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POP-UP: Tredje Natur lässt Parkhaus in Städten auftauchen

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Das Parkhauskonzept POP-UP soll drei verschiedene urbane Herausforderungen auf einmal lösen. Foto: TREDJE NATUR
Das Parkhauskonzept POP-UP soll drei verschiedene urbane Herausforderungen auf einmal lösen. GIF: TREDJE NATUR
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Tredje Natur hat in Zusammenarbeit mit den Ingenieurbüros COWI und Rambøll ein Konzept für ein Parkhaus erstellt, das drei verschiedene urbane Herausforderungen auf einmal lösen könnte. „POP-UP“ hat dabei technische und optische Besonderheiten.  

 

 

Abbildung: Tredje Natur
Abbildung: Tredje Natur

Eine Lösung für viele Herausforderungen

Es gibt viele private und kommunale Initiativen, die sich mit der Anpassung von Städten an neue Klimabedingungen befassen. Trotzdem gibt es selten solche, die auch daran denken, wie sich verschiedene Probleme überschneiden. Denn heutzutage stehen Städte nicht nur vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Während bis 2050 die Erdbevölkerung voraussichtlich auf über neun Milliarden Menschen anwachsen wird, nimmt vor allem die Abwanderung in Städte zu. Die wachsende Zahl an Autos und der Verkehr auf Straßen verstärken den sowieso schon bestehenden Druck auf urbane Räume. Eigentlich sollen mehr Grünflächen und lebenswerte Räume entstehen, gleichzeitig muss es somit aber auch genügend Parkflächen für Fahrzeuge geben. 

Des Weiteren müssen Städte auch vor der wachsenden Zahl an Unwettern geschützt sein: Vor allem die Bewältigung von riesigen Mengen an Regenwasser, die durch solche Unwetter entstehen, ist ein wichtiger Aspekt.  Zwischen all diesen Herausforderungen schafft Tredje Natur eine verbindende Lösung. Zusammen mit COWI und Rambøll entwickelte das Büro das Konzept POP-UP, das die Art und Weise wie wir Parkplätze, Regenwasserspeicher und neue städtische Räume schaffen in einem neuen Licht betrachtet. 

Abbildung: Tredje Natur
Abbildung: Tredje Natur

Wasserglas und Korken

POP-UP verbindet dazu drei scheinbar unzusammenhängende Elemente: Wasserreservoir, Parkhaus und städtischen Raum. Die Idee ist ein großer Wasserspeicher mit einer Parkstruktur, die sich auf und ab bewegt, wenn sich der Speicher mit Wasser füllt. Das Ganze funktioniert nach dem Archimedischen Prinzip: Der Auftrieb der Parkstruktur entspricht dem Gewicht des verdrängten Wassers. Bei starkem Regen wird durch das Überlaufsystem der Kanalisation Wasser in das Reservoir geleitet. Durch den Auftrieb, den das verdrängte Wasser verursacht, soll sich das Parkhaus anheben und das umliegende Gelände durchbrechen. Einfach gesagt: Man kann es sich vorstellen wie einen Korken in einem Glas Wasser. 

Schutz und Stabilität

Sogenannte Hebe- und Lenkungslager sollen die Gewichtsverhältnisse der geparkten Autos im Bauwerk ausgleichen. Zusammen mit Stützmauern und zusätzlichen Führungsschienen sorgen sie dafür, dass das Bauwerk sich gleichmäßig und sicher mit den wechselnden Wasserständen auf und ab bewegen kann. Nur die beiden untersten Ebenen des Bauwerks bleiben immer unter Wasser und gewährleisten damit Stabilität und Auftrieb. Auch die runden Formen des Parkhauses und des Reservoirs unterstützen letzteren – und machen das Gebilde insgesamt leichter. Der „Reifen“-Effekt der runden Stützmauer schützt das POP-UP-Parkhaus außerdem vor Wasser- und Erddruck. 

Abbildung: Tredje Natur
Abbildung: Tredje Natur

POP-UPs Design und komplexe Technik

Wenn der Parkkomplex im Fall von Unwettern mit dem Wasser ansteigt, gewährleistet eine spezielle Anlegestelle weiterhin den Zugang, sowohl für Autos als auch für Fußgänger. Sobald das Wasser wieder von der Kanalisation aufgenommen werden kann, wird das Gebäude wieder zurück in den Boden gesenkt. An trockenen Tagen bleibt das Wasserreservoir leer. Anstatt dass dieser Platz verschwendet wird, dient POP-UP dort als gewöhnliche Tiefgarage und ist über eine Rampe im Erdgeschoss erreichbar. Laut Projektdirektor Tommy Olsen ist das Parkhaus „ein Beispiel für eine radikale Denkweise, bei der Design und komplexe Technik angewandt werden, um den Herausforderungen des Klimawandels und der Notwendigkeit eines nachhaltigen städtischen Lebens zu begegnen“. 

Abbildung: Tredje Natur
Abbildung: Tredje Natur

POP-UP für die Wirtschaft

POP-UP ist in seiner Umsetzung schätzungsweise dreimal so teuer wie ein gewöhnliches Parkhaus. Dies soll sicherstellen, dass es in der wirtschaftlichen Modellierung anderen Parkhäusern gegenüber nicht ungerechtfertigt bevorzugt wird. Der Verkauf des Grundstücks gleicht jedoch die Mehrkosten aus. Die Kombination mehrerer Lösungen in einer ermöglicht es Städten, wirtschaftliche Erträge zu steigern: Das Konzept soll lebendige Stadtviertel schaffen und gleichzeitig belastbare, lebensfähige Räume herstellen. Aus der ganzheitlichen Sicht einer wachsenden Stadt könnte POP-UP somit mehr Platz, Kapazität und eine attraktive Wirtschaft schaffen. 

Abbildung: Tredje Natur
Abbildung: Tredje Natur

Potenzial für POP-UP

Indem eine Karte der natürlich niedrig gelegenen Gebiete, in denen sich Wasser konzentrieren wird, und eine Karte der vorhandenen Parkplätze überlagert werden, können Gebiete identifiziert werden, in denen ein klimatisches und wirtschaftliches Potenzial für die POP-UP-Lösung besteht. Ursprünglich erarbeiteten die drei Büros die Idee im Jahr 2015 in Zusammenarbeit mit dem New York City Department of Environmental Protection (DEP) und der Technical and Environmental Administration der Stadt Kopenhagen. Realisiert wurde das Konzept bislang nicht. POP-UP hat darüber hinaus das Potenzial, skaliert und an andere Großstädte angepasst zu werden – vor allem an die, die bereits mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind.

„Klimaanpassung, Mobilität und Stadtentwicklung müssen keine Gegensätze sein“

Dieses Potenzial wird auch in POP-UPs Erscheinungsbild unterstrichen. Wenn das Parkhaus sich vorrübergehend, aber durchaus präsent aus dem Boden ins Stadtbild erhebt, scheint es eine Art von Botschaft zu vermitteln, die durch das Projekt vermittelt wird: Mit der richtigen Planung könnten unsere Städte Charakter und Funktion je nach Wetterlage ändern. Ole Schrøder, Partner von Tredje Natur, fasst es zusammen: „Mit POP-UP haben wir eine humane Antwort auf vom Menschen verursachte Probleme, die drei Herausforderungen in einer Gesamtlösung vereint und der Welt zeigt, dass Klimaanpassung, Mobilität und Stadtentwicklung in den lebensfähigen Städten der Zukunft keine Gegensätze sein müssen.“ 

Auch interessant: Mitten in der Hamburger Altstadt soll ein städtisches Parkhaus in der Neuen Gröningerstraße zu einen Bauprojekt mit bezahlbarem Wohnen und Räumen für Kleingewerbe, Kultur und Soziales werden. Mehr zu dem Projekt hier: Parkhaus Gröningerstraße

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Die Mitte von Berlin bleibt grün

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Die Perspektive zeigt die geplanten Stufen am Ufer der Spree.

1. Preis an Büro RMP Lenzen: Stufen am Ufer der Spree mit Blick auf Dom (Visualisierung: RMP Lenzen)

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Es geht um eine prominente Fläche in Berlins historischer Mitte: Eingespannt zwischen dem neuen Humboldt-Forum und dem Fernsehturm bekommen das Rathaus- und Marx-Engels-Forum eine neue Gestaltung. Das Büro RMP Stephan Lenzen hat den Wettbewerb für die grüne Mitte von Berlin gewonnen.

Dort wo die Wurzeln der Stadt Berlin liegen, wird demnächst nicht wieder gebaut. Die Freifläche von Rathaus- und Marx-Engels-Forum bleiben Grün. Allerdings erhält das Areal eine neue Gestaltung, die in einer Freitreppe zur angrenzenden Spree mündet. Die Berliner Senatsverwaltung hat im Frühjahr zu einem Wettbewerb eingeladen. Nach einer ersten Phase durften die Bürger*innen mitreden. Daraufhin entwickelten insgesamt 21 Landschaftsarchitekturbüros ihre Ideen in der zweiten Phase des Wettbewerbs weiter. Die Landschaftsarchitek*innen vom Büro RMP Stephan Lenzen überzeugten schließlich die Jury. Sie schlugen ein zentrales Band vor, das denkmalgeschützte Bereiche des Rathausforums mit dem Marx-Engels-Forum verbindet. Dieses grüne Band endet in einer großen Treppe am Ufer der Spree. Gegenüber, auf der anderen Seite des Wasser, strahlt die Ostfassade des neuen Humboldt-Forums.

 

Viel Geschichte inmitten von Berlin

 

Früher hiess die Freifläche inmitten des alten Berlins „Park an der Spree“. Als eine der zentralsten Grünflächen im Ortsteil Mitte geht sie auf den Zweiten Weltkrieg zurück. Der hatte das dortige Heilig-Geist-Viertel beschädigt, was schließlich die DDR-Führung veranlasst hat, es abzureißen. Seitdem ist die Fläche zwischen Karl-Liebknecht-Straße im Norden, dem Park am Fernsehturm im Osten, der Rathausstraße im Süden und der Spree im Westen unbebaut. Mittendrin stand lange ein Denkmalensemble, das jedoch beim Bau der U-Bahn an den nordwestlichen Rand rücken musste. Bereits seit den 1990er-Jahren wird über die Zukunft des Marx-Engels-Forums diskutiert. Die Ideen waren vielfältig. Sie reichten vom Wiederaufbau des Heilig-Geist-Viertels bis zur Gestaltung eines Parks am Marx-Engels-Forum. Letztere hat sich schließlich durchgesetzt. 

Wettbewerbsaufgabe Marx-Engels-Forum

Die Gestaltung eines Parks auf dem Marx-Engels-Forum galt es nun, im Rahmen des Ideen- und Realisierungswettbewerb zu konkretisieren. Die Teilnehmer*innen waren gefragt, sich mit dem Gründungsort Berlins, mit den im Boden verborgenen historischen Schichten und der Umgebung auseinanderzusetzen. Am Ende der langen Debatte um die Zukunft dieses Ortes entstanden Bürgerleitlinien zur künftigen Entwicklung des Rathaus- und des Marx-Engels-Forums. Darin heißt es, dass ein Freiraum zu entwerfen ist, der den Dimensionen und der Bedeutung des Standortes gerecht wird und die Identität des Ortes stärkt. Darüber hinaus soll er die bewegte Geschichte erlebbar machen und gleichzeitig vielfältige und intensive Nutzungen ermöglichen. 

In der ersten Phase fragte der Wettbewerb zunächst nach einer Vision und einer Idee für das gesamte Marx-Engels-Forum. Erst die Teilnehmer*innen der zweiten Phase mussten ihre Vision herleiten. Darüber hinaus skizzierten sie im Ideenteil des Wettbewerbs einen Zwischenzustand für das Jahr 2030. In einem dritten Realisierungsteil war dann die konkrete Umsetzung für 2024 aufzuzeigen. Diese stufenweise Herangehensweise geht auf die angestrebte, schrittweise Realisierung des Projekts zurück. Die wird einen langen Zeitraum in Anspruch nehmen. Entsprechend müssen die Ideen auf einer klaren Haltung basieren und viel Flexibilität für die prozesshafte Umsetzung bieten. 

 

Marx-Engels-Forum: überzeugender Entwurf von RMP Lenzen

 

Die Landschaftsarchitekt*innen vom Büro RMP Lenzen lieferten die überzeugendste Lösung für die neue Gestaltung von Rathaus- und Marx-Engels-Forum. Sie entwarfen einen Freiraum, der von einer markanten Figur geprägt ist. Er sieht vor, das Rathaus- und das Marx-Engels-Forum von Bebauung freizuhalten. Der grüne Raum verspricht eine hohe Aufenthaltsqualität mit Flächen zum Flanieren, zum Ausruhen, zum Genießen von spektakulären Aussichten auf Dom, Humboldt-Forum und Fernsehturm. RMP Lenzen bestückt den neuen Raum mit viel Grün und mit vielen schattenspendenden Bäumen. Aber auch Wasser gehört dazu, das zur Kühlung beiträgt sowie Versickerungsflächen, die zu einem künftigen Regenwassermanagement passen. Insgesamt sieht der Beitrag zum Wettbewerb Marx-Engels-Forum einen modernen, klimaresilienten Stadtraum vor, der vielfältige Nutzungen ermöglicht. 

Gut Ding braucht Weile

Mit der Idee, zunächst einen Grünraum im Herzen des alten Berlin anzulegen, bleiben Chancen für nächste Generationen erhalten. Für die nahe Gegenwart hat das Preisgericht empfohlen, die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit von RMP Lenzen zu realisieren. Damit geht eine kontroverse Debatte zu Ende. Wohl kaum ein Ort in Berlin hat mehr Planungen und Diskussionen erlebt als das Marx-Engels-Forum. Aber für den Bausenator steht fest, dass die Stadt Berlin richtig gehandelt hat. Sie hat hier nach dem Fall der Mauer keine überstürzte Planung realisiert. Nun kann vor dem Hintergrund aktueller Planungen für den Alexanderplatz und den Molkenmarkt und unter dem Vorzeichen von Klimaanpassung und Mobilitätswende in Ruhe gestaltet werden.

