Die Neuigkeiten im Dezember

Nein zu ruinösem Preiswettbewerb

Was passiert in der Welt der Planung? Worüber sprechen Ihren Kolleg*innen morgens an der Kaffeemaschine? In unserer Presseschau fassen wir wöchentlich die wichtigsten Neuigkeiten aus der Landschaftsarchitektur und Stadtplanung für Sie zusammen. Diese Woche unter anderem: Trump verordnet schöne Architektur, Valerio Olgiati tut sich mit Kanye West zusammen und ein Appell zur HOAI-Regelung von den Kammern.

„urbainable – stadthaltig“ demnächst online. Die Ausstellung zur nachhaltigen Metropole der Zukunft kann bald im Rahmen des neuen Online-Angebots der Akademie der Künste besucht werden – Kuratorenführung mit Tim Rieniets, Matthias Sauerbruch und Jörn Walter eingeschlossen. „urbainable – stadthaltig“ musste coronabedingt vorzeitig geschlossen werden. Mehr zum neuen Online-Programm beim Tagesspiegel.

Erhalten Sie diese Presseschau regelmäßig in Ihrem Postfach: Hier geht es zum Newsletter.

Trump verordnet „beautiful architecture“. Mit einer Executive Order hat der noch amtierende US-Präsident Donald Trump am vergangenen Montag beschlossen, dass amerikanische Staatsarchitektur künftig vor allem eins sein muss: beautiful, zu Deutsch schön. Ob nun demnächst alle Bundesgebäude den Trump Towers ähneln werden und warum Trump sich nicht mit anderen Sachen beschäftigt, das schätzt Nikolaus Bernau auf cicero.de ein.

Kahlschlag in Hamburg. Wie der DGGL-Landesverband Hamburg / Schleswig-Holstein berichtet, plant die Stadt Hamburg im Zuge der neuen Sternbrücke umfassende Eingriffe in gewachsenen Strukturen. Damit die Stresemannstraße durchgehend vierspurig für den KFZ-Verkehr ausgebaut werden kann, sollen insgesamt 13 Gebäude weichen – darunter viele Baudenkmäler und kulturelle Institutionen. Mehr Informationen auf garten-landschaft.de.

Erhalten Sie diese Presseschau regelmäßig in Ihrem Postfach: Hier geht es zum Newsletter.

Auftakt für „Gestaltungsbeirat für öffentliche Räume“. Vor einer Woche trat erstmals der Berliner Gestaltungsbeirat für öffentliche Räume zusammen. Die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat sechs Expert*innen aus den planenden Disziplinen berufen, um künftig Empfehlungen für Berliner Projekte abzugeben. Mehr dazu hier.

Nein zu ruinösem Preiswettbewerb. In einem Appell wenden sich die Kammern und Verbände der planenden Berufe an ihre Mitglieder. Man solle sich nicht auf einen ruinösen Preiswettbewerb im Rahmen der neuen HOAI-Regelungen einlassen und weiterhin richtig kalkulieren.

Valerio Olgiati trifft Kanye West

Digital-Twin-Kooperation zwischen Bentley und Microsoft. Der Computer-Aided-Facility-Management-Anbieter Bentley Systems und Microsoft werden für das Thema „Digital Twin“ zusammenarbeiten. Die Unternehmen wollen die iTwins-Plattform von Bentley Systems, Microsofts Azure IoT Digital Twins und Microsoft Azure Maps integrativ einsetzen. Das Ziel: Stadtplaner*innen, Architekt*innen, Ingenieur*innen und Konstrukteur*innen sollen künftig in einem umfassenden digitalen Zwilling im Stadtmaßstab arbeiten können. Mehr dazu hier.

Valerio Olgiati trifft Kanye West. Und das trotz Einreiseverbot. Mit dem Privatjet reiste der US-Rapper West diesen Dezember in die Schweiz, um dort mit dem Architekten Valerio Olgiati diverse künftige gemeinsame Projekte zu besprechen – unter anderem ein 4 000 Quadratmeter großes Privathaus, zehn Meter unter der Erde. Die Schweizer Kolleg*innen der Boulevardzeitschrift Blickreagieren brüskiert. Laut Olgiati will West „mit ihm zusammen die Welt um sich herum umbauen“.

Erhalten Sie diese Presseschau regelmäßig in Ihrem Postfach: Hier geht es zum Newsletter.

Online-Regionalkonferenz zu inklusivem Bauen. Die Architektenkammer NRW veranstaltet am 13. Januar 2021 die digitale Regionalkonferenz „Inklusiv gestalten – Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung“. Mit dabei ist unter anderem Irene Lohaus mit einer Keynote. Sie stellt ein Modellprojekt in Warburg vor.

Dortmunds Bahnhof wird grün

Stuttgarts neuer Mietspiegel. Vor knapp einer Woche hat die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg den neuen Mietspiegel 2021/2022 vorgelegt. Laut diesem sind die Mieten in den vergangenen beiden Jahren um 7,7 Prozent gestiegen. Zur Übersicht.

Dortmunds Bahnhof wird grün. Wie die Kolleg*innen vom Westfalen Spiegel berichten, geht es bei der Gestaltung des Dortmunder Bahnhofsumfelds weiter. In den kommenden Jahren entsteht hier unter anderem ein neuer Park mit einer Größe von 4,5 Hektar. Mehr zu dem Projekt von raumwerk auf garten-landschaft.de.

Istanbul bezieht Bürger*innen in Stadtplanung ein. Der Mercator-IPC-Fellow David Samuel Williams hat für Zenith einen lesenswerten Artikel zur aktuellen Istanbuler Stadtplanung geschrieben, die nun wohl so etwas wie beteiligend wird.

Weiterer Auftragsrückgang wegen Corona

Kritikhagel für Humboldt-Forum. Fast 20 Jahre haben Planung und Entstehung gedauert, gestern wurde das Humboldt-Forum nun endlich (digital) eröffnet. Seitens Fachplanung und Öffentlichkeit hagelt es Kritik am Projekt. Berlins Kultursenator a.D., Thomas Flierl, bezeichnet die Architektur als rückwärtsgewandt, wie der rbb berichtet. Der FAZ-Journalist Niklas Maak bezeichnet die Ostfassade als „monumentales Abluftgitter“, woraufhin laut SZ Thomas Albert sogar Maaks Rausschmiss forderte. Und die Welt bezeichnet das Forum als „Deutschlands umstrittenste Kulturinstitution“. Ein wahrlich gelungener Start.

Erhalten Sie diese Presseschau regelmäßig in Ihrem Postfach: Hier geht es zum Newsletter.

Weiterer Auftragsrückgang wegen Corona. Bundesarchitektenkammer und Bundesingenieurkammer haben eine weitere gemeinsame Umfrage zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Planungsdisziplin durchgeführt. Befragt wurden 4 600 selbstständige Kammermitglieder. 41 Prozent der Architektur- und Ingenieurbüros erwarten demnach für 2021 Umsatzrückgänge. Die Kolleg*innen von baulinks.de haben die Ergebnisse zusammengefasst.

Neues BIM-Modul an der Fachhochschule OST. Im neuen Modul „Field2BIM“ lernen angehende Landschaftsarchitekt*innen an der Ostschweizer Fachhochschule im Studiengang Landschaftsarchitektur neuerdings BIM einzusetzen. Die Hochparterre berichtet.

Neue Besitzerin zerstört Privatbau von Hans Scharoun

Thunberg tweetet gegen Klimagipfel. „As #ParisAgreement turns 5, our leaders present their ‘hopeful’ distant hypothetical targets, ‘net zero’ loopholes and empty promises“, heißt es auf dem Twitter-Account der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg. Ihre harte Kritik kombiniert sie mit einem aktionistischen Video und dem Hastag #FightFor1Point5, der für die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels steht.

Die Bundesarchitektenkammer und das „Europäische Bauhaus“. Auf der 93. Bundeskammerversammlung Anfang Dezember begrüßten die Vertreter*innen der 16 Länderkammern Ursula von der Leyens Idee eines Europäischen Bauhauses und sicherten die fachliche Beratung zu. Eine Einschätzung geben die Kolleg*innen von baunetz.de. Zudem verabschiedete man bei der Versammlung einen Aufruf zur angemessenen Vergütung. 

Neue Besitzerin zerstört Privatbau von Hans Scharoun. Das 80 Jahre alte Privatgebäude „Haus Baensch“ in Berlin-Spandau, entwickelt von Hans Scharoun, wird – offenkundig illegal – derzeit umgebaut. Bereits im Sommer erteilte die zuständige Behörde einen Baustopp. Der Garten, mitunter gestaltet vom Staudenzüchter und Gartenphilosoph Karl Foerster aus Bornim, seinem Partner Hermann Mattern und Herta Hammerbacher, ist bereits zerstört, die Behörden schauen zu. Alle Informationen finden Sie bei den Kolleg*innen vom Tagesspiegel.

Erhalten Sie diese Presseschau regelmäßig in Ihrem Postfach: Hier geht es zum Newsletter.

Unterzeichnung der Neuen Leipzig Charta

Bewerbungsstart für den Bundespreis Koop.Stadt. Im Zuge der Neuen Leipzig Charta hat das BