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HSWT: 50 Bäume zum 50-Jährigen

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HSWT

Die erste Begehung des Arboretums. Kurzweilig erzählte Prof. Dr. Bernd Hertle (Mitte) den Gästen interessante Details zu den verschiedenen Baumarten. Foto: HSWT

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Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) feiert 2021 groß ihren 50. Geburtstag. Für jedes Jahr ihres Bestehens gedeiht nun ein neuer Baum. Die 50 neugepflanzten Bäume bilden ein begehbares Arboretum. Viele Menschen haben Baumpatenschaften übernommen. Damit kommen Geschichte und Gegenwart zusammen.

Geschichte der HSWT

Am Weihenstephaner Berg gedeiht das Jubiläums-Arboretum der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT). Unter dem Motto „50 Jahre Applied Sciences for Life“ feiert die Ausbildungsstätte ihren 50. Geburtstag. Dabei wird jedem Jahr mit einem neuen Baum gedacht. Insgesamt haben viele Weggefährt*innen, Absolvent*innen, Freund*innen und Förder*innen dafür eine Baumpatenschaft übernommen. Sie alle fühlen sich mit der Vergangenheit der Hochschule verbunden und wollen sie gemeinsam in die Zukunft begleiten. Mit dem begehbaren Baumpfad setzen sie ein Zeichen der Verbundenheit. Sie wollen viele, kommende Generationen bei Erholung und Information, bei Studium und Forschung unterstützen.

Vor über 200 Jahren startete in Weihenstephan ein Ausbildungsbetrieb. Zunächst war es eine Obstbaumschule. Damit begann also die Tradition der grünen Ausbildungs- und Forschungsstätte in Weihenstephan. Aus dieser ersten Zentralbaumschule wurde später die höhere Staatslehranstalt für Gartenbau. Daraus ging schließlich in den 1930er-Jahren die staatliche Forschungsanstalt für Gartenbau hervor. Und knapp 30 Jahre später wird die Forschungsanstalt zur Ingenieurschule. Mit der Kreation von Fachhochschulen Anfang der 1970er-Jahre bekommt auch Weihenstephan eine solche Hochschule für angewandte Wissenschaften. Folglich wird am 1. August 1971 aus der Ingenieurschule für Gartenbau die Fachhochschule Weihenstephan. Damit kann die heutige Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in diesem Jahr also auf eine 50-jährige Geschichte zurückblicken.

HSWT: Fünf Jahrzehnte rund um die Natur

 

Alle Fotos: HSWT

In diesen fünf Jahrzehnten hat sich die HSWT den Lebenswissenschaften rund um Natur, Umwelt, Ernährung und Nachhaltigkeit verschrieben. Über die Jahre ist daraus folglich ein einmaliges Profil entstanden. Der Ausgangspunkt für alle Fächer sind die Natur, der Mensch und alle natürlichen Ressourcen. Insgesamt bildet die HSWT verantwortungsvolle Ingenieur*innen aus, die die nachhaltige Entwicklung der Zukunft mitgestalten werden. Insbesondere in neu geschaffenen Studiengängen wie dem Master Climate Change Management blickt die HSWT in die Zukunft. Sie stellt sich den Themen und Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung. Die sind bereits jetzt in Wissenschaft und Gesellschaft sehr wichtig und werden es auch noch lange Zeit bleiben.

Der neue Baumpfad am Weihenstephaner Berg

Fotos: HSWT

Der Standort der HSWT in Weihenstephan ist vom Geist der Geschichte und ihren baulichen Spuren geprägt. Der Legende nach errichtete hier der Heilige Korbinian zu Beginn des 8. Jahrhunderts nach einer Engelserscheinung eine Zelle. An diesem Ort, dem Weihenstephaner Berg, liegt noch heute die Kernbebauung der HSWT. Und dieser Berg ist auch die Heimat des neuen Jubiläums-Arboretums. An seinen Hängen liegt der neue Pfad mit seinen 50 Bäumen. Der Pfad führt am Nordhang des Berges vom Weihenstephaner Fußweg zur Vöttinger Straße hinunter. Auf diesem Wege bringt er den Besucher*innen die Vielfalt der Bäume nahe. Zugleich erläutert er ihren wertvollen Beitrag zu Klimaschutz und Ökosystem. Aber nicht nur Besucher*innen lernen hier. Das neue Arboretum wird auch für Lehr- und Forschungszwecke genutzt. Hier können die jungen Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen beobachten, wie die unterschiedlichen Baumarten zum Beispiel mit Hitze umgehen. Das ist eine wichtige Fragestellung in Zeiten des Klimawandels.

