Landesgartenschau Ulm 2030: Preisträger entschieden

Perspektive auf das Blaubeurer Tor. Quelle: SINAI / Visualisierung: werk3.berlin
Perspektive auf das Blaubeurer Tor. Quelle: SINAI / Visualisierung: werk3.berlin

2030 richtet die Stadt Ulm eine Landesgartenschau aus. Die Jury eines Ideen- und Realisierungswettbewerbs prämierte nun vier Arbeiten. Wer die Preisträger*innen sind, wie ihre Entwürfe aussehen und was die Landesgartenschau Ulm 2030 zu bieten hat, lesen Sie hier.

Die Neugestaltung Ulms

Das freiraumplanerische Wettbewerbsverfahren für die Gestaltung der Daueranlagen Landesgartenschau Ulm 2030 ist entschieden. Der erste Preis geht dabei an die Bürokooperation SINAI Gesellschaft für Landschaftsarchitekten, Hamburg zusammen mit Machleidt Städtebau + Stadtplanung, Berlin und SHP Ingenieure GbR, Hannover. Mit dieser Aktion gibt das Preisgericht den Startschuss für die langfristige grünräumliche Neugestaltung des Stadtraums.

Perspektive Gartenplatz Ehinger Tor. Quelle: SINAI / Visualisierung: werk3.berlin
Perspektive Gartenplatz Ehinger Tor. Quelle: SINAI / Visualisierung: werk3.berlin

Anforderungen an den Entwurf

Der Fokus der Landesgartenschau Ulm liegt auf einer der größten Festungsanlagen Europas – der denkmalgeschützten Bundesfestung Wilhelmsburg. Dem Ulmer Bau- und Umweltbürgermeister Tim von Winning „war es wichtig, ein Gestaltungskonzept zu finden, das die grünräumliche Verbindung von der Wilhelmsburg bis zur Donau schafft und dabei die jeweiligen Qualitäten und Besonderheiten der unterschiedlichen Orte erfasst und herausarbeitet“.

Der Entwurf um die Landesgartenschau Ulm soll also die Bundesfestung mit den Glacisanlagen als durchgängiges grünes Band nutzbar machen. Dabei wirkt die Festung prägnanter im Stadtraum und insbesondere das Westglacis wird aktiviert. Die historischen Mauerwerks- und Erdbauwerke sollen im neuen Kontext, entgegen ihrer militärisch konzipierten Vergangenheit, die Öffentlichkeit mit vielfältigen Nutzungsangeboten einladen.

Gleichzeitig schreitet die Stadt mutig Richtung Mobilitätswende. Die B10 ist als zentrale Verkehrsachse Ulms hochbelastet. Auch zerschneidet sie die angrenzenden Quartiere. Die dominanten Verkehrsflächen sollen nun reduziert werden. Die sich ergebenden Freiflächen werden dann gerecht in die Umgebung integriert. Die bereits vorhandenen Grünflächen sollen dabei vergrößert und vernetzt werden.

Die Mission der Landesgartenschau Ulm

  • Integration der Bundesfestung im Stadtraum
  • Schaffung artenreicher Grünräume
  • Reduzierte Verkehrsdominanz bei Förderung stadtverträglicher Mobilität
  • Zurückeroberung verloren gegangener Freiräume

Der Siegerentwurf

Der Entwurf überzeugt die Jury mit dem Konzeptbild einer „Doppelhelix“. Ein Strang schafft als schnelle „Glacisroute“ eine lineare Direktverbindung für Radfahrende. Der zweite Strang mäandriert als „Flanierweg“ für Fußgänger*innen durch die aktivierten Freiräume der historischen Festungselemente. Diese Leitidee wirkt kraftvoll, nachhaltig und zukunftstragend. 

Die Neuorganisation des Verkehrsraums hat einen hohen Mehrwert. Zum einen verbinden sich die Areale zu einer großen Grünfläche. Neubauten entschärfen dabei die trennende Wirkung der Straße und schaffen neue städtebauliche Zusammenhänge. Zum anderen ist nun Platz für das Parkband „neuer Glacispark West“. 

