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„Die Mediathek ist ein Treffpunkt für die Menschen der Region.“

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Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Ursprünglich wollte die Gemeinde Sierentz mit dem IBA Projekt “Domaine Haas” ja nur eine alte Scheune zur trinationalen Mediathek umgestalten. Das war aber nur der Anfang. Inzwischen hat die Gemeinde Sierentz die Domaine Haas mit zwei weiteren IBA Projekten vernetzt und damit zum Ausgangspunkt einer städtebaulichen Studie gemacht. Zu Beginn aber ging es um das Grundstück der Familie Haas – ein Bauernhof inklusive Mühle und botanischem Garten – und die neue Mediathek. Wie drlw architectes den Spagat zwischen Alt und Neu geschafft und welche Symbolik die neuen Strukturen haben, erfahren wir vom leitenden Architekten Denis Dietschy.

Denis Dietschy, die Mediathek der Domaine Haas in Sierentz wurde 2014 gebaut. Welche Rolle haben drlw architectes bei dem Projekt gespielt?

Die Mediathek existierte vor unserem architektonischen Eingriff nicht. Aber um unsere Rolle als Architekten zu verstehen, müssen wir die Domaine Haas in ihrer Gesamtheit betrachten: Sie befindet sich im Zentrum des Dorfes, entlang des Flusses. Es handelt sich um einen alten Bauernhof, der aus einer alten Mühle und einem botanischen Garten besteht und sich während mehrerer Generationen im Besitz der Familie Haas befand, bis diese sich dazu entschloss, das Anwesen der Gemeinde zu überlassen. Im Gegenzug verlangte sie, dass die Gemeinde das Areal nicht in Wohnraum wandelt, sondern die Domaine in ein bereits existierendes Schulprojekt integriert. Die Kommune verpflichtete sich daher, das bestehende Gelände zu respektieren und darauf öffentliche Einrichtungen zu entwickeln.

Mehrere Generationen? Die Domaine Haas scheint eine lange Geschichte zu haben …

Das Gebiet hat in der Tat eine lange Geschichte, und diese ist sehr wichtig für das Projekt. Die Domaine Haas ist ein ehemaliges Herrenhaus. Die Herrenhäuser gehörten damals wohlhabenden Familien, die sich an den Bächen etablierten, um Mühlen zu bauen. Als wir an dem Projekt arbeiteten, war es uns wichtig, seine Geschichte aufzunehmen. Wir wollten damit zeigen, dass Geschichte nicht immer enden muss. Dieses moderne Gebäude im Herzen des Dorfes zu bauen, war ein außergewöhnliches Abenteuer.

Sie haben also mit drlw architectes eine neue Mediathek für die Gemeinde gebaut?

Genau, wir haben die Scheune und die Ställe, die bereits vorhanden waren, wiederverwendet. Das bestehende Gebäude haben wir geöffnet und direkt daneben einen sehr modernen Glasanbau errichtet. Eine Fußgängerbrücke verbindet die beiden Gebäude und verkörpert die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Außerdem entstand vor kurzem eine Schule auf dem Gelände.

Treffpunkt im Herzen des Dorfes

Was meinen Sie mit der Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart?

Wir haben das alte Gebäude komplett umstrukturiert. Man könnte sagen, dass wir Kinder und Jugendliche im neuen Teil untergebracht haben, während der ältere Teil für die Erwachsenen vorgesehen ist. Die beiden Gebäude sind durch die Fußgängerbrücke verbunden, die als Vermittler der Geschichte wirkt – sehr symbolische Architektur also.

Wie kommt das in der Gemeinde an?

Die Mediathek läuft sehr gut. Der Ort wird von vielen Menschen genutzt, und die Mediathek ist zu einem integralen Bestandteil des Dorfes geworden. Das hängt auch damit zusammen, dass wir sie als einen offenen Ort konzipiert haben, der im Herzen des Dorfes liegt. Viele Menschen kommen hierher, um ihre Zeit zu verbringen oder einfach nur um einen Kaffee zu trinken. Die Mediathek dient nicht nur der Gemeinde Sierentz als Treffpunkt, sondern auch den umliegenden Dörfern.

“Es gibt nicht nur Franzosen oder Elsässer.”

Wie fügt sich die Mediathek in die trinationale Region ein?

Sierentz soll zur Attraktivität der Region Basel beitragen. Die Region ist die Heimat vieler Einwohner, von denen die meisten in der Umgebung von Basel arbeiten. Dadurch entsteht eine kulturelle Mischung. Ich finde es spannend, dass die Mediathek ein Ort des schriftlichen und mündlichen Austauschs zwischen diesen verschiedenen Kulturen sein kann.