Hörsaal im Freien

Fotos: HSWT

Insbesondere für die Studierenden der Fächer Gartenbau und Landschaftsarchitektur ist das Arboretum ein Hörsaal im Freien. Hier können sie das, was sie theoretisch gelernt haben, in Realität betrachten und mit ihren Händen anfassen. Von den neu gepflanzten Bäumen werden viele Generationen profitieren. Und genau dieser Blick in die Zukunft war der HSWT an ihrem Jubiläum wichtig. Sie wollten die Weichen für Nachhaltigkeit für die kommenden Jahrzehnte stellen. Die 50 Bäume sind ein lebendiges Abbild dieser konsequenten und zukunftsorientierten Ausrichtung der HSWT. Denn Bäume leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz des Klimas. Sie speichern CO2 und entlasten demzufolge die Atmosphäre. Auch auf das Mikroklima der Städte wirken sie zudem positiv. Mit Transpiration, Verdunstung und Schattenwurf leisten sie positive Beiträge zur urbanen Lebensqualität. Bäume haben eine ebenso wichtige Funktion für Wasser- und Nährstoffkreisläufe und den Erhalt der Artenvielfalt. In diesem Sinne soll das Arboretum weit über das Jubiläumsjahr hinaus den Wissenschaften dienen.

Baumpatenschaften

Das neue Arboretum ist nicht der einzige Beitrag der HSWT zu nachhaltiger Entwicklung. Gemeinsam mit ihren Baumpat*innen leistet die Hochschule auch andernorts Beiträge zu einer nachhaltigen und ökologisch gesunden Zukunft. Darüber hinaus unterstützt jede Baumpatenschaft den Verein Bergwaldprojekt e.V.. Dafür dankt die HSWT zudem zahlreichen Baumpat*innen. Sie alle folgten einem Aufruf der Hochschule und suchten sich einen Baum oder mehrere Bäume aus. Gemeinsam als Duo, als Gruppe oder einzeln finanzierten sie sie dann infolgedessen. Unter den Pat*innen sind Absolvent*innen der HSWT, aber auch Freund*innen und Förder*innen der Hochschule, zudem die Stadt Freising und Firmen, Unternehmen und Institutionen sowie Professor*innen der HSWT. Sie alle hatten ihre persönlichen Gründe für die Patenschaft. Aber alle einen dieselben Werte: Verbundenheit zur Natur und ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit.

Bäume im Jubiläums-Arboretum 

Die Baumarten für das Jubiläums-Arboretum der HSWT hat der Leiter der Weihenstephaner Gärten ausgewählt. Alle Bäume sind standorttauglich, lassen dadurch erstens eine entsprechende Winterhärte erwarten und sind zweitens in Europa verfügbar. Abgesehen davon sind die ausgewählten Bäume möglichst unterschiedlich. Denn für eine erfolgreiche klimagünstige Begrünung braucht es Vielfalt. Das Arboretum hat also Beispielcharakter. Hier wächst Vielfalt. Denn Diversität erhöht die Chancen, dass eine Begrünung lange wächst und gedeiht. 

Der niederländische Gartendesigner Piet Oudolf hat kürzlich eine weitere Freifläche auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein um außergewöhnliche Pflanzenkompositionen ergänzt. Sehen Sie selbst was Sie nun auf dem Gelände des Vitra Design Museum erwartet.

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Wir sind Fachmedium des Jahres!

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Die Garten + Landschaft ist Fachmedium des Jahres 2017. Das verkündete die Jury auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt am 17. Mai 2017.

Wissen vermitteln, den Horizont erweitern, Perspektiven bieten und Emotionen wecken – mit Tiefgang, einem modernen Layout und dem Anspruch auf Aktualität. Das muss eine gute Fachzeitschrift können. Und wir haben es jetzt schwarz auf weiß: so ein Medium ist die Garten + Landschaft. Gestern wurden wir auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt als beste Fachzeitschrift des Jahres (bis 1 Mio. Umsatz) ausgezeichnet.

Für journalistische Qualität ausgezeichnet

Die Jury war sich einig: „Die Garten + Landschaft versteht es, den Fachzeitschriftenleser auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Der Titel besticht durch ein großzügiges und opulentes Layout, ohne an Sachlichkeit zu verlieren. Typo und Bilder werden vorbildlich eingesetzt“. Sehr gut gefallen haben der Jury auch die strukturierte Leserführung, die vielfältigen Stilformen und die Rubrik „Snapshots“.

Die Garten + Landschaft befindet sich in guter Gesellschaft. Auch die anderen Preisträger überzeugten die Jury von ihrer journalistischen Qualität: Ausgezeichnet wurden unter anderem die Deutsche Apotheker Zeitung, Miss & Mister Handwerk, DeviceMed, Si und die Website Hofheld vom Deutschen Landwirtschaftsverlag.

Zur Hauptjury gehörten Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse, Wolfgang Beisler, stellvertretender Sprecher der Deutschen Fachpresse und Geschäftsführer des Carl Hanser Verlags, Jörg Dambacher, geschäftsführender Gesellschafter der RTS Rieger Team Werbeagentur, Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Leiter des Studiengangs „Fachjournalismus mit Schwerpunkt Technik“ an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vogel Business Media und Hans Scheider, Mitgesellschafter der diemedia GmbH.

Hier geht’s zum Probeabo der Garten + Landschaft.

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6-Seen-Wedau: Längste Klimawand der Welt

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Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt soll entstehen. (Foto: Redaktion Jensen media)
Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt soll entstehen. (Foto: Redaktion Jensen media)
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Der Bau des neuen Wohngebiets „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ hat begonnen und startet mit einem Rekord: Die längste Klimawand der Welt mit einer Länge von 2,6 Kilometer soll entstehen.

3 000 Wohneinheiten & 40 000 Quadratmeter Natur

Das neue Wohngebiet „6-Seen-Wedau – Wohnen am Wasser“ in Duisburg ist das derzeit größte Stadtentwicklungsprojekt in Nordrhein-Westfalen. Teil des Wohngebiets ist eine 2,6 Kilometer lange und 10 Meter hohe grüne Lärmschutzwand. 13 000 Kletterpflanzen werden die längste Klimawand der Welt ausstatten. Sie soll den künftigen Bewohner*innen von 6-Seen-Wedau Lärmschutz vor dem angrenzenden Bahnverkehr gewähren und zugleich 40 000 Quadratmeter Natur bieten. Darüber hinaus stellt die Klimawand einen geschützten Lebensraum für die in der Region lebenden Zauneidechsen dar.

Das Wohngebiet entsteht auf den ehemaligen Bahnflächen des Rangierbahnhofs Wedau und wird in den nächsten Jahren fertiggestellt. Die Klimawand soll schon Ende 2022 komplett sein. 6-Seen-Wedau wird bis zu 3 000 Wohneinheiten in vier unterschiedlich gestalteten Quartieren bieten.

Foto: Redaktion Jensen media
Foto: Redaktion Jensen media

Die „Rau Klimawand R3“ in 6-Seen-Wedau

Die Klimawand in 6-Seen-Wedau kommt vom Spezialanbieter „Rau Lärmschutzwände“ mit Sitz in Berlin. „Die Lärmschutzwand in Duisburg-Wedau sprengt wirklich alle bisherigen Dimensionen. Toll, dass sich die Stadt und die Duisburger GEBAG als Baugesellschaft für diese besonders nachhaltige und ökologische Lösung des Lärmschutzes entschieden haben“, sagt Henning Knief, Geschäftsführer der Rau Lärmschutzwände – Geosystem GBK GmbH aus Berlin.

