Elon Musk baut nicht nur Raketen und Elektrofahrzeuge, sondern denkt mit seinem Hyperloop über eine ganz neue Art des Transports nach. Mit der Kapsel, die in beinahe Schallgeschwindigkeit durch eine lange Röhre saust, hat Musk Forschende weltweit in Begeisterung versetzt. Auch hierzulande werfen Fans der Idee all ihr kreatives Können und wissenschaftliches Wissen zusammen, um die Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Wie der Stand ist und welche Hindernisse es dabei zu überwinden gilt, lesen Sie hier.

Hyperloop soll Realität werden

Die Infrastruktur weltweit könnte in einiger Zukunft durch eine Neuerung erweitert werden. Der Hyperloop ist eine Transportkapsel, die sich durch eine luftleere Röhre bewegt. Diese Art des Transports soll eine Geschwindigkeit bis zu 1000 Kilometer pro Stunde erreichen. In der Kapsel sollen zwischen 20 bis 50 Personen Platz finden. Die Idee könnte Flüge ersetzen, sowohl auf der Lang- als auch auf der Kurzstrecke. Infolgedessen würde die Umwelt geschont und Zeit gespart, so die Hoffnung.

Die Hyperloop Idee stammt von Elon Musk, Gründer von Firmen wie Tesla und SpaceX. Seine Vision skizzierte er im Jahr 2013. Musk betitelte sein White Paper damals mit „Hyperloop Alpha“. Demzufolge versprach sich Musk viele Vorteile vom Hyperloop. Es solle die Vorzüge der bisherigen Transportsysteme wie Flugzeug, Auto und Bahn vereinen. Schnell wie ein Flugzeug, günstig wie ein Auto, umweltfreundlich wie die Bahn und stets verfügbar wie die Straßen. Umweltfreundlich und ressourcensparend, effizient und superschnell.

Weltweit haben sich bereits Unternehmen gegründet, die die Idee des Hyperloops in die Realität umsetzen möchten. Als eines der ersten Unternehmen gründete sich beispielsweise das amerikanische Unternehmen HyperloopTT bereits 2013. Es arbeitet daran, die Vision den realistischen Gegebenheiten anzupassen. Dort fahren die Kapseln auf magnetischen Bahnen mit Niedrigdruck durch Röhren.

 

Ein Projekt des Unternehmens findet in Deutschland – genauer in Hamburg – statt. Das Projekt HyperPort untersucht den Lastentransport in Zusammenarbeit mit der Hamburger Hafen Logistik AG. Die Idee als virtual reality-Präsentation soll im Oktober 2021 auf dem ITS World Congress vorgestellt werden. Noch ist sie, wie alle anderen derzeit laufenden Projekte und Prototypen, nicht marktreif.

Schnell, nachhaltig und wirtschaftlich

 

Auch Forschende und Studierende haben sich von der Idee des Röhren-Transportsystems begeistern lassen. Musk lud zu Wettbewerben ein, in denen die Hyperloop-Forschungsgruppen ihre Prototypen auf Teststrecken vorstellen konnten. Der Wettbewerb „SpaceX Hyperloop Pod competition“ fand zwischen 2015 und 2019 jährlich statt. Die Teststrecke war 1,2 Kilometer lang, die Röhre maß 1,83 Meter im Durchmesser. Die Röhre konnte verschlossen werden, so dass ein Teilvakuum entstand.

Die meisten der bisher entwickelten Prototypen der Kapseln, auch Pods genannt, waren hauptsächlich auf Geschwindigkeit ausgelegt. Mittlerweile rücken zusätzliche Aspekte wie Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Skalierbarkeit und Sichtbarkeit in den Fokus.

Forschungsteams begeistern sich für die Idee

In Deutschland beteiligen sich einige Hochschulen und viele begeisterte Studierende an dem Forschungsfeld. Die TU München hat im vergangenen Jahr ein eigenes Forschungsprogramm gestartet, um die Vision einer Personen-Transportkapsel Wirklichkeit werden zu lassen. Die Studierenden der TU München haben alle Hyperloop-Wettbewerbe gewonnen. Zuletzt schickten sie ihre Kapsel mit einer Geschwindigkeit von 482 Stundenkilometern durch die Teststrecke.

Darüber hinaus verfolgen auch Forschende anderer Hochschulen die Vision eines Hyperloops. Ein 60-köpfiges Forschungsteam von drei Hochschulen aus Baden-Württemberg beispielsweise hat ihren Prototypen soeben auf der erstmals stattfindenden „European Hyperloop Week“ präsentiert. Beteiligt ist das Karlsruhe Institute of Techology (KIT), die Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft (HsKA) sowie die Universität Stuttgart. Die Studierenden sind so begeistert von der Musk-Vision, dass sie ihren Hyperloop-Prototypen neben dem Studium in ihrer Freizeit vorantreiben.

