Autonomes Fahren, Drohnen, Busse und Bahnen ohne menschliche Fahrer*innen und so vieles mehr. Der neue Mobilfunkstandard 5G verspricht vieles und nachdem deutsche Städte inzwischen auch vermehrt in den Genuss von 5G kommen, wir aber noch keine Paketlieferdrohnen am Himmel oder Pflegeroboter im Einsatz sehen, wollen wir über die noch nicht gehobenen Chancen der fünften Generation des Mobilfunknetzes aufklären.

Grundsätzlich kann man sagen, dass der größte Vorteil von 5G in der Datenrate von bis zu zehn Gigabit pro Sekunde und einer möglichen Latenzzeit von weniger als einer Millisekunde besteht. Mit diesen Werten kann der Otto Normalverbraucher nun zwar relativ wenig anfangen, man darf aber nicht außer Acht lassen, wie wichtig mobiles Internet inzwischen nicht nur für Smartphones, sondern eben auch für das vernetzte Leben im Allgemeinen ist. Das inkludiert natürlich das Thema Smart Living und Smart Cities genauso wie die Bereiche Mobilität, Logistik und maschinelle Kommunikation. Die bisherigen Standards 2G, 3G und 4G sind vielen Menschen bereits bekannt und wer kennt nicht das Problem, wenn man dank einer 3G-Verbindung plötzlich kaum mehr eine mobile Website auf dem Smartphone-Display geladen bekommt? Wohl dem, der dank seines Mobilfunknetzanbieters mehr oder weniger (und auch meist nur in Städten) auf 4G oder LTE zugreifen kann. Für das Surfen, Streamen und die Nutzung von Messenger-Diensten reicht 4G in aller Regel mehr als aus. An dieser Stelle sei einmal mit dem Irrtum aufgeräumt, dass 4G und LTE das gleiche sind. Tatsächlich wurde der bisherige Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) als Bestandteil der dritten Mobilfunkgeneration 3G eingeführt und erfüllt aus technologischer Sicht nicht die Standards von 4G. Unter Fachleuten wird LTE deshalb gerne als „3.9G“ bezeichnet. Eben jenes 4G bekam jedoch das sogenannte LTE advanced spendiert, mit dem bis zu 1.000 Mbit/s Downloadrate möglich wäre.

5G bringt neben einigen Sicherheitsfeatures auch zahlreiche weitere Neuerungen. Foto: James Yarema via Unsplash
5G bringt neben einigen Sicherheitsfeatures auch zahlreiche weitere Neuerungen. Foto: James Yarema via Unsplash

5G und einige Herausforderungen

5G soll all die Limitierungen in puncto Datenraten nun aushebeln. So spricht man im Zusammenhang mit 5G oft von Echtzeit-Kommunikation zwischen Menschen und Maschinen. Das freut in erster Linie die Industrie 4.0 und natürlich all jene, die in Städten operieren. Große Städte wurden natürlich zuerst mit 5G versorgt. Dabei sollte man wissen, dass das Thema mit der 5G-Abdeckung gar nicht so einfach war und nach wie vor ist. Die Frequenzen der bisherigen Mobilfunknetze lagen allesamt unter 2,6 Gigahertz (GHz). 5G siedelt sich jedoch im meist höheren Frequenzbereich von 2 bis 3,7 GHz an. Ein Problem an der Sache ist, dass höhere Frequenzen eine niedrigere Reichweite aufweisen. Dies hatte zur Folge, dass man nicht mehr nur mit den bereits bestehenden Funkmasten auskommen konnte und vor allem in Städten sehr viele zusätzliche Funkstandorte mit entsprechender Technik ausstatten musste, wie das Handelsblatt bereits 2020 berichtete. Sehr zum Leidwesen all jener Menschen, die sich von Mobilfunkstrahlung gefährdet sehen. Denn die Belastung steigt dadurch natürlich. Spannend an der Sache ist auch, dass 5G schon von einer normalen Hauswand so stark geschwächt werden kann, dass der Vorteil zu 4G kaum noch erkennbar zu sein scheint.

Metropolen profitieren aktuell noch am meisten von 5G. Foto: Aditya Ghosh via Unsplash
Metropolen profitieren aktuell noch am meisten von 5G. Foto: Aditya Ghosh via Unsplash

Sicherheit der fünften Generation

Nachdem wir nun etwas über die Entstehung und Hintergründe der fünften Generation gesprochen haben, widmen wir uns doch mal den wirklich spannenden Themen: Nutzen und Sicherheit. Was bringt 5G großen Städten?

Elon Musk ist in letzter Zeit mehr durch zweifelhafte Tweets und das Twitter-Chaos ins Rampenlicht gerückt. Dabei vergisst man schnell sein Elektroautounternehmen Tesla. Tesla ist eines der führenden Unternehmen in Bezug auf autonomes Fahren. Zahlreiche Probleme der Vergangenheit lassen sich anscheinend auf fehlende Datenraten zurückführen. 5G bietet Unternehmen wie Tesla aber auch allen anderen Verkehrsteilnehmer*innen, die auf autonomes Fahren setzen, ganz neue Möglichkeiten. Außerdem könnte man mithilfe von autonomen Fahrzeugen und eines republikweiten, flächendeckenden 5G-Netztes sowie durch KI-gesteuerte Systeme und Verkehrssteuerung viel CO2 einsparen. Man stelle sich nur mal vor, dass das eigene Fahrzeug nach Eingabe des Zielorts automatisch die wirklich schnellste und emissionsärmste Route fährt und der gesamte Stadtverkehr per KI optimiert werden kann. Weniger Staus, weniger Emissionen und entspanntere Menschen, überall. Wäre das nicht was?

Mithilfe von 5G könnten Pakete in Zukunft per Drohnen ausgeliefert werden. Dann auch nicht mehr nur nach Hause, sondern vielleicht genau an den Ort, den man der Drohne als Empfänger Minuten vor der Ankunft mitteilt? Die gesamte Logistik profitiert ebenfalls vom neuen Standard. Logistiker*innen sprechen oft vom berühmten letzten Kilometer, der bekannterweise am teuersten ist. Mithilfe von Echtzeit-Kommunikation zwischen Maschinen könnte genau dieser letzte Kilometer, der in der Stadt auch schon mal sehr lang werden kann, deutlich effizienter gestaltet werden. Die Liste der Einsatzmöglichkeiten ist lang.

Einen weiteren wesentlichen Bereich, den sehr viele Menschen in Bezug von 5G allerdings nicht kennen, will ich aber nicht vorenthalten. Es geht um Sicherheit. 5G bietet drei zentrale sicherheitsrelevante Verbesserungen im Vergleich zu 4G. Der Sicherheitssoftwareanbeiter Kaspersky arbeitete diese Punkte nochmal heraus. Der erste Punkt bezieht sich auf die Verschlüsselung. Wo bei der Nutzung von 2G, 3G und 4G noch die Langzeitidentität der Teilnehmer*innen (IMSI – welche auf der jeweiligen SIM-Karte gespeichert ist) unverschlüsselt übertragen wurde, wird die Übertragung der IMSI über 5G nun verschlüsselt mitgeschickt. Außerdem – und da wären wir beim zweiten Punkt – werden alle Komponenten mit einer neuen kryptografischen Lösung getrennt voneinander gesichert. Im Falle einer Cyberattacke auf eine Komponente, bleiben andere Komponenten gesichert. Der abschließende Punkt bezieht sich auf die Nutzung von Roaming. Dank 5G kommt die Funktion Authentication Confirmation (AC) ins Spiel. Diese mit 5G eingeführte Funktion übermittelt einen kryptografischen Beweis der Identität eines Mobilfunkbetreibers an den ursprünglichen (heimischen) Mobilfunkbetreiber. Dadurch soll die Geräteidentität über den ursprünglichen Betreiber bestätigt werden. Auch hier geht es um eine präventive Maßnahme zum Schutz gegen Cyberattacken.

Das wesentliche Risiko von 5G liegt sicher in der zunehmenden Vernetzung unserer Städte. Je höher der Vernetzungsgrad von Smart Cities ist, desto größer das Risiko, von Cyberattacken flächendeckend lahmgelegt zu werden. Auch wenn 5G ansich sehr sicher ist, so sind es viele weitere Bereiche unserer Städte leider nicht. In Deutschland werden Städte oftmals mit sehr veralteter Hardware und wenig Schutzmaßnahmen digital über Wasser gehalten. Es scheint, nicht nur wegen dem Fachkräftemangel, an ausreichend Fachwissen beim Personal zu mangeln. Ein großes Problem ist sicher auch der sehr langsam agierende Verwaltungsapparat vieler Städte.

Nichtsdestotrotz wird 5G unser Zusammenleben beschleunigen. Dank 5G werden mehr Daten übertragen als jemals zuvor und mehr Systeme und KIs miteinander kommunizieren. Zurecht kann man hier von einer kleinen digitalen Revolution sprechen. Wer Teil davon sein will, muss sich allerdings mit einem modernen Endgerät ausrüsten. Seit 2020 werden mehr und mehr Smartphones mit entsprechender Technik ausgestattet. Nachdem 5G allerdings nicht abwärtskompatibel ist, können diese Geräte nicht auf die für 4G benötigte Technik verzichten. Kritiker*innen fürchten deshalb – und aufgrund der höheren Frequenzen – eine stärkere Gesundheitsbelastung durch Mobilfunkstrahlen. Losgetreten wurde diese Sorge vor allem durch eine 2011 veröffentlichte Schlussfolgerung einer Expert*innengruppe der WHO, die besagte, dass Mobilfunkstrahlung „möglicherweise krebserregend“ sein kann.

Diese Befürchtung konnte bis heute wissenschaftlich allerdings nicht bestätigt werden. So veröffentlichte beispielsweise das Forschungszentrum für elektromagnetische Umweltverträglichkeit der RWTH Aachen die Meldung, dass eine negative Strahlungs-Auswirkung auf den Menschen bislang nicht nachgewiesen werden konnte. Lediglich eine thermische Wirkung sei zu bemerken. Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass man erst lange Zeit nach Nutzung einer Technologie oder Innovation eine schädliche Wirkung wissenschaftlich nachweisen kann.

Fazit

Festzuhalten ist, dass 5G unsere Städte besser vernetzen und die Basis vieler technologischer Innovationen darstellen wird. Auch wenn zusätzliche Funkmasten, höhere Frequenzen und die stellenweise Sorge bezüglich der Strahlung die Freude vielleicht hier und da trüben könnte, kommen wir einer vernetzten und wirklich effizient gesteuerten Stadt damit immer näher. Uns stehen also spannende Jahre bevor.

Wenn wir schon bei Tesla sind: Für sein Werk in Brandenburg sucht das Unternehmen dort nach Wasser und hat Pumpversuche gestartet. Mehr dazu hier: Tesla sucht in Brandenburg Wasser

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Die Stadt Paris arbeitet mit Hochdruck daran, die Seine für die Olympischen Sommerspiele 2024 und ab 2025 auch für die Öffentlichkeit schwimmbar zu machen. Bildquelle: Nanette Mudry via Unsplash
Die Stadt Paris arbeitet mit Hochdruck daran, die Seine für die Olympischen Sommerspiele 2024 und ab 2025 auch für die Öffentlichkeit schwimmbar zu machen. Bildquelle: Nanette Mudry via Unsplash

In weniger als 365 Tagen beginnen die Olympischen Spiele in Paris. Eine der größten Herausforderungen für die Stadt besteht darin, die Seine für den Wettkampf – und danach für die Bürger*innen – schwimmbar zu machen. Ein Update dazu finden Sie hier.

