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Finalist beim European Prize for Public Space 2022: Catharijnesingel © 2021 OKRA landschapsarchitecten

In diesem Jahr gingen 326 Projekte aus 35 Ländern in das Rennen um den European Prize for Urban Public Space. Aus dieser großen Anzahl von Bewerbungen sind nun fünf Finalist*innen ausgewählt. Im November wird in Barcelona ein*e Sieger*in gekürt. 

Die international besetzte Jury des European Prize for Urban Public Space kam Mitte Juli zusammen. Nach intensiver Arbeit wählten die Expert*innen fünf Projekte für die finale Runde aus. Aus diesen herausragenden Realisierungen wird im November ein*e Sieger*in gekürt. Diese Auswahl und die feierliche Verleihung des Preises finden im Centre de Cultura Contemporània de Barcelona statt. Aber schon jetzt ist klar: Mit 326 Projekten aus 35 Ländern ist die diesjährige Auslobung ein großer Erfolg. Die Vielzahl an Einreichungen macht deutlich, welche wichtige und zentrale Rolle öffentliche Räume in unseren Städten schon heute und in Zukunft spielen werden.

European Prize for Urban Public Space

Der European Prize for Urban Public Space wird seit 2000 alle zwei Jahre verliehen. Er gilt als Ehrung für die besten Projekte, die zur Entwicklung, zur Transformation sowie zur Erneuerung von öffentlichen Räumen in europäischen Städten beitragen. Die Auslobung und Organisation liegt beim Centre de Cultura Contemporània de Barcelona. Bereits am 17. Mai 2022 endete die Frist zur Einreichung der Bewerbungen. Danach wählte Mitte Juli 2022 eine international besetzte Jury aus den über 300 guten Beispielen die fünf besten aus. Sie alle sind zwischen 2018 und 2021 realisiert worden. 

Schon bei Bewerbungsschluss im Mai überraschte die große Zahl von eingereichten Projekten. Anders gesagt, mit der elften Ausschreibung gewinnt des European Prize for Urban Public Space an Bedeutung. Die Resonanz darauf ist viel höher als in den vorausgegangenen  Jahren 2018 und 2016. Damals blieben die Anzahl der eingereichten Unterlagen unter 300. Zu den Ländern, die die größte Zahl von Projekten beheimaten, gehören Spanien, Polen, Italien, Frankreich und Portugal. Zum ersten Mal gehört zu den 35 einreichenden Ländern auch Armenien. Darüber hinaus sind auch wieder Projekte aus Zypern, Island, Georgien und Litauen eingesandt worden. Sogar die Ukraine ist mit einem Projekt vertreten.

Eine international besetzte Jury

Die Jurysitzung in Barcelona wurde von der Landwirtschafts-Ingenieurin und Freiraumgestalterin Teresa Galí-Izard geleitet. Sie unterrichtet auch Landschaftsarchitektur an der ETH Zürich. Darüber hinaus war Hans Ibelings Mitglied der Runde, der als Architekturkritiker, Historiker und Redakteur von The Architecture Observer bekannt ist. Eleni Myrivili war auch Teil der Jury. Sie promovierte in Anthropologie und ist Beraterin für Resilienz und Nachhaltigkeit in Athen. Auch der bekannte Andreas Ruby, der Direktor des Schweizer Architekturmuseums in Basel, war in Barcelona mit dabei. Ebenso arbeitete Paloma Strelitz als Architektin und Kreativdirektorin von Patch mit. Ebenso war Špela Videčnik, Architekt und Gründer des Architekturbüros OFIS in Ljubljana, Mitglied der Jury. Begleitet wurde die hochkarätig besetzte Jury außerdem von Lluís Ortega, der als Sekretär des European Prize for Urban Public Space agierte. 

Die Finalisten

Zu den fünf Projekten, die es in ins Finale schaffen, gehört das Projekt „Catharijnesingel“ in Utrecht, Niederlande, sowie „FLOW“ in Brüssel, Belgien. Auch das Projekt „Hage“ in Lund, Schweden, kam in die letzte Runde, ebenso wie der „Saint Sernin Square“ in Toulouse, Frankreich. Schließlich gehört der “Sporta pils dārzi – urban garden“  in Riga, Litauen, zur Gruppe der Finalisten. Wer als Sieger*in aus der finalen Runde hervorgeht, entscheidet sich im November.

