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Lech Renaturierung: Die Wiederbelebung eines Flusses

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In Österreich verläuft der Lech deutlich natürlicher. Quelle: Basotxerri, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons
In Österreich verläuft der Lech deutlich natürlicher. Quelle: Basotxerri, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons
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Die Lech Renaturierung vor den Toren Augsburg wird laut Projektleiterin Simone Winter bayernweit einzigartig: Uferverbauungen werden rückgebaut und eine Aue mit Lebensräumen für Tiere und Pflanzen soll entstehen. Alles über das Projekt in Planung erfahren Sie hier.

Das ambitionierte Projekt zur Lech Renaturierung

Vor den Toren von Augsburg findet ein Projekt zur Lech Renaturierung statt. Kurz vor der Staustufe Merching nahe Augsburg ist der Lech 80 Meter breit. Früher war er einen Kilometer breit und beherbergte Tausende von Huchen. Heute ist der Lech jedoch eher eine Flussruine. Das möchte das Projekt „licca liber“ im Rahmen einer Lech Renaturierung auf einer Länge von etwa zehn Kilometern ändern. Der Fluss soll wieder seinen ursprünglichen Charakter als Wildfluss erhalten.

Geplant ist, dass der Lech 130 Meter breit wird. Zudem sollen Uferverbauungen reduziert und neue Sekundärauen kreiert werden. Die Idee ist, einen wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu kreieren. Schon seit 2013 läuft das Genehmigungsverfahren. Zahlreiche Bürger*innen wurden in den „Flussdialog“ in die Planungen einbezogen. Bis Ende 2022 soll die Feinplanung für das Projekt stehen. 2023 wird das Wasserrechtsverfahren beginnen.

Die Stabilisierung des Flusses zwischen Staustufe 23 und der Donaumündung soll Schäden der Kanalisierung beheben. Übersetzt steht licca liber für „freier Lech“. Durch die Renaturierung soll es gelingen, den Lech wieder an seinen natürlichen Zustand anzunähern. Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth leitet das Projekt.

Eine Aneinanderreihung von Stauseen

Derzeit ist der Lech ein verbauter Fluss mit zahlreichen Wasserkraftwerken. In der Süddeutschen Zeitung als „Aneinanderreihung von Stauseen“ beschrieben, bietet der Fluss keine natürliche Fischwanderung mehr. Fische wie der Huchen müssen künstlich eingesetzt werden. Darüber hinaus stehen zahlreiche andere Fischarten vor dem Problem, keine Kiesbänke zum Laichen zu finden.

Im Stadtgebiet von Augsburg liegt bereits der Flinz frei. Dies ist die Bodenschicht von Flüssen, die in einem gesunden Fluss mit Kies bedeckt sein sollte. Nun besteht die Gefahr, dass der Lech im Grundwasser verschwinden könnte. Dies würde unter anderem die Trinkwasserversorgung von Augsburg und Umgebung beeinträchtigen.

Daher ist die Lech Renaturierung auch für das Grund- und Trinkwasser wichtig. Die aktuelle Situation stellt einen Teufelskreis dar, denn die vielen Stauseen zur Energie- und Trinkwassergewinnung schaden dem Grundwasser. Zugleich stehen die Trinkwasserbrunnen und die Naturschutzgebiete am Flussverlauf der Lech Renaturierung teils entgegen. Sogenannte Absturzrampen könnten helfen, den Lech trotzdem wieder natürlicher zu gestalten.

Der Lech in Füssen. Quelle: Niklas Dehne, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons
Der Lech in Füssen. Quelle: Niklas Dehne, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons

Angst vor Hochwasser

Früher war der Lech ein wilder, reißender Fluss. Zu Recht haben viele Anwohner*innen Sorgen um Hochwasser. Auch aus diesem Grund wurde der Lech durch die teilweise Kanalisierung gezähmt. Eine Sanierung des Flusses würde jedoch laut Projektleiterin Simone Winter vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth die Gefahr von Hochwassern reduzieren. Denn in einem renaturierten Fluss können sich dabei die Grundwasserstände teils verringern. Sicherungen sollen dabei helfen, Siedlungen in Flussnähe vor Hochwasser zu schützen.

Das Vorhaben zur Lech Renaturierung wird noch mehrere Jahre brauchen, bis es genehmigt wird. Darüber hinaus ist mit 20 bis 30 weiteren Jahren zu rechnen, bis der Fluss sich wieder erholt hat. Dann sollen die neu geschaffenen Auen regelmäßig überschwemmt werden. Der Lech wird in der Lage sein, zu mäandern, Kiesbänke zu bilden und diese mit der Zeit wieder zu verändern. Rund um das Ufer des Flusses soll eine 95 Hektar große Fläche entstehen, um bis zu zwei Meter abzutragen. Die neu entstehenden Auen werden wertvolle Lebensräume darstellen.

Der teils gefürchtete Fluss mit seinem hohen Gefälle ist bis heute ökologisch bedeutend. Er verbindet die Naturräume Alpen und Alb. Trotz der Verbauung gibt es noch immer viele Arten hier. Untersuchungen im Zuge des licca liber-Projektes haben seltene Arten wie Kreuz-Enziane, Hummelragwurz, Gelbringfalter und Windelschnecken zu Tage gebracht.

Die Herausforderungen der Lech Renaturierung

Die Renaturierung des Lechs benötigt vor allem viel Geduld. Die Verwaltungsprozesse können sich über Jahre hinziehen. Zudem besteht das Risiko von Klagen gegen die Renaturierung, welche das Projekt verzögern könnten. Die enge Zusammenarbeit mit der Bevölkerung soll jedoch eine breite Unterstützung bei den Anwohner*innen garantieren.

Das Projekt licca liber hat eine Vorbildfunktion, bezieht sich aber nur auf einige Kilometer des Flusses. Insgesamt 43 Querbauwerke säumen den bayerischen Lech zwischen Füssen bis zur Donaumündung. Damit gleicht der Fluss vielerorts einem trägen Kanal, dessen ökologisches Gleichgewicht in Gefahr ist.

Das Zukunftsprogramm Lech vom BUND macht die folgenden Vorschläge zur Lech Renaturierung:

  • Dynamik des Flusses wieder herstellen, etwa durch erlaubte natürliche Wasserstandsschwankungen und Umlagerung von Grobmaterial
  • Wiederanbindung von Auen
  • Wiederherstellung der Geschiebedurchgängigkeit, um Sand, Kies und Geröll im Fluss zu erlauben
  • Auflösung von Seitenverbauungen
  • Umstrukturierung der energetischen Nutzung am Lech

Darüber hinaus weisen die Expert*innen vom BUND darauf hin, dass die Klima- und Biodiversitätskrisen zentrale Herausforderungen der heutigen Zeit darstellen. Die Renaturierung von Flüssen trägt dazu bei, die Biodiversität zu verbessern und die Lebensgrundlage von Menschen, Tieren und Pflanzen zu erhalten. Zudem bietet der Verzicht auf allzu viele Wasserkraftwerke die Chance, andere erneuerbare Energien zu fördern.

Übrigens: Der Beitrag zum Buch Fluss.Raum.Entwerfen könnte Sie auch interessieren. Er präsentiert verschiedene Gestaltungsmittel für urbane Flusslandschaften.

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Die Mitte von Berlin bleibt grün

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Die Perspektive zeigt die geplanten Stufen am Ufer der Spree.

1. Preis an Büro RMP Lenzen: Stufen am Ufer der Spree mit Blick auf Dom (Visualisierung: RMP Lenzen)

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Es geht um eine prominente Fläche in Berlins historischer Mitte: Eingespannt zwischen dem neuen Humboldt-Forum und dem Fernsehturm bekommen das Rathaus- und Marx-Engels-Forum eine neue Gestaltung. Das Büro RMP Stephan Lenzen hat den Wettbewerb für die grüne Mitte von Berlin gewonnen.

Dort wo die Wurzeln der Stadt Berlin liegen, wird demnächst nicht wieder gebaut. Die Freifläche von Rathaus- und Marx-Engels-Forum bleiben Grün. Allerdings erhält das Areal eine neue Gestaltung, die in einer Freitreppe zur angrenzenden Spree mündet. Die Berliner Senatsverwaltung hat im Frühjahr zu einem Wettbewerb eingeladen. Nach einer ersten Phase durften die Bürger*innen mitreden. Daraufhin entwickelten insgesamt 21 Landschaftsarchitekturbüros ihre Ideen in der zweiten Phase des Wettbewerbs weiter. Die Landschaftsarchitek*innen vom Büro RMP Stephan Lenzen überzeugten schließlich die Jury. Sie schlugen ein zentrales Band vor, das denkmalgeschützte Bereiche des Rathausforums mit dem Marx-Engels-Forum verbindet. Dieses grüne Band endet in einer großen Treppe am Ufer der Spree. Gegenüber, auf der anderen Seite des Wasser, strahlt die Ostfassade des neuen Humboldt-Forums.