Lageplan zur Landesgartenschau Ulm 2030. Quelle: SINAI / Visualisierung: werk3.berlin
Lageplan zur Landesgartenschau Ulm 2030. Quelle: SINAI / Visualisierung: werk3.berlin

Eine konsistente Gestaltungs- und Materialsprache macht das Parkband als übergeordnete Struktur erkennbar. Die einzelnen Freiräume werden hingegen in ihrer Individualität gestärkt. Der Entwurf bietet nun den öffentlichen Quartierspark am „Blaubeurer Tor“, die „Urbane Aue“, ökologische Experimentierräume, Sport- und Spielbereiche sowie Orte für Veranstaltungen oder zum Entspannen an. Immer wieder beinhaltet der Siegerentwurf dabei spektakuläre Aussichtspunkte über die Stadt und die Donau.

Der Rondengang wird innerhalb der Kienlesbergbastion geschlossen. Ein behutsames Netz aus Wegen und Plätzen ergänzt ihn innerhalb der Bastion. Eine besondere Qualität verspricht die barrierefreie Aussichtsplattform an der Südostecke der Bastion.

Perspektive der Brackenspitz an der Kienlesbergsbastion. Quelle: SINAI / Visualisierung: werk3.berlin
Perspektive der Brackenspitz an der Kienlesbergsbastion. Quelle: SINAI / Visualisierung: werk3.berlin

Die Nächsten Schritte

Anfang Juli 2023 wird durch ein Verhandlungsverfahren entschieden, welche Arbeitsgruppe ihren Entwurf umsetzen darf. Dann heißt es volle Kraft voraus. Die Planungen müssen schließlich konkretisiert werden, damit bis zur Landesgartenschau Ulm 2030 alles umgesetzt ist.

Weiterlesen: Die Landesgartenschau Bad Gandersheim 2023 lockt mit einem Sole-Naturbad.

Das könnte Sie auch interessieren
Ein Detail von Belag und Freiraummaterial zum Thema Fallschutzmatten für Spielplatz
Fallschutzmatten für Spielplatz: Material, Detail und Praxis
Haldenwang
Haldenwang: Neuer Glanz im Ortskern
Ein Hochhaus mit grün bewachsenen Balkonen; im Vordergrund ein Park mit Rasenfläche und Bäumen. Im Mai 2024 unternahmen Studierende der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe eine Exkursion nach Mailand. Mit auf dem Programm: der Bosco Verticale. Foto: Arne Klosse
Fachexkursion nach Mailand und Bürobesuch bei Parcnouveau
Eine professionelle Planungsszene im Freiraum zum Thema Hoai Grundlagenermittlung
Hoai Grundlagenermittlung: Bedeutung und Anwendung einfach erklärt
eine-stadtstrasse-voller-verkehr-neben-hohen-gebauden-L7RbsRIG7DQ
Künstliche Intelligenz als Entwurfsassistent – Stadtgrundrisse aus der Maschine?
eine-luftaufnahme-einer-stadt-JSRekW1fRfY
Kollisionsvermeidung im Smart Grid der Mobilität
Die Visualisierung zeigt den Haupthof des Quartiers. Blaue Sitzmöbel werden durch ausladende Pflanzungen ergänzt. Kleine Bäume und Stauden wachsen in Pflanzbereichen.
MQ Wien, MQ goes green
Endstation! – Was kostet die Welt?
Blick auf den Fluss Rhein. Daneben bewaldetet Hänge. Der Blick wird durch ein Holzgerüst gerahmt.
Bundesgartenschau 2029 startet mit Wettbewerben
Wasser in der Stadt von morgen
Etwa 50 Prozent des Quartiers Baumkirchen Mitte bleiben als öffentliche Grünflächen erhalten, die nicht nur Erholung bieten, sondern auch eine ökologische Vernetzung fördern, die für die Tierwelt von großer Bedeutung ist. Foto: Marcus Hassler

Wo Lokomotiven einfuhren, wächst seit 2013 das visionäre Stadtquartier „Baumkirchen Mitte“ in Berg am Laim heran. Hier verschmelzen städtische Lebensräume und Natur zu einem harmonischen Ensemble, das nicht nur Wohnraum und Arbeitsplätze, sondern auch großzügige Grünflächen und ökologische Oasen bietet. Durch die organischen Bauformen und die Liebe zum Detail hat das Areal eine unverwechselbare Identität erhalten – ein Ort, der Vergangenheit und Moderne in spannender Symbiose vereint. Im Folgenden stellt das Büro mahl gebhard konzepte sein Projekt selbst vor. 