Sie möchten mehr über Projekte der Hauptstadt erfahren? Wir haben die nächsten Planungsschritte auf dem ehemaligen Flughafenareal Berlin Tegel für Sie zusammengefasst.

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Wettbewerbsübersicht Dezember 2018 (2/2)

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Bewegung und Begegnung. © KCAP GmbH mit Ramboll Studio Dreiseitl

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Kulturquartier Lagarde-Campus, Bamberg – 1. Preis hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin, mit Sauerzapfe Architekten, Berlin

Interessiert an aktuellen Wettbewerbsergebnissen der Landschaftsarchitektur, aber kaum Zeit sich diese richtig anzuschauen? In der Wettbewerbsübersicht der G+L informiert Heike Vossen über die spannendsten Wettbewerbsergebnisse im Dezember.

Straßenräume in Wiehl – 1. Preis Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten, Bockhorn

Die Konversion der Lagarde-Kaserne soll in Bambergs Osten einen lebendigen, nutzungsgemischten Stadtteil schaffen – mit dem „Kulturquartier Lagarde“ als attraktive Quartiersmitte. Zwei Stadtplätze prägen zukünftig die neue Mitte und sollen mit ihrer frühzeitigen Schaffung einen wichtigen Baustein zur Entwicklung des Quartiers bilden. Der Siegerentwurf sieht zwei Baumhaine vor, welche die beiden Plätze verbinden, aber jedem einzelnen einen eigenen Charakter zugestehen. Der Lagarde-Platz südlich der Reithalle gestaltet sich als grüner Quartiersplatz, der stellvertretend für das gesamte Quartier, seine Transformation, sowie die nachhaltige Neuausrichtung steht. Der Platz ist Endpunkt der Grünverbindung Richtung Ostpark und zugleich urbanes Entrée des Quartiers. Als belebter Gegenpol dazu präsentiert sich der Kulturhof zwischen Reit- und Posthalle: Er ist unprätentiös und flexibel bespielbar, so die Jury. Außerdem bildet der Stadtplatz einen wichtigen Ankerpunkt für die Stadtverbindung zur Innenstadt.

Planungsdialog Hafner in Konstanz – 1. Preis KCAP, Zürich, mit Ramboll Studio Dreiseitl, Überlingen

Ein Transitraum wird zum Aufenthaltsraum, so die Entwurfsintention von Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten für das Zentrum von Wiehl. Ihr Siegerentwurf überwindet die starke Trennung des zergliederten Stadtraums und definiert Rathaus- und Hem-Platz als zentralen Platz am Kreuzungspunkt der Stadtachsen. Zukünftig prägt Naturstein das Zentrum – Farbnuancen und Materialwechsel berücksichtigen dabei die historische Differenzierung von Fahrbahn, Fußgängerbereich und Platzfläche. Der durchgehende Belag ermöglicht es, die angrenzenden Flächen anzubinden. Zusätzlich integriert eine breite winkelförmige Freitreppe die Kirche in den Stadtraum. Ein neuer Weg zwischen Rathaus und Kirche verbindet barrierefrei zur südlich gelegenen Wiehlaue. Um den Blick in die Flussaue zu ermöglichen, stellt der Entwurf die Wiehlbrücke frei. Zusätzliche Treppen und Bastionen vergrößern die Kontaktzone zum Fluss. Die neuen Stadtbäume bilden mit auffälliger Blüte und Herbstfärbung einen spannenden Kontrast zur Aue. Prägende Möblierungselemente wie die Baumbänke entwickeln die Planer in Anlehnung an regionaltypische Gestaltungselemente und Materialien.

In Konstanz soll mit rund 2800 Wohneinheiten der neue Stadtteil Hafner entstehen. Das Planungsteam aus KCAP und Ramboll Studio Dreiseitl überzeugte die Jury mit einer prägnanten Entwurfsidee, dem sogenannten „Hafner-Ring“. Zusätzlich zur großen grünen Mitte bildet das grüne Infrastrukturband eine freiraum- und städtebaulich relevante Struktur für den Stadtteil mit seinen zukünftig rund 8000 Bewohnern. Das grüne Band zieht sich mit robusten und multifunktional nutzbaren Erholungs- und Erlebnisräumen im Bogen durch das neue Stadtquartier und verbindet es mit dem historischen Kern Wollmatingen. Das Siegerteam sieht für das rund 60 Hektar große Areal keine strikte Trennung zwischen Wohnen und Gewerbe vor. Stattdessen mischen die Planer die Nutzungen. Das Quartier ist weitgehend autofrei konzipiert und stellt die Lebensqualität in den Vordergrund. Die Jury sieht in dem Entwurf das größte Innovationspotential, um den Stadtteil zukunftsfähig zu gestalten, sowie an Veränderungen der nächsten Jahre anzupassen.

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