 

Viel Geschichte inmitten von Berlin

 

Früher hiess die Freifläche inmitten des alten Berlins „Park an der Spree“. Als eine der zentralsten Grünflächen im Ortsteil Mitte geht sie auf den Zweiten Weltkrieg zurück. Der hatte das dortige Heilig-Geist-Viertel beschädigt, was schließlich die DDR-Führung veranlasst hat, es abzureißen. Seitdem ist die Fläche zwischen Karl-Liebknecht-Straße im Norden, dem Park am Fernsehturm im Osten, der Rathausstraße im Süden und der Spree im Westen unbebaut. Mittendrin stand lange ein Denkmalensemble, das jedoch beim Bau der U-Bahn an den nordwestlichen Rand rücken musste. Bereits seit den 1990er-Jahren wird über die Zukunft des Marx-Engels-Forums diskutiert. Die Ideen waren vielfältig. Sie reichten vom Wiederaufbau des Heilig-Geist-Viertels bis zur Gestaltung eines Parks am Marx-Engels-Forum. Letztere hat sich schließlich durchgesetzt. 

Wettbewerbsaufgabe Marx-Engels-Forum

Die Gestaltung eines Parks auf dem Marx-Engels-Forum galt es nun, im Rahmen des Ideen- und Realisierungswettbewerb zu konkretisieren. Die Teilnehmer*innen waren gefragt, sich mit dem Gründungsort Berlins, mit den im Boden verborgenen historischen Schichten und der Umgebung auseinanderzusetzen. Am Ende der langen Debatte um die Zukunft dieses Ortes entstanden Bürgerleitlinien zur künftigen Entwicklung des Rathaus- und des Marx-Engels-Forums. Darin heißt es, dass ein Freiraum zu entwerfen ist, der den Dimensionen und der Bedeutung des Standortes gerecht wird und die Identität des Ortes stärkt. Darüber hinaus soll er die bewegte Geschichte erlebbar machen und gleichzeitig vielfältige und intensive Nutzungen ermöglichen. 

In der ersten Phase fragte der Wettbewerb zunächst nach einer Vision und einer Idee für das gesamte Marx-Engels-Forum. Erst die Teilnehmer*innen der zweiten Phase mussten ihre Vision herleiten. Darüber hinaus skizzierten sie im Ideenteil des Wettbewerbs einen Zwischenzustand für das Jahr 2030. In einem dritten Realisierungsteil war dann die konkrete Umsetzung für 2024 aufzuzeigen. Diese stufenweise Herangehensweise geht auf die angestrebte, schrittweise Realisierung des Projekts zurück. Die wird einen langen Zeitraum in Anspruch nehmen. Entsprechend müssen die Ideen auf einer klaren Haltung basieren und viel Flexibilität für die prozesshafte Umsetzung bieten. 

 

Marx-Engels-Forum: überzeugender Entwurf von RMP Lenzen

 

Die Landschaftsarchitekt*innen vom Büro RMP Lenzen lieferten die überzeugendste Lösung für die neue Gestaltung von Rathaus- und Marx-Engels-Forum. Sie entwarfen einen Freiraum, der von einer markanten Figur geprägt ist. Er sieht vor, das Rathaus- und das Marx-Engels-Forum von Bebauung freizuhalten. Der grüne Raum verspricht eine hohe Aufenthaltsqualität mit Flächen zum Flanieren, zum Ausruhen, zum Genießen von spektakulären Aussichten auf Dom, Humboldt-Forum und Fernsehturm. RMP Lenzen bestückt den neuen Raum mit viel Grün und mit vielen schattenspendenden Bäumen. Aber auch Wasser gehört dazu, das zur Kühlung beiträgt sowie Versickerungsflächen, die zu einem künftigen Regenwassermanagement passen. Insgesamt sieht der Beitrag zum Wettbewerb Marx-Engels-Forum einen modernen, klimaresilienten Stadtraum vor, der vielfältige Nutzungen ermöglicht. 

Gut Ding braucht Weile

Mit der Idee, zunächst einen Grünraum im Herzen des alten Berlin anzulegen, bleiben Chancen für nächste Generationen erhalten. Für die nahe Gegenwart hat das Preisgericht empfohlen, die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit von RMP Lenzen zu realisieren. Damit geht eine kontroverse Debatte zu Ende. Wohl kaum ein Ort in Berlin hat mehr Planungen und Diskussionen erlebt als das Marx-Engels-Forum. Aber für den Bausenator steht fest, dass die Stadt Berlin richtig gehandelt hat. Sie hat hier nach dem Fall der Mauer keine überstürzte Planung realisiert. Nun kann vor dem Hintergrund aktueller Planungen für den Alexanderplatz und den Molkenmarkt und unter dem Vorzeichen von Klimaanpassung und Mobilitätswende in Ruhe gestaltet werden.

Sie möchten mehr über Projekte der Hauptstadt erfahren? Wir haben die nächsten Planungsschritte auf dem ehemaligen Flughafenareal Berlin Tegel für Sie zusammengefasst.

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Wettbewerbsübersicht Dezember 2018 (2/2)

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Bewegung und Begegnung. © KCAP GmbH mit Ramboll Studio Dreiseitl

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Kulturquartier Lagarde-Campus, Bamberg – 1. Preis hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin, mit Sauerzapfe Architekten, Berlin

Interessiert an aktuellen Wettbewerbsergebnissen der Landschaftsarchitektur, aber kaum Zeit sich diese richtig anzuschauen? In der Wettbewerbsübersicht der G+L informiert Heike Vossen über die spannendsten Wettbewerbsergebnisse im Dezember.

Straßenräume in Wiehl – 1. Preis Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten, Bockhorn

Die Konversion der Lagarde-Kaserne soll in Bambergs Osten einen lebendigen, nutzungsgemischten Stadtteil schaffen – mit dem „Kulturquartier Lagarde“ als attraktive Quartiersmitte. Zwei Stadtplätze prägen zukünftig die neue Mitte und sollen mit ihrer frühzeitigen Schaffung einen wichtigen Baustein zur Entwicklung des Quartiers bilden. Der Siegerentwurf sieht zwei Baumhaine vor, welche die beiden Plätze verbinden, aber jedem einzelnen einen eigenen Charakter zugestehen. Der Lagarde-Platz südlich der Reithalle gestaltet sich als grüner Quartiersplatz, der stellvertretend für das gesamte Quartier, seine Transformation, sowie die nachhaltige Neuausrichtung steht. Der Platz ist Endpunkt der Grünverbindung Richtung Ostpark und zugleich urbanes Entrée des Quartiers. Als belebter Gegenpol dazu präsentiert sich der Kulturhof zwischen Reit- und Posthalle: Er ist unprätentiös und flexibel bespielbar, so die Jury. Außerdem bildet der Stadtplatz einen wichtigen Ankerpunkt für die Stadtverbindung zur Innenstadt.

Planungsdialog Hafner in Konstanz – 1. Preis KCAP, Zürich, mit Ramboll Studio Dreiseitl, Überlingen

Ein Transitraum wird zum Aufenthaltsraum, so die Entwurfsintention von Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten für das Zentrum von Wiehl. Ihr Siegerentwurf überwindet die starke Trennung des zergliederten Stadtraums und definiert Rathaus- und Hem-Platz als zentralen Platz am Kreuzungspunkt der Stadtachsen. Zukünftig prägt Naturstein das Zentrum – Farbnuancen und Materialwechsel berücksichtigen dabei die historische Differenzierung von Fahrbahn, Fußgängerbereich und Platzfläche. Der durchgehende Belag ermöglicht es, die angrenzenden Flächen anzubinden. Zusätzlich integriert eine breite winkelförmige Freitreppe die Kirche in den Stadtraum. Ein neuer Weg zwischen Rathaus und Kirche verbindet barrierefrei zur südlich gelegenen Wiehlaue. Um den Blick in die Flussaue zu ermöglichen, stellt der Entwurf die Wiehlbrücke frei. Zusätzliche Treppen und Bastionen vergrößern die Kontaktzone zum Fluss. Die neuen Stadtbäume bilden mit auffälliger Blüte und Herbstfärbung einen spannenden Kontrast zur Aue. Prägende Möblierungselemente wie die Baumbänke entwickeln die Planer in Anlehnung an regionaltypische Gestaltungselemente und Materialien.

In Konstanz soll mit rund 2800 Wohneinheiten der neue Stadtteil Hafner entstehen. Das Planungsteam aus KCAP und Ramboll Studio Dreiseitl überzeugte die Jury mit einer prägnanten Entwurfsidee, dem sogenannten „Hafner-Ring“. Zusätzlich zur großen grünen Mitte bildet das grüne Infrastrukturband eine freiraum- und städtebaulich relevante Struktur für den Stadtteil mit seinen zukünftig rund 8000 Bewohnern. Das grüne Band zieht sich mit robusten und multifunktional nutzbaren Erholungs- und Erlebnisräumen im Bogen durch das neue Stadtquartier und verbindet es mit dem historischen Kern Wollmatingen. Das Siegerteam sieht für das rund 60 Hektar große Areal keine strikte Trennung zwischen Wohnen und Gewerbe vor. Stattdessen mischen die Planer die Nutzungen. Das Quartier ist weitgehend autofrei konzipiert und stellt die Lebensqualität in den Vordergrund. Die Jury sieht in dem Entwurf das größte Innovationspotential, um den Stadtteil zukunftsfähig zu gestalten, sowie an Veränderungen der nächsten Jahre anzupassen.

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