2023 war das wärmste Jahr in Deutschland, das je gemessen wurde. Credit: pixabay
2023 war das wärmste Jahr in Deutschland, das je gemessen wurde. Credit: pixabay

Schon seit Jahrzehnten sprechen wir über die Klimaerwärmung. Doch das Jahr 2023 hat noch deutlicher gemacht, warum das so wichtig ist. Als neues Rekordjahr mit feucht-warmen Bedingungen zeigt 2023 die Dringlichkeit der Klimaanpassung.

Rekordtemperaturen 2023

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat Daten veröffentlicht, die zeigen, dass 2023 das wärmste Jahr in Deutschland seit Messbeginn 1881 war. Neue Rekorde bei der Temperatur zeigen, dass der Klimawandel auch hierzulande ungebremst weitergeht. Umso wichtiger ist es, intensiv in den Klimaschutz einzusteigen und Anpassungsmaßnahmen an Wetterextreme umzusetzen. Das gilt auch global, denn laut dem EU-Klimadienst Copernicus weisen internationale Messdaten ebenfalls auf Rekordtemperaturen für 2023 hin.

Während frühere Jahre oft vor allem trocken und heiß waren, herrschten im Jahr 2023 feucht-warme Bedingungen mit hohen Niederschlagsmengen vor. Es handelt sich somit auch um eines der nassesten Jahre der Geschichte.

Heißester September seit 1881

Der DWD benannte 10,6 Grad Celsius als Temperaturmittel für das Jahr 2023. Diese Zahl liegt um 2,4 Grad über der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990. Die aktuelle, wärmere Vergleichsperiode von 1991 bis 2020 liegt bei 9,3 Grad Celsius, was immer noch ein Plus von 1,3 Grad ausmacht. Schon der milde Jahresbeginn 2023 und der Winterausfall deuteten darauf hin, dass es das wärmste Jahr werden könnte.

Der Juni 2023 war der fünftwärmste der Geschichte. In der ersten Julihälfte 2023 folgten Höchsttemperaturen mit Rekordwerten. Im mittelfränkischen Ort Möhrendorf-Kleinseebach wurden 38,8 Grad gemessen. Dies war der bundesweite Höchstwert für 2023. Ein Sommernachschlag im September trug weiter dazu bei, die Durchschnittstemperaturen zu erhöhen. Letztendlich war der September 2023 der wärmste September seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881, und auch im Oktober folgten noch heiße Tage.

Die Anzahl an Sonnentagen war etwas höher als sonst. Insbesondere der Juni und der September 2022 waren sehr sonnig. Insgesamt überragte die Sonnenscheindauer ihr Soll im Vergleich zu 1961-1990 um fast 15 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 waren es noch 5 Prozent. 1.764 Stunden Sonnenschein waren im deutschlandweiten Durchschnitt im wärmsten Jahr zu verzeichnen. Im Süden und in Küstennähe waren gebietsweise über 2.000 Stunden zu verzeichnen.
Übrigens: Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht jeden Monat einen aktuellen Klimastatus.

Das sechsnasseste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen

Auch die Niederschlagswerte waren im wärmsten Jahr 2023 so hoch, dass Rekorde erzielt wurden. Mit etwa 958 Litern pro Quadratmeter fiel in Deutschland über 20 Prozent mehr Niederschlag als in der Referenzperiode 1961 bis 1990. Und auch im Vergleich zu 1991 bis 2020 war die Menge etwa 20 Prozent über dem Soll von 791 Liter pro Quadratmeter. Bis auf Februar, Mai, Juni und September verzeichneten alle Monate des Jahres 2023 einen Niederschlagsüberschuss.

Der November war der zweitnasseste seit 1881 mit Niederschlag von insgesamt teils über 2.000 Liter pro Quadratmeter, etwa an den Alpen und im Schwarzwald. Der höchste Tagesniederschlag war bei Bad Berneck im Fichtelgebirge, wo während eines Unwetters am 22. Juni 2023 120 Liter Wasser pro Quadratmeter fielen. In Teilen Norddeutschlands endete das Jahr 2023 mit größeren Hochwassern.