Ebenfalls interessant: die Gewinner*innen des European Prize for Urban Public Space 2018

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Was Forscher voraussagen, ist erschreckend: 2050 sollen mehr Tonnen Plastikmüll im Ozean schwimmen als Fische. Eine Initiative in Rotterdam bietet den Ansatz einer Lösung: Inseln aus recyceltem Plastik. Die Inseln filtern Abfall aus dem Fluss.

Die Neue Maas fließt 24 Kilometer lang durch die Niederlande. Der Flussarm entspringt dem Rheindelta. Er bildet einen wichtigen Handelsweg und passiert Rotterdam, dem drittgrößten Hafen der Welt. Bei Hock van Holland mündet der Fluss in der Nordsee. Seit dem 4. Juli 2018 schwimmen 28 Hexagone auf der Neuen Maas in Rotterdam. Manche der schwimmenden Inseln sind begrünt, auf anderen sitzen Passanten in der Sonne. Unter der Wasseroberfläche erfüllen die Inseln eine wichtige Aufgabe: Sie filtern Plastikabfall aus dem Gewässer. Das Projekt entwickelte die Recycled Island Foundation in Zusammenarbeit mit der Stadt Rotterdam. Nun testet die Stiftung in einem Zeitraum von anderthalb Jahren die Müllfallen, um sie gegebenenfalls zu optimieren. 

Abfallfallen

Die Recycled Island Foundation hat drei Inselgruppen entwickelt. Der Strom der Maas spült den Abfall in die Fallen. Sie sind so konzipiert, dass der Müll auch gefangen bleibt, wenn sich die Stromrichtung ändert. Die Stiftung leert die Inseln regelmäßig. Dann sortieren sie den Plastikfang nach reinen Materialen, um sie anschließend zu recyceln. Aus dem neu entstandenen Plastik gießt die Stiftung neuen Hexagone. 

Plastikbrühe

Flaschen, Einweggeschirr, Mülltüten gelangen über Flüsse in die Weltmeere. Der Initiator der Recycled Islands Foundation Ramon Knoester erklärt, dass weniger Abfall in den innerstädtischen Gewässern sich deshalb direkt auf die Weltmeere auswirkt. Rotterdam soll ein Beispiel für weitere Hafenstädte weltweit sein. 

 

Alle Bilder von der Recycled Island Foundation.

Naturkatastrophe: Auftreten, Ursachen & Vorsorge

Naturkatastrophen wie Tornados oder Fluten zählen schon lange nicht mehr zu Ausnahmefällen. Credit: Unsplash

Naturkatastrophen sind extreme Ereignisse, die das Leben von Menschen und die Umwelt erheblich beeinflussen können. Sie umfassen eine Vielzahl von Phänomenen wie Fluten, Starkregen, Dürre und Stürme. Ihre Ursachen sind komplex und reichen von natürlichen geophysikalischen Prozessen bis hin zu menschlichen Einflüssen. In diesem Artikel analysieren wir die Entstehung solcher Katastrophen, ihre regionale Manifestation und Maßnahmen zur Risikominderung.

Arten von Naturkatastrophen und ihre Ursachen

  1. Fluten und Starkregen

   – Natürliche Ursachen: Intensive Niederschläge, Schneeschmelze oder Sturmfluten können zu Überflutungen führen. Flüsse treten über ihre Ufer, wenn ihre Kapazitäten durch extreme Wetterereignisse überschritten werden.

   – Anthropogene Ursachen: Urbanisierung ohne ausreichende Entwässerungssysteme, Versiegelung von Böden und Entwaldung verstärken die Auswirkungen. Klimawandel führt zu häufigeren und intensiveren Niederschlagsereignissen.

  1. Dürre

   – Natürliche Ursachen: Lang anhaltende Perioden ohne signifikante Niederschläge, verursacht durch natürliche Klimaschwankungen wie El Niño.

   – Anthropogene Ursachen: Übermäßige Wasserentnahme für Landwirtschaft, Industrie und Haushalte sowie die Zerstörung von Ökosystemen, die Wasser speichern, wie Wälder und Feuchtgebiete.

  1. Stürme

   -Natürliche Ursachen: Tropische Wirbelstürme, Hurrikane und Tornados entstehen durch spezifische klimatische Bedingungen wie warme Meeresoberflächen und atmosphärische Instabilität.

   – Anthropogene Ursachen: Der Klimawandel erhöht die Temperatur der Ozeane, was zu stärkeren und häufigeren Stürmen führt.

Regionale Unterschiede bei Naturkatastrophen

Naturkatastrophen manifestieren sich je nach geografischer Lage unterschiedlich:

Asien: Besonders anfällig für tropische Wirbelstürme, Überschwemmungen und Erdbeben. Länder wie Bangladesch sind aufgrund niedriger Küstenlagen stark betroffen.

Afrika: Dürre ist eine der häufigsten Katastrophen, insbesondere in der Sahelzone, wo der Klimawandel bestehende Wasserknappheiten verschärft.

Europa: Starkregen und Fluten treten häufiger auf, insbesondere in urbanisierten Gebieten.

Nord- und Südamerika: Hurrikane und Waldbrände sind häufige Phänomene, insbesondere in den USA und Brasilien.

Vorbereitung und Risikomanagement

  1. Frühwarnsysteme

   – Wettervorhersage und Monitoring: Moderne Technologien wie Satellitenüberwachung und Echtzeitdatenanalyse helfen, Wetterextreme frühzeitig zu erkennen.

   – Alarmierungssysteme: Mobile Benachrichtigungen, Sirenen und Radiosysteme informieren die Bevölkerung rechtzeitig.

  1. Präventive Infrastrukturmaßnahmen

   – Flutschutz: Dämme, Rückhaltebecken und verstärkte Deiche schützen gegen Überschwemmungen.

   – Trockenheitsresilienz: Aufbau von Wasserspeichern und Nutzung effizienter Bewässerungssysteme reduzieren die Auswirkungen von Dürre.

   – Sturmschutz: Widerstandsfähige Gebäude, unterirdische Stromleitungen und robuste Schutzwälle.

  1. Risikomanagement

   – Gefahrenkartierung: Identifizierung und Bewertung von Risikogebieten.

   – Notfallpläne: Entwicklung von Evakuierungsplänen und Bereitstellung von Hilfsgütern.

   – Aufklärung der Bevölkerung: Schulungen und Informationskampagnen zur Vorbereitung auf Notfälle.

Resilienzsteigerung: Strategien für Städte und Länder

Um die Widerstandsfähigkeit gegen Naturkatastrophen zu erhöhen, müssen Städte und Länder langfristige Strategien entwickeln:

  • Grüne Infrastruktur: Aufforstung, Renaturierung von Flussläufen und Schaffung von Feuchtgebieten verbessern die natürliche Wasserregulierung.
  • Klimaangepasste Stadtplanung: Urbane Gebiete sollten mit durchlässigen Böden, Hochwasserschutz und Notunterkünften ausgestattet sein.
  • Internationale Zusammenarbeit: Der Austausch von Wissen, Technologien und Ressourcen hilft besonders gefährdeten Regionen, sich besser vorzubereiten.
  • Finanzielle Absicherung: Katastrophenfonds und Versicherungen mindern wirtschaftliche Verluste.

Fazit

Naturkatastrophen sind ein integraler Bestandteil unseres Planeten, werden jedoch durch menschliche Eingriffe und den Klimawandel zunehmend intensiver und häufiger. Durch vorausschauendes Risikomanagement, den Einsatz moderner Technologien und die Anpassung an klimatische Gegebenheiten können die Auswirkungen solcher Katastrophen erheblich reduziert werden. Es liegt in der Verantwortung von Regierungen, Organisationen und Individuen, gemeinsam an der Resilienz unserer Gesellschaft zu arbeiten.

Mehr zum Thema und unserer Kampagne STOP THE FLOOD hier