei, sich in die Entwicklung von Wohnvierteln zu versuchen. Dies hat in den sozialen Medien viel Kritik hervorgerufen, die Storyliving als „Gated Community für Disney-Erwachsene“ bezeichnet. Die Idee, dass ein Unternehmen eine Stadt besitzt, ist selbst in den Vereinigten Staaten ungewöhnlich.

Gleichzeitig steht Disney in der Kritik, seine Mitarbeiter*innen unterbezahlt zu haben, was Twitter-Nutzer*innen dazu veranlasst hat, Dinge zu tweeten wie „Irgendwie krank, dass Disney Wohnungen für die Reichen baut, während ein guter Prozentsatz seiner Mitarbeiter obdachlos ist und in ihren Autos lebt, aber das ist eben der Maus-Kapitalismus“. Gleichzeitig hat Disney Pläne für den Bau von 1 300 bezahlbaren Wohnungen in der Nähe des Themenparks in Orlando angekündigt.

Zu einem etwas anderen Park in der kalifornischen Großstadt, können Sie hier etwas lesen.

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