Warm-feuchtes Wetter und Starkregenfälle führten in Deutschland zu Herausforderungen wie Hochwasser. Credit: pxhere
Warm-feuchtes Wetter und Starkregenfälle führten in Deutschland zu Herausforderungen wie Hochwasser. Credit: pxhere

Folgen des Klimawandels in Deutschland stark zu spüren

2023 war als wärmstes Jahr ein Rekord, aber keine Ausnahme. Schon 2022 gab es Wärmerekorde in Deutschland und die Durchschnittstemperatur lag mit 10,5 Grad nur minimal unter dem Folgejahr. Das Jahr 2018 ist ebenfalls eines der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Rekordwerte für 2023 ließen sich schon Ende November prognostizieren, da der Herbst so warm ausfiel.

Das Jahr 2023 zeigt, dass es nicht immer eine starke Sommerhitze ist, die die Durchschnittstemperaturen anhebt. Vielmehr war das Wetter zwischen April und August recht durchschnittlich. Da aber die Herbst- und Wintermonate so viel wärmer als sonst waren, entstand ein Wärmerekord. Dieser hatte unter anderem negative Auswirkungen auf die Ernte in vielen Bundesländern. In Kombination mit dem starken Regenfall im Jahr 2023 zeigt sich, dass der Klimawandel mit Folgen wie hohen Temperaturen, Überschwemmungen und auch Dürren in Deutschland eine ernste Gefahr darstellt.

Obwohl 2023 keine starke Sommerhitze herrschte, waren vor allem Monate wie September, November und Januar wärmer als üblich. Credit: unsplash
Obwohl 2023 keine starke Sommerhitze herrschte, waren vor allem Monate wie September, November und Januar wärmer als üblich. Credit: unsplash

Bis zu 2, 9 Grad globale Erderwärmung bis 2100

Auch der EU-Klimawandeldienst Copernicus Climate Change Service sieht 2023 als das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1940. Die globalen Durchschnittstemperaturen lagen laut dem Institut im letzten Jahr 1,46 Grad über dem vorindustriellen Referenzzeitraum von 1850 bis 1900. Dieser Negativrekord zeichnete sich schon früh ab und war spätestens im November 2023 eindeutig. Aber schon die heißen Monate Juni und August sowie Höchstwerte im Oktober zeigten, dass 2023 die wärmsten Temperaturen mit sich bringen würde.

Ebenso haben die Vereinten Nationen das Jahr 2023 als vermutlich wärmstes Jahr seit der Industrialisierung beschrieben. Sie erläuterten, dass die globalen Temperaturen schon Ende Oktober 2023 etwa 1,4 Grad über dem vorindustriellen Durchschnitt lagen. Im global bislang heißesten Jahr, 2016, lagen die Temperaturen 1,6 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1850 bis 1900.

Für 2024 rechnen Wissenschaftler*innen mit noch höheren Temperaturen. Um die Klimaerwärmung und die katastrophalen Folgen des Klimawandels abzuwenden, hat die Weltgemeinschaft im Jahr 2015 das Pariser Klimaabkommen vereinbart. Dieses sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad, möglichst sogar 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Die Vereinten Nationen prognostizieren derzeit jedoch eine gefährliche Erwärmung um 2,5 bis 2,9 Grad bis zum Jahr 2100.

In unserer Juni Ausgabe 2023  haben wir uns damit beschäftigt, was Hitze mit der Stadt macht. Das Heft gibt es hier im Shop!  

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Quelle: Kooperationspartner Schirmer Architekten + Stadtplaner GmbH, Würzburg, planetz architekten, München, DE BUHR LA Landschaftsarchitektur, Sommerhausen
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Für Roth bei Nürnberg schreitet das größte Städtebauprojekt der letzten Jahrzehnte voran. Es handelt sich hierbei um die Konversion des stillgelegten Leoni-Fabrikgeländes in das sogenannte Rother Neuland. Dafür lobte die Stadt dieses Jahr einen städtebaulichen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb aus. Jetzt stehen der Siegerentwurf fest.

