Übergang vom fahrenden zum fliegenden Auto. Quelle: Alef Aeronautics
Der Übergang vom fahrenden zum fliegenden Auto. Abbildung: Alef Aeronautics

Die Zukunft rückt näher — diesmal im Bezug auf fliegende Autos. Sie haben richtig gehört. Tatsächlich haben bereits mehrere Firmen erste Testzulassungen. Mehr dazu erfahren Sie hier. 

Bereits Ende 2025 fliegende Autos?

Das kalifornische Start-up Alef Aeronautics präsentiert das erste und einzige fahrbare fliegende Auto mit Senkrechtstart und -landung, das in die heutige Straßeninfrastruktur passt. Die US-Bundesluftfahrtbehörde FAA erteilte dem Unternehmen dafür eine Flugtauglichkeitsbescheinigung für Testflüge. Und Alef setzt seine Ziele — im wahrsten Sinne des Wortes — hoch. Denn es beabsichtigt, bereits übernächstes Jahr sein fliegendes Auto auf den Markt zu bringen. 

 

 

Fliegende Autos gegen Pendlerstaus

Alef Automotive wurde 2015 gegründet. Das Unternehmen definiert seine fliegenden Autos wie folgt: 

  • In der bestehenden Infrastruktur funktionierend und fahrbar (zum Beispiel auf herkömmlichen Parkplätzen und Fahrspuren)
  • Vertikales Starten und Landen
  • 100 % elektrisch 

Alef Automotive beabsichtigt, mit fliegenden Autos das Pendlerproblem zu lösen. Staus in Innenstädten sollen verringert werden, indem man schlicht über sie hinweg fliegt. CEO Jim Dukhovny sagt dazu: „Das Alef-Modell ist eine moderne Lösung für die städtischen und ländlichen Transportbedürfnisse des 21. Jahrhunderts, weil es das schnellste und bequemste Transportmittel ist, das jemals vom Ausgangspunkt zum Zielort entwickelt wurde. Indem man den Verbrauchern die Möglichkeit gibt, zwischen fahren und fliegen zu wählen, ermöglicht das Alef Flugauto den optimale Weg je nach Straßenbedingungen, Wetter und Infrastruktur“.

Ansicht auf „Model A“. Quelle: Alef Aeronautics
Ansicht auf „Model A“. Quelle: Alef Aeronautics
Draufsicht auf „Model A“. Quelle: Alef Aeronautics
Draufsicht auf „Model A“. Quelle: Alef Aeronautics

„Model A“ als (un)gewöhnliches Auto

Das fliegende Auto „Model A“ ist Alefs erstes Produkt und wurde im Oktober 2022 vorgestellt. Nun darf es zur Ausstellung, Forschung und Entwicklung abheben. Bei „Model A“ handelt sich um ein vollelektrisch- und allradangetriebenes Auto. Bislang ist das Auto für nur zwei Personen konzipiert und die Batterieladung reicht rund 320 Kilometer. Nähere Daten zur Motorisierung oder der Antriebsbatterie sind noch unbekannt.
Und wie kann es fliegen? Es steigt senkrecht in die Luft und kann dann in alle Richtungen fliegen — also ähnlich wie ein Drohne. Bislang ist es das „Model A“ einzigartig im Bezug auf diese vertikaler Start- und Landefähigkeit. Seine Reichweite beträgt dabei in etwa 177 Kilometer. Sicherheit wird hierfür auf verschiedene Arten gewährleistet: es gibt einen Assistenten, eine Hinderniserkennung und -vermeidung und einen Fallschirm für das gesamte Auto. Doch „Model A“ ist nicht nur ein fliegendes Auto, sondern auch gewöhnlich auf der Straße einsetzbar. Dort ist es allerdings nur maximal 40 km/h schnell mit einer Reichweite von circa 322 Kilometern. Das fliegende Auto wurde unter Verwendung der neuesten Hardware- und Softwaretechnologien, ultraleichter und ultrastarker Komponenten, Softwaresimulatoren und -analysen sowie strenger Flugtests entwickelt.

„Model A“ liegt im sechsstelligen Kaufbereich

Im vierten Quartal 2025 soll das fliegende Auto von Alef in die Produktion und Auslieferung gehen. Der Kaufpreis liegt aktuell bei circa 300 000 US-Dollar. Bereits ab 150 US-Dollar kommt man aber schon auf die Warteliste der Vorbestellungen. Doch wirklich benutzen wird man das fliegende Auto erst einmal nicht können. Dafür muss die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA Flugautos im Straßenverkehr zulassen.

Übergang vom fahrenden zum fliegenden Auto. Quelle: Alef Aeronautics
Übergang vom fahrenden zum fliegenden Auto. Quelle: Alef Aeronautics

Das Rennen um marktreife fliegende Autos

Alef Automotive ist aber nicht das einzige Unternehmen mit Testzulassungen von der FFA zu fliegenden Autos. Es gibt beispielsweise noch den chinesischen Hersteller Xpeng, den australischen Alauda Aeronautics oder das ebenfalls kalifornische Aska. Können also bald statt fahrenden auch fliegende Autos unser Stadtbild prägen? Jedenfalls ist der Bau von Flugautos voller Herausforderungen. Und diese sind nicht nur technisch, sondern auch bürokratisch fundiert.

Alef arbeitet außerdem an weiteren Modellen zu fliegenden Autos. Da gibt es zum Beispiel die Viersitzer-Limousine „Model Z“ für 35 000 US-Dollar. Diese soll über 640 Kilometer fliegen und 322 Kilometer fahren können. Nach Unternehmensangaben kommt dieses fliegende Auto aber erst 2035 auf den Markt.

Apropos Fliegen: Die Luftfahrt stößt jedes Jahr große Mengen CO2 aus und ist damit mitverantwortlich für den Klimawandel. Ist auch klimaneutrales Fliegen möglich? Alles dazu hier.

Das könnte Sie auch interessieren
Der Parco Portello in Mailand
Ein Detail von Belag und Freiraummaterial zum Thema Cortenstahl Zaunelemente
Cortenstahl Zaunelemente: Material, Detail und Praxis
Bundespreis Koop.Stadt verliehen
© hartlockstädtebau
Neues Wohnquartier in Bonn-Castell
eine-stadtstrasse-voller-verkehr-neben-hohen-gebauden-L7RbsRIG7DQ
Wie Seoul urbane Digital Twins live updatet – Planung mit Echtzeit-Feedback
hochwinkelfotografie-der-stadt-RvCbIQ0S-Lc
Digitale Transformationskarte – wo Städte digital wirklich stehen
Schinkelpreis 2015 fördert Genrewechsel
“Kapazitätsgrenzen kennen wir seit Anbeginn der Tourismusplanung”
Millionen für „gendergerechte“ IT-Infrastruktur in München
Pinker Dschungel in Zürich

60 Hektar Park hat Augsburg mit der Konversion seiner ehemaligen Kasernengelände gewonnen. Der Westpark öffnet ein lange Jahre unzugängliches militärisches Areal nun für alle Bürger und erfreut sich großer Beliebtheit.

Mäandrierender Weg als Hauptelement

Die beiden wesentlichen Teile des neuen Westparks bilden der Sheridanpark und der Reesepark, die ein mäandrierender Asphaltweg stadtteilübergreifend miteinander verbindet. Der Entwurf stammt von den Hannoveraner Landschaftsarchitekten Lohaus + Carl. Mit ihrer Idee gewannen sie 2004 den freiraumplanerischen Wettbewerb. Überzeugend war vor allem die Flexibilität des schlängelnden Weges, der in seinem Verlauf auf den alten Baumbestand reagieren konnte. Diese Flexibilität beweist sich auch in der Realisierung: der lange Projektzeitraum erfordert, auf neue Trends zu reagieren und auch Zwischennutzungen, die sich über die Phase des Planungszeitraums verfestigten, einzubeziehen.

Hier und da driftet der Weg auseinander und bildet Inseln, die die Landschaftsarchitekten mit außergewöhnlichen Spiel- und Sportangeboten und Prairiepflanzungen füllten. Kletterfelsen, ein Heckenlabyrinth, ein Wasserspielplatz, Skatehügel und Beachvolleyballfelder werden von den Bewohnern der angrenzenden neuen und alten Stadtteile rege genutzt. Links und rechts des Hauptwegs erinnern großzügige, teils extensive Wiesenflächen an die Weite der amerikanischen Landschaft. Dem Westpark gelingt, was lange Zeit nicht möglich war: als durchgängiger Grünzug mit einheitlicher Gestaltung bisher getrennte Stadtteile untereinander und mit dem Umland zu verknüpfen. Konversion gelungen.

Foto gegen Baum – Tauschaktion am Willy-Brandt-Platz

Im Juni wird der Willy-Brandt-Platz in einen Pop-up-Park verwandelt: Landschaftsgärtner verschenken dann 1.000 Obstbäume, um sie auf dem Essener Stadtplatz aufzustellen. Sinn der Aktion: unter dem Motto „Grün in die Stadt“ werden Informationen zu den positiven Aspekten städtischen Grüns aufbereitet.

Alle Besucher sind dazu aufgerufen, ein Foto mitzubringen. Es soll zeigen, was sie mit Grün in der Stadt verbinden. Als Dankeschön erhält jeder Teilnehmer einen eigenen Obstbaum für den Garten, Balkon oder die Terrasse. Darüber hinaus dient der Park als Plattform für Dialog und Austausch. Neben den 1.000 Obstbäumen wird es einen Kletterturm, einen nostalgischen Fotobulli und ein 3D-Kreidekunstwerk der Künstlerin Marion Ruthard geben. Vor Ort können sich die Essener aktiv beteiligen und ihre grünen Wünsche für Essen formulieren.

„Wir möchten das wichtige Thema ‘Grün in die Stadt’ noch mehr im Bewusstsein der Bürger verankern“, so der Essener Landschaftsgärtner Thomas Banzhaf als Vizepräsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW e. V. (VGL NRW).

Die Aktion findet am 7. Juni zwischen 10 und 18 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz in Essen statt.