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Fahrradständer – die vier Trends der Zukunft für die Stadt der Zukunft

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Apropos Trends: Das Fahrradfahren an sich liegt voll im Trend und wird das in den letzten Jahren aufgenommene Momentum hinsichtlich seiner Popularität auch die nächsten Jahre beibehalten. Seine vielfältigen Vorteile für Nutzer*innen und Gesellschaft rechtfertigen es, besondere Aufmerksamkeit auf die Planung der Infrastruktur zu legen, die notwendig sind, damit der Umstieg vom Auto auf das Rad, etwa zum Pendeln, leichtfällt und möglichst niedrigschwellig wird.

Trend 1: Die wichtigsten Trends für Fahrradständer gibt das Fahrrad selbst vor

Ein guter Einstiegspunkt für die Konzeption einer Fahrradabstellanlage ist, die Trends des Fahrradmarkts zu identifizieren. Damit wird sichergestellt, dass die Anlage möglichst lange genutzt werden kann und nicht bald schon überholt ist. Ein Beispiel für einen Trend der letzten Jahre, der für Fahrradständer von signifikanter Bedeutung ist, ist der zu immer breiteren Reifen. Selbst an Rennrädern, an denen lange Zeit möglichst dünne Reifen zum Einsatz kamen, sind heute Reifen mit über 30 Millimeter Breite keine Seltenheit mehr. Ganz zu schweigen von Mountainbikes oder anderen Rädern, die ohne weiteres nochmals die doppelte Breite aufweisen können. Der Vorteil der breiten Reifen: Sie bieten mehr Grip und mehr Fahrkomfort, indem sie die natürlichen Federungseigenschaften des breiten Gummis nutzen. Ärgerlich ist nur, wenn das Rad nicht mehr in den Ständer hineinpasst, weil dessen Einstellbreite zu schmal bemessen ist. Moderne Abstellanlagen berücksichtigen den Trend zu breiteren Reifen und erlauben mittlerweile Reifenbreiten von 60, 70 oder, wie im Falle des Fahrradständers Felix® von Gronard, sogar bis zu 110 Millimetern.

Die immer häufiger im Straßenbild anzutreffenden Lastenräder sind ein weiterer Trend, der in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen hat. Sie bedürfen besonderer Abstellmöglichkeiten, neigen sie doch zwar nicht zum Umfallen, sind aber besonders sperrig und schwer. Für speziell diesen Fahrradtyp können Anlehnbügel angeboten werden – wie Sie aber im ersten Teil unserer Serie zu Fahrradständern erfahren können, sollten für herkömmliche Zweiräder andere Bauformen zum Einsatz kommen.

Der Trend zu immer breiteren Fahrradreifen sollte bei der Konzeption einer Fahrradabstellanlage berücksichtigt werden. Bis zu 7 Zentimeter breit dürfen sie beispielsweise beim abgebildeten "Kappa®" von Gronard sein, andere Modelle des Herstellers erlauben sogar Einstellbreiten bis 11 Zentimetern. Foto: Gronard
Der Trend zu immer breiteren Fahrradreifen sollte bei der Konzeption einer Fahrradabstellanlage berücksichtigt werden. Bis zu 7 Zentimeter breit dürfen sie beispielsweise beim abgebildeten "Kappa®" von Gronard sein, andere Modelle des Herstellers erlauben sogar Einstellbreiten bis 11 Zentimetern. Foto: Gronard

Trend 2: Reparieren und Aufladen – es geht um mehr, als nur ums Abstellen

Moderne Fahrradabstellanlagen bieten weitaus mehr als eine ledigliche Abstellmöglichkeit mit durchdachten Fahrradständern. Immer häufiger wird das Angebot durch zusätzliches Services ergänzt. Eine willkommene Annehmlichkeit können Sie Radler*innen bieten, wenn Sie ihnen eine Wartungsmöglichkeit zur Verfügung stellen, etwa die Servicestation Clorofilla Basic mit Luftpumpe und Werkzeugsatz. Dabei passt das diebstahlsicher an selbstaufrollenden Edelstahlkabeln befestigte Werkzeug nicht nur spezifisch für Fahrräder, sondern ist so ausgewählt, dass damit auch die Nutzer*innen etwa von Rollern und Skateboards ihre Untersätze reparieren können.
Immer wichtiger wird es, Lademöglichkeiten für E-Bikes anzubieten, steigt doch der Bestand der elektrifizierten Zweiräder seit einigen Jahren rasant. Hierfür bieten sich Ladestationen und Ladeschränke an, in denen Fahrradakkus in verschließbaren Einzelschränken geladen werden können.
Auch das Potenzial, dass das Gebäude an sich bietet, sollte nicht vergessen werden. Es kann von einer lediglichen Umhüllung der Abstellanlage etwa durch Solarflächen zu einem Bauwerk mit erweitertem Zusatznutzen werden, das den Bedarf einer E-Bike-Ladestation oder der Objektbeleuchtung durch die selbst produzierte Solarenergie deckt.

Die Clorofilla-Servicestation von Gronard bietet häufig verwendete Werkzeuge für Fahrräder und andere rollende Untersätze, die diebstahlsicher an Stahlkabeln aufgehängt sind. Foto: Gronard
Die Clorofilla-Servicestation von Gronard bietet häufig verwendete Werkzeuge für Fahrräder und andere rollende Untersätze, die diebstahlsicher an Stahlkabeln aufgehängt sind. Foto: Gronard

Trend 3: Lebenswerte Innenstädte

Immer mehr wird das Auto aus den Innenstädten verdrängt, werden Straßen und Parkplätze zugunsten von Radfahrer*innen und Fußgänger*innen umgewidmet. Gerade in verkehrsberuhigten Zonen, wie etwa in den populärer werdenden Superblocks, bedarf es mehr als nur Abstellmöglichkeit für Zweiräder. Innenstädte werden zunehmend, unzerschnitten durch mit Autos befahrenen Straßen, zu Begegnungszonen und urbanen Oasen. Das sollten auch Planungen rund um Fahrradabstellkonzepte berücksichtigen. Mit Parklets etwa kann die Umgebung von Fahrradparkern immens aufgewertet werden, denn sie bieten durch ihre Grünflächen und Sitzgelegenheiten kleine soziale Zentren in der Nachbarschaft. Grundsätzlich sollten Fahrradabstellanlagen, statt isoliert betrachtet zu werden, integraler Teil eines Mobilitätskonzeptes sein und auch so in der Planung berücksichtigt werden. Sitzplätze und andere Aufenthaltsmöglichkeiten sollten daher direkt mitgedacht werden. Idealerweise wird ein übergreifendes Konzept erstellt, das den gesamten Stadtteil miteinbezieht.
Im Sinne einer nachbarschaftlichen Sharingstrategie bieten sich Fahrradabstellanlagen auch an, um dort Schrankverleihsysteme zu integrieren. Über diese Schließfachsysteme können zum Beispiel gemeinschaftlich genutzte Werkzeuge und Geräte geliehen werden. Denkbare Einsatzorte solcher Verleihsystem sind neben Nachbarschaften auch Schulen oder Unternehmen, die ihren Mitarbeiter*innen einen Zusatznutzen bieten wollen.

Moderne Stadtplanung berücksichtigt Fahrradabstellmöglichkeiten bereits in den frühesten Phasen und sieht sie als Teil eines integrierten Konzepts. Foto: Gronard
Moderne Stadtplanung berücksichtigt Fahrradabstellmöglichkeiten bereits in den frühesten Phasen und sieht sie als Teil eines integrierten Konzepts. Foto: Gronard

Trend 4: Nachhaltigkeit

In nahezu jedem Lebensbereich halten Überlegungen zu Nachhaltigkeit Einzug. Entsprechend sollte – gerade vor dem Hintergrund einer angestrebten Nutzungszeit von mehreren Jahrzehnten – auch bei Fahrradabstellanlagen darauf geachtet werden, dass der Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigt wird. Dazu bietet es sich zunächst an, den Bestand zu sichten und zu prüfen, inwiefern er durch gezielte Maßnahmen aufgewertet werden kann. Beispiel: Eine Fahrradparkanlage an einem Bahnhof kann durch ein nachträglich montiertes Dach signifikant an Nutzwert und Akzeptanz gewinnen, weil der Wetterschutz gewährleistet ist, Nutzer*innen beim Einstellen des Rades trocken bleiben und auch die Fahrräder, insbesondere deren Sättel, bei Regen nicht mehr nass werden. Und auch das Dach an sich kann eine Aufwertung erfahren. Voll im Städtebautrend sind bekanntlich Grün- und Solardächer; beachten Sie allerdings, dass die erhöhten Lasten, die ein solches Dach mit Zusatznutzen mit sich bringt, eine Prüfung der statischen Eignung des Gebäudes erfordern. Mit Gronards Kylon lassen sich Dachbegrünungen auch in kleinstem Maßstab realisieren. Bei der Fahrradgarage mit bis zu zwei Stellplätzen ist es problemlos möglich, auch im Nachhinein noch ein Grün- oder Solardach zu realisieren. Besonders nachhaltig handeln Sie außerdem, wenn Sie auf Produkte zurückgreifen, bei denen eventuell beschädigte Teile einzeln ersetzt werden können, anstatt die ganze Anlage erneuern zu müssen – bei den Fahrradabstellanlagen von Gronard ist eine solche Modularität Standard. Dadurch ist es auch möglich, auf zukünftige Trends und Bedürfnisse zu reagieren. So können beispielsweise die Seitenwände einer Einhausung ausgetauscht werden und dort verschiedene Materialien wie Lochblech oder Holzlamellen zum Einsatz kommen.

Erfahren Sie hier mehr über die Mobilitätskonzepte von Gronard.

Die Fahrradgarade Kylon kommt optional ab Werk mit einem Gründach, kann mit selbigem aber auch nachgerüstet werden. Foto: Gronard
Die Fahrradgarade Kylon kommt optional ab Werk mit einem Gründach, kann mit selbigem aber auch nachgerüstet werden. Foto: Gronard
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Die Mitte von Berlin bleibt grün

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Die Perspektive zeigt die geplanten Stufen am Ufer der Spree.

1. Preis an Büro RMP Lenzen: Stufen am Ufer der Spree mit Blick auf Dom (Visualisierung: RMP Lenzen)

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Es geht um eine prominente Fläche in Berlins historischer Mitte: Eingespannt zwischen dem neuen Humboldt-Forum und dem Fernsehturm bekommen das Rathaus- und Marx-Engels-Forum eine neue Gestaltung. Das Büro RMP Stephan Lenzen hat den Wettbewerb für die grüne Mitte von Berlin gewonnen.

Dort wo die Wurzeln der Stadt Berlin liegen, wird demnächst nicht wieder gebaut. Die Freifläche von Rathaus- und Marx-Engels-Forum bleiben Grün. Allerdings erhält das Areal eine neue Gestaltung, die in einer Freitreppe zur angrenzenden Spree mündet. Die Berliner Senatsverwaltung hat im Frühjahr zu einem Wettbewerb eingeladen. Nach einer ersten Phase durften die Bürger*innen mitreden. Daraufhin entwickelten insgesamt 21 Landschaftsarchitekturbüros ihre Ideen in der zweiten Phase des Wettbewerbs weiter. Die Landschaftsarchitek*innen vom Büro RMP Stephan Lenzen überzeugten schließlich die Jury. Sie schlugen ein zentrales Band vor, das denkmalgeschützte Bereiche des Rathausforums mit dem Marx-Engels-Forum verbindet. Dieses grüne Band endet in einer großen Treppe am Ufer der Spree. Gegenüber, auf der anderen Seite des Wasser, strahlt die Ostfassade des neuen Humboldt-Forums.

 

Viel Geschichte inmitten von Berlin

 

Früher hiess die Freifläche inmitten des alten Berlins „Park an der Spree“. Als eine der zentralsten Grünflächen im Ortsteil Mitte geht sie auf den Zweiten Weltkrieg zurück. Der hatte das dortige Heilig-Geist-Viertel beschädigt, was schließlich die DDR-Führung veranlasst hat, es abzureißen. Seitdem ist die Fläche zwischen Karl-Liebknecht-Straße im Norden, dem Park am Fernsehturm im Osten, der Rathausstraße im Süden und der Spree im Westen unbebaut. Mittendrin stand lange ein Denkmalensemble, das jedoch beim Bau der U-Bahn an den nordwestlichen Rand rücken musste. Bereits seit den 1990er-Jahren wird über die Zukunft des Marx-Engels-Forums diskutiert. Die Ideen waren vielfältig. Sie reichten vom Wiederaufbau des Heilig-Geist-Viertels bis zur Gestaltung eines Parks am Marx-Engels-Forum. Letztere hat sich schließlich durchgesetzt. 

