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Eduard Neuenschwander. Architekt und Umweltgestalter – Buchrezension

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Eduard Neuenschwander. Architekt und Umweltgestalter, Cover: gta Verlag, Foto: Heinrich Helfenstein
Eduard Neuenschwander. Architekt und Umweltgestalter, Cover: gta Verlag, Foto: Heinrich Helfenstein
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Grenzüberschreitend – so wird Eduard Neuenschwanders Umgang mit der Natur bezeichnet. Doch was bedeutet das und wodurch wird diese Grenzüberschreitung sichtbar?

Die Landschaftsarchitektin Claudia Moll und der Architekt Axel Simon geben auf 256 Seiten einen Einblick in die wichtigsten Werke des Schweizer Architekten, der sich selbst als „Umweltgestalter“ bezeichnete. Insgesamt veranschaulichen 18 exemplarische Projekte, wie Neuenschwander in unterschiedlichen Maßstäben arbeitete. Das Buch entstand an der ETH in Zürich und wurde 2009 mit dem DAM Architectural Book Award ausgezeichnet

Neuenschwanders Gestaltungsmittel

Die Publikation beginnt mit einem Abriss über Neuenschwanders Leben. Der Architekt wurde 1924 in Zürich geboren und stark geprägt durch einen Arbeitsaufenthalt im finnischen Atelier Alvar Aalto. Die finnische Landschaft und Baukultur beeinflussten den jungen Schweizer Architekten immens. Seine Projektspanne reichte deshalb vom Umbau eines Bauernhauses in Toggwil bis hin zur Garten- und Landschaftsausstellung „Grün 80“ in Basel. Dabei heben sich diese Entwürfe von jenen seiner Zeitgenossen ab. Seine Architektur macht den Ort in der Landschaft sichtbar und somit die Landschaft selbst. Die Autor*innen sensibilisieren ihre Leser*innen für die typischen Gestaltungsmittel von Neuenschwander, welcher zum Beispiel den Begriff der „Geschichtssinnlichkeit“ prägte. Er überlagerte alte und neue Strukturen und erschuf dabei ein neues Gesamtwerk. 1975 gründete er das Institut für Umweltgestaltung. Hierin formulierte der Architekt seinen ganzheitlichen Anspruch an die Umweltgestaltung. Er verstand den Siedlungsfreiraum als Teil des „Großbiotops Stadt und Landschaft“, als dynamisches und prozesshaftes System.

Eduard Neuenschwander im Kontext

Den Autor*innen gelingt es, Eduard Neuenschwanders architektonischen Werdegang zu veranschaulichen als auch Bezüge zu heutigen Entwicklungen zu setzen. Dies geschieht durch die nachvollziehbare Unterteilung in insgesamt sechs Kapitel, welche sich seinen Projekten widmen und sie thematisch kategorisieren. Ausführlich und informativ berichten Moll und Simon über die Schweizer Naturgartenbewegung. Sie stellen Neuenschwander dazu in Kontext, denn er galt als ein Hauptakteur dieser Epoche der europäischen Gartenkunst. Skizzen und Fotographien dokumentieren seine Werke eindrücklich, Zitate sind wirkungsvoll eingebunden. Moll und Simon verdeutlichen gekonnt seine ganzheitliche Betrachtungsweise, in der Ästhetik, Biologie und der Mensch als Nutzer vereint werden. Den Leser*innen wird klar, dass diese Sichtweise eine Selbstverständlichkeit für ihn darstellte obwohl sie seinerzeit als grenzüberschreitend galt.
Das Buch präsentiert eine sehr gelungene Zusammenstellung von Eduard Neuenschwanders architektonischen Werken. Sein sensibler Umgang mit dem Landschaftsraum erscheint gerade heute aktueller und notwendiger denn je. Die Lektüre ist daher überaus empfehlenswert und richtet sich an alle Architekt*innen und Landschaftsarchitekt*innen, doch auch für den interessierten Laien ist eine Empfehlung auszusprechen.

Der Text entstand in der „wissenschaftlichen Schreibwerkstatt Landschaftsarchitektur“ am TUM-Lehrstuhl Landschaftsarchitektur und Transformation bei Prof. Udo Weilacher. Im Rahmen des Seminars wählen Student*innen Fachliteratur aus und erarbeiten gemeinsam individuelle Buchrezensionen.

Ebenfalls interessant ist das Buch „Landschaftlichkeit als Architekturidee“ von Margitta Buchert. Lesen Sie hier unsere Rezension.

 

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Die Zukunft des öffentlichen Verkehrs

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Effizienz durch Technologie und nachhaltige Stadtplanung sind die Zukunft des ÖPNV. Foto von Chris Viel auf Unsplash
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Der öffentliche Verkehr steht an der Schwelle zu einem grundlegenden Wandel. Moderne Technologien wie Digitalisierung und autonome Fahrzeuge versprechen ebenso Effizienzgewinne wie nachhaltige Stadtplanung. Um diesen Fortschritt voranzutreiben, spielen staatliche Investitionen und politische Strategien eine entscheidende Rolle.

Digitalisierung als Motor der Mobilitätswende

Die Digitalisierung revolutioniert den öffentlichen Verkehr auf mehreren Ebenen. Intelligente Verkehrssteuerungssysteme, datenbasierte Prognosen und digitale Plattformen fördern die Effizienz und den Komfort. Smart Mobility-Apps integrieren verschiedene Verkehrsmittel und optimieren Routen in Echtzeit. Die Verbindung von Bus, Bahn, Leihfahrrädern und Sharing-Diensten wird so intuitiver und komfortabler.

Digitale Ticketing-Systeme, wie sie etwa in Skandinavien oder Singapur etabliert sind, erleichtern Fahrten und reduzieren den Bedarf an physischen Verkaufsstellen. In Deutschland arbeitet der ÖPNV an landesweiten Plattformen, die Tarifgrenzen und Verkehrsverbünde harmonisieren sollen. Derartige Entwicklungen steigern nicht nur die Benutzerfreundlichkeit, sondern auch die Effizienz des gesamten Systems.

Autonome Fahrzeuge: Die Revolution auf der Straße

Autonome Busse und Shuttles versprechen neue Möglichkeiten für den öffentlichen Verkehr. In strukturschwachen Regionen oder zu verkehrsarmen Zeiten könnten sie bestehende Linien ergänzen. Projekte wie das autonome Shuttle im Hamburger Hafen oder die autonomen Kleinbusse in Bad Birnbach zeigen, dass diese Technologie auf dem Vormarsch ist.

Besonders relevant ist der Einsatz autonomer Fahrzeuge für die sogenannte „letzte Meile“. In Wohnquartieren oder Gewerbegebieten können sie Fahrgäste flexibel an ihr Ziel bringen und so das Potenzial des öffentlichen Verkehrs erweitern.

Nachhaltige Stadtplanung: Verkehr neu denken

Technologie allein reicht jedoch nicht aus. Nachhaltige Stadtplanung ist unverzichtbar, um den öffentlichen Verkehr effizient und attraktiv zu gestalten. Konzepte wie „15-Minuten-Städte“ oder autofreie Quartiere verlagern die Mobilität von motorisiertem Individualverkehr hin zu Fuß- und Radverkehr sowie öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der gezielte Ausbau von Mobilitätshubs, an denen verschiedene Verkehrsmittel gebündelt werden, kann den ÖPNV stärken. Solche Knotenpunkte erleichtern den Umstieg und verringern Wartezeiten. Gleichzeitig fördert die Aufwertung von Haltestellen durch Begrünung, Beleuchtung und soziale Sicherheit die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs.

Investitionen und politische Weichenstellungen

Der Umbau des öffentlichen Verkehrs hin zu einer digitalen, nachhaltigen Zukunft erfordert gezielte Investitionen. Staatliche Förderprogramme für emissionsfreie Busse, den Ausbau von Radwegen oder die Modernisierung von Bahnhöfen sind essenziell.

Zudem braucht es regulatorische Rahmenbedingungen, die Innovationen begünstigen. Hierzu gehört der zügige Ausbau digitaler Infrastruktur ebenso wie die Anpassung von Verkehrsordnungen an autonome Fahrzeuge und neue Mobilitätskonzepte.

Fazit: Synergien nutzen für die Mobilität der Zukunft

Die Zukunft des öffentlichen Verkehrs liegt in der intelligenten Verbindung von Digitalisierung, nachhaltiger Stadtplanung und politischen Weichenstellungen. Nur wenn diese Bereiche ineinandergreifen, kann der ÖPNV zu einer echten Alternative zum motorisierten Individualverkehr werden. Smart Mobility, die Integration autonomer Fahrzeuge und die gezielte Förderung nachhaltiger Städte bilden das Fundament für eine umweltfreundliche und zukunftsfähige Mobilität.

 

Mehr zur Kampagne Move to Improve hier. 

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Gärten der Welt – Lanzarote

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auch Schwiegermutterstuhl genannt
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Arte zeigt gerade die sehenswerte Dokumentationsreihe „Erstaunliche Gärten“, die außergewöhnliche Gärten weltweit porträtiert. Die Serie stellt unter anderem Projekte aus Deutschland, Mexiko oder China vor. Diese Woche zeigt die Dokureihe ein Beispiel in Lanzarote.

Ein Amphitheater aus Kakteen

Im Atlantischen Ozean liegen die sieben Kanarischen Inseln. Eine davon ist Lanzarote. Auf der 800 Quadratkilometer großen Vulkaninsel weht das ganze Jahr über ein kalter Wind: der Passatwind. Gleichzeitig ist Lanzarote die Trockenste der Kanarischen Inseln. Bei diesen Wetterbedingungen ist es erstaunlich, dass überhaupt ein Garten auf der Insel entstanden ist. Der Jardín de Cactus  erstreckt sich in Rot, Grün und Schwarz zwischen Felsen und Kratern auf der trockenen Insel. Er hebt eine der widerstandsfähigsten Pflanzen überhaupt hervor, die einzige, die in solch einem Klima überleben kann: der Kaktus.

Hunderte Kaktusarten hat der einheimische Künstler und Naturliebhaber César Manrique in seinem letzten Werk auf Terrassen angeordnet. Die Kakteen kommen aus Amerika, Afrika und Ozeanien. Die Terrassen gleichen einem 24 Hektar großen Amphitheater aus Stein. Der Garten zeigt die einzigartige Ästhetik des Künstlers und würdigt die spröde Natur Lanzarotes.

Alle Bilder: © Cinetévé

Die Folge ist vom 6. Oktober bis 13. Oktober 2018 online auf arte.tv zu sehen.

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