„Warnow bietet Rostock eine einmalige Chance“

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Die Stadt Rostock will in wenigen Jahren die BUGA 2025 ausrichten, und ein komplett neuer Stadtteil am Osthafen soll eines ihrer Kernprojekte werden: das Warnowquartier – gefördert mit insgesamt 74,2 Millionen Euro. Vergangenen Sommer haben uns für die Juniausgabe 2020 der Garten+Landschaft mit Anja Epper, Sachgebietsleiterin im Rostocker Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft, über die Rostocker Wasserprojekte der Zukunft unterhalten.

Der direkte Austausch fehlt

Anja Epper, starten wir mit einem aktuellen Projekt der Stadt Rostock. Die Hansestadt bemüht sich bereits seit knapp zehn Jahren um die Fortschreibung des Strukturkonzepts für Warnemünde, dem wohl bekanntesten Ortsteil der Stadt. Es hakt aber immer wieder in der Umsetzung. Wieso?

Im Jahr 2011 beschloss die Rostocker Bürgerschaft das Strukturkonzept Warnemünde. Eine regelmäßige Evaluierung wurde bereits im Beschluss verankert. Mit dem Prozess der Fortschreibung hat man 2016/17 begonnen. Eine Reihe von Fragen zu den verschiedenen Handlungsfeldern im Strukturkonzept konnten in der Fortschreibung nicht beantwortet werden, da sowohl politische Entscheidungen zu dem Zeitpunkt nicht vorlagen oder Entscheidungen nicht zu treffen waren.

Dies betraf unter anderem die weitere Entwicklung der Werftflächen im Südosten des Ortsteils, den Umgang mit dem Parkraumkonzept, die weitere Entwicklung eines möglichen Caravanstellplatzes sowie die Entwicklung des Wohnungsmarktes. Zentrales Thema war aber auch die zukünftige Entwicklung der Mittelmole. Hier war zu einigen wenigen, aber wesentlichen Punkten kein Konsens in der Zivilgesellschaft und der Politik, aber auch mit den Eigentümern der Flächen und der Fachverwaltung zu erlangen.

Infolgedessen hat der neue Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen vergangenen September die Planungen zur künftigen Nutzung und Bebauung der Warnemünder Mittelmole vorerst gestoppt. Warum ist die Entwicklung der Fläche so schwierig?

Die weitere Planung zur Mittelmole in Warnemünde ruhte vergangenes Jahr. Mit der Entscheidung des Oberbürgermeisters beginnen wir wieder mit dem Arbeitsprozess einschließlich der Beteiligung zur Fortschreibung. An der Mittelmole zeigt sich – wie an vielen Orten – ein klassischer Konflikt: Die Bewohner wünschen sich keine oder eine sehr kleinteilige bzw. geringe Bebauung, die eher historisierend gestaltet ist. Gleichzeitig ist der Wunsch nach gemeinschaftlichen Freiflächen und Orten der Begegnung groß. Investoren wollen die notwendigen Wohnungen und Infrastruktur errichten, die aber auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten sind. Zudem ist bei Neubauvorhaben in der Regel eine zeitgemäße Architektur gefragt.

Zum Start der Bürgerbeteiligung sollte es vergangenen April eine öffentliche Ausstellung geben. Dann kam die Corona-Pandemie. Wie ist der weitere Plan?

Die Corona-Pandemie hat – gegebenenfalls auch langfristig – starke Auswirkungen auf die Beteiligung der Öffentlichkeit an Planungsprozessen. Daher überlegen wir derzeit, welche Beteiligungsformate wir online durchführen können. Dazu zählt unter anderem eine Ausstellung. Aber bei allen digitalen Lösungen fehlt immer der direkte Austausch. Das ist insbesondere bei der informellen Beteiligung schwierig. Für andere Formate wie Bürgerversammlungen suchen wir ebenso nach entsprechenden Lösungen, die man in dann kleinen Gruppen und dem nötigen Mindestabstand durchführt.

Wasser als Wirtschaftsgrundlage

Als Hansestadt sind Sie im Rostocker Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft im besonderen Maße damit konfrontiert, wie man mit Wasser in der Stadt umgeht. Welche Bedeutung hat das Element Wasser für die Stadt Rostock?

Der Bezug zum Wasser war in der Geschichte der Stadt stets von herausragender Bedeutung. Die städtische und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt basiert bis heute – und absehbar auch in Zukunft – auf ihrer Lage an der Ostsee/Warnow. Vor allem Häfen, Schiffbau, Marine, Tourismus und Fischfang sind hierbei zu benennen. Gerade die Facetten und Veränderungen in diesen Bereichen treiben die Stadtentwicklung ständig voran. Neben dem steigendem Bedarf an Wohnraum und allen Folgeeinrichtungen für die zahlreichen Beschäftigten sind das die Standortvoraussetzungen im Einzelnen, wie mehr und andere Flächen sowie ihre Ein- und Anbindung, aber auch Verlagerungen oder das Aufgeben von Flächen, was neue planerische Möglichkeiten eröffnet.

Im Grundsatz geht es planerisch darum, das Wasser und alle notwendigen Flächen als Wirtschaftsgrundlage zu sichern und gleichzeitig den Zugang und die Erlebbarkeit des Wassers für die Öffentlichkeit zu verbessern. Natürlich ist in diesem Zusammenhang dabei auch die Vielzahl ökologischer und naturschutzrechtlicher Belange zu beachten.

Meeresspiegelanstieg berücksichtigen

Welchen Herausforderungen müssen Sie sich in Rostock aufgrund der Meeresnähe gesondert stellen?

Eine besondere Herausforderung besteht im Schutz gegen Sturmfluten, also im Hochwasserschutz. Die fachliche Zuständigkeit für den Hochwasserschutz liegt beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt, Mittleres Mecklenburg (StALU MM). Das StALU MM ist sowohl für den Schutz der Außenküste als auch den Schutz entlang der Warnow zuständig. Zwischen dem StALU MM und der Stadt (vordergründig Amt für Umweltschutz, aber unter anderem auch Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft) findet ein ständiger Abstimmungsprozess statt. Dieser bezieht sich auf grundsätzliche Fragen wie den Verlauf der Hochwasserschutzlinie und das Freihalten gefährdeter Bereiche von baulicher Nutzung, aber auch auf die jeweils konkreten baulichen Einzelmaßnahmen.

Aus stadtplanerischer Sicht liegen die Schwerpunkte in der Sicherung des notwendigen Schutzes für geplante neue Baugebiete (unter anderem in den Höhenlagen von Straßen und Fußböden), aber auch in der Form der Ausführung und Gestaltung von Schutzanlagen (insbesondere in sensiblen Bereichen wie dem Alten Strom in Warnemünde und dem Stadthafen). Ein zusätzliches wichtiges Thema ist die Berücksichtigung des klimawandelbedingten Anstiegs des Meereswasserspiegels.

Rostock: Grüne Stadt am Meer

Sie erarbeiteten seit 2018 den sogenannten „Zukunftsplan Rostock“. Worum geht es hier?

Der „Zukunftsplan Rostock“ ist der Arbeitstitel für den künftigen Flächennutzungsplan der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Der 2006 von der Bürgerschaft beschlossene und 2009 neu bekannt gemachte Flächennutzungsplan hat sich bisher als vorbereitender, generalisierter Plan zur Steuerung der räumlichen Entwicklung der Stadt bewährt. Ausgehend von der künftig zu erwartenden Entwicklungsdynamik in vielen Bereichen zeichnet sich jedoch ab, dass der gegenwärtig rechtswirksame Flächennutzungsplan die zukünftig notwendige Entwicklung nur noch unzureichend abbildet.

Das Schrittmaß, mit dem sich Rostock in den nächsten Jahren entwickeln muss, bedarf einer ganzheitlichen und zusammenhängenden Neubetrachtung. Daher hat die Bürgerschaft bereits 2017 beschlossen, den Flächennutzungsplan neu aufzustellen. In Vorbereitung dieser Aufstellung wurde 2018/19 ein umfangreicher Stadtdialog zum intensiven Austausch der Öffentlichkeit zu den Inhalten des „Zukunftsplans Rostock“ durchgeführt.

Außerdem gibt es noch die Leitlinien von „Rostock 2025“, die Rostock unter anderem als „Grüne Stadt am Meer“ definieren …

Genau, die Leitlinien zur Stadtentwicklung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock wurden im Jahr 2012 von der Bürgerschaft beschlossen. Sie stellen den langfristigen strategischen Handlungsrahmen für die Stadt Rostock auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung bis zum Jahr 2025 dar. Sie bilden die Grundlage für das Integrative Stadtentwicklungskonzept (ISEK), die Bauleitplanung und alle kommunalen Fachkonzepte und Fachplanungen. Dazu zählt beispielsweise auch der „Zunkunftsplan Rostock“ (Flächennutzungsplan). Der Zukunftsplan zielt auf das übergeordnete Leitbild („Rostock als Regiopole positionieren“) ab und trägt zur Erreichung der in den acht Leitlinien (zum Beispiel der Leitlinie „Grüne Stadt am Meer“) sowie den Querschnittsaufgaben genannten Zielen bei.