KlimaQuartier statt Fabrikgelände

Her mit der Transformation vom brachen Industriestandort zum lebendigen Zukunftsquartier Rother Neuland! Für dieses Vorhaben wird Roth seit 2022 durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr innerhalb „Landstadt Bayern“ gefördert. Des Weiteren gab es Anfang diesen Jahres eine enthusiastisch aufgenommene Büger*innenbeteiligung. Dabei kristallisierten sich die wichtigsten Themen heraus, zum Beispiel Mobilität und Ökologie. Darüber hinaus hat das Gelände eine besondere Lage. Es befindet sich im Stadtzentrum. Mit sieben Hektar liegt es außerdem zwischen Bahnhof und Marktplatz sowie an zwei Fließgewässern. Jetzt ging das Team um SCHIRMER Architekten + Stadtplaner, planetz Architektenpartnerschaft und deBuhr LA Landschaftsarchitektur als Sieger hervor. Wie überzeugte also der Entwurf „klimaPARKquartier“? 

Schwarz-Grün-Plan. Quelle: Schirmer Architekten + Stadtplaner GmbH, Würzburg, planetz architekten, München, DE BUHR LA Landschaftsarchitektur, Sommerhausen
Schwarz-Grün-Plan. Quelle: Schirmer Architekten + Stadtplaner GmbH, Würzburg, planetz architekten, München, DE BUHR LA Landschaftsarchitektur, Sommerhausen
Lageplan. Quelle: Kooperationspartner Schirmer Architekten + Stadtplaner GmbH, Würzburg, planetz architekten, München, DE BUHR LA Landschaftsarchitektur, Sommerhausen
Lageplan. Quelle: Kooperationspartner Schirmer Architekten + Stadtplaner GmbH, Würzburg, planetz architekten, München, DE BUHR LA Landschaftsarchitektur, Sommerhausen

Städtebauliche Struktur und Flexibilität 

Die Gebietsentwicklung des Rother Neulands wird über einen langen Zeitraum erfolgen. Deshalb ist die Grundstruktur robust. Aber es wird ausreichend flexiblen Entwicklungsspielraum geben. Die Jury lobte dabei die angemessen dichte, bauliche Struktur. Richtung Innenstadt präsentiert sich das Viertel mit urbaner Atmosphäre aus gefassten Räumen und Blockstrukturen. Die angrenzenden Wohnhöfe haben dagegen einen Gartenstadt-Charakter. Im Nordosten liegt ein großzügiges, freiräumliches Entree. 

Grünstruktur

Das Privatgelände wird zum öffentlichen Landschaftspark. Das Konzept des Rother Neulands sieht eine Bebauung in der Grundstücksmitte vor. Dafür wird es in ein breites, durchgehendes Landschaftsband eingebettet. Durch räumliche und visuelle Bezüge erhalten das Schloss, die Kulturfabrik und Fließgewässer so neue Wertigkeit im Stadtgefüge. Anstelle einer Zäsur gibt es nun eine Verbindung zwischen der Stadt, der Rednitzinsel und den umgebenden Landschaftsräumen. Der Entwurf führt dabei die bestehenden ökologisch und erholungstechnisch wertvollen Landschaftsstrukturen fort. „Mit den großzügigen Grünräumen und zusätzlichen Baumpflanzungen wird ein sehr guter Beitrag zur klimatischen Verbesserung der umliegenden Stadtquartiere geschaffen“ sagte das Preisgericht. Auch der Luftaustausch wird berücksichtigt. Die Wiesen sind gleichzeitig Überschwemmungszonen und die Belagsflächen dränfähig. Künftig interessant wird der detailliertere Umgang mit dem oberflächennahen Grundwasser. Auch das Thema Altlasten bereitet allen Beteiligten Sorgen.