Freiwasserwettbewerbe 2024 in der Seine geplant

Vor einer Woche fand die olympische Generalprobe im Triathlon für Paris 2024 statt. Dabei sollen die Teilnehmenden in der Seine den Schwimm-Anteil bestreiten. Jedoch fiel die Generalprobe wortwörtlich ins Wasser: Verschmutztes Wasser durch ein defektes Abwasserventil und tote Ratten führten zu gesundheitlichen Risiken, weshalb der Triathlon zum Duathlon ohne Schwimmen wurde. Beim Üben kam es für einige Sportler*innen zu Magen-Darm-Beschwerden und es wurden E.coli-Bakterien entdeckt.

Vor einem ähnlichen Problem stand auch Rio de Janeiro bei den Olympischen Spielen 2016, als verdrecktes Wasser im Segelrevier zu abgesagten Wettkämpfen führte. Üblicherweise werden vor einem Triathlon immer Wasserproben genommen, so auch in Paris, wobei nicht immer klar ist, an welcher Stelle im Wasser die Proben entnommen werden.

Die Stadt Paris hat dennoch das Ziel, im Jahr 2024 Freiwasserwettbewerbe der Olympischen Spiele in der Seine stattfinden zu lassen. Obwohl das Baden in dem Fluss seit 1923 verboten ist, lockt die Vorstellung, mitten in der französischen Hauptstadt zu schwimmen. Als die Olympischen Spiele 1900 in Paris stattfanden, konnte man noch in der Seine schwimmen. Beim zweiten Anlass im Jahr 1924 musste man schon in der Halle schwimmen. Zusätzlich zu Olympischen Wettkämpfen soll die Seine ab 2025 an einigen Orten auch für die Öffentlichkeit zum Schwimmen geöffnet werden.

90% der Zeit ist die Wasserqualität der Seine bereits gut genug zum Schwimmen. Bildquelle: Unsplash
90% der Zeit ist die Wasserqualität der Seine bereits gut genug zum Schwimmen. Bildquelle: Unsplash

Drei Schwimmstellen in der Seine als Olympisches Erbe

Wie jeder große Fluss in einer Stadt ist auch die Seine in Paris ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Stadt hat bereits 1,4 Milliarden Euro im Großraum Paris investiert, um die Seine zu öffnen. Dafür müssen Tausende Haushalte und Hunderte Hausboote an die Kanalisation angeschlossen werden. Außerdem ist es nötig, Kläranlagen zu bauen und zu modernisieren. Für die Olympischen Sommerspiele sind Auffangbecken geplant, um die Wasserqualität des Flusses auch bei Regen garantieren zu können. Denn bei viel Regen kann Abwasser aus der überlasteten Kanalisation in den Fluss überlaufen.

Aktuell ist die Wasserqualität der Seine stark vom Wetter abhängig. Die neue Infrastruktur soll unabhängig vom Wetter eine gute Qualität garantieren.

Eine der drei Stellen, an denen man künftig auch ohne olympische Qualifikation in der Seine baden können soll, liegt unweit des Eiffelturms. Eine weitere Stelle ist ein Wassersportzentrum, das schon jetzt für Freizeitangebote auf der Seine genutzt wird. Und auch die dritte Stelle soll laut Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo zentral liegen. Alle betreffenden Wasserflächen sollen von Bojen abgegrenzt und über einen Steg erreichbar sein. Auch Bereiche zum Umziehen und Duschen sind geplant.

Schon seit 1923 ist es verboten, in der Seine zu schwimmen. Ab 2025 könnte es wieder möglich sein. Bildquelle: Unsplash
Schon seit 1923 ist es verboten, in der Seine zu schwimmen. Ab 2025 könnte es wieder möglich sein. Bildquelle: Unsplash

Abkühlung im Wasser als Teil der Klimaresilienz

Schon seit mehreren Jahren ist das Schwimmen in der Seine in einem schwimmenden Freibad denkbar. Dieses besteht allerdings aus einem eigenen Becken, das im Wasser verankert ist. Entsprechend kommt derzeit kein Flusswasser, sondern gechlortes Wasser zum Einsatz. Schon Jacques Chirac, Präsident von 1995 bis 2007, versprach den Pariser*innen, dass sie bald wieder in der Seine baden könnten.

Nun sollen die drei geplanten Badeplätze als Erbe der Olympischen Sommerspiele 102 Jahre nach dem Badeverbot das Versprechen wahrmachen. Schon 1923 war die Wasserqualität schlecht. Zudem war man um den zunehmenden Bootsverkehr besorgt, der für Schwimmende gefährlich sein kann. Bis jetzt waren die Investitionen von Paris größtenteils erfolgreich und das Wasser ist laut Angaben der Stadt zu 90 Prozent der Zeit sicher zum Schwimmen. Regelmäßige Tests sollen dies auch in Zukunft garantieren.

Angesichts der Klimawandelfolgen und Vorhersagen für immer heißere Sommer wird eine schwimmbare Seine die französische Hauptstadt nicht nur attraktiver, sondern auch klimaresilienter machen. Denn wenn das Sommerwetter 40°C, oder ab 2050 vielleicht sogar 50°C erreicht, ist eine Abkühlung Gold wert.

Der Joséphine Baker Pool direkt an der Seine ermöglicht bereits das Schwimmen in unmittelbarer Nähe zum Fluss. Bildquelle: Hugues Mitton (hugovoyages) at fr.wikipedia, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons
Der Joséphine Baker Pool direkt an der Seine ermöglicht bereits das Schwimmen in unmittelbarer Nähe zum Fluss. Bildquelle: Hugues Mitton (hugovoyages) at fr.wikipedia, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons

Daumen drücken für gutes Wetter

Trotz der geplatzten Triathlon-Versuche im August 2023 ist Paris auf einem guten Weg, was die Wasserqualität der Seine angeht. Proben vom 6. Juni und 19. Juli zeigten Werte, die laut Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation zum Schwimmen geeignet waren. Aufgrund starker Regenfälle im August 2023 ist die Wasserqualität zuletzt wieder gesunken.

Die Stadt plant, weiterhin regelmäßig zu testen und passende Maßnahmen zur Säuberung der Seine umzusetzen. So gibt es seit dem Frühsommer 2023 zwei Wasseraufbereitungsanlagen an der Seine und der Marne. Und ein neues Lagerbecken namens Austerlitz kann über 50 000 Kubikmeter Wasser speichern. Sollte es also kurz vor den Sommerspielen nächstes Jahr heftig regnen, kann Abwasser über das Lagerbecken in die Kanalisation und Kläranlagen geleitet werden, anstatt die Seine zu verschmutzen.

Für alle Fälle soll es außerdem Ersatzdaten für die Wettkämpfe im Wasser geben. So soll es je nach Wasserqualität möglich sein, Wettbewerbe bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen. Dies zeigt, dass die Stadt Paris noch nicht ganz sicher ist, was die Wasserqualität 2024 angeht.

Apropos: Eine Übersicht der Olympischen Spiele 2024 in Paris inklusive stadtplanerischer Veränderungen finden Sie hier.

Der geplante Zentralpark Gasometervorfeld in Wien: Ein nachhaltiger Stadtpark, der Natur, Kultur und Gemeinschaft auf 51.000 m² vereint. Visualizations: Monolot
Der geplante Zentralpark Gasometervorfeld in Wien: Ein nachhaltiger Stadtpark, der Natur, Kultur und Gemeinschaft auf 51.000 m² vereint. Visualizations: Monolot

Ein Stadtpark der besonderen Art entsteht im Herzen Wiens. Das innovative Projekt im Gasometer-Vorfeld kombiniert Nachhaltigkeit mit moderner Landschaftsarchitektur und schafft einen neuen Treffpunkt für Natur, Kultur und Gemeinschaft. Doch wie wird eine ehemalige Industriebrache zu einem lebendigen Park, der die Vergangenheit bewahrt und gleichzeitig zukunftsweisend ist?

m Gasometer-Distrikt entsteht ein einzigartiger Stadtpark mit 51.000 Quadratmetern Fläche. Der Zentralpark Gasometervorfeld wird von den Landschaftsarchitekten BOGL aus Dänemark und NUWELA aus Deutschland geplant. Gemeinsam verfolgen die Teams das Ziel, einen Raum zu schaffen, der Vergangenheit und Zukunft vereint.