Projekte der BUGA 2025

Hamburg hat kürzlich seine Planung für den Stadtteil Grasbrook verkündet. Auf welche Projekte dürfen wir uns in den kommenden Jahren in Rostock freuen? Was planen Sie?

Die Mittelmole in Warnemünde haben Sie ja bereits erwähnt. In Verbindung mit dieser Planung steht der derzeitig in der Planung befindliche Umbau weiterer Kaianlagen im Bereich des ehemaligen Werftbeckens für den Kreuzfahrttourismus und landseitig zusätzliche Gewerbeflächen. Ein für die Stadtentwicklung von Rostock besonders wichtiges Projekt ist die Bewerbung um die Ausrichtung der BUGA 2025, mit vielen weitreichenden Einzelmaßnahmen und unmittelbarem Bezug zur Warnow.

Findet die BUGA 2025 statt?

 

Im Zusammenhang mit der Planung zur BUGA 2025 steht das Landesmuseum für Archäologie, das im Stadthafen errichtet werden soll. Ein weiteres herausragendes Projekt mit unmittelbarem Bezug zum Wasser ist der geplante „Ocean Technology Campus“ (OTC), mit dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) als Kern sowie einem großflächigen Unterwasser-Testfeld „Digital Ocean Lab“. Das OTC soll im Gebiet des Rostocker Fracht- und Fischereihafens sowie auf dem Gelände des südlich angrenzenden ehemaligen Schlachthofes entstehen.

Außerdem plant die Stadt die Entwicklung eines neuen, gemischt genutzten Quartiers am Ostufer der Unterwarnow. Dem Warnowquartier.

Ja, das Warnowquartier soll als eine grüne Modellstadt der Zukunft entwickelt werden – ein Experimentierquartier, welches beispielhafte Lösungen für drängende Problemlagen unserer heutigen Zeit aufzeigt. Angefangen bei der Entwicklung eines regenerativen Energiekonzepts für das Quartier über die Beantwortung der Frage nach einer zukunftsfähigen Organisation des täglichen Zusammenlebens der Bewohner*innen sowie Überlegungen, welche Aufgaben öffentliche Frei- und Grünräume in den kommenden Jahren übernehmen sollten und wie sich neue Mobilitätskonzepte nachhaltig umsetzen lassen, sollen innovative Ideen sowie bewährte Maßnahmen der Quartiersentwicklung in die Konzeptfindung einfließen.

Es soll ein modernes Quartier für alle mit einer modellhaften Bebauung und vielen Freiräumen entstehen. Ein Ort der Vielfalt und flexiblen Nutzungen mit einer robusten, zukunftsoffenen Grundstruktur. Dabei wird auch das Bauen auf dem Wasser einen besonderen Stellenwert einnehmen und ein architektonisches Highlight bilden. Für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock bietet sich mit diesem Vorhaben die einmalige Chance, das Thema Leben auf dem Wasser erstmals in der Stadt umzusetzen und sich dadurch mit originellen, zukunftsweisenden und vorbildhaften Lösungen zu präsentieren. Im Rahmen der BUGA 2025, die in Rostock stattfinden wird, soll ein Hauptaugenmerk der Besucher*innen auf eben dieser Attraktion liegen, womit ein weiterer Beitrag zur maritimen Imagebildung der Stadt geleistet werden kann.

Die BUGA 2025 soll trotz Corona-Pandemie stattfinden.

Anja Epper studierte Architektur mit Schwerpunkt Städtebau an der RWTH Aachen. Im Rostocker Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft ist sie seit 1996 Sachgebietsleiterin für das Sachgebiet Bauvorhaben und Stadtgestaltung. Anja Epper ist Mitglied der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern und Vorstandsmitglied im SRL e.V.

Interessiert an Bundesgartenschauen? Lesen Sie hier mehr zur BUGA Heilbronn.

Das Interview erschien erstmals in der Juniausgabe 2020 der Garten + Landschaft.

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Energie, sparsamer Umgang mit ihr und Energieeffizienz werden derzeit so intensiv diskutiert wie selten. Nicht nur Sektoren wie Industrie und Transport sind involviert. Auch der Gebäudesektor steht im Mittelpunkt intensiver Debatten. Nun überrascht eine schlechte Nachricht. Die Neuauflage staatlicher KfW Förderung war nach wenigen Stunden ausgeschöpft.

