IGA Metropole Ruhr 2027 kooperiert mit dem VdW

IGA kooperiert mit dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen.
IGA kooperiert mit dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen. Foto: Volker Wiciok

Das Ruhrgebiet bereitet die IGA Metropole Ruhr 2027 vor. In diesem Zug kooperiert die IGA auch mit dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW). Im Fokus der Kooperation steht die Entwicklung grüner Quartiere. Das Projekt soll bereits 2023 starten.

Unter dem Motto „Das Ruhrgebiet blüht auf“ arbeiten die Internationale Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr 2027 mit dem VdW Rheinland Westfalen zusammen. Gemeinsam wollen sie lebenswerte Wohnquartiere in der Metropole Ruhr umsetzen. Besonderer Fokus liegt dabei auf der blauen und grünen Infrastruktur in den Quartieren.

Grüner Wandel in der Metropole Ruhr 

Die IGA Metropole Ruhr 2027 ist keine gewöhnliche Gartenschau. Als Dekadenprojekt will sie den grünen Wandel in der ehemaligen Industrieregion voranbringen. Dabei rücken nicht nur die großen Grünzüge der Region ins Blickfeld. Auch die Freiräume in den Quartieren spielen eine Rolle. Deshalb werden nun Wohnungsunternehmen und -genossenschaften in die Aktivitäten der IGA eingebunden. Ihre Konzepte zur Begrünung von wohnungsnahen Freiräumen sollen bei den zukünftigen Planungen berücksichtigt werden.

Wohnungswirtschaft und Grün 

Es ist nicht neu, dass Unternehmen der Wohnungswirtschaft wichtige Partner*innen in der Begrünung unserer Städte und Quartiere sind. Denn die Flächen rund um Wohngebäude besitzen ein großes Potenzial. Bereits jetzt verfolgen viele Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz bei der Quartiersentwicklung: von der einzelnen Wohnung, über das Gebäude bis zum Wohnumfeld. Die Freiraumgestaltung wird dabei immer wichtiger. Die Bemühungen der Wohnungswirtschaft reichen von der Fassadenbegrünung bis zur Begrünung von Wegen, von der Gestaltung von Sinnes- und Klanggärten bis zur Entwicklung biodiverser Quartiere.

Auf dem Weg zur IGA in der Metropole Ruhr sollen die „grünen“ Handlungsfelder weiter wachsen. Dementsprechend werden Ideen zu Urban Farming, zu Balkon- und Dachbegrünung sowie zur Anlage von Gemeinschaftsgärten diskutiert.

Freiräume in der Metropole Ruhr stärken

Bei der neu beschlossenen Kooperation der IGA Metropole Ruhr 2027 mit dem VdW stehen die Freiräume der Wohnquartiere im Mittelpunkt. Die Mitglieder des Verbands wollen die Freiräume in den Wohnumfeldern stärken und durch großflächige Begrünung zur grünen Entwicklung des Ruhrgebiets beitragen. Dabei sind die Wohnungsunternehmen nicht nur in eigener Sache unterwegs. Sie wollen vielmehr Beiträge zur Klimaanpassung, zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts, zur Naherholung und zum Klimaschutz leisten. Denn der Wandel des Klimas stellt auch die Wohnungswirtschaft vor große Herausforderungen.

IGA stärkt nachhaltiges Wohnen

Die Zusammenarbeit zwischen der IGA und dem VdW beinhaltet neue Chancen. In Wohnvierteln werden Wohnen und Arbeiten, Erholung und Nachbarschaft integriert betrachtet. Hier spielen Lebens- und Aufenthaltsqualität eine große Rolle. Hier sind aber auch die Auswirkungen des Klimawandels besonders zu spüren. 

Vor diesem Hintergrund will der VdW Quartiere zukunftsfähig und klimaresilient gestalten. Und was eignet sich besser dafür, als an die Aktivitäten der IGA Metropole Ruhr 2027 anzuknüpfen. Denn der Weg zur grünen Transformation des Ruhrgebiets gelingt nur gemeinsam mit allen Akteur*innen. Schon jetzt freut sich der Verband auf neue Wohngärten, die durch die IGA Metropole Ruhr 2027 besondere Aufmerksamkeit bekommen werden. Hier wird zu erleben sein, dass Klimaschutz nur gemeinsam gelingt. 

IGA Metropole Ruhr 2027 und ihre Standorte

Die erste IGA in Nordrhein-Westfalen erstreckt sich über verschiedene Standorte im Ruhrgebiet. Dabei bilden die sogenannten „Zukunftsgärten“ einen Schwerpunkt. Die Projekte dieser ersten Ebene entstehen derzeit in Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Castrop-Rauxel/Recklinghausen und Bergkamen/Lünen. An verschiedenen Standorten dieser Ruhrgebietsstädte werden grüne Zukunftsthemen und Innovationen präsentiert. 

Auf einer zweiten Ebene entstehen Projekte unter dem Motto „Unsere Gärten“. Das sind vornehmlich kommunale Projekte. Dabei stehen grüne Infrastruktur, die Entwicklung von Freiräumen und Orten der Naherholung im Fokus. Auf der dritten Ebene „Mein Garten“ liegt das Augenmerk auf bürgerschaftlichem Engagement. Hier wird die Identifikation der Menschen in der Metropole Ruhr mit ihrer Region sichtbar. In diesem Themenfeld zeigen Vereine und Privatinitiativen ihr Engagement rund um Grün. Hier soll auch die Kooperation zwischen VdW und der IGA Metropole Ruhr 2027 sichtbar werden.

