Masterplan Kigali Innovation City, Ruanda

Im vergangenen Dezember wurde der städtebauliche Masterplan für die Entwicklung der Kigali Innovation City vorgestellt. Wir fassen zusammen.

Im vergangenen Dezember wurde der städtebauliche Masterplan für die Entwicklung der Kigali Innovation City vorgestellt. Wir fassen zusammen.

Die Pläne für die Kigali Innovation City

Im vergangenen Dezember wurde der städtebauliche Masterplan für die Entwicklung des Kigali Innovation City (KIC)-Projekts vorgestellt. Dieser dient als Entwurf für das 61 Hektar große Gelände. Der Baubeginn wird für 2022 erwartet, die Kosten belaufen sich auf 300 Millionen Dollar. Mehr über das Projekt lesen Sie hier.

Im Dezember 2021 stellten die panafrikanische Investitionsplattform Africa50, die ruandische Entwicklungsbehörde und das ruandische Ministerium für IKT und Innovation einen städtebaulichen Masterplan für das Projekt Kigali Innovation City vor. Dieser Masterplan ist die Blaupause für ein 61 Hektar großes Areal für Kigalis Innovation City, das Universitäten, Büroräume, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie Gründerzentren umfassen wird. Darüber hinaus werden Einzelhandel, Gastgewerbe und Unterkünfte Teil der Innovation City sein.

Eine grüne Vorzeigeinitiative

Mit dem Masterplan will Kigali ein intelligentes Innovationszentrum mit gemischter Nutzung entwickeln und errichten, das innovative Lösungen zur Förderung des Wirtschaftswachstums in der Region, in Ruanda und hierdurch auf dem Kontinent entwickeln soll.

Heute beherbergt Kigali Innovation City bereits zwei Universitäten, die Carnegie Mellon University Africa und die Africa Leadership University. Eine dritte Universität, das University of Rwanda Centre of Biomedical Engineering and E-health, befindet sich derzeit im Bau.

Die Bauarbeiten für die Infrastruktur der Kigali Innovation City, die sich in der Sonderwirtschaftszone der Stadt befindet, werden im Jahr 2022 beginnen. In der ersten Bauphase, die in zwei bis drei Jahren abgeschlossen sein soll, werden Infrastrukturen wie Straßen, Wasser und Strom gebaut. Die Kosten für das Projekt werden auf rund 300 Millionen USD geschätzt.

Die Kigali Innovation City wird nicht nur ein Wissenszentrum sein, sondern auch Teil eines vernetzten und kooperativen Ökosystems. Der Masterplan skizziert entsprechend Lösungen für ein intelligentes Gebäudemanagement und für einen umweltfreundlichen Transport, Gebäudeentwurf, -bau und -verwaltung. Darüber hinaus werden angemessene Grün- und Freiflächen, die die Zusammenarbeit und den Ideenaustausch fördern, Teil dieses Ökosystems sein.

Ein panafrikanisches Innovationszentrum

Die bestehenden Universitäten nehmen bereits fast ein Drittel des Geländes in Anspruch. Der Bau der übrigen Teile des KIC wird in mehreren Phasen erfolgen, um diese Infrastrukturen entsprechend zu berücksichtigen. Ein Besucherzentrum und einige Büros werden die ersten neuen Gebäude sein. Das Flaggschiffprojekt wird umweltfreundlich sein und zu 50 % aus Freiflächen bestehen. Es wird auch über einen städtischen Wald, ein System zur Nutzung von Regenwasser und weitere umweltfreundliche Projekte verfügen.

Dies sind die wichtigsten quantitativen Ziele der KIC-Vorzeigeinitiative der ruandischen Regierung:

Während der feierlichen Präsentation des Masterplans für die Kigali Innovation City erklärte Paula Ingabire, Ministerin für IKT und Innovation von Ruanda: “Ruandas Agenda für den sozialen und wirtschaftlichen Wandel erfordert mutige Investitionen in Innovation und Technologie. KIC bietet sowohl die physische Infrastruktur als auch das Ökosystem, um Ruanda zu einem panafrikanischen Innovationszentrum zu machen und unsere wissensbasierte Wirtschaft auszubauen.”

Die Aktionäre der Kigali Innovation City

Zu den Anteilseignern von Kigali Innovation City gehören sowohl Africa50 als auch das Rwanda Development Board. Clare Akamanzi, die die Aktionärsvereinbarung im Namen der ruandischen Regierung unterzeichnete, sagte: “Wir freuen uns über die enge Partnerschaft zwischen Africa50 und der ruandischen Regierung, die es uns ermöglicht hat, die Entwicklung des Projekts zu beschleunigen und die vorbereitenden Maßnahmen abzuschließen, die erforderlich sind, um weitere Akteure aus dem Privatsektor für die Mitentwicklung und Kofinanzierung dieses strategischen Projekts mit der Regierung und Africa50 zu gewinnen.”

Auch die Vertreter von Africa50 zeigten sich zufrieden über diesen neuen Meilenstein für Investitionsprojekte in Ruanda. Die panafrikanische Infrastruktur-Investmentfirma wird Unterstützung bei der Mobilisierung zusätzlicher Mittel aus dem Privatsektor für Kigali Innovation City leisten.

 

Auch lesenswert: Dubais Vision für 2040 Scheich Mohammeds Masterplan

Kigali Innovation City ist ein von der Regierung geleitetes Projekt. Mitentwickler sind Africa50 und das Rwanda Development Board. Africa50 ist eine Plattform für Infrastrukturinvestitionen, deren Ziel es ist, zum Wachstum des afrikanischen Kontinents beizutragen. Dazu entwickelt sie bankfähige Infrastrukturprojekte und investiert in diese. Außerdem werden Kapital aus dem öffentlichen Sektor und Finanzmittel aus dem Privatsektor mobilisiert. Derzeit hat Africa50 31 Anteilseigner, darunter 28 afrikanische Länder, die Afrikanische Entwicklungsbank, die Zentralbank der westafrikanischen Staaten und schließlich die Bank Al-Maghrib.

Das Rwanda Development Board besteht aus Regierungsbehörden, die für Investoren zuständig sind. Dazu gehören Agenturen für Unternehmensregistrierung, Investitionsförderung, Umweltgenehmigungen und Privatisierung sowie Fachagenturen für die vorrangigen Sektoren IKT, Tourismus, KMU und Entwicklung von Humankapazitäten.

Das ruandische Ministerium für IKT und Innovation arbeitet bei der Umsetzung von Kigali Innovation City eng mit diesen beiden Akteuren zusammen.

Mehr über die Kigali Innovation City können Sie auf der Webseite der Carnegie Mellon University Africa erfahren (Englisch).

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Desert City heißt der neue Hotspot für Kakteenliebhaber. In San Sebastián, schufen die Architekten des spanischen Büros Garciagerman ein Garten Center der stacheligen Art.

Vegetative Vielfalt

Das heiße und trockene Klima Madrids assoziiert man nicht mit grüner, fruchtbarer Vegetation. Doch die Spezialisierung der Desert City auf Xerophytes, ­Gewächse mit geringem Wasserbedarf wie Kakteen und Sukkulenten, verwandelt eine 16 000 Quadratmeter große, brach liegende Fläche nördlich der Hauptstadt in ein eindrucksvolles Kaktus-Paradies. Über 400 verschiedene Pflanzenarten aus fünf Kontinenten bewohnen unzählige Trockenbeete in einem großen Gewächshaus und einem Außenbereich, der einem Botanischen Garten gleicht. Das Garten Center präsentiert eine vegetative Vielfalt, die man in natura in keinem vergleichbaren Maße erleben kann und die es als eines der größten Europas auszeichnet.

Oase neben Autobahn

Trotz direkter Nähe zur viel befahrenen Autobahn A-1, gelang es den Architekten, mit „Desert City“ eine wahre Oase zu schaffen. Zwei flachgedeckte, rundum verglaste Gebäude flankieren den zentralen, dicht bewachsenen Garten. Sie bieten neben Trockenbeeten Raum für Ausstellungen, Verkaufsflächen und ein Restaurant. Das Hauptgebäude, ein großes Gewächshaus, zeichnet sich durch eine helle, lichtdurchlässige Dachkonstruktion aus. Mit Leichtigkeit überspannt sie die große Grundfläche. Ein langgestreckter, aufgeständerter Glaskorridor führt über den Kakteengarten hinweg und verbindet das große Gewächshaus mit dem zweiten, kleineren Trakt. Durch die Lage des Ganges parallel zur Autobahn greifen Garciagerman die Ausrichtung der Straße auf und schirmen den Kakteengarten gleichzeitig partiell von dieser ab.

Nachhaltigkeit und Transformation

Ein besonderes Anliegen der Architekten war die Nachhaltigkeit des Komplexes. Sie verwenden ausschließlich vorfabrizierte, modulare Elementen, die vor Ort montiert wurden. Um den Energieverbrauch des Gebäudes einzudämmen, setzen sie Photovoltaikglas ein und ermöglichen die Wasseraufbereitung sowie die Nutzung von Erdwärme.

Die Transformation des scheinbar so unfruchtbaren Geländes nahm nur zwei Jahre in Anspruch. Nun steht die Desert City täglich offen und bietet ihren Besuchern Veranstaltungen wie Workshops, Führungen, Ausstellungen und kleine Tagungen.

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Grünes Licht für Lowline

Finanzierungsphase läuft

Wenn Städte aus allen Nähten platzen geht das zu erst auf die Kosten des öffentlichen Raums. Die Planer James Ramsey und Daniel Barasch arbeiten seit 2009 in New York City an einer Lösung, die auch in extrem dichten Vierteln wieder mehr Parkfläche schaffen kann, der Lowline. In einem stillgelegten Straßenbahndepot in der Lower East Side in Manhattan soll der Park durch eigens entworfene Lichtkollektoren mit natürlichen Sonnenlicht versorgt werden, so dass Pflanzen dort wachsen können. Anfang Juli gab die New Yorker Stadtverwaltung den Planern den Zuschlag für die Nutzung der unterirdischen Fläche.

Das Konzept stellen die Planer seit Oktober 2015 im sogenannten Lowline Lab vor, nahe der eigentlichen Baustelle. Mit der Freigabe durch die Stadtverwaltung fiel auch der Startschuss für die erste Finanzierungsphase. Insgesamt soll das Projekt rund 53 Millionen Euro kosten, der jährliche Unterhalt etwa 3,5 Millionen Euro. Die Stadtverwaltung fordert 8,8 Millionen Euro bis Juli 2017, Ramsey und Barasch hoffen auf die weitere Unterstützung bisheriger Förderer, darunter Unternehmen, Organisationen und private Spender – auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter hält die Lowline den Rekord als größtes gefördertes Public Space Projekt.

Metropolen informieren sich über Untergrundpark

Inzwischen stehen auch andere Metropolen, darunter Moskau, Paris und Seoul, mit dem Team in Kontakt und informieren sich über die Möglichkeiten – Moskau hat mit 6,6 Millionen Fahrgästen das größte U-Bahn-System ausserhalb von Asien. 2030, schätzt die UN, wird es 41 Mega-Städte mit mehr als 10 Millionen Einwohnern geben. Der Planung des öffentlichen Raums kommt eine entscheidende Rolle zu, wenn es darum geht, die Lebensqualität in diesen Städten zu sichern. Wenn sich das Konzept der Lowline, die im Sommer 2021 eröffnet werden soll, dem Alltag stand hält, scheint das ein Ausweg für den öffentlichen Raum in Großstädten. Dem Forbes Magazine sagte Daniel Barasch: “Im 21. Jahrhundert bauen wir Orte aus, die im 20. Jahrhundert vergessen wurden. Unter unseren Bordsteinen liegt ein enormes Potenzial.”

Weitere Informationen, Videos und Fotos sehen Sie hier.