Zunächst gab es gute Nachrichten für all diejenigen, die ihre Bauprojekte energieeffizient gestalten möchten. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verkündete eine neue Förderrunde. Die neu bereitgestellten Gelder des Bundes sollten insbesondere die Entstehung energieeffizienter Neubauten fördern. Doch die gute Nachricht hielt nicht lange an. Bereits wenige Stunden nachdem Anträge auf KfW Förderung gestellt werden konnten, waren die Gelder ausgeschöpft. Dementsprechend konnten schon am Nachmittag des ersten Fördertages keine neuen Anträge mehr berücksichtigt werden. Eine staatliche Förderung für die Effizienzhaus-Stufe 40 (EH 40) und EH40 Plus sind vor diesem Hintergrund also nicht mehr möglich. Die Branche spricht von einem Fiasko. Insbesondere der dringend benötigte Wohnungsbau ist von diesem Debakel betroffen.

Keine echte Überraschung

Die schlechte Nachricht, dass nur die schnellsten Förderinteressierten Erfolg hatten, überrascht. Wie kann eine KfW Förderung schon nach wenigen Stunden ausgeschöpft sein, diese Frage beschäftigte viele. Aber bereits im Vorfeld hatte der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck deutlich gemacht, dass das Budget der neuen KfW Förderung sehr begrenzt sei. Auf die eine Milliarde Euro erwartete das Ministerium und die KfW also bereits im Vorfeld einen großen Run. Der kam nicht von ungefähr. Denn im Januar 2022 hatte das Bundeswirtschaftsministerium verschiedene Fördermöglichkeiten gestoppt. Dazu gehörte die Neubauförderung nach dem Effizienzstandard EH55. Aber auch die staatliche Unterstützung für Neubauten nach EH40-Standard und energetische Sanierungen von Gebäuden waren betroffen. Außerdem machte das Ministerium von Anfang an deutlich, dass der neue, im Frühjahr bereit gestellte Topf von einer Milliarde Euro nicht aufgestockt wird.

Klimaschutz und bezahlbares Wohnen brauchen Förderung

Die eine Milliarde Euro, die durch KfW Förderung an Bauherren energiesparender Häuser gehen sollte, war schnell ausgeschöpft. Das wundert kaum, wo die Notwendigkeit neuen Wohnraum zu schaffen, allerorts betont wird. So hatte beispielsweise auch die Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte die neuen Fördergelder fest eingeplant. Mindestens zwei Bauprojekte mit Mietwohnungen im Rhein-Main-Gebiet sollten von der neuen KfW Förderung profitieren. Und die neuen Gebäude können nur klimaneutral werden, wenn der Staat dabei hilft. Nur mit finanzieller Unterstützung können Klimaschutz und bezahlbares Wohnen in Einklang gebracht werden. Hinzu kommt für Wohnungsbauende derzeit erschwerend, dass die Baukosten steigen. Auch vor diesem Hintergrund ist eine KfW Förderung von zentraler Bedeutung für klimaneutrale und bezahlbare Projekte.

Kritik von allen Seiten

Dass die von vielen dringend benötigten und einkalkulierten KfW Fördergelder gleich ausgeschöpft waren, führt zu Unmut. So reagiert zum Beispiel die Wohnungswirtschaft mit deutlicher Kritik auf den erneuten Förderstopp. Der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft sprach von einem Fiasko mit Ansage. Aus Sicht der Wohnungswirtschaft sei von vorne herein klar gewesen, dass die vom Bundesministerium bereit gestellte eine Milliarde Euro nicht ausreichen würde. Dafür ist der aktuelle Bedarf viel zu groß. Mit dem schnellen Ende der KfW Förderung ist also eine grundlegend notwendige Unterstützung für klimaschonendes, bezahlbares Bauen innerhalb von Stunden zum Erliegen gekommen. Das ist insofern tragisch, als dass Planungssicherheit und Verlässlichkeit in dieser von Unsicherheit geprägten Zeit sehr wichtig sind.

Derzeit steigen die Baukosten immer weiter an, Material wird immer knapper und die Zinsen steigen ebenfalls. Das sind Rahmenbedingungen, die bezahlbares, klimaschonendes Bauen unmöglich machen. Deshalb ruft die Wohnungswirtschaft nach einer dauerhaften und verlässlichen Förderung für klimaschonenden, bezahlbaren Wohnungsbau. Und zwar schnellstmöglich.

Auch der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen bezeichnet die Situation als Debakel. In Zeiten, in denen der Wohnraumbedarf größer ist denn je, sind erneut Bauwillige verprellt und in verunsichert worden. Das sieht auch die Bauministerin Ina Scharrenbach aus Nordrhein-Westphalen so. Sie bezeichnet den Stopp der KfW Förderung als einen Schlag ins Gesicht für alle Bauwilligen. Darüber hinaus sieht sie, dass das Förderchaos dem gesamten Handlungsfeld schadet und damit auch der  Energieeffizienz und Klimaneutralität.

Förderung nur noch Qualitätssiegel

Mit dem schnellen Ausschöpfen der KfW Förderung kommt nicht alles zum Erliegen. Vielmehr startet zeitnah ein neues Förderprogramm. Das unterstützt Bauvorhaben der Effizienzhaus-Stufe 40 aber nur noch, wenn sie besondere Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllen. Diese neue KfW Förderung verbindet Neubauförderung mit dem Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen (QNG). Nur Projekte, die das Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen tragen, können von staatlicher Unterstützung profitieren.

Das Qualitätssiegel für nachhaltige Gebäude ist bereits seit 2021 ein optionaler Bestandteil der KfW Förderung für effiziente Gebäude. Die Kriterien dafür werden von der Bundesregierung festgelegt und von unabhängigen Prüfern vergeben. Nun muss also jedes Bauvorhaben ein solches Siegel beantragen, um vielleicht von KfW Förderung zu bekommen. Damit will die Bundesregierung ein Signal für die Neuausrichtung auf nachhaltiges Bauen setzen. Wer also eine staatliche Förderung beantragen will, braucht den Nachweis eines Energieeffizienz-Experten. Das mag zwar inhaltlich gut und wichtig sein, es ist aber einmal wieder ein Schritt Richtung weitere Bürokratie.

Wie München die Stadt energieeffizienter gestalten will, erfahren Sie hier.

Was ist ein KI-Modell? Von Trainingsdaten bis zur Anwendung im Quartier

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Stadtansicht aus der Vogelperspektive, fotografiert von Markus Spiske mit Canon 5D Mark III und Leica Summicron-R 2.0/50mm.

Vergessen Sie alles, was Sie über Künstliche Intelligenz aus der Silicon-Valley-Werbung kennen: Wer in der Stadt- und Quartiersentwicklung vorne mitspielen will, muss verstehen, was ein KI-Modell wirklich ist – vom ersten Datensatz bis zur konkreten Anwendung im Quartier. Zwischen datenhungrigen Algorithmen, ethischen Dilemmata und dem echten Mehrwert für die urbane Praxis liegt eine Welt voller Chancen, Fallstricke und – ja, auch ein bisschen Magie. Sind Sie bereit für einen tiefen Einblick?

  • Definition von KI-Modellen: Was unterscheidet sie von klassischen Computerprogrammen und wie funktionieren sie?
  • Rolle und Beschaffenheit von Trainingsdaten: Warum Datenqualität der Schlüssel zu jedem erfolgreichen KI-Einsatz ist.
  • Wie KI-Modelle lernen: Von überwachten bis zu unüberwachten Lernverfahren, mit Praxisbeispielen für Stadtplanung und Landschaftsarchitektur.
  • Vom Modell zur Anwendung: Wie KI-Lösungen in Quartieren eingesetzt werden – von Verkehrssteuerung bis Klimaresilienz.
  • Ethische, rechtliche und gesellschaftliche Herausforderungen: Transparenz, Verzerrungspotenzial und die Verantwortung der Planer.
  • Grenzen, Risiken und Chancen von KI im urbanen Kontext: Was heute möglich ist – und was Wunschdenken bleibt.
  • Innovative europäische und deutschsprachige Praxisbeispiele: KI im Dienst lebenswerter, nachhaltiger Städte.
  • Fazit: Warum KI-Modelle nicht nur ein Werkzeug sind, sondern ein neues Planungsparadigma einläuten.

Was ist ein KI-Modell? Grundlagen, Funktionsweise und Bedeutung für die urbane Praxis

Im Alltag begegnen uns KI-Modelle meist als Zaubertricks: Sprachassistenten, die auf Zuruf das Licht dimmen, Navigationssysteme, die Staus vorhersagen, oder Bildfilter, die aus jedem Selfie ein Kunstwerk zaubern. Doch was steckt wirklich hinter dem Begriff „KI-Modell“? In der Fachwelt spricht man von einem mathematischen oder statistischen Modell, das in der Lage ist, aus Daten Muster zu erkennen, Vorhersagen zu treffen oder sogar eigenständig neue Lösungen zu finden. Im Gegensatz zu klassischen Computerprogrammen, die jeder Logikschritt explizit vorgegeben werden muss, lernen KI-Modelle aus Beispielen. Die Basis dafür sind Daten – und zwar möglichst viele, möglichst vielfältige und möglichst relevante.