Blick in die Zukunft 

Die Zusammenarbeit des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft mit der IGA Metropole Ruhr 2027 wird in der Region begrüßt. Schon gelten die Mitgliedsunternehmen des Verbands als Impulsgeber für innovative Lösungen in der Stadtlandschaft. Diese Beispiele werden nun zum Teil der IGA. Sie bekommen 2027 die Chance auf neue und große Aufmerksamkeit. Damit Freiräume, grüne Fassaden und Dächer im Ausstellungsjahr 2027 in voller Blüte stehen, ist ein Projektauftakt bereits für 2023 geplant.

Wenn die Metropole Ruhr 2027 zur IGA einlädt, findet in Stuttgart die  IBA 2027 statt. Mehr dazu hier.

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Der Camí de les Guixeres schlängelt sich heute auf 800 Meter durch die Landschaft des katalanischen Igualada. Bis zu seiner Eröffnung 2018 war die umgebende Landschaft jedoch maßgeblich von den Folgen des jahrelangen Gipsabbaus gezeichnet. Die Architekten Batlle i Roig definierten ihr Image neu und tragen durch den Einsatz ausgewählter Materialien zu ihrer schrittweisen Regenerierung bei.

Die Kleinstadt Igualada liegt 60 Kilometer nordöstlich von Barcelona. Landschaftsarchitekten ist sie vor allem wegen des Friedhofs der Architekten Enric Miralles und Carme Pinós bekannt. Mit dem Camí de les Guixeresbesitzt die Stadt nun ein weiteres Kleinod der Freiraumarchitektur. Das Projekt wurde von den Architekten Batlle i Roig entworfen und im November 2018 als „Landscape of the Year“ mit dem Preis des World Architecture Festivals ausgezeichnet.

Die Landschaft, durch die der Fußweg verläuft, ist geprägt vom einstigen Gipsabbau und der späteren Nutzung als Müllumschlagstelle. Abfließendes Regenwasser und Erdrutsche sorgten für weitere Schäden. Die Regenerierung der Landschaft und der Erhalt von Biodiversität waren daher zwei der wichtigsten Entwurfskriterien.

 

 

Doch was auf den ersten Blick als ein schlichter Weg erscheint, ist gleichzeitig ein Aufenthaltsort und Aussichtspunkt – ein 800 Meter langer Balkon mit Blick über die Stadt. Der Fußweg schlängelt sich um Bäume und Landschaftselemente immer weiter nach oben, wird mal breiter und mal schmäler. An bestimmten Punkten ändert er abrupt die Richtung und schneidet sich in die Landschaft, und nimmt so Bezug auf zu den dramatischen Einschnitten der Felswände, die der Gipsabbau hinterlassen hat. Dennoch spürt man, dass die Architekten sich zurückgehalten haben: Die Materialien und Farben fügen sich nahtlos in die Umgebung ein.

 

Der gesamte Artikel erschien in der G+L 03/2019. Das Heft finden Sie hier.

Sigrid Ehrmann ist freiberufliche Landschaftsarchitektin und Fachübersetzerin. Sie lebt und arbeitet in Barcelona. Zuvor war sie für verschiedene Büros in Melbourne und Berlin tätig.

Bernie-Sanders-Memes: Zwei Handschuhe und ein Klappstuhl

Das Bild das im Januar 2021 um die Welt ging: Bernie Sanders mit Handschuhen und Klappstuhl (Meme: Redaktion Garten + Landschaft).
Das Bild das im Januar 2021 um die Welt ging: Bernie Sanders mit Handschuhen und Klappstuhl (Meme: Redaktion Garten + Landschaft).

Die relevanteste Person an der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden? Ganz klar: Bernie Sanders. Das Bild des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, wie er der Zeremonie in mit seinen gestrickten Handschuhen beiwohnte, ging (und geht immer noch) um die Welt: Ein neues Meme ward geboren. Hier ist unser Round-up der witzigen Bilder und spitzen Pointen, mit mal mehr und mal weniger planungsrelevanten Bernie-Sanders-Memes.

Unsere liebsten Bernie-Sanders-Memes

Die Inauguration von Joe Biden am 20. Januar 2021 wird noch lange in Erinnerung bleiben. Eine ganze Armada von Stars unterstützte den 46. Präsidenten der USA bei seiner Amtseinführung. Wer alles dabei war? Lady Gaga, Jennifer Lopez, Bruce Springsteen – um nur einige zu nennen. Wer am meisten in Erinnerung bleibt? Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Bernie Sanders, der dank seiner ikonisch-uninteressierten Pose zum viralen Internet-Meme avancierte.

Bereits während der Live-Übertragung der Zeremonie kursierten erste Photoshop-Kunstwerke, die Sanders inklusive Sitzgelegenheit in den absurdesten Situationen zeigten. Von da an war der Stein ins Rollen gebracht, die Bernie-Sanders-Memes entwickelten das Momentum, das für einen viralen Trend vonnöten ist.

Bernie Sanders selbst, der im Vorwahlkampf in die Schlagzeilen geriet, weil sich sein Wahlkampfbudget aus rekordverdächtig vielen, wenn auch kleinen Spenden zusammensetzte – und wodurch man besonders viele Unterstützer hinter ihm wähnte –, sieht die Memes gelassen. Mittlerweile gibt es im Online-Shop der Bernie-Sanders-Kampagne sogar bereits offizielle Merchandise mit dem viralen Foto darauf zu kaufen. Besser gesagt: Es gab sie zu kaufen – die Kleidungsstücke sind bereits restlos ausverkauft.

Und jetzt zu den Bernie-Sanders-Memes: Wir haben unsere Lieblinge für Sie ausgesucht. Manche davon haben mit Planungsthemen zu tun, andere sind zur allgemeinen Belustigung gedacht. Zu lachen kann man schließlich nie genug haben.

Sie wollen mehr zu lachen? Hier geht es zu den Gärten des Grauens.