Der Luftschalldämmungswert der Klimawand liegt bei 68 dB. Die gesamte Länge des Neubaugebiets ist von der Wand geschützt. Die Bahnstrecke zwischen Duisberg-Wedau und Ratingen ist viel befahren, weshalb der Schutz wichtig ist.

Aber auch die Umweltfreundlichkeit der Wand spielt eine wichtige Rolle. Michael Streck, Projektleiter der GEBAG Flächenentwicklung, sagt dazu: „Die Nähe zur Natur spielt für Investoren und zukünftige Anwohner schon jetzt eine große Rolle: Wir haben über 800 Anregungen von 300 Bürgerinnen und Bürgern in unsere Stadtteilplanung einfließen lassen – viele große Grünflächen sollen das Stadtbild mitprägen. Klar, dass wir auch bei der Wahl unserer Lärmschutzwand eine umweltfreundliche Lösung finden wollten“, so Streck.

Nachhaltiger Bau

Bei der Klimawand in 6-Seen-Wedau ist der Name Programm, denn auch in ihrer Herstellung ist sie ressourcensparend. „Beton ist in der Herstellung wahnsinnig energieaufwändig und entspricht einfach nicht mehr unserem heutigen Verständnis von Ökofreundlichkeit. Für die Füllung unserer Klimawand wurde durch ein kluges Bodenmanagement sowohl zugeliefertes als auch örtlich angefallenes Material verwendet, das bei der Umsetzung des neuen Stadtteils sowieso angefallen wäre“, so Henning Knief.

Dabei wurde lokal gewonnener Erdboden in den Stahlkorb der Mauer gefüllt, was die Begrünung der Mauer durch örtliche Pflanzen begünstigt. Die Kletterpflanzen brauchen nur die übliche anfängliche Pflege und sind danach quasi wartungsfrei. Sie haben außerdem eine lange Lebensdauer von mindestens 80 Jahren und können große Mengen an CO2 aufnehmen. So wird die Wand schon nach wenigen Jahren eine positive Klimabilanz aufweisen.

Zum Schutz der örtlichen Fauna erklärt Michael Streck: „Auf dem Wall wurden Ersatzquartiere für die heimischen Zauneidechsen eingerichtet. Außerdem finden sich im Lärmschutzwall einige Durchlässe für die Zauneidechsen, sodass sie je nach Tageszeit unkompliziert und sicher auf die sonnigere Seite wechseln können.“

Über das Projekt in Duisburg-Wedau

Das neue Wohnquartier in Wedau soll etwa 60 Hektar groß sein und sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen bieten. Das „Team Wedau“ hat über 800 Anregungen von Bürger*innen gesammelt, um das Quartier am Wasserturm, die Neue Gartenstadt, das Seequartier und das Quartier am Uferpark partizipativ zu gestalten. „Wir haben das gesamte Wohngebiet sehr großflächig geplant. Wir wollen nicht nach dem Maximalprinzip alles mit Immobilien zupflastern, sondern den Quartieren mit ihren individuellen Ansprüchen an Wohnen und Architektur genügend Platz zur Entfaltung geben“, so Projektleiter Michael Streck.

Die Sechs-Seen-Platte, die dem neuen Wohngebiet 6-Seen-Wedau seinen Namen gibt, besteht aus dem Masurensee, dem Warmbachsee, dem Böllertsee, dem Wildförstersee, dem Wolfssee und dem Haubachsee in Duisburg-Wedau. Zukünftige Anwohner*innen profitieren von der hohen Freizeitqualität der Umgebung. Das neue Bauprojekt wertet das neue Viertel auf und bietet viele Grün- und Erschließungsflächen, die auch für Investor*innen interessant sind. Zentrale Bauten wie der denkmalgeschützte Ziegelwasserturm bleiben bestehen. Insgesamt soll 6-Seen-Wedau durch die unmittelbare Nähe zur Natur und durch viele Grünflächen geprägt werden – allen voran die längste Klimawand der Welt, die sicherlich auch Besucher*innen von außerhalb anziehen wird.

Nicht nur Lärmschutzwände können klimafreundlich gestaltet werden, sondern auch Dächer. Erfahren Sie hier alles Wichtige zum Thema Dachbegrünung.

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