Ein KI-Modell besteht aus mehreren Komponenten: dem Algorithmus – also der formalen Struktur, nach der gesucht und gelernt wird –, den Parametern, die während des Lernprozesses angepasst werden, und natürlich den Trainingsdaten, auf denen das Modell seine Fähigkeiten aufbaut. Besonders häufig kommen sogenannte künstliche neuronale Netze zum Einsatz, die grob gesagt das menschliche Gehirn nachahmen. Aber auch Entscheidungsbäume, Support-Vector-Machines oder probabilistische Modelle gehören zum Werkzeugkasten der KI.

Für die Stadt- und Landschaftsplanung ist die Bedeutung von KI-Modellen kaum zu überschätzen. Sie helfen, komplexe Zusammenhänge zu erfassen – etwa die Wechselwirkungen von Mobilitätsströmen, Klimadaten, Sozialindikatoren und baulicher Struktur in einem Quartier. Sie können Szenarien durchspielen, Risiken abschätzen oder Planungsalternativen bewerten. Und sie ermöglichen, aus einer Flut von Daten – Stichwort Smart City – tatsächlich nutzbares Wissen zu generieren. Damit eröffnen sie neue Wege für evidenzbasierte, adaptive und resiliente Planungsprozesse.

Doch so einfach, wie es klingt, ist es in der Praxis selten. Ein KI-Modell ist weder ein Allheilmittel noch ein Selbstläufer. Entscheidend ist nicht nur, was technisch möglich ist, sondern was sinnvoll, machbar und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann. Der Weg vom Datensatz zum einsatzbereiten KI-Modell ist gesäumt von Fallstricken: von Datenqualität und -ethik über rechtliche Rahmenbedingungen bis hin zur Akzeptanz der Nutzer.

Wer als Planer, Architekt oder Stadtentwickler mit KI arbeiten will, braucht daher mehr als nur technisches Verständnis. Gefragt sind kritische Reflexion, interdisziplinäres Denken und ein gutes Gespür für die Wechselwirkungen zwischen Technologie, Gesellschaft und Raum. Das KI-Modell ist kein Zauberkasten – aber, richtig eingesetzt, ein mächtiges Werkzeug für die Stadt der Zukunft.

Trainingsdaten: Das Fundament jedes KI-Modells und ihr Einfluss auf die Stadtentwicklung

„Garbage in, garbage out“ – dieser klassische Satz der Informatik gilt für KI-Modelle wie für kaum ein anderes Feld. Die Qualität und Beschaffenheit der Trainingsdaten entscheidet darüber, ob ein KI-Modell ein hilfreicher Assistent oder ein unberechenbarer Störenfried wird. Doch was sind eigentlich Trainingsdaten, und warum sind sie so zentral? Gemeint sind sämtliche Datensätze, mit denen ein Modell „gefüttert“ wird, damit es lernen kann, Zusammenhänge zu erkennen und Aufgaben zu lösen. Im urbanen Kontext können das Sensordaten aus Ampelanlagen, Satellitenaufnahmen, Verkehrsstatistiken, Klimawerte, soziale Indikatoren oder sogar Bürgerfeedbacks sein.

Die größte Herausforderung: Trainingsdaten müssen nicht nur quantitativ ausreichend, sondern auch qualitativ hochwertig und repräsentativ sein. Ein Modell, das ausschließlich auf Verkehrsdaten aus dem Berufsverkehr lernt, wird etwa völlig falsche Prognosen für Wochenenden abgeben. Ebenso riskant ist es, wenn wichtige Gruppen oder Einflussfaktoren in den Daten fehlen – etwa bestimmte Altersgruppen, Mikromobilität oder informelle Nutzungen von Stadträumen. Verzerrte oder lückenhafte Daten führen zwangsläufig zu Verzerrungen im Modell – das berüchtigte Problem des „Bias“.

Datenaufbereitung ist daher ein aufwendiger, oft unterschätzter Schritt im KI-Projekt. Es geht um mehr als das bloße Sammeln: Daten müssen bereinigt, harmonisiert, anonymisiert und für das jeweilige Modell strukturiert werden. Insbesondere im Bereich der Stadtentwicklung stellt sich zudem die Frage der Datensouveränität: Wer darf welche Daten erheben, speichern und auswerten? Wie lassen sich Datenschutz, Transparenz und der Mehrwert für das Gemeinwohl in Einklang bringen? Gerade in Deutschland mit seinen strengen Datenschutzregelungen ist das eine besondere Herausforderung – aber auch ein Standortvorteil, wenn es um nachhaltige, vertrauenswürdige KI-Anwendungen geht.