Identität und Ressourcenschutz

Neben den Naturräumen bleibt auch die bauliche Geschichte des Ortes ablesbar. Zur Identitätsstiftung des Rother Neulands werden dafür Teile der Bausubstanz erhalten (zum Beispiel Drei-Bogenhalle, Pförtnerhaus). Deren Integration erhält aber nicht nur den Charakter des Ortes. So lässt sich auch die graue Energie nutzen.

Klima & Freiflächen. Quelle: Kooperationspartner Schirmer Architekten + Stadtplaner GmbH, Würzburg, planetz architekten, München, DE BUHR LA Landschaftsarchitektur, Sommerhausen
Klima & Freiflächen. Quelle: Kooperationspartner Schirmer Architekten + Stadtplaner GmbH, Würzburg, planetz architekten, München, DE BUHR LA Landschaftsarchitektur, Sommerhausen

Nutzungsmischung

Ein lebendiges Stadtquartier braucht Nutzungsmix. Um Arbeiten und Wohnen näher zu bringen plant das Siegerteam zum einen emissionsarme Produktionsprozesse und digitalisierte Arbeitsformen. Zum anderen schaffen sie soziale und kulturelle Angebote im Rother Neuland.

Mobilität

Einen weiteren vorbildlichen Umgang mit Ressourcen sieht man im nachhaltigen Erschließungskonzept. Die Infrastruktur baut nämlich auf dem Bestand auf. Dazu wird ein autofreies bzw. autoarmes Stadtquartier geschaffen. Hierfür plant man am Quartierseingang eine Großgarage als Mobilitätszentrale. Dagegen werden im Quartiersinneren der ÖPNV, Mobilitätsstationen und Sharing-Angebote ausgebaut. Außerdem schafft der Entwurf eine große innere Durchwegung und Verknüpfung mit der Umgebung.

Mobilität & Verkehr. Quelle: Kooperationspartner Schirmer Architekten + Stadtplaner GmbH, Würzburg, planetz architekten, München, DE BUHR LA Landschaftsarchitektur, Sommerhausen
Mobilität & Verkehr. Quelle: Kooperationspartner Schirmer Architekten + Stadtplaner GmbH, Würzburg, planetz architekten, München, DE BUHR LA Landschaftsarchitektur, Sommerhausen

Weiteres Vorgehen

Die sieben Wettbewerbsergebnisse sind bis zum 28. Juli 2023 in der Kulturfabrik Roths ausgestellt. Der Stadtrat beauftragte bereits das Planungsteam mit der Fortschreibung des Entwurfs. Die Ergebnisse aus einer Online-Umfrage im Rahmen von „Landstadt Bayern“ müssen dabei im weiteren Planungsprozess berücksichtigt werden.

Auch in einem ehemaligen Industriegebiet findet das „Quartier der tanzenden Paare“ in der Schweiz auf dem Erni-Areal Platz. Das Besondere: Studio Vulkan gestalten zusammen mit KCAP einen Raum in der Siedlung nach dem Schwammstadt-Prinzip.

Parc des Ateliers

Der spektakuläre Neubau der Stiftung Luma Arles ist ein Kunstwerk für die Kunst: Frank Gehrys Turm ist Museum und Atelierbau zugleich. Er bildet den Höhepunkt eines Kunst- und Kulturareals, das die Luma-Gründerin Maja Hoffmann im Verlauf von 15 Jahren verwirklicht hat.

Luma Arles eröffnet „Parc des Ateliers“

Arles und Kunst – da ist natürlich der erste Gedanke van Gogh, der hier seinen Traum vom Atelier des Südens im Künstlergemeinschaft mit Gauguin zu verwirklichen suchte. Doch der Aufenthalt in Arles wurde für van Gogh zum Debakel. Nicht nur, dass die Zusammenarbeit mit Gauguin im Zerwürfnis endete – in Arles begann er auch zunehmend an Wahnvorstellungen zu leiden, bis er sich schließlich in die Nervenheilanstalt im nahegelegenen Saint-Rémy begeben musste.