Hat der trinationale Aspekt des Projekts Ihre Architektur beeinflusst?

Ja, was die Symbolik betrifft. Wie haben einen offenen Raum geschaffen, der die Vergangenheit respektiert und gleichzeitig offen für die Zukunft ist. Es ist ein Treffpunkt für alle Menschen, die in der Region leben. Es gibt nicht nur Franzosen oder Elsässer. All diese Dörfer in der Grenzregion beherbergen nun Menschen allerorts.

Warum wir eine IBA-Basel-Serie gestartet haben? Das lesen Sie hier.

Hier finden Sie weitere Interviews zu Projekten der IBA Basel.

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Wir sind Fachmedium des Jahres!

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Die Garten + Landschaft ist Fachmedium des Jahres 2017. Das verkündete die Jury auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt am 17. Mai 2017.

Wissen vermitteln, den Horizont erweitern, Perspektiven bieten und Emotionen wecken – mit Tiefgang, einem modernen Layout und dem Anspruch auf Aktualität. Das muss eine gute Fachzeitschrift können. Und wir haben es jetzt schwarz auf weiß: so ein Medium ist die Garten + Landschaft. Gestern wurden wir auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt als beste Fachzeitschrift des Jahres (bis 1 Mio. Umsatz) ausgezeichnet.

Für journalistische Qualität ausgezeichnet

Die Jury war sich einig: „Die Garten + Landschaft versteht es, den Fachzeitschriftenleser auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Der Titel besticht durch ein großzügiges und opulentes Layout, ohne an Sachlichkeit zu verlieren. Typo und Bilder werden vorbildlich eingesetzt“. Sehr gut gefallen haben der Jury auch die strukturierte Leserführung, die vielfältigen Stilformen und die Rubrik „Snapshots“.

Die Garten + Landschaft befindet sich in guter Gesellschaft. Auch die anderen Preisträger überzeugten die Jury von ihrer journalistischen Qualität: Ausgezeichnet wurden unter anderem die Deutsche Apotheker Zeitung, Miss & Mister Handwerk, DeviceMed, Si und die Website Hofheld vom Deutschen Landwirtschaftsverlag.

Zur Hauptjury gehörten Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse, Wolfgang Beisler, stellvertretender Sprecher der Deutschen Fachpresse und Geschäftsführer des Carl Hanser Verlags, Jörg Dambacher, geschäftsführender Gesellschafter der RTS Rieger Team Werbeagentur, Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Leiter des Studiengangs „Fachjournalismus mit Schwerpunkt Technik“ an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vogel Business Media und Hans Scheider, Mitgesellschafter der diemedia GmbH.

Hier geht’s zum Probeabo der Garten + Landschaft.

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6-Seen-Wedau: Längste Klimawand der Welt

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Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt soll entstehen. (Foto: Redaktion Jensen media)
Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt soll entstehen. (Foto: Redaktion Jensen media)
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Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ hat begonnen und startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt mit einer Länge von 2,6 Kilometer soll entstehen.

3 000 Wohneinheiten & 40 000 Quadratmeter Natur

Das neue Wohngebiet „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ in Duisburg ist das derzeit größte Stadtentwicklungsprojekt in Nordrhein-Westfalen. Teil des Wohngebiets ist eine 2,6 Kilometer lange und 10 Meter hohe grüne Lärmschutzwand. 13 000 Kletterpflanzen werden die längste Klimawand der Welt ausstatten. Sie soll den künftigen Bewohner*innen von 6-Seen-Wedau Lärmschutz vor dem angrenzenden Bahnverkehr gewähren und zugleich 40 000 Quadratmeter Natur bieten. Darüber hinaus stellt die Klimawand einen geschützten Lebensraum für die in der Region lebenden Zauneidechsen dar.

Das Wohngebiet entsteht auf den ehemaligen Bahnflächen des Rangierbahnhofs Wedau und wird in den nächsten Jahren fertiggestellt. Die Klimawand soll schon Ende 2022 komplett sein. 6-Seen-Wedau wird bis zu 3 000 Wohneinheiten in vier unterschiedlich gestalteten Quartieren bieten.

Foto: Redaktion Jensen media
Foto: Redaktion Jensen media

Die „Rau Klimawand R3“ in 6-Seen-Wedau

Die Klimawand in 6-Seen-Wedau kommt vom Spezialanbieter „Rau Lärmschutzwände“ mit Sitz in Berlin. „Die Lärmschutzwand in Duisburg-Wedau sprengt wirklich alle bisherigen Dimensionen. Toll, dass sich die Stadt und die Duisburger GEBAG als Baugesellschaft für diese besonders nachhaltige und ökologische Lösung des Lärmschutzes entschieden haben“, sagt Henning Knief, Geschäftsführer der Rau Lärmschutzwände – Geosystem GBK GmbH aus Berlin.

