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Licht im Überfluss: Wie viel ist genug?

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Licht ist von fundamentaler Bedeutung für die Gestaltung öffentlicher Räume. Licht kann einen Platz ruinieren oder seine Atmosphäre komplett transformieren. Die Oktoberausgabe 2017 der Garten + Landschaft beleuchtet Projekte und Installationen, die zeigen, wie Licht unsere Umwelt beeinflusst und wie es uns inspiriert, Orte neu zu gestalten.

Inhalt:

Das große Leuchten: Zu viel Licht in der Landschaft? Mit smarten Ideen in die Zukunft

Weniger Licht: Ein Kommentar von Lichtplaner Uwe Knappschneider

Spotlight on: Levin Monsigny Landschaftsarchitekten und Licht Kunst Licht AG haben das Umfeld des Berliner Fernsehturms neustrukturiert

Nacht(t)räume: Freiham als Beispiel zeitgemäßen Stadtwachstums? Über Münchens jüngsten Stadtteil und sein Beleuchtungskonzept

Gestählte Stahlkraft: Das Saarpolygon – mit Form und Licht zur Transformation

Wunderwaffe Straßenlampe: Im Interview mit Matthias Weis, Leiter des Start-ups SM!GHT

Der Lichtmacher: Das Lichtkunstbüro mbeam im Porträt

 

Frage: Was bringt Projektmanagement?

Praxis: Orientalischer Betongarten

Referenz: Mit Naturstein zum Sieg

Lösungen: Neue Lösungen und Systeme

 

Holen Sie sich hier Ihre Oktoberausgabe 2017 der Garten + Landschaft!

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Gewinner des European Prize for Urban Public Space

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Das Gewinnerprojekt des European Prize for Urban Public Space 2022. Bildquelle: © 2021 OKRA landschapsarchitecten
Das Gewinnerprojekt des European Prize for Urban Public Space 2022: Erneuerung des Catharijnesingel-Kanals in Utrecht von OKRA landschapsarchitecten. Foto: © 2021 OKRA landschapsarchitecten
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Im November 2022 wurde der 11. European Prize for Urban Public Space vergeben. Gewinner ist das niederländische Studio OKRA landschapsarchitecten mit der Erneuerung des Catharijnesingel-Kanals in Utrecht. Lesen Sie hier alles über den Preis und das Gewinnerprojekt.

Eine exemplarische Intervention für Städte im Klimawandel

Eine internationale Jury hat am 15. November in Barcelona den European Prize for Urban Public Space an die Restaurierung des Catharijnesingel-Kanals in Utrecht (Niederlande) vergeben. Das niederländische Büro OKRA landschapsarchitecten ist damit Gewinner des Preises 2022. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass die Wiederherstellung des Kanals und des linearen Parks an seinem Ufer eine beispielhafte Intervention für das Überleben von Städten im Klimawandel darstelle.

Der Kanal in Utrecht ist wichtig für die Widerstandsfähigkeit der Stadt. Denn er erhöht ihre Fähigkeit, mit Phänomenen wie extremer Hitze, Stürmen und Überschwemmungen umzugehen. Das Gewinnerprojekt arbeitet an der Wiederherstellung des Wassers und der Pflanzenwelt. Dies trägt dazu bei, CO2 zu binden und die Verschmutzung rund um den Kanal sowie im Wasser zu verringern. Als Ergebnis ist der Kanal zu einem begehrten Aufenthaltsort für die Bewohner*innen von Utrecht geworden. Außerdem sind neue Lebensräume für Tiere entstanden.

Die Wiederherstellung des Kanals ist Teil einer größeren städtischen Umgestaltung in Utrecht. Die Jury betonte, dass der Blick in die Zukunft mit Hilfe von Elementen aus der Vergangenheit der Stadt hier besonders ist. So wurde der Kanal nach einer 50-jährigen Phase als Autobahn in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Damit verringert das Projekt nicht nur den motorisierten Verkehr, sondern es legt den Schwerpunkt auch auf die Mobilität von Fußgänger*innen.

Der Catharijnesingel-Kanal in Utrecht ist dank der Restaurierung und des neuen linearen Parks wieder zu einem beliebten Aufenthaltsort geworden. Foto: © 2021 OKRA landschapsarchitecten
Der Catharijnesingel-Kanal in Utrecht ist dank der Restaurierung und des neuen linearen Parks wieder zu einem beliebten Aufenthaltsort geworden. Foto: © 2021 OKRA landschapsarchitecten

Das Gewinnerprojekt des European Prize for Urban Public Space

Die Gemeinde Utrecht hat das Catharijnesingel-Kanal-Projekt aus dem Jahr 2020 in Auftrag gegeben. Bei der Preisverleihung ging es insbesondere um die Sanierung des letzten Abschnitts. Diese umfasst einen Bereich von etwa 1,1 Kilometern Länge. Insgesamt hat der Kanal nun eine Länge von fast 6 Kilometern. Rund 40 000 Kubikmeter Wasser sind bereits in ihn zurückgeflossen.

OKRA hat im Zuge der Arbeiten am Verlauf des Kanals sowie der Erweiterung des Zocherparks den Verkehr neu geordnet und umgeleitet, sodass Fußgänger*innen nun Vorrang haben. Der Spazierweg entlang am Kanal ist deutlich länger als zuvor. Er lädt zur Freizeit- und Sportnutzung ein. Zudem könne Besuchende Kunstwerke auf den Weisen erkunden, die Freizeitbereiche nutzen und viele verschiedene bepflanzte Flächen anschauen.