Vor einigen Wochen erst hat das interdisziplinäre Forschungsteam, das sich mittlerweile als mu-zero Hyperloop Verein gegründet hat, seinen eigens entwickelten Hyperloop Pod zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. In diesem Video erzählen die Forschenden von der Idee, der Entwicklung und den Herausforderungen mit der Umsetzung.

 

Konservatives, innovations-unfreudiges Deutschland

Neben all der Begeisterung gibt es einige Probleme, den Hyperloop Realität werden zu lassen. Eine große Herausforderung ist laut einem Zeitungsbericht die bestehende Infrastruktur. Diese in ein neues Transportsytem zu integrieren, würde außerordentlich herausfordernd werden, sagt Leonard Döring von mu-zero. Insbesondere in Europa, das dicht besiedelt und noch dichter bebaut ist. Und um ganz neue Strecken zu bauen, sowohl ober- als auch unterirdisch, dafür bedarf es einen langen Atem und viel politischen Willen.

Aus diesem Grund möchte das Forschungsteam aus Baden-Württemberg künftig am Forschungsfeld Infrastruktur arbeiten. Mu-zero-Mitglied Döring ist allerdings skeptisch, dass Deutschland bereit für ein derartiges Projekt ist. Andere Länder wie die USA oder China seien deutlich innovationsgetriebener, das Mindset nicht so konservativ. Auch die komplexen Mitspracherechte würden der Umsetzung eines solchen Projekts entgegenstehen.

In diesem Umfeld eine derart innovative Idee umzusetzen, dafür muss die Motivation schon enorm sein. Aber davon scheinen sowohl die hier Forschenden als auch die Unternehmen weltweit genug zu haben. Ob das genügt, auch die Gesellschaft und Politik von der Notwendigkeit eines neuen Transportsystems zu überzeugen, wird sich zeigen.

Die Deutsche Bahn möchte mit dem Projekt Fernbahntunnel Frankfurt ebenfalls große Verbesserungen ins Mobilitätsnetz tragen. Hier haben wir für Sie zusammengetragen was sich verändert und welche Vorteile sich dadurch im deutschen Schienennetz ergeben.

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Am 8. Oktober wird an der Universität EPFL in Lausanne im Rolex Education Centre der diesjährige Topos Landscape Award verliehen. Dies geschieht im Rahmen einer von Archizoom veranstalteten Konferenz zum Thema „The Narrative of Landscape“. Der Schwerpunkt wird auf der Bedeutung des Bodens für die Landschaft liegen, die Betrachtung wird interdisziplinär sein. Zu den eingeladenen Referenten zählen Richard Sennett, Saskia Sassen, Adriaan Geuze und David R. Montgomery. Näheres zum Programm und zur Anmeldung unter http://archizoom-nls.epfl.ch.

Der Topos Landscape Award 2014 geht an die Landschaftsarchitekten von LOLA aus Rotterdam/Niederlande. Das 2006 gegründete Büro beschäftigt sich konzeptionell mit großmaßstäblichen Ökosystemen und entwickelt Ideen zu Raum und Natur, realisiert aber auch Projekte im urbanen und ländlichen Kontext. LOLA begibt sich, nach eigener Darstellung, auf die Suche nach innovativen und sublimen Landschaften (www.lolaweb.nl).
Der Topos Landscape Award wird seit 2002 von der Redaktion der Zeitschrift Topos verliehen. Geehrt wird mit dieser Auszeichnung ein Landschaftsarchitekturbüro, das mit seinen Projekten wesentlich zur qualitätvollen zeitgemäßen Gestaltung von Stadt und Landschaft beiträgt und durch innovative Ideen die Landschaftsarchitektur-Szene bereichert und dessen Werk stellvertretend für die Arbeit zeitgenössischer Landschaftsarchitekten steht. Der Topos Landscape Award will auf die Lebendigkeit und Dynamik sowie auf die Vielschichtigkeit der landschaftsarchitektonischen Aufgaben hinweisen.
Bisher ging die Auszeichnung an Stig L. Anderssons Tegnestue (Kopenhagen), Karres en Brands (Hilversum), Gross.Max. (Edinburgh), McGregor and Coxall (Sydney), Stoss LU (Boston), Antje Stokman (Hamburg), Taktyk (Brüssel/Paris).

2013 wurde, abweichend von den Kriterien, kein junges Büro geehrt, sondern ein erfolgreicher Landschaftsarchitekt mit internationaler Bedeutung: Peter Latz aus Kranzberg bei Freising in Bayern, Deutschland.
Konferenz und Würdigung von LOLA stehen im Kontext zu Lausanne Jardins, deren temporäre Landschaftsinterventionen noch bis 14. Oktober zu besichtigen sind.
http://lausannejardins.ch

Mit freundlicher Unterstützung der Baumschule Lorberg

Bundespreis Koop.Stadt: 5 Fragen

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Mit dem Bundespreis Koop.Stadt schaffen die Träger*innen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden, einen Preis, der herausragende kommunale Beispiele einer Kooperationskultur zwischen Kommune und Zivilgesellschaft ausgezeichnet. Alles was Sie dazu wissen müssen, erfahren Sie im Interview mit den Projektleiter*innen Lisa Schopp und Stephan Willinger.

200 000 Euro Preisgeld für den Bundespreis Koop.Stadt

 

An wen richtet sich der Preis?

Wir suchen Kommunen ab 10 000 Einwohner*innen, die durch ihre Zusammenarbeit mit Stadtmacher*innen zu einer Kooperativen Stadt werden. Planungsbüros, Bürger*innen, Initiativen oder Vereine können Kommunen bei der Bewerbung unterstützen. Die Einreichung der Bewerbung ist jedoch nur durch die Kommune selbst möglich.

Was kann eingereicht werden?

Bewerben können sich die Kommunen mit angestoßenen, laufenden sowie bereits umgesetzten Instrumenten oder Kooperationsprojekten der Stadtentwicklung. Die Auslober*innen suchen konkrete Maßnahmen zur Förderung der Zusammenarbeit und einer aktiven Mitgestaltung durch zivilgesellschaftliche Initiativen, Vereine oder soziokulturelle Akteur*innen. Dazu zählen allgemeine rechtliche, politische und strukturelle Maß­nahmen wie beispielsweise die Einrichtung von runden Tischen, Vermittlerstellen oder Zugang zu Raum für diese Akteur*innen. Aus der Bewerbung soll sich ein Gesamtbild über die Kooperationskultur der Kommune ergeben.

Was ist der Mehrwert der Teilnahme?

Der Preis zeichnet Kommunen für ihre erfolgreiche kooperative Stadtentwicklung aus und trägt auf diese Weise zu Imagegewinn, Motivation und Bindung neuer Kooperationspartner*innen bei. Neben der Auszeichnung selbst und der Einladung zur Preisverleihung im Rahmen des Bundes­kongresses der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, der im Mai 2021 in Köln stattfindet, werden die die Preisträger*innen dabei unterstützt, mehr Menschen zu aktiv Handelnden in der Stadtentwicklung zu machen. Die zehn am höchsten bewerteten Bewerber*innen erhalten insgesamt eine Summe von 200 000 Euro Preisgeld zur Umsetzung weiterer Kooperationsprojekte. Die Auszeichnung ist für fünf Jahre gültig. Die eingereichten Best-Practice-Beispiele werden in einer Publikation gesammelt und aufbereitet.

Fachübergreifende Jury

Wie wird bewertet?

Die Jury prämiert Kommunen, die mit klugen Ideen kooperative Stadtentwicklungsprojekte angeschoben und dadurch etwas Neues geschaffen haben. Die Projekte können aus allen Handlungsfeldern kommen, vom Städtebau bis zur Freiraumgestaltung. Bei der Beurteilung werden rechtliche, politische und strukturelle Bausteine der Kooperation beleuchtet. In die Bewertung fließen angestoßene, laufende sowie bereits umgesetzte Instrumente, Leitbilder oder politisch beschlossene Maßnahmen mit ein. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je mehr an Kooperation mit verschiedenen Akteurs­gruppen nachgewiesen werden kann und je mehr Handlungsfelder abgedeckt werden, desto besser die Bewertung.

Wie erfolgt die Jurierung?

Nach einer ersten Vorprüfung tritt eine fachübergreifend zusammengesetzte Jury zusammen, die die Beiträge bewertet und die Preisträger*innen auswählt. Die Jury des Bundespreises Kooperative Stadt setzt sich aus den Partner*innen der Nationalen Stadt­entwicklungspolitik zusammen: Ver­treter*innen des Deutschen Städtetags, des Deutschen Städte- und Gemeindebunds und der Länder sowie des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Die Bewerbung ist noch bis zum 10. März 2021 unter www.koop-stadt.de möglich.

Lisa Schopp und Stephan Willinger sind Projektleiter*innen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Das Projekt Bundespreis Koop.Stadt wird durchgeführt durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung.