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Heilende Architektur: Ausstellung „Das Kranke(n)haus“

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Ein Gebäudekomplex mit mehreren Häusern mit flachen Dächern, großen Fensterflächen und teilweise mit Holzverkleidungen. Credit: Kreiskrankenhaus Agatharied, © Nickl & Partner, Foto: Stefan Müller-Naumann
Wie sieht heilende Architektur aus? Für die Ausstellung „Das Kranke(n)haus“ analysierten Studierende der TUM mehrere Beispiele, darunter auch das Kreiskrankenhaus Agatharied von Nickl und Partner. Credit: © Nickl & Partner, Foto: Stefan Müller-Naumann
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Häuser helfen heilen – so lässt sich verkürzt die Kernaussage der aktuellen Ausstellung im Architekturmuseum der TU München zusammenfassen. Ausgehend von wissenschaftlichen Untersuchungen widmet sich die Schau dem Krankenhausbau und wie dessen Gestaltung das Befinden von Patient*innen beeinflussen kann. Dabei gibt es in der Ausstellung nicht nur etwas zu sehen und zu lesen, sondern auch zu riechen.

„Heilende Gerüche“ erriechen

Auf den ersten Blick wirkt die Wand fast wie jede andere. Eine längliche, rechteckige Fläche hebt sich in Farbe und Textur jedoch leicht vom Weiß ab. Was an dieser Fläche noch besonders ist: Streicht man mit den Fingerspitzen über sie, aktiviert das Geruchsmoleküle. Die Wand beginnt zu duften; der Geruch erinnert an Erde oder Moos, vermischt mit etwas anderem, schwerer benennbar. Die Installation „MAKING SENSE“ der norwegischen Künstlerin und Geruchsforscherin Sissel Tolaas kann man in einer Ausstellung erriechen, in der er es um Krankenhausarchitektur geht. Beim Gestalten von Kliniken kann die Geruchskulisse als einer von mehreren Faktoren beeinflussen, wie sich die Architektur auf das Befinden von Patient*innen auswirkt. An der Wand in der Ausstellung soll die Installation von Tolaas nun „heilende Gerüche“ für Besucher*innen erfahrbar machen.

Es soll umgedacht werden

Im Architekturmuseum der Technischen Universität München eröffnete am 11. Juli die Ausstellung „Das Kranke(n)haus. Wie Architektur heilen hilft“. Darin geht es um die Architektur von Krankenhäusern und welche Wirkungen – negative wie positive – diese Gebäude auf Menschen haben können. Kurz gesagt: wie entsprechend gestaltete Architektur Kranken beim Gesundwerden helfen kann. Die Ausstellung kuratierten Architekturpsychologin Tanja C. Vollmer, Direktor des Architekturmuseums Andres Lepik und Lisa Luksch, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Architekturtheorie und kuratorische Praxis. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist Schirmherr der Schau.

Hintergrund der Ausstellung ist auch ein Manko, das im Krankenhausbau in Deutschland erkannt wird. Nachdem Kliniken im 20. Jahrhundert vor allem auf Effizienz und Ökonomie, Flexibilität und Rationalisierung ausgerichtet gewesen seien, fokussierten sich die Ansätze einer „heilenden Architektur“ inzwischen wieder auf den Menschen. Aber: Solche Ansätze sowie „Evidence Based Design“ – also eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbauende Gestaltung – würden in Deutschland noch nicht breit genug wahrgenommen und angewendet, wie das Museum schreibt. So möchte die Ausstellung ein Umdenken anregen: darin, welche Rolle Architektur im Gesundheitswesen spielt, welche Möglichkeiten und Aufgaben der Bau von Krankenhäusern hat.

 

Experimentierfeld für heilenden Architektur: (Noch) nicht das Krankenhaus

Fast wie der Blick durch ein überdimensioniertes Schlüsselloch in ein Krankenzimmer wirkt die Installation am Anfang der Ausstellung. Die Wand linkerhand ist verspiegelt; eine grüne Stoffbahn ist in den Raum abgehängt und trennt ein „Zimmer“ ab. Durch einen großen, kreisrunden Ausschnitt im Stoff schaut man als Besucher*in von hinten auf das Kopfende eines Krankenhausbetts. Die wenigen Elemente genügen, um Assoziationen an ein Patientenzimmer zu wecken. Einblicke in solche Räume gibt im Folgenden auch die Ausstellung. Und um etwas weiteres wird es in der Schau gehen, das die Installation anzudeuten vermag. Der Ausschnitt in der Stoffbahn lenkt den Blick der Besucher*innen. Da man hinter dem Krankenhausbett steht, schaut man in dieselbe Richtung und hat damit auch denselben Ausblick wie ein*e Patient*in in dem Bett. Und das Krankenbett ist zur Fensterfront auf die Wiese vor dem Museum ausgerichtet. Die Besucher*innen nehmen die Perspektive der Patient*innen ein.

Die Ausstellung ist in drei Abschnitte unterteilt. Der erste stellt unter dem Titel „Experiment“ Therapie- und Nachsorgeeinrichtungen vor. Fotos, Pläne, Modelle und Texte auf Deutsch und Englisch, auf großen Aufstellern aus Holz angebracht, vermitteln die Beispiele. Der Titel des Abschnitts bezieht sich darauf, dass diese Einrichtungen als Bauaufgaben weniger stark reglementiert, technisiert und komplex seien als Krankenhäuser – und deshalb schon länger ein Experimentierfeld für heilende Architektur darstellten, so das Museum. Zu den vorgestellten Bauten zählt etwa das REHAB in Basel, eine Klinik für die Rehabilitation von Menschen mit Hirnschädigung und/oder Querschnittlähmung. Der Neubau des REHAB von Herzog & de Meuron eröffnete 2002. Die Projektvorstellungen werden von großen Infografiken, beispielsweise zur Lebensdauer von Krankenhäusern, an den Seitenwänden begleitet.

Unter den internationalen Projekten in der Ausstellung „Das Kranke(n)haus“ ist auch das Friendship Hospital Satkhira in Bangladesh von Kashef Chowdhury/URBANA (2018). Credit: © Kashef Chowdhury/URBANA, Foto: Asif Salman
Unter den internationalen Projekten in der Ausstellung „Das Kranke(n)haus“ ist auch das Friendship Hospital Satkhira in Bangladesh von Kashef Chowdhury/URBANA (2018). Credit: © Kashef Chowdhury/URBANA, Foto: Asif Salman

Diese sieben Faktoren heilender Architektur definierten Forscherinnen

Der zweite und zentrale Abschnitt der Ausstellung setzt sich auch optisch vom ersten ab. Waren die Aufsteller im ersten Teil geschwungen und unregelmäßig geformt, sind die Träger der Beispiele im zweiten Abschnitt rechteckig zugeschnitten. Die Farbgebung ist hier eng mit der inhaltlichen Gliederung verknüpft.

Mit „Evidenz“ betitelt, stellt dieser Abschnitt Evidence Based Design oder evidenzbasierte Gestaltung vor, ebenso wie die „heilenden Sieben“. Diese meinen Faktoren in der Krankenhausarchitektur, die das Stressempfinden von schwer und chronisch Kranken beeinflussen können. Um solchen schädigenden Stress zu reduzieren, können besagte Umgebungsfaktoren beim Gestalten der Häuser miteinbezogen werden.

Die heilenden Sieben gehen auf die wissenschaftlichen Untersuchungen von Vollmer und der Architektin Gemma Koppen zurück. Sie untersuchten über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren den Einfluss, den die Umgebung in Krankenhäusern auf die Stresswahrnehmung von schwer und chronisch Kranken hat. Im vergangenen Jahr definierten Vollmer und Koppen dann die folgenden „heilenden Sieben“:

  • Orientierung
  • Geruchskulisse
  • Geräuschkulisse
  • Privatheit und Rückzugsraum
  • Power Points
  • Aussicht und Weitsicht
  • Menschliches Maß

Wenn Besucher*innen nah an der Wand stehen

In Vorbereitung der Ausstellung hatten Masterstudierende der TUM nationale und internationale Krankenhausprojekte im Hinblick auf diese sieben Faktoren analysiert. Die 13 in der Ausstellung vorgestellten Projekte sind je einem der heilenden Sieben zugeordnet. Das Farbkonzept der Aufsteller – jedem der Faktoren ist eine Farbe zugeordnet – greift das visuell auf.

Unter den vorgestellten Projekten im zweiten Teil der Ausstellung ist etwa das Krankenhaus Agatharied im bayerischen Hausham, entworfen von Nickl und Partner und 1998 fertiggestellt. Zu den internationalen Beispielen zählen das Friendship Hospital Satkhira im Südwesten Bangladeshs von Kashef Chowdhury/URBANA (2018) sowie das Bürgerspital Solothurn in der Schweiz von Silvia Gmür Reto Gmür Architekten (2021). Im Bereich dieses Abschnitts wird man auch auf Besucher*innen stoßen, die ungewohnt nah an der Wand stehen – um an der eingangs erwähnten Geruchsinstallation von Sissel Tolaas zu riechen.

Das Architekturbüro Silvia Gmür Reto Gmür Architekten zeichnet für das Bürgerspital Solothurn in der Schweiz verantwortlich. Credit: © Silvia Gmür Reto Gmür Architekten, Foto: Ralph Feiner
Das Architekturbüro Silvia Gmür Reto Gmür Architekten zeichnet für das Bürgerspital Solothurn in der Schweiz verantwortlich. Credit: © Silvia Gmür Reto Gmür Architekten, Foto: Ralph Feiner

Mit heilender Architektur zu menschenzentrierten Krankenhausbauten

Der Schluss der Ausstellung ist offen gestaltet, im wörtlichen Sinne: In einem sogenannten Forum sollen sich Besucher*innen untereinander sowie mit Expert*inne, beim Ausstellungsbesuch oder in Veranstaltungsformaten austauschen können. Es liegt Literatur zum Thema aus, an einem großen runden Tisch lässt sich in dieser schmökern oder gleich diskutieren. Eine weitere Geruchsinstallation von Sissel Tolaas in Form mehrerer durchscheinender Stoffbahnen hängt am Ende dieses Raumes; hinter ihnen laufen Videobeiträge auf Bildschirmen. In diesem Forum soll der Status quo, Lösungen sowie eine menschenzentrierte Zukunft von Krankenhausplanung und -bau gemeinsam diskutiert und gestaltet werden, wie das Museum schreibt.

Die Ausstellung im Architekturmuseum der TUM in der Pinakothek der Moderne läuft bis zum 21. Januar 2024. Die Pinakothek hat außer montags täglich von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr geöffnet.

„Das Kranke(n)haus. Wie Architektur heilen hilft.“

Architekturmuseum der TUM in der Pinakothek der Moderne, München
12. Juli 2023 bis 21. Januar 2024
Kurator*innen: Tanja C. Vollmer, Andres Lepik, Lisa Luksch
Kuratorische und wissenschaftliche Mitarbeit: Zeynep Ece Sahin, Friedrich Mönninger
Ausstellungsarchitektur: IMS Studio und Friederike Daumiller
Grafikdesign: strobo B M
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Bleiben wir beim Thema: Bayerns größtes Bauprojekt ist ein Krankenhaus. Mehr zur Neugestaltung, an der auch das Büro SINAI beteiligt ist, erfahren Sie hier: Klinikum Großhadern.

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Wir sind Fachmedium des Jahres!

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Die Garten + Landschaft ist Fachmedium des Jahres 2017. Das verkündete die Jury auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt am 17. Mai 2017.

Wissen vermitteln, den Horizont erweitern, Perspektiven bieten und Emotionen wecken – mit Tiefgang, einem modernen Layout und dem Anspruch auf Aktualität. Das muss eine gute Fachzeitschrift können. Und wir haben es jetzt schwarz auf weiß: so ein Medium ist die Garten + Landschaft. Gestern wurden wir auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt als beste Fachzeitschrift des Jahres (bis 1 Mio. Umsatz) ausgezeichnet.

Für journalistische Qualität ausgezeichnet

Die Jury war sich einig: „Die Garten + Landschaft versteht es, den Fachzeitschriftenleser auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Der Titel besticht durch ein großzügiges und opulentes Layout, ohne an Sachlichkeit zu verlieren. Typo und Bilder werden vorbildlich eingesetzt“. Sehr gut gefallen haben der Jury auch die strukturierte Leserführung, die vielfältigen Stilformen und die Rubrik „Snapshots“.

Die Garten + Landschaft befindet sich in guter Gesellschaft. Auch die anderen Preisträger überzeugten die Jury von ihrer journalistischen Qualität: Ausgezeichnet wurden unter anderem die Deutsche Apotheker Zeitung, Miss & Mister Handwerk, DeviceMed, Si und die Website Hofheld vom Deutschen Landwirtschaftsverlag.

Zur Hauptjury gehörten Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse, Wolfgang Beisler, stellvertretender Sprecher der Deutschen Fachpresse und Geschäftsführer des Carl Hanser Verlags, Jörg Dambacher, geschäftsführender Gesellschafter der RTS Rieger Team Werbeagentur, Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Leiter des Studiengangs „Fachjournalismus mit Schwerpunkt Technik“ an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vogel Business Media und Hans Scheider, Mitgesellschafter der diemedia GmbH.

Hier geht’s zum Probeabo der Garten + Landschaft.

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Disney Dorf – tausend Wohneinheiten mit Micky Maus

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das soll bald in den Disney Storyliving Communities möglich sein. (Foto: Capricorn song / Unsplash)
das soll bald in den Disney Storyliving Communities möglich sein. (Foto: Capricorn song / Unsplash)

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Disney für Erwachsene

Zwei Stunden von Los Angeles entfernt möchte der Disney-Konzern ein erstes Dorf mit tausend Wohneinheiten bauen. Das Micky-Maus Dorf soll dabei den typischen Disneycharme versprühen und junge Menschen, Tourist*innen, aber vor allem auch Senior*innen anziehen. Alles zu dem Projekt – das nur das erste von vielen sein soll – lesen Sie hier.

Im Februar 2022 kündigte Disney „Storyliving“ an: Nachbarschaften oder Communities, die es Fans ermöglichen sollen, „nach neuen Wegen zu suchen, um Disney zu einem größeren Teil ihres Lebens zu machen“. Bei diesen neuen Wohngebieten in ganz Amerika handelt es sich um per Masterplan entworfene Communities, die sich durch „einzigartig gestaltete Räume, einzigartige Annehmlichkeiten und Disneys weltberühmten Service“ auszeichnen werden. Der erste Standort des Disney Dorf wird in Rancho Mirage, Kalifornien, sein. Dies ist der Ort, an dem der Firmengründer Walt Disney einst lebte.

Josh D’Amaro, Leiter von Disneys Abteilung für Parks, Erlebnisse und Produkte, sagte, es sei nur logisch, Nachbarschaften im Stil eines Themenparks zu schaffen: „Seit fast hundert Jahren hat Disney mit seinen Geschichten und Figuren die Herzen der Menschen überall berührt“, sagte er. „Während wir uns auf das nächste Jahrhundert unseres Bestehens vorbereiten, wollen wir neue und aufregende Angebote entwickeln, um die Magie von Disney zu den Menschen zu bringen – indem wir Geschichten in echtes Leben verwandeln.“

Das erste Disney Dorf

Erste Renderings der Storyliving Communities zeigen Orte, die sehr idyllisch und urlaubsähnlich aussehen. Die deutsche Zeitung „Der Spiegel“ hat sie als „ewige Kreuzfahrten“ und „echte Märchenwelten“ beschrieben. Den Bewohner*innen werden zahlreiche Aktivitäten wie Yoga- und Kochkurse sowie ein vielfältiges Wellness-Angebot geboten.

Die Zielgruppe für die Storyliving Communities sind erwachsene Disney-Fans, die eine harmonische Disneyland-Atmosphäre suchen. Diejenigen, die 55 Jahre und älter sind, haben eine starke Bindung zu Disney und blicken auf ältere Filme und erste Besuche in den Disneyland-Parks zurück. Der erste Park eröffnete im Juli 1955 in Anaheim, Kalifornien. Im Oktober 1971 folgte Disney World in Bay Lake, Orlando.

Im Jahr 1996 gründete die Walt Disney Company die Stadt Celebration in Florida, eine Nachbarschaft im Osceola County. Celebration zeichnet sich durch begehbare Straßen, zahlreiche Parks in der Nachbarschaft, günstige Einkaufsmöglichkeiten und traditionelle Wohnformen aus. Sie ist ein Beispiel für den „New Urbanism“, der zeigt, wie die Häuser früher aussahen. Die Stadt befindet sich zwar nicht auf dem Disney-Resort selbst, liegt aber in der Nähe des Parks. Die ersten Häuser wurden von Disneyland-Fans bei einer Tombola gewonnen. Heute befinden sich die Grundstücke von Celebration jedoch alle in Privatbesitz.

Erster Spatenstich im April 2022

Disneys erste Storyliving Community in Rancho Mirage wird den Namen Cotino tragen. Der erste Spatenstich fürs Disney Dorf ist für den 26. April 2022 im Rahmen einer privaten Zeremonie geplant. Das Gelände wird derzeit planiert, was bis zu zwölf Monate dauern kann.

Cotino soll eine Wohnsiedlung, eine 24 Hektar große, schwimmfähige Lagune und ein Resort-Hotel umfassen. Die Wohnmöglichkeiten werden voraussichtlich aus Anwesen, Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern bestehen. Sie sind um eine große Oase mit künstlichen Stränden angeordnet. Die Storyliving Community wird als Gemeindeverband organisiert sein, der von Disney-Mitarbeiter*innen geleitet wird. In der Storyliving Community sollen das ganze Jahr über Veranstaltungen und Unterhaltungsprogramme zum Thema Disney stattfinden.

Gabe Codding, Stadtsprecher von Rancho Mirage, sagte, dass es noch keine Baugenehmigung für Cotino gibt. Dies bedeutet, dass der Bau lange dauern könnte. Der Bebauungsplan für das Grundstück ist zwar bereits genehmigt, doch muss die Gemeinde noch ein Antrags- und Genehmigungsverfahren durchlaufen. Dazu gehören Präsentationen vor dem Architectural Review Board der Stadt, der Planungskommission und dem Stadtrat. Dabei müssen sowohl die Meinungen der Öffentlichkeit als auch die von Fachleuten vorgebrachten Überlegungen und Fragen berücksichtigt werden.

Disney kündigt an, überall in den Vereinigten Staaten Storyliving Communities zu errichten. Es wird jedoch noch einige Jahre dauern, bis die ersten Märchendörfer, das erste Disney Dorf bewohnbar ist – Micky Maus muss sich also noch ein wenig gedulden.

Kritische Stimmen

In den Vereinigten Staaten von Amerika wird häufig beklagt, dass Disney „alles besitzt“, von Fernsehsendern über Filmproduktionsfirmen bis hin zu Zeitungen. Sogar GoPro ist teilweise im Besitz des Unternehmens. Mehr als 210 000 Menschen arbeiten bei dem Unternehmen, das sich nicht mehr im Besitz der Disney-Familie befindet. Stattdessen ist der größte Aktionär die Vanguard Group Inc.

Als Titan in der Welt der Vergnügungsparks, des Fernsehens und der Filme ist Disney nun dabei, sich in die Entwicklung von Wohnvierteln zu versuchen. Dies hat in den sozialen Medien viel Kritik hervorgerufen, die Storyliving als „Gated Community für Disney-Erwachsene“ bezeichnet. Die Idee, dass ein Unternehmen eine Stadt besitzt, ist selbst in den Vereinigten Staaten ungewöhnlich.

Gleichzeitig steht Disney in der Kritik, seine Mitarbeiter*innen unterbezahlt zu haben, was Twitter-Nutzer*innen dazu veranlasst hat, Dinge zu tweeten wie „Irgendwie krank, dass Disney Wohnungen für die Reichen baut, während ein guter Prozentsatz seiner Mitarbeiter obdachlos ist und in ihren Autos lebt, aber das ist eben der Maus-Kapitalismus“. Gleichzeitig hat Disney Pläne für den Bau von 1 300 bezahlbaren Wohnungen in der Nähe des Themenparks in Orlando angekündigt.

Zu einem etwas anderen Park in der kalifornischen Großstadt, können Sie hier etwas lesen.

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