Ein oft übersehener Aspekt: Die Trainingsdaten prägen nicht nur die Leistung, sondern auch die „Persönlichkeit“ des Modells. So kann ein Verkehrsmodell, das mit Daten aus einer autodominierten Stadt trainiert wurde, zu ganz anderen Handlungsempfehlungen kommen als eines, das multimodale Mobilität oder Fußgängerströme abbildet. Wer die Stadt von morgen gestalten will, sollte also nicht nur fragen, welches KI-Modell eingesetzt wird – sondern vor allem, welche Daten es geformt haben.

Der Umgang mit Trainingsdaten ist damit weit mehr als eine technische Aufgabe. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, der Partizipation und der Weichenstellung für künftige Stadtentwicklung. Gute Trainingsdaten sind der Humus, aus dem innovative, faire und nachhaltige KI-Lösungen wachsen können.

Lernen, Testen, Anwenden: Wie KI-Modelle in der Praxis funktionieren

Der eigentliche Clou eines KI-Modells liegt im Lernprozess. Anders als traditionelle Software, die nach festen Regeln arbeitet, entwickelt ein KI-Modell seine „Fähigkeiten“ durch Training. Dabei unterscheidet man grob zwischen überwachten, unüberwachten und bestärkenden Lernverfahren. Beim überwachten Lernen bekommt das Modell Beispielpaare aus Eingabedaten und erwarteten Ergebnissen – etwa Verkehrsmessungen und dazugehörige Stauzeiten. Es lernt, die Zusammenhänge zu erkennen und auf neue, unbekannte Daten anzuwenden. Beim unüberwachten Lernen sucht das Modell eigenständig nach Mustern in den Daten – etwa Cluster von Nutzungsverhalten in einem Park. Bestärkendes Lernen schließlich funktioniert ähnlich wie Versuch und Irrtum: Das Modell probiert verschiedene Strategien aus und wird für erfolgreiche Ergebnisse belohnt.

In der Stadt- und Quartiersentwicklung ergeben sich daraus vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Ein KI-Modell kann etwa helfen, Verkehrsflüsse vorherzusagen, indem es historische Messdaten, aktuelle Wetterbedingungen und Veranstaltungspläne kombiniert. In der Landschaftsarchitektur lassen sich Pflanzenstandorte oder Bewässerungsbedarfe optimieren, indem das Modell aus Sensordaten, Bodenkarten und Klimavorhersagen lernt. Selbst komplexe Aufgaben wie die Simulation von Hitzeinseln oder die Vorhersage von Sozialdynamiken in einem Quartier sind heute möglich – vorausgesetzt, das Modell wurde gut trainiert und validiert.

Der Weg von der Entwicklung zur Anwendung ist dabei alles andere als trivial. Nach dem Training muss das Modell getestet werden, um sicherzustellen, dass es nicht nur auf den Trainingsdaten funktioniert, sondern auch in neuen Situationen zuverlässig bleibt. Das erfordert sorgfältige Validierung, regelmäßige Updates und ein waches Auge für unerwartete Nebeneffekte. Ein KI-Modell, das in München gut arbeitet, kann in Wien oder Zürich völlig versagen – weil die Datenbasis, die Infrastruktur oder das Mobilitätsverhalten unterschiedlich sind.

Ein weiteres Schlüsselelement ist die Erklärbarkeit von KI-Modellen. Gerade im öffentlichen Raum ist es zentral, nachvollziehbar darzulegen, wie eine Entscheidung zustande kam. Black-Box-Modelle, deren innere Logik selbst Experten nicht mehr verstehen, sind im Kontext urbaner Planung ein heikles Thema. Daher setzen viele Projekte auf sogenannte „interpretable AI“ – also Modelle, deren Entscheidungswege transparent gemacht werden können. Das ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Akzeptanz: Planer, Verwaltung und Bürgerschaft müssen das Ergebnis verstehen und bewerten können.

Die Anwendung von KI-Modellen in der urbanen Praxis ist also ein Balanceakt zwischen technischer Raffinesse, Datenkompetenz und gesellschaftlicher Verantwortung. Wer hier nur auf schnelle Effizienzgewinne schielt, läuft Gefahr, wertvolle Chancen zu verschenken – oder, schlimmer noch, nachhaltige Fehlentwicklungen zu zementieren.