Ein neues Stadtquartier mit historischer Prägung

Auf dem 15 Hektar großen Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes München 4 in Berg am Laim entsteht seit 2013 das Stadtquartier „Baumkirchen Mitte“. Fast 70 Jahre lang wurden hier Lokomotiven und Güterwaggons rangiert und repariert. Nun bietet das Areal Raum für etwa 1 300 Einwohner*innen, Arbeitsplätze, Einzelhandel und öffentliche Grünflächen. Grundlage für das Bebauungsplanverfahren war ein 2010 von der Landeshauptstadt und CA Immo durchgeführter städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb, aus dem der Entwurf von Peter Ebner & Friends und von Mahl Gebhard Konzepte siegreich hervor ging. Der Entwurf überzeuge die Jury im besonderen Maße durch eine für das Gebiet neuartige Struktur. Es entstünde eine einheitliche Bebauung, die von ausgedehnten Grünflächen umschlossen wird. Dieser Entwurf, der sich durch mutig, geschwungene Baukörper auszeichnet, die fließende Räume erzeugen war Grundlage für das sich anschließende Bauleitplanverfahren. Die Freiflächen mit ihren integrierten Spielflächen sollen die Anwohner sowie Besucher zum Verweilen und Erholen einladen.

Freiflächengestaltung und ökologische Balance

Die Landschaftsarchitekt*innen von mahl gebhard konzepte (München) achteten bei der Entwicklung des Quartiers auf eine doppelte Innenentwicklung: So ist für das Quartier Baumkirchen Mitte neben den unverwechselbaren, organisch anmutenden Gebäudekörpern, der sehr hohe Grünanteil prägend. Etwa 50 Prozent des Gesamtareals sind bebaut, die restliche Fläche bleibt im Hinblick auf urbanes Grün als öffentliche Grünfläche und ökologische Vorrangfläche erhalten und wird als Landschaftspark gestaltet. Durch den Erhalt der ökologischen Vorrangfläche bleibt, die für München so relevante Kaltluftschneise erhalten und dennoch kann die geforderte städtische Dichte eingehalten werden. Einen weiteren Mehrwert stellen die neu entstandenen Wohnhöfe bzw. Quartiersmitten wie der Mattoneplatz dar. Sie sprechen grundsätzlich die Sprache des Gesamtareals und verstärken die geschwungenen Strukturen.

Integration von Natur und Stadtplanung

Durch sie wurde eine qualitativ wie quantitativ gute Versorgung der Wohngebiete mit öffentlichen Grün- und Freiflächen für die Erholung verwirklicht – insbesondere auch unter dem Gesichtspunkt der Verringerung des Nutzungsdruckes auf die ökologische Vorrangfläche. Bei der Lage der öffentlichen Grünflächen wurde auf gute räumliche Zuordnung und weitere mögliche Aneignungs- und Verknüpfungsmöglichkeiten besonders auch in Richtung des Rosenheimer Bahndamms geachtet. An der übergeordneten Grünstruktur orientierten sich daraufhin die Baukörper. Im Entwurf soll ein Nebeneinander unterschiedlicher Nutzungsräume entstehen, die sich verschränken und überlagern. Die Privatheit der Wohnhöfe soll davon unberührt bleiben.

Bäume als Leitbild

Wiederkehrendes Gestaltungselement ist die waggonartige Reihung von drei bis fünf zu pflanzenden Bäumen, die den genius loci der ehemaligen Nutzung in der neu gebauten Fläche anschaulich machen sollen. Um den jeweiligen Räumen eine eindeutig wahrnehmbare Gestalt zu geben, bestehen die Baumgruppen aus jeweils einer Gattung und Art. Die öffentlichen und privaten Freiflächen erhalten durch die unterschiedliche Pflanzenverwendung (Leitbaumarten, Wuchsklassen) eine jeweils eigenständige Identität. Dabei wurden je 200 Quadratmeter nicht überbaute Grundstücksfläche ein Baum gepflanzt. Auf die entsprechende Mindestüberdeckung der Substratstärke über Tiefgarage ist zu achten. Die Pflanzauswahl in den Höfen enthält mindestens 50 Prozent Bäume zweiter Ordnung.

Der Bestand als „Hot Spot“ der Biodiversität

Pflanzenwuchs auf aktiven Bahnflächen unterliegt permanenter Störungen. Fallen Bahnflächen aus der Nutzung, so regiert die Vegetation relativ rasch darauf. Deshalb sind die stillgelegten Gleisanlagen heute von mosaikartiger Vegetation geprägt und erhalten ihren eigenen Charme durch die offenen Ruderalflächen, die sich mit aufkommenden Birken und rahmenbildenden, älteren Gehölzen abwechseln.