Der Luftschalldämmungswert der Klimawand liegt bei 68 dB. Die gesamte Länge des Neubaugebiets ist von der Wand geschützt. Die Bahnstrecke zwischen Duisberg-Wedau und Ratingen ist viel befahren, weshalb der Schutz wichtig ist.

Aber auch die Umweltfreundlichkeit der Wand spielt eine wichtige Rolle. Michael Streck, Projektleiter der GEBAG Flächenentwicklung, sagt dazu: „Die Nähe zur Natur spielt für Investoren und zukünftige Anwohner schon jetzt eine große Rolle: Wir haben über 800 Anregungen von 300 Bürgerinnen und Bürgern in unsere Stadtteilplanung einfließen lassen – viele große Grünflächen sollen das Stadtbild mitprägen. Klar, dass wir auch bei der Wahl unserer Lärmschutzwand eine umweltfreundliche Lösung finden wollten“, so Streck.

Nachhaltiger Bau

Bei der Klimawand in 6-Seen-Wedau ist der Name Programm, denn auch in ihrer Herstellung ist sie ressourcensparend. „Beton ist in der Herstellung wahnsinnig energieaufwändig und entspricht einfach nicht mehr unserem heutigen Verständnis von Ökofreundlichkeit. Für die Füllung unserer Klimawand wurde durch ein kluges Bodenmanagement sowohl zugeliefertes als auch örtlich angefallenes Material verwendet, das bei der Umsetzung des neuen Stadtteils sowieso angefallen wäre“, so Henning Knief.

Dabei wurde lokal gewonnener Erdboden in den Stahlkorb der Mauer gefüllt, was die Begrünung der Mauer durch örtliche Pflanzen begünstigt. Die Kletterpflanzen brauchen nur die übliche anfängliche Pflege und sind danach quasi wartungsfrei. Sie haben außerdem eine lange Lebensdauer von mindestens 80 Jahren und können große Mengen an CO2 aufnehmen. So wird die Wand schon nach wenigen Jahren eine positive Klimabilanz aufweisen.

Zum Schutz der örtlichen Fauna erklärt Michael Streck: „Auf dem Wall wurden Ersatzquartiere für die heimischen Zauneidechsen eingerichtet. Außerdem finden sich im Lärmschutzwall einige Durchlässe für die Zauneidechsen, sodass sie je nach Tageszeit unkompliziert und sicher auf die sonnigere Seite wechseln können.“

Über das Projekt in Duisburg-Wedau

Das neue Wohnquartier in Wedau soll etwa 60 Hektar groß sein und sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen bieten. Das „Team Wedau“ hat über 800 Anregungen von Bürger*innen gesammelt, um das Quartier am Wasserturm, die Neue Gartenstadt, das Seequartier und das Quartier am Uferpark partizipativ zu gestalten. „Wir haben das gesamte Wohngebiet sehr großflächig geplant. Wir wollen nicht nach dem Maximalprinzip alles mit Immobilien zupflastern, sondern den Quartieren mit ihren individuellen Ansprüchen an Wohnen und Architektur genügend Platz zur Entfaltung geben“, so Projektleiter Michael Streck.

Die Sechs-Seen-Platte, die dem neuen Wohngebiet 6-Seen-Wedau seinen Namen gibt, besteht aus dem Masurensee, dem Warmbachsee, dem Böllertsee, dem Wildförstersee, dem Wolfssee und dem Haubachsee in Duisburg-Wedau. Zukünftige Anwohner*innen profitieren von der hohen Freizeitqualität der Umgebung. Das neue Bauprojekt wertet das neue Viertel auf und bietet viele Grün- und Erschließungsflächen, die auch für Investor*innen interessant sind. Zentrale Bauten wie der denkmalgeschützte Ziegelwasserturm bleiben bestehen. Insgesamt soll 6-Seen-Wedau durch die unmittelbare Nähe zur Natur und durch viele Grünflächen geprägt werden – allen voran die längste Klimawand der Welt, die sicherlich auch Besucher*innen von außerhalb anziehen wird.

Nicht nur Lärmschutzwände können klimafreundlich gestaltet werden, sondern auch Dächer. Erfahren Sie hier alles Wichtige zum Thema Dachbegrünung.

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