Wettbewerbsaufgabe Marx-Engels-Forum

Die Gestaltung eines Parks auf dem Marx-Engels-Forum galt es nun, im Rahmen des Ideen- und Realisierungswettbewerb zu konkretisieren. Die Teilnehmer*innen waren gefragt, sich mit dem Gründungsort Berlins, mit den im Boden verborgenen historischen Schichten und der Umgebung auseinanderzusetzen. Am Ende der langen Debatte um die Zukunft dieses Ortes entstanden Bürgerleitlinien zur künftigen Entwicklung des Rathaus- und des Marx-Engels-Forums. Darin heißt es, dass ein Freiraum zu entwerfen ist, der den Dimensionen und der Bedeutung des Standortes gerecht wird und die Identität des Ortes stärkt. Darüber hinaus soll er die bewegte Geschichte erlebbar machen und gleichzeitig vielfältige und intensive Nutzungen ermöglichen. 

In der ersten Phase fragte der Wettbewerb zunächst nach einer Vision und einer Idee für das gesamte Marx-Engels-Forum. Erst die Teilnehmer*innen der zweiten Phase mussten ihre Vision herleiten. Darüber hinaus skizzierten sie im Ideenteil des Wettbewerbs einen Zwischenzustand für das Jahr 2030. In einem dritten Realisierungsteil war dann die konkrete Umsetzung für 2024 aufzuzeigen. Diese stufenweise Herangehensweise geht auf die angestrebte, schrittweise Realisierung des Projekts zurück. Die wird einen langen Zeitraum in Anspruch nehmen. Entsprechend müssen die Ideen auf einer klaren Haltung basieren und viel Flexibilität für die prozesshafte Umsetzung bieten. 

 

Marx-Engels-Forum: überzeugender Entwurf von RMP Lenzen

 

Die Landschaftsarchitekt*innen vom Büro RMP Lenzen lieferten die überzeugendste Lösung für die neue Gestaltung von Rathaus- und Marx-Engels-Forum. Sie entwarfen einen Freiraum, der von einer markanten Figur geprägt ist. Er sieht vor, das Rathaus- und das Marx-Engels-Forum von Bebauung freizuhalten. Der grüne Raum verspricht eine hohe Aufenthaltsqualität mit Flächen zum Flanieren, zum Ausruhen, zum Genießen von spektakulären Aussichten auf Dom, Humboldt-Forum und Fernsehturm. RMP Lenzen bestückt den neuen Raum mit viel Grün und mit vielen schattenspendenden Bäumen. Aber auch Wasser gehört dazu, das zur Kühlung beiträgt sowie Versickerungsflächen, die zu einem künftigen Regenwassermanagement passen. Insgesamt sieht der Beitrag zum Wettbewerb Marx-Engels-Forum einen modernen, klimaresilienten Stadtraum vor, der vielfältige Nutzungen ermöglicht. 

Gut Ding braucht Weile

Mit der Idee, zunächst einen Grünraum im Herzen des alten Berlin anzulegen, bleiben Chancen für nächste Generationen erhalten. Für die nahe Gegenwart hat das Preisgericht empfohlen, die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit von RMP Lenzen zu realisieren. Damit geht eine kontroverse Debatte zu Ende. Wohl kaum ein Ort in Berlin hat mehr Planungen und Diskussionen erlebt als das Marx-Engels-Forum. Aber für den Bausenator steht fest, dass die Stadt Berlin richtig gehandelt hat. Sie hat hier nach dem Fall der Mauer keine überstürzte Planung realisiert. Nun kann vor dem Hintergrund aktueller Planungen für den Alexanderplatz und den Molkenmarkt und unter dem Vorzeichen von Klimaanpassung und Mobilitätswende in Ruhe gestaltet werden.

Sie möchten mehr über Projekte der Hauptstadt erfahren? Wir haben die nächsten Planungsschritte auf dem ehemaligen Flughafenareal Berlin Tegel für Sie zusammengefasst.

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Wettbewerbsübersicht Dezember 2018 (2/2)

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Bewegung und Begegnung. © KCAP GmbH mit Ramboll Studio Dreiseitl

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Kulturquartier Lagarde-Campus, Bamberg – 1. Preis hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin, mit Sauerzapfe Architekten, Berlin

Interessiert an aktuellen Wettbewerbsergebnissen der Landschaftsarchitektur, aber kaum Zeit sich diese richtig anzuschauen? In der Wettbewerbsübersicht der G+L informiert Heike Vossen über die spannendsten Wettbewerbsergebnisse im Dezember.

Straßenräume in Wiehl – 1. Preis Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten, Bockhorn

Die Konversion der Lagarde-Kaserne soll in Bambergs Osten einen lebendigen, nutzungsgemischten Stadtteil schaffen – mit dem „Kulturquartier Lagarde“ als attraktive Quartiersmitte. Zwei Stadtplätze prägen zukünftig die neue Mitte und sollen mit ihrer frühzeitigen Schaffung einen wichtigen Baustein zur Entwicklung des Quartiers bilden. Der Siegerentwurf sieht zwei Baumhaine vor, welche die beiden Plätze verbinden, aber jedem einzelnen einen eigenen Charakter zugestehen. Der Lagarde-Platz südlich der Reithalle gestaltet sich als grüner Quartiersplatz, der stellvertretend für das gesamte Quartier, seine Transformation, sowie die nachhaltige Neuausrichtung steht. Der Platz ist Endpunkt der Grünverbindung Richtung Ostpark und zugleich urbanes Entrée des Quartiers. Als belebter Gegenpol dazu präsentiert sich der Kulturhof zwischen Reit- und Posthalle: Er ist unprätentiös und flexibel bespielbar, so die Jury. Außerdem bildet der Stadtplatz einen wichtigen Ankerpunkt für die Stadtverbindung zur Innenstadt.

Planungsdialog Hafner in Konstanz – 1. Preis KCAP, Zürich, mit Ramboll Studio Dreiseitl, Überlingen

Ein Transitraum wird zum Aufenthaltsraum, so die Entwurfsintention von Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten für das Zentrum von Wiehl. Ihr Siegerentwurf überwindet die starke Trennung des zergliederten Stadtraums und definiert Rathaus- und Hem-Platz als zentralen Platz am Kreuzungspunkt der Stadtachsen. Zukünftig prägt Naturstein das Zentrum – Farbnuancen und Materialwechsel berücksichtigen dabei die historische Differenzierung von Fahrbahn, Fußgängerbereich und Platzfläche. Der durchgehende Belag ermöglicht es, die angrenzenden Flächen anzubinden. Zusätzlich integriert eine breite winkelförmige Freitreppe die Kirche in den Stadtraum. Ein neuer Weg zwischen Rathaus und Kirche verbindet barrierefrei zur südlich gelegenen Wiehlaue. Um den Blick in die Flussaue zu ermöglichen, stellt der Entwurf die Wiehlbrücke frei. Zusätzliche Treppen und Bastionen vergrößern die Kontaktzone zum Fluss. Die neuen Stadtbäume bilden mit auffälliger Blüte und Herbstfärbung einen spannenden Kontrast zur Aue. Prägende Möblierungselemente wie die Baumbänke entwickeln die Planer in Anlehnung an regionaltypische Gestaltungselemente und Materialien.

In Konstanz soll mit rund 2800 Wohneinheiten der neue Stadtteil Hafner entstehen. Das Planungsteam aus KCAP und Ramboll Studio Dreiseitl überzeugte die Jury mit einer prägnanten Entwurfsidee, dem sogenannten „Hafner-Ring“. Zusätzlich zur großen grünen Mitte bildet das grüne Infrastrukturband eine freiraum- und städtebaulich relevante Struktur für den Stadtteil mit seinen zukünftig rund 8000 Bewohnern. Das grüne Band zieht sich mit robusten und multifunktional nutzbaren Erholungs- und Erlebnisräumen im Bogen durch das neue Stadtquartier und verbindet es mit dem historischen Kern Wollmatingen. Das Siegerteam sieht für das rund 60 Hektar große Areal keine strikte Trennung zwischen Wohnen und Gewerbe vor. Stattdessen mischen die Planer die Nutzungen. Das Quartier ist weitgehend autofrei konzipiert und stellt die Lebensqualität in den Vordergrund. Die Jury sieht in dem Entwurf das größte Innovationspotential, um den Stadtteil zukunftsfähig zu gestalten, sowie an Veränderungen der nächsten Jahre anzupassen.

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