Kurzum: Das Bahnbetriebswerk entwickelte sich durch die Stilllegung zu einer naturnahen Bahnbrache. Humusarme Substrate (z.B. Gleisschotter) speichern kaum Wasser und begünstigen dadurch schüttere Magerrasen. So ist hier ein „Hot Spot“ der Biodiversität entstanden, das dem Areal in Kombination mit der belassenen Gleisanlage eine besondere Identität verleiht. Mehrere geschützte Tier- und Pflanzenarten (48 Rote-Liste-Arten) haben aufgrund der für sie idealen, trockenen und heißen Standortbedingungen und der Mischung aus lückiger, niedriger Vegetation und besonnten Säumen und Gebüschen einen Vorkommensschwerpunkt. Die angrenzenden noch aktiven Bahnanlagen sind darüber hinaus als Ausbreitungsachse und somit für den Biotopverbund bedeutend. Von den in mehreren Kartierungsdurchgängen in den Jahren 2008 und 2009 nachgewiesenen Arten sind die streng geschützte Zauneidechse sowie die besonders geschützte Blauflügelige Ödlandschrecke und die Blauflügelige Sandschrecke von hoher naturschutzfachlicher Bedeutung und daher wertbestimmend. Aber auch kleine Wirbeltiere wie die Zauneidechse können auf der Vorrangfläche beobachtet werden – sie sind streng geschützt (§7 (2) 14, ‎BNatSchG).

Pflege- und Schutzkonzept für die Biodiversität

Die Habitate der Bahnanlagen sind charakteristische Bestandteile der Natur in der Stadt und spielen eine wichtige Rolle für den Artenschutz. Um diesen naturnahen Trockenstandort mit seiner hohen Artenvielfalt zu erhalten, wurde ein Pflege- und Entwicklungskonzept aufgestellt. Die Sukzession führt ohne weitere Pflege zu waldartigen Beständen, weshalb die immer wiederkehrende Zurücknahme des

Gehölzaufwuchses und die Freihaltung geeigneter, besonnter Standorte wichtige Maßnahmen darstellen. Im Bereich der Sukzessionsflächen wird das Totholz belassen, um Insekten und kleinen Wirbeltieren Unterschlupf zu bieten. Die Rohbodenrotation bietet nicht nur Reptilien wie der Zauneidechse einen idealen Standort, um ihre Eier in die sandigen Böden zu legen.

Nachhaltige Stadtentwicklung

Die naturschutzfachlichen Entwicklungsziele für das Untersuchungsgebiet umfassen den Erhalt und die Pflege von Flächen, die als bevorzugte Lebensräume für die Zauneidechse gelten. Ebenso wird der größtmögliche Erhalt von Flächen mit hoher und mittlerer Bedeutung für die Wert bestimmenden Tierarten angestrebt. Weiterhin soll der räumliche Verbund der Flächen zu angrenzenden Lebensräumen gesichert und die Standorte als Teil einer linearen Vernetzungsachse erhalten und optimiert werden. Ein weiteres Ziel ist die Sicherung und Förderung der Populationen der geschützten Arten durch gezielte Pflegemaßnahmen im Bereich der ökologischen Vorrangfläche. Diese Maßnahmen sollen durch ein dynamisches, dreistufiges Pflegekonzept erreicht und langfristig gesichert werden, das sowohl den fachlichen Ansprüchen als auch der pragmatischen Umsetzbarkeit in Bezug auf die Topografie gerecht wird.

Minimaler Eingriff – Monitoring und Erlebnispfad

Die geplante Umsetzung des gesamten Bauvorhabens wurde in 10 Bauabschnitte unterteilt, deren Abfolge sich von Osten (Baumkirchner Straße) nach Westen erstreckt, und somit eine sinnvolle logistische bauliche und nutzungsbezogene Abwicklung in mehreren Schritten mit geringerer Baustellenbelastung bedeutet. Eine besondere Herausforderung stellte die Zugänglichkeit der ökologischen Vorrangfläche dar: Mittels aufwändigen Monitorings und eigens entwickelter Stege konnten naturschutzfachliche Belange eingehalten werden und dennoch von Anwohnern als naturnaher Erholungsraum barrierefrei erschlossen werden. Der enorme Höhenunterschied zwischen Wohnbebauung und ökologischer Vorrangfläche konnte mit Rampen ausgeglichen werden. Der Erlebnispfad im tieferliegende Gleisbereich ist auf der Westseite über Treppen und an der Ostseite durch eine barrierefreie Rampe erreichbar. Der aufgeständerte Weg führt vorbei an der historischen Eisenbahn-Drehscheibe, mit der früher Waggons und Lokomotiven bewegt wurden. Hier ist eine Tribüne entstanden, sodass die Lokdrehscheibe als Freilufttheater dienen kann.