KI im Quartier: Praxisbeispiele, Chancen und Risiken für die Stadt von morgen

Was passiert, wenn KI-Modelle tatsächlich im Quartier ankommen? Die Bandbreite der Anwendungen ist beeindruckend – von der Verkehrssteuerung in Echtzeit über die Optimierung von Energieflüssen bis zur vorausschauenden Pflege urbaner Grünräume. In Wien etwa wird ein KI-Modell genutzt, um städtische Hitzeinseln zu identifizieren und gezielt durch Begrünung oder Wasserflächen zu entschärfen. In Zürich analysiert ein KI-System Verkehrsströme und schlägt adaptive Ampelschaltungen vor, die nicht nur Staus, sondern auch Emissionen reduzieren. Ein Pilotprojekt in Hamburg setzt KI ein, um die Nutzung von Freiräumen zu erfassen und für die Planung neuer Aufenthaltsflächen auszuwerten.

Der große Vorteil: KI-Modelle können enorme Datenmengen in Echtzeit auswerten und so Entscheidungsprozesse erheblich beschleunigen. Sie eröffnen neue Perspektiven für die partizipative Planung, indem sie komplexe Zusammenhänge visualisieren und alternative Szenarien durchspielen. Besonders spannend wird es, wenn KI mit digitalen Zwillingen kombiniert wird: So entstehen interaktive Stadtmodelle, in denen die Auswirkungen jeder Maßnahme simuliert und bewertet werden können – ein Quantensprung gegenüber klassischen, statischen Planungsmodellen.

Doch die Euphorie hat auch ihre Schattenseiten. KI-Modelle können bestehende Ungleichheiten und Verzerrungen verstärken, wenn sie auf unausgewogenen oder diskriminierenden Daten trainiert werden. Die Frage nach der Kontrolle über Daten und Algorithmen ist nicht nur eine technische, sondern auch eine politische: Wer entscheidet, welche Ziele optimiert werden? Wer trägt die Verantwortung, wenn ein Modell versagt? Und wie lässt sich verhindern, dass KI-Lösungen zum Spielball kommerzieller Interessen werden?

Ein weiteres Risiko liegt in der Komplexität und Intransparenz vieler KI-Modelle. Wenn Entscheidungen nicht mehr nachvollziehbar sind, droht ein Verlust an Vertrauen – sowohl bei den Fachleuten als auch in der Bevölkerung. Hier ist es essenziell, auf offene Standards, Erklärbarkeit und partizipative Prozesse zu setzen. Gute Beispiele aus Skandinavien und den Niederlanden zeigen, dass es möglich ist, KI-Anwendungen so zu gestalten, dass sie sowohl technisch exzellent als auch gesellschaftlich akzeptiert sind.

Unterm Strich gilt: KI im Quartier ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug für lebenswerte, nachhaltige Städte. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der klugen Verbindung von Technik, Fachwissen und gesellschaftlicher Verantwortung. Wer KI-Modelle nur als Effizienzmaschine betrachtet, greift zu kurz – gefragt ist ein ganzheitliches Verständnis von Stadt, das KI als Chance für bessere, gerechtere und resilientere Quartiere nutzt.

Fazit: KI-Modelle als neues Paradigma der urbanen Planungskultur

Die Frage, was ein KI-Modell ist, lässt sich technisch rasch beantworten: Es ist ein lernfähiges, datengetriebenes System, das aus Beispielen Muster erkennt und Entscheidungen trifft. Doch für die urbane Praxis reicht das nicht. Hier sind KI-Modelle Wegbereiter eines neuen Planungsdenkens – eines Denkens, das Komplexität nicht fürchtet, sondern nutzt; das Unsicherheit nicht verdrängt, sondern produktiv macht; das Technik nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug für eine lebenswerte Stadt einsetzt.

Von den ersten Trainingsdaten bis zur konkreten Anwendung im Quartier ist es ein weiter Weg. Er erfordert Sorgfalt, Mut, Reflexion und – nicht zuletzt – die Bereitschaft, auch Irrwege und Fehlschläge als Lernchancen zu begreifen. Wer den Einsatz von KI-Modellen als kulturelle, soziale und ethische Aufgabe versteht, kann aus ihnen weit mehr machen als nur eine neue Generation smarter Tools. Er kann sie zum Motor einer nachhaltigen, gerechten und zukunftsfähigen Stadtentwicklung machen.

Die Debatte um KI in der Stadtplanung steht erst am Anfang. Viele Fragen sind offen, viele Risiken real – aber das Potenzial ist enorm. Entscheidend ist, wie wir mit Modellen, Daten und Algorithmen umgehen: Ob wir sie als Black Box akzeptieren oder als Einladung zum Dialog, zur Partizipation und zur Innovation. Garten und Landschaft wird diesen Weg kritisch-konstruktiv begleiten – und immer wieder nachfragen: Was macht ein KI-Modell aus? Und was macht es aus unseren Städten?