Das Hauptziel des Projekte war die Wiederherstellung des Zugangs zum Wasser. Nun sind die Einwohner*innen von Utrecht in der Lage, die historische Beziehung ihrer Stadt zum Wasser und zum Kanal wieder vor Ort zu erleben. Der neue lineare Park am Ufer hat eine direkte Verbindung zum bestehenden Zocherpark. Dabei hat OKRA auf biologische Vielfalt bei den Bäumen geachtet und blühende Varianten gewählt, die Bienen anziehen. Dies fördert die Artenvielfalt und bietet zudem in jeder Jahreszeit ein attraktives Erscheinungsbild. Des Weiteren schaffen Materialien wie Klinker und Kies eine visuelle Verbindung zum historischen Zentrum von Utrecht.

Aspekte wie soziale Interaktionen, durchlässige Oberflächen und Artenvielfalt führen laut der Jury des European Prize for Urban Public Space zu gesunden, nachhaltigen sowie lebenswerten Städten. Die Hoffnung ist, dass das Gewinnerprojekt einen neuen Standard für die nachhaltige Stadterneuerung setzen kann.

Das Gewinnerprojekt stellt die historische Beziehung zum Wasser im Herzen von Utrecht wieder her. Foto: © 2021 OKRA landschapsarchitecten
Das Gewinnerprojekt stellt die historische Beziehung zum Wasser im Herzen von Utrecht wieder her. Foto: © 2021 OKRA landschapsarchitecten

Die Finalistenprojekte

Bei der Preisverleihung hob die Jury des European Prize for Urban Public Space 2022 auch die Arbeit der anderen vier Finalisten hervor:

  • FLOW in Brüssel, Belgien, von POOL IS COOL und Decoratelier Jozef Wouters: Dies ist seit 40 Jahren das erste neue Freibad in Brüssel. Es wurde unter Beteiligung von 50 jungen Menschen entworfen sowie gebaut und soll eine Treffpunkt darstellen.
  • Hage in Lund, Schweden, von Brendeland & Kristoffersen Architekten und Price & Myers: Der Hof ist an drei Seiten von Mauern umschlossen und befindet sich auf einem noch unbebauten Grundstück am Stadtrand von Lund. Er steht den Bürger*innen offen und soll die allmähliche Entwicklung des Ortes einleiten.
  • Platz von Saint Sernin in Toulouse, Frankreich, von Joan Busquets, Pieter-Jan Verlsuys, BAU: Auf dem historischen Platz wurden Autos verboten sowie die verlorenen Bäume wieder eingesetzt. Dadurch kann er wieder für eine Reihe von öffentlichen Nutzungen dienen.
  • Stadtgarten „Sporta pils dārzi“ in Riga, Lettland, von Artilērijas dārzi: Der städtische Gemeinschaftsgarten ist das Ergebnis einer öffentlichen Initiativen zur Wiedergewinnung eines verlassenen Grundstücks. Es handelt sich um ein neues Modell für den städtischen Raum, das einen Gemeinschaftsraum integrieren soll.

Der European Prize for Urban Public Space

Bei der 11. Ausgabe des European Prize for Urban Public Space, eine Initiative des Zentrums für zeitgenössische Kultur in Barcelona, Centre de Cultura Contemporània de Barcelona (CCCB), gab es eine breite Beteiligung. Die Teilnehmeranzahl überstieg bisherige Rekorde: Insgesamt wurden 326 Projekte aus 35 Ländern eingereicht. Sie alle zeigten Lösungen für aktuelle Herausforderungen in europäischen Städten. Nach der Pandemie ist es besonders der Klimawandel, mit dem sich städtische Projekte auseinandersetzen, um eine lebenswertere Stadt zu erreichen.

Der European Prize for Urban Public Space wird alle zwei Jahre verliehen. Es handelt sich um einen Ehrenpreis, der seit 2022 an die besten Projekte zur Schaffung, Umgestaltung und Wiederherstellung öffentlicher Räume in europäischen Städten geht. Die offizielle Preisverleihung fand im CCCB in Barcelona statt. Vertreter*innen der fünf Finalisten-Projekte sowie Núria Marín Martínez, Präsidentin der Deputation der Provinz Barcelona, waren anwesend.

Die Jury unter dem Vorsitz Galí-Izard, Landschaftsarchitektin, Ingenieurin und Professorin an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich, war bereit aufgestellt. Bewerbungen für den nächsten European Prize for Urban Public Space sind voraussichtlich ab 2023 möglich.

Übrigens: Hier können Sie noch mehr erfahren über den European Prize for Urban Public Space 2022.

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wo er Seifenblasen versprühen kann.

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Eine nebelhafte Figur gleitet durch die Stadt – umgeben von Rauch, Dunst, Seifenblasen und lauter Musik. Es ist der Künstler Martin Nothhelfer von pretty bloody simple, der im Wolkenkostüm auf seinem Hochrad bis Ende Juli durch München fuhr. Zusammen mit drei Mitstreitern machte er mit der interaktiven Installation auf die mancherorts schädliche Luftqualität der Stadt aufmerksam. Denn das fahrende Kunstwerk reagiert auf seine Umwelt: Werden die Grenzwerte der Luftqualität überschritten, umgibt dichter Nebel und düstere Musik den Wolkenradler. Bei guter Luftqualität hingegen versprüht der Radler schillernde Seifenblasen, unterstrichen von heiterer Musik. Für eine Luftqualität, die auf Dauer seifenblasenwürdig ist, empfiehlt der Künstler, öfters aufs Rad zu steigen.

Alle Bilder: Christa Schiffner

Dieser Artikel ist aus dem September Heft der Garten+Landschaft zum Thema ‘Ländlicher Raum’.

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