mahl gebhard konzepte

Das Büro mahl·gebhard·konzepte mit Sitz in München wurde 1986 gegründet und 2009 in eine Partnerschaftsgesellschaft mit Andrea Gebhard und Johannes Mahl-Gebhard als Geschäftsführer umfirmiert. 2022 wurden Markus Anzengruber, Johannes Kruck, Annette Pfundheller und Katrin Rismont PartnerInnen des Büros. Seither steht Johannes Mahl-Gebhard als Berater zur Verfügung. mahl·gebhard·konzepte beschäftigt 40 Mitarbeiter*innen aus den Disziplinen der Landschaftsarchitektur, Landschaftsplanung, Umweltökologie, Stadtplanung, Architektur und Urban Design.

In der Nutzung von Ansätzen, Denkweisen oder Methoden verschiedener Fachrichtungen sehen wir nicht nur die Möglichkeit, Planungen an den unterschiedlichen Bedürfnissen unserer Zeit zu orientieren, sondern auch die Chance Ökologie und Ästhetik zukunftsweisend zu verbinden. Langjährige Erfahrung, erworbene Vielseitigkeit, effiziente Arbeitsabläufe, eine klare gestalterische Sprache und realisierbare Visionen helfen uns dabei, das besondere Gesamte zu schaffen.

Landschaftsarchitektur sucht im Spannungsfeld der Planungen von Architektur, Städtebau und Infrastruktur nach neuen räumlichen Aussagen, kulturellen Eigenarten und gestalterischen Perspektiven. Hierbei ist die Rückkopplung von Landschaftsarchitektur mit den gesellschaftlichen Strukturen und zeitgenössischen Kontexten nicht nur notwendig, sondern unerlässlich.

Weiterlesen: In der G+L 09/24 stellen wir 54 Stadtoasen aus fünf Ländern vor. Das Heft ist im Shop erhältlich. Weiter grüne Oasen sind hier zu entdecken.

 Übrigens: Die Internationale Bauausstellung (IBA) der Metropolregion München 2034 sucht nach Ideen für die Mobilität der Zukunft.

 

Metropolitan Open Space – Freiräume in der wachsenden Stadt

manuel frauendorf fotografie | skyfilmberlin)

Weltweit stehen Metropolen – so auch Berlin – aktuell vor großen Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf ein deutliches Bevölkerungswachstum.

Die sozialen, ästhetischen und ökologischen Qualitäten öffentlicher Räume wie Grünanlagen, Parks, Plätze, Sportflächen oder der Straßenraum prägen den Charakter einer Stadt und tragen maßgeblich zur Lebensqualität bei. Vor allem in wachsenden Städten wird der öffentliche Raum zum Verhandlungs- und Gestaltungsraum der Zukunft.

Die internationale Konferenz metropolitan open space – Freiräume in der wachsenden Stadt anlässlich der IGA Berlin 2017 widmet sich Fragen, die mit dieser Entwicklung einhergehen: Welche Bedeutung haben urbane Freiräume für nachhaltiges Wachstum? Welche Beiträge können Landschaftsarchitektur, Stadt- und Freiraumplanung sowie Gartenkultur leisten, wenn es darum geht, vor Ort Antworten auf globale Herausforderungen zu geben?

Neben einem Abendempfang (18. Mai), Vorträgen und Workshops (19. Mai) bietet die dreitägige Veranstaltung eine Besichtigung der IGA (20. Mai) und Projektexkursionen zu „Grünen Hot Spots“ in Berlin mit den Landschaftsarchitekten (21. Mai).

Veranstalter sind: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und die IGA Berlin 2017 GmbH. Kooperationspartner: Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla). Garten + Landschaft ist als Medienpartner dabei.

Weitere Informationen, Programm und Online-Anmeldung finden Sie hier.