Fast erscheint es ein wenig, als habe sich Maja Hoffmann vorgenommen, van Goghs erlittenes Schicksal in Arles im Nachhinein zu heilen. Hoffmann, die der gleichnamigen Basler Großindustriellendynastie entstammt, ist eine der bedeutendsten Kunstsammlerinnen und -förderinnen weltweit. Seit beinahe 20 Jahren wirkt sie als Kulturinitiatorin und Mäzenin in Arles. Im Jahr 2004 gründete sie dort die Luma-Stiftung, die zeitgenössische Kunst fördert und beauftragt.

 

Drei Jahre später begann Maja Hoffmann gemeinsam mit dem Architekten Frank Gehry, dem Kurator Hans-Ulrich Obrist und einer Reihe bedeutender zeitgenössischer Künstler einen Arbeitsprozess. Die Beteiligten entwickelten gemeinsam Ideen für ein neuartiges Kunst- und Kulturzentrum für das 21. Jahrhundert. Als Standort für dieses Projekt wählte Hoffmann den „Parc des Ateliers“. Ein Gelände des seit den Achtzigerjahren aufgelassenen Bahnbetriebswerk der SNCF an Rande der historischen Altstadt von Arles. Die historischen Werkstattgebäude wurden in Verlauf der letzten Jahre von der Architektin Annabelle Selldorf renoviert. Nun beherbergt das Gebäude Ausstellungsräume, Künstlerateliers und -wohnungen sowie ein Restaurant.

Galerie, Atelier und eine öffentliche Aussichtsterrasse

Den krönenden Abschluss fand die Neugestaltung des „Parc des Ateliers“ nun mit der Eröffnung des „Towers“, eines 56 Meter hohen Ausstellungs- und Ateliergebäudes nach dem Entwurf von Frank Gehry. Die ersten Vorarbeiten zu dem Projekt begannen bereits 2009. 2013 begannen die Bauarbeiten. Das Ergebnis ist unübersehbar ein Werk Gehrys – der hier jedoch die für sein Werk so charakteristischen freien Formen mit gewaltigen geometrischen Volumina verbindet. So gestaltete der Architekt eine drei Stockwerke hohe Sockelzone als gewaltigen gläsernen Zylinder. Ein Verweis auf das römische Amphitheater von Arles.

Nachhaltige Baumaterialien entwickelt von Atelier Luma

 

Aus dem Zylinder empor wächst der eigentliche Turm. Dessen auf die Innenstadt ausgerichtete Seite präsentiert sich als glänzende und wild bewegte Metallhaut mit rechteckigen Fenstererkern. Auf der stadtabgewandten Seite scheint der Turm dagegen aus zwei kubischen Körpern zusammengesetzt, die leicht angewinkelt nebeneinanderstehen. Im Innern des Glaszylinders sind scheinbar frei im Raum verteilt die Volumina der unterschiedlichen Galerien untergebracht. Eine Organisationsform, die sich ähnlich auch in Gehrys Fondation Louis Vuitton in Paris findet. Auch mehrere Atelierräume für Künstler finden sich hier. Im Turm dagegen sind hauptsächlich die Verwaltungsräume der Stiftung untergebracht. Eine öffentliche Aussichtsterrasse bildet den oberen Abschluss.

Zahlreiche Kunstwerke, unter anderem von Philippe Parreno und Olafur Eliasson, sind wichtiger Bestandteil des Towers. Sie wurden speziell für diesen Ort geschaffen. Ebenfalls Teil der Arbeit der Luma-Stiftung ist übrigens das Atelier Luma. Diese Werkstätte hat verschiedene nachhaltige Bau- sowie Einrichtungsteile aus heimischen Materialien für das Projekt entwickelt: So finden sich im Gebäude unter anderem textile Wandverkleidungen aus Bioplastik, mit Algen gefärbte Fliesen und Akustikelemente aus Sonnenblumen.

Ein weiteres Museum geschmückt mit gelungenen architektonischen Details sehen Sie hier.