Seine zentrale Lage, in der Nähe von Wohngebieten, Unternehmen und einer Metrostation, macht den Park zu einem bedeutenden Projekt für ganz Wien. Mit dieser Neugestaltung wird das Viertel aufgewertet, während die Gemeinschaft einen vielseitigen Treffpunkt erhält.

Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Ein zentrales Element des Projekts ist die Kreislaufwirtschaft. Die Architekten setzen auf den Erhalt und die Wiederverwendung vorhandener Ressourcen. Alte Gebäude, Materialien und natürliche Elemente erhalten neue Funktionen und werden kreativ integriert. Jens Linnet, der Kreativdirektor von BOGL, betont:

„Wir rücken die Natur und die Ressourcen des Standorts ins Zentrum unseres Designs, um innovative Lösungen zu schaffen.“

Dieser Ansatz stellt sicher, dass der Park nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch nachhaltig gestaltet wird.

Highlights des neuen Stadtparks

Die Pläne für den Zentralpark Gasometervorfeld beinhalten zahlreiche spannende Ideen, die den Park besonders machen:

  1. Sport und Bewegung: Ein alter Pferdestall wird in eine überdachte Street-Sport-Anlage umgestaltet.
  2. Kultur im Grünen: Ein ehemaliges Industriegebäude wird zu einem kulturellen Garten, der Platz für Veranstaltungen bietet.
  3. Genuss und Ausblick: Eine frühere Werkstatt wird in ein Café verwandelt, das gleichzeitig den Blick auf eine neue Freiluftbühne ermöglicht.
  4. Wasserspiele und Kreativität: Bestehende Betonflächen dienen als Bühnen- und Spielbereiche und sorgen für Abwechslung.
  5. Naturschutz: Alle vorhandenen Bäume und natürlichen Elemente bleiben erhalten, um den Charakter des Standorts zu bewahren.

Mit diesen vielfältigen Angeboten spricht der Park Menschen jeden Alters an und bietet Raum für Erholung, Begegnung und Aktivitäten.

Ein Park für alle

Die Lage des Parks, nahe Wohnhäusern und kulturellen Einrichtungen, ist ideal für die Anwohner. Zudem wird der Zentralpark durch seine Nähe zur Metrostation für Besucher aus ganz Wien leicht erreichbar sein.

Die Umsetzung erfolgt schrittweise. Die Bauarbeiten starten 2026, und der erste Abschnitt wird voraussichtlich zwei Jahre dauern. Anschließend wird der Park kontinuierlich erweitert, sodass die Wiener Bürger regelmäßig neue Bereiche entdecken können.

Modellprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung

Der Zentralpark Gasometervorfeld zeigt eindrucksvoll, wie innovative Landschaftsarchitektur zur nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen kann. Durch die Wiederverwendung von Baumaterialien und Asphalt sowie die kreative Integration bestehender Strukturen entstehen Lösungen, die sowohl einzigartig als auch lokal angepasst sind.

Die Erfahrungen aus Projekten wie dem Remisepark in Kopenhagen fließen direkt in das Wiener Vorhaben ein. Dadurch profitiert die Stadt von internationalem Know-how, das neue Maßstäbe setzt.

Ein Blick in die Zukunft

Dieses Projekt ist weit mehr als ein Stadtpark. Es bietet ein Modell für eine neue Art der Stadtentwicklung, die Natur und Nachhaltigkeit ins Zentrum stellt. Wien erhält mit dem Zentralpark Gasometervorfeld nicht nur einen vielseitigen Erholungsraum, sondern auch ein Vorzeigeprojekt für urbane Transformation.

Durch die Zusammenarbeit von Architekten, der Stadt Wien und der Gemeinschaft entsteht ein Park, der Vergangenheit und Zukunft verbindet. Dieses ambitionierte Vorhaben wird den Charakter des Viertels prägen und gleichzeitig weltweit Inspiration für ähnliche Projekte liefern.

 

 

Lesen Sie hier mehr über der neuen Stadtteil in Wien: Bricolage City.