Höchste Gebäude der Welt: Wettlauf um Rekorde

Der Shanghai Tower (rechts) ist mit seinen 632 Metern das dritthöchste Gebäude der Welt. Foto: Yiran Ding auf Unsplash
Der Shanghai Tower (rechts) ist mit seinen 632 Metern das dritthöchste Gebäude der Welt. Foto: Yiran Ding auf Unsplash

Seit dem 1. Januar 2023 hat die Europäische Union ein neues höchstes Gebäude: den Varso Tower in Warschau. Der 310 Meter hohe Turm von Foster and Partners überragt den Commerzbank Tower in Frankfurt am Main um 10 Meter. Anderswo sehen die Dimensionen deutlich größer aus: Das derzeit höchste Gebäude der Welt misst über 828 Meter und Saudi-Arabien plant sogar einen zwei Kilometer hohen Turm. Lesen Sie hier alles über den Wettlauf um Rekorde!

Der Wettlauf um Höhenrekorde

Höhenrekorde für Gebäude sind schon seit den ersten Kathedralen und Kirchen bekannt. Derzeit ist das Burj Khalifa in Dubai das höchste Gebäude der Welt.

In Jeddah City ist bereits ein über 1 000 Meter hoher Konkurrenz-Turm geplant. Da hat Dubai gleich einen draufgelegt und den Creek Tower mit bis zu 1 400 Metern Höhe angekündigt. Und Saudi-Arabien hat sogar Pläne für einen zwei Kilometer hohen Turm. Ägyptens neue Hauptstadt soll ebenfalls einen 1 000 Meter hohen Turm erhalten, und Tokio träumt von einem 1 700 Meter hohen Wohngebäude.

 

Das Burj Khalifa in Dubai ist mit 828 Metern das höchste Gebäude der Welt. Foto: Unsplash
Das Burj Khalifa in Dubai ist mit 828 Metern das höchste Gebäude der Welt. Foto: Unsplash

Supertall und Megatall

Im weltweiten Vergleich sind die europäischen Bauwerke geradezu mickrig. Das höchste Gebäude in Europa ist der 462 Meter hohe Lakhta Tower in St. Petersburg, aber damit kommt es nur auf die Nummer 16. Der Council on Tall Buildings and Urban Habitat (CTBUH) ist die Autorität, wenn es darum geht, die höchsten Gebäude der Welt zu klassifizieren. Gemäß der 2009 festgelegten Definition müssen Gebäude über 300 Meter messen, um als „Supertall“ zu gelten. Mit „Megatall“ gibt es inzwischen eine neue Kategorie für Gebäude über 600 Meter.

Vom Eiffelturm zu den Supertalls

Übrigens: Bis 1930 war der Eiffelturm das einzige Bauwerk der Welt, das mehr als 300 Meter maß. Das New Yorker Chrysler Building mit 319 Metern Höhe und das Empire State Building mit 381 Metern Höhe läuteten das Zeitalter der Supertall Buildings ein. Die spannendsten 5 Fakten zum Empire State Building erfahren Sie hier.

Lakhta Tower in St. Petersburg, Foto: Kora27, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Lakhta Tower in St. Petersburg, Foto: Kora27, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Top 10 Liste der höchsten Gebäude der Welt

Dies sind derzeit die 10 höchsten Gebäude der Welt (Stand Januar 2023):

  1. Burj Khalifa in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate: 828 Meter
  2. PNB 118 in Kuala Lumpur, Malaysia: 679 Meter
  3. Shanghai Tower in Shanghai, China: 632 Meter
  4. Makkah Royal Clock Tower, Mekka, Saudi-Arabien: 601 Meter
  5. Ping An Finance Center, Shenzhen, China: 599 Meter
  6. Lotte World Tower, Seoul, Südkorea: 555 Meter
  7. One World Trade Center, New York City, Vereinigte Staaten: 541 Meter
  8. Guangzhou CTF Finance Center, Guangzhou und Tianjin CTF Finance Center, Tianjin, China: beide 530 Meter
  9. China Zun Tower, Peking, China: 528 Meter
  10. Taipei 101, Taipei, China: 508 Meter
Höchste Gebäude der Welt im Jahr 2022. Bildquelle: Wikimedia
Höchste Gebäude der Welt im Jahr 2022. Bildquelle: Wikimedia

Höchste Gebäude Deutschlands

Diese Liste folgt den Vorgaben der CTBUH und enthält nur Gebäude mit mindestens 350 Meter Höhe. Sie müssen komplettiert sein, um Eingang in die Liste zu erhalten. Dabei werden sie nach der aktuellen Höhe geordnet, was auch die Turmspitze als Teil der Gebäudearchitektur enthält. Funkantennen zählen jedoch nicht zur Höhe des Gebäudes.

Höchste Gebäude der Welt nach Region

Mit dem Burj Khalifa ist Asien eindeutig die Weltregion mit dem höchsten Gebäude der Welt. Auch in China und in Malaysia finden sich viele weitere Wolkenkratzer, weshalb die Region in den Listen besonders häufig vertreten ist. Es folgt Nordamerika mit dem One World Trade Center Gebäude in New York City. Auch viele weitere der bekannten Gebäude aus New Yorks Skyline sind in den Listen der 20 und 30 höchsten Gebäude der Welt zu finden.

 

Europa und Ozeanien: Spitzenreiter unter den Wolkenkratzern

An dritter Stelle der Liste der höchsten Wolkenkratzer nach Weltregion ist Europa zu finden, wobei hier die Zahlen bereits unter 500 Meter liegen. Der russische Lakhta Center Tower sorgt für diese Platzierung. In Ozeanien ist der Q1 Tower in der australischen Stadt Gold Coast zu finden, der mit seinen 323 Metern für den vierten Platz sorgt.

 

Südamerika und Afrika: Wolkenkratzer mit Potenzial

Auf Platz fünf der Weltregionen nach höchstem Wolkenkratzer liegt Südamerika. Das höchste Gebäude hier ist der 300 Meter hohe Gran Torre Santiago in Santiago de Chile. Und in Afrika hält The Leonardo, gelegen in Sandton, Südafrika, mit 228 Metern Höhe, den Rekord – hier ist also noch Raum nach oben!

The Leonardo in Sandton, Africa, Foto: Joshua Schumacher, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
The Leonardo in Sandton, Africa, Foto: Joshua Schumacher, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Ära der Megatall Buildings

Seit dem Jahr 2010 herrscht die Ära der Megatall Buildings ab 600 Meter Höhe vor. Das Burj Khalifa in Dubai, bis heute das höchste Gebäude der Welt, machte den Anfang. Der Clock Tower in Mekka folgte 2012 mit 601 Metern, und Shanghai baute 2015 das bis heute höchste Gebäude des Landes mit 632 Metern Höhe. Der zweitplatzierte Turm PNB 118 in Kuala Lumpur wurde erst 2022 fertiggestellt, kommt aber trotz seiner 679 Meter noch lange nicht an das Burj Khalifa heran.

Derzeit sind also nur vier Gebäude weltweit als Megatall Buildings einzustufen. Insbesondere in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten geht der Wettlauf weiter. Aber aus heutiger Sicht ist nicht damit zu rechnen, dass das Burj Khalifa in den nächsten 10 Jahren seinen ersten Platz verliert. Die Mega-Projekte haben oft mit politischen Schwierigkeiten zu tun. So liegt die Baustelle für den Jeddah Tower schon seit mehreren Jahren brach, da eine Antikorruptionsaktion in Saudi-Arabien zu Finanzierungsschwierigkeiten führte. Auch die Corona-Pandemie sowie die weltweite Knappheit an Baumaterialien verlangsamen den Fortschritt. Und als Dubai vom Baustillstand in Jeddah hörte, wurde der geplante Dubai Creek Tower fürs Erste pausiert

Dennoch kündigte der saudi-arabische Fonds PIF, nördlich von Riad einen 2 Kilometer hohen Turm zu bauen, der zum Programm „Vision 2030“ des Landes gehören soll. Mit The Line plant Saudi-Arabien auch eine bis zu 170 Kilometer lange Bandstadt. Die Megaprojekte sollen dazu beitragen, die Abhängigkeit von Öl und Gas bis 2030 zu verringern.

Kennen Sie eigentlich die höchsten Gebäude unserer Bundesrepublik? Unsere Kolleg*innen von BAUMEISTER stellen Sie Ihnen hier vor: Höchste Gebäude Deutschlands.

Das könnte Sie auch interessieren
Städtebaupreis 2014 ausgelobt
eine-hauserzeile-mit-bewolktem-himmel-im-hintergrund-MQKn_JFfVlM
Thermische Wegführung – wie wir Hitze im Alltag umleiten könnten
Seit November ist die Münzzahlung in deutschen Telefonzellen nicht mehr möglich. Foto: succo via Pixabay
Telefonzelle in Deutschland: Eine Ära geht zu Ende
Ein neuer Gründungsdirektor für die Bundesstiftung Bauakademie
G+L im Oktober: Tiere in der Stadt
luftaufnahme-einer-stadt-durch-die-ein-fluss-fliesst-P2d8SKdbjEE
Urban Soil Management – Bodenaufwertung als Planungsauftrag
eine-grune-pflanze-spriesst-aus-einer-ritze-im-boden-i19ybtJ9L50
Tageszeitenbezogene Hitzekarten – Planung mit stündlicher Präzision
Der Elberadweg gehört zu Dresdens beliebtesten Fahrrad- und Wanderwegen. Mit dem Mobil-O-Mat möchte die Stadt weitere Ideen zur Mobilität der Zukunft sammeln. Photo: Sylvio Dittrich
Interaktives Beteiligungstool Mobil-O-Mat für Mobilität in Dresden
Der gesamte Außenraum der Volksschule und Mittelschule Viktor Kaplan in Graz ist neu gedacht. Für die Gestaltung zeichnet das Büro Winkler Landschaftsarchitektur verantwortlich. Foto: Winkler Landschaftsarchitektur
Neugestaltete Volksschule und Mittelschule Viktor Kaplan
eine-gruppe-von-menschen-die-mit-dem-fahrrad-eine-strasse-entlang-fahren-kibqV_JXXHU
Drohnenüberwachung im Grünflächenmanagement – Effizienz oder Überwachung?

Frankfurt Mertonviertel – Wettbewerb entschieden

Das neue grüne Herz im Mertonviertel. Copyright: Teleinternetcafe, Treibhaus und c/o Zukunft
Das neue grüne Herz im Mertonviertel. Copyright: Teleinternetcafe Architektur und Urbanismus mit Treibhaus Landschaftsarchitekten und c/o Zukunft Stadtplanung und Stadtentwicklung

Die Sieger*innen des städtebaulichen und freiraumplanerischen Ideenwettbewerbs stehen fest. Am 21. Oktober wählte das Preisgericht einstimmig den Entwurf von Teleinternetcafe Architektur und Urbanismus mit Treibhaus Landschaftsarchitekten und c/o Zukunft Stadtplanung und Stadtentwicklung.

Ideenwettbewerb „Mertonviertel / Nördlich Lurgiallee“

Der Ideenwettbewerb zur Zukunft des Mertonviertels in Frankfurt ist entschieden: In seiner Sitzung am 21. Oktober vergab das Preisgericht den ersten Preis einstimmig an den Entwurf der Bürogemeinschaft Teleinternetcafé Architektur und Urbanismus aus Berlin. Auch Treibhaus Landschaftsarchitektur aus Hamburg und c/o Zukunft – Stadtplanung und Stadtentwicklung aus Hamburg gehören zum Gewinnerteam.

Laut der Jury steht der Büro- und Gewerbestandort Mertonviertel im Norden von Frankfurt vor strukturellen Herausforderungen und großen Veränderungen. Der Abbruch des ehemaligen Lurgihauses hat ein großes Potenzial für eine städtebauliche Neuordnung geschaffen. Für den Wettbewerb suchte Planungsdezernent Mike Josef nach Vorschlägen, die die Themen Wohnen, Arbeiten, Bildung, Versorgung, Lebensqualität und Umwelt kombinierten.

Der Siegervorschlag bietet „die beste Lösung für ein vielfältiges und Identifikation stiftendes Quartier nördlich der Lurgiallee“, so Josef. „Durch diese Neuentwicklung wird es auch einen positiven Impuls für das gesamte Mertonviertel als attraktiven und lebendigen Arbeits- und Wohnstandort geben.“

Der Wettbewerb wurde vom Stadtplanungsamt Frankfurt am Main ausgelobt. Die AGB Frankfurt Holding und die gsp Städtebau sind darüber hinaus wesentliche Stakeholder. Die Geschäftsführer beider Institutionen erklärten, dass sie ein neues, urbanes, durchmischtes Stadtquartier mit hoher Lebens- und Aufenthaltsqualität anstreben.

Eine neue Grüne Mitte – Lovely Lurgi

Der Entwurf der Sieger*innen trägt den Titel „Lovely Lurgi – Ein neues Herz für das Mertonviertel“. Er überzeugte die Jury durch die Entwicklung des eigentlichen Baugrundstückes aus den Strukturen und Konzeptvorschlägen für das Viertel. Im Herzen der neuen Entwicklung entsteht ein großzügiger grüner Freiraum, der viele Nutzungsmöglichkeiten und außerdem eine hohe Identitätskraft bietet.

„Lovely Lurgi“ im Mertonviertel sieht eine neue Quartiersmitte vor, die von urbanen Gebäuden umgeben wird. Der grüne Mittelpunkt sowie andere Elemente des Projektes folgen zudem dem „Schwammstadtprinzip“, indem sie vielfältige Regenrückhalte- und Bewirtschaftungsflächen sowie Raum für Bäume mit echtem Bodenanschluss bieten.

Übrigens: Mehr über die Schwammstadt lesen Sie in der November 2021 Sonderausgabe der G+L.

Weitere Besonderheiten des neuen Quartiers sind die räumliche Zonierung mit ausgeprägter Nutzungsmischung sowie die kleinteilige Gestaltung des Stadtraums. Zudem gibt es Platz für eine neue Grundschule. Zu den geplanten Gebäuden gehören darüber hinaus Gewerbeflächen, Einzelhandel, gastronomische Angebote und zwei Kindertagesstätten. Somit soll es gelingen, zwischen dem bestehenden und dem neuen Quartier zu vermitteln.

Die Bürogemeinschaft Teleinternetcafé Architektur und Urbanismus, Treibhaus Landschaftsarchitektur und c/o Zukunft erarbeiteten eine Rahmenplan für das Mertonviertel sowie ein städtebauliches Konzept für das Bebauungsplanverfahren Mertonviertel / Nördlich Lurgiallee. Dabei handelt es sich um eine rund acht Hektar große Fläche. Künftig sollen hier etwa 900 Wohneinheiten nahe der U-Bahn-Station Riedwiesen/Mertonviertel und der Einkaufsgalerie „Merton’s Passage“ entstehen.

Der Plan für das neue Lurgi-Areal im Mertonviertel. Visualisierung: Teleinternetcafe Architektur und Urbanismus mit Treibhaus Landschaftsarchitekten und c/o Zukunft Stadtplanung und Stadtentwicklung
Der Plan für das neue Lurgi-Areal im Mertonviertel. Visualisierung: Teleinternetcafe Architektur und Urbanismus mit Treibhaus Landschaftsarchitekten und c/o Zukunft Stadtplanung und Stadtentwicklung

Die Preisverleihung

Die Jury war in diesen nichtoffenen städtebaulichen, freiraumplanerischen Ideenwettbewerb auf der Suche nach mutigen Ideen für die Zukunft des Mertonviertels inklusive eines stimmigen Konzeptes für das Gelände des ehemaligen Lurgihauses. Der Wettbewerb bestand dabei aus zwei Bearbeitungsphasen. Ursprünglich hatten sich zwölf qualifizierte Bewerbergemeinschaften aus Stadtplaner*innen sowie Städtebauarchitekt*innen beworben. Davon wählte die Jury am 21. Juli vier Arbeiten für die weitere Bearbeitung aus.

In der zweiten Preisgerichtssitzung am 21. Oktober vergab das Preisgericht neben dem ersten Platz auch drei dritte Preise. Diese gingen gleichrangig an die Bewerbergemeinschaften Karl Richter Architekten BDA, Frankfurt, mit KuBus Freiraumplanung, Wetzlar, Machleidt Städtebau und Stadtplanung, Berlin mit SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten, Berlin sowie Stefan Forster, Frankfurt, mit nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbB schonhoff schadzek depenbrock, Hannover.

Zur Jury gehörten renommierte Architekt*innen, Stadtplaner*innen und Landschaftsarchitekt*innen sowie Vertreter*innen der Stadt Frankfurt. Auch die Eigentümerin des Grundstücks des ehemaligen Lurgihauses, Sachverständige und Vertreter*innen politischer Fraktionen waren vertreten. Bis zum 3. November wurden die Wettbewerbsbeiträge im Atrium des Frankfurter Planungsdezernates ausgestellt.

Mit dem neuen Entwurf soll das Frankfurt Mertonviertel wieder belebt werden. Visualisierung: Teleinternetcafe Architektur und Urbanismus mit Treibhaus Landschaftsarchitekten und c/o Zukunft Stadtplanung und Stadtentwicklung
Mit dem neuen Entwurf soll das Frankfurt Mertonviertel wieder belebt werden. Visualisierung: Teleinternetcafe Architektur und Urbanismus mit Treibhaus Landschaftsarchitekten und c/o Zukunft Stadtplanung und Stadtentwicklung

Über das Frankfurt Mertonviertel

Das Mertonviertel ist ein Büro- und Wohnquartier im Norden von Frankfurt am Main. Es erhielt seinen Namen in Erinnerung an Wilhelm Merton, Gründer der Metallgesellschaft sowie des Instituts für Gemeinwohl. Dieses war ein Vorläufer der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Das Viertel ist recht neu. Es entstand ab Mitte der 1980er Jahre auf einem Gebiet von etwa 60 Hektar Größe, das bis zum Jahr 1982 zu den Industrieanlagen der früheren Vereinigten Deutschen Metallwerke gehörte. Das Erdreich im Mertonviertel war stark durch Kohlenwasserstoffe sowie Schwermetalle belastet und musste in einem aufwändigen Verfahren gereinigt werden. Dafür gab es eine eigens errichtete Entgiftungsanlage, die parallel zu den Bauarbeiten bis in die frühen 2000er Jahre vor Ort war.

Lurgihaus und Hundertwasser-Kindertagesstätte

Das Lurgihaus war schließlich lange das dominante Gebäude des Quartiers in Frankfurt-Heddernheim. Es entstand im Jahr 1987 als erster Neubau des Mertonviertels. Mit einer Bürofläche von fast 90 000 Quadratmetern gehörte es damals zu den größten Bürogebäuden Deutschlands. Es bestand aus einem viereckigen Hauptgebäude mit sieben stark gegliederten Nebengebäuden. Ursprünglich war es das Hauptquartier der Lurgi AG, einem Unternehmen für Großanlagenbau, und nahm über die Jahre auch weitere Mietparteien auf. 2014 verließ Lurgi das Bürogebäude. Weiteres Gebäude im Mertonviertel ist die Hundertwasser-Kindertagesstätte mit ihrer weithin sichtbaren Kuppel, Bürogebäude und Wohnhäuser. Zeitweise gab es 5 000 Arbeitsplätze in diesem Viertel. In den letzten Jahren nahm die Anzahl an Arbeitsplätzen und Bewohner*innen ab, aber mit dem neuen Entwurf soll das Mertonviertel wieder belebt werden.

Mehr Planung aus der bevölkerungsreichsten Stadt Hessen gibt es mit einem Megaprojekt, das in etwa zehn Jahren fertig sein könnte, hier: Fernbahntunnel Frankfurt.

Easy Going mit der EasyBettung

Abbildung: iStock

Die neue EasyLay-Technologie (ELT) von tubag revolutioniert das Verlegen von Platten und Pflastersteinen.

Wer kennt es nicht: Die Wartezeit, bis ein Produkt fertig zum Verarbeiten ist, frisst oft viele Kapazitäten. So ist es auch in den Abläufen beim Verlegen von Pflaster- und Plattenbelägen in Systembauweise. Doch tubag, die Premiummarke der Sievert SE für den Garten-, Landschafts- und Straßenbau, hat dagegen Abhilfe geschaffen – mit dem ersten drainfähigen Bettungsmörtel überhaupt: der EasyBettung.

Die neue EasyLay-Technologie (ELT) von tubag basiert auf einer neu entwickelten Mörtel- und Bindemittelrezeptur, die nicht angemischt werden muss.  „Weil auf das bisher übliche Anmischen verzichtet werden kann, fällt ein kompletter Arbeitsgang weg. Somit werden die Arbeitsabläufe bedeutend effizienter und die Flächenleistung pro Mitarbeiter steigt an. Das bietet den Unternehmen neue Möglichkeiten bei der Planung, Kalkulation und vor allem auch der Ausführung ihrer Aufträge“, sagt Georg Zimmermann, Produktmanager für Garten-, Landschafts- und Straßenbau bei der Sievert SE. Zur Verdeutlichung: Die Ruhezeit nach dem Wässern des Belages beträgt 36 Stunden. Das bedeutet, dass nicht einmal zwei Tage nach der Erstellung der Flächen die Fugen mit den üblichen Fugenmörteln aus dem tubag-Programm geschlossen werden können.

Die gesamte Anwendung des neuen Produkts ist denkbar einfach. Die EasyBettung wird auf die vorbereitete ungebundene Tragschicht gegeben und nach der höhengerechten Ausnivellierung kurz mit Hilfe eines Wasser-Sprühnebels aktiviert. Um den Haftverbund zwischen Belag und Bettungsmörtel zu optimieren, werden die Platten oder Pflastersteine beim Verlegen an der Unterseite mit der tubag Haftschlämme TNH flex versehen. Das geschieht entweder über die Zahnkelle oder den Vorgang des Eintauchens. Nach dem hammerfesten Einbringen der Platten oder Steine wird der Belag komplett satt gewässert. „Die neuartige EasyLay-Bindemitteltechnologie verfügt über spezielle Leichtzuschläge, die das Saugverhalten so begünstigen, dass die EasyBettung komplett über das Wasser aktiviert wird, das über die Fugen eintritt“, erklärt Endrit Imeri, Entwicklungstechniker Mineralische Mörtelsysteme bei der Sievert Baustoffe. Worauf zu achten ist: Die Fugen müssen dabei mindestens fünf Millimeter breit sein, beim Verlegen von Platten darf die kurze Kantenlänge höchstens 80 Zentimeter betragen.

Welche Vorteile die EasyBettung außerdem hat? Nicht nur zeitlich, auch wirtschaftlich zahlt sich die Verwendung des tubag-Produktes aus: Gegenüber konventionellen Bettungsmörteln punktet die EasyBettung reaktiv mit einem ca. 25 Prozent niedrigeren Materialverbrauch. Alle weiteren Informationen zur Innovation Easy Bettung finden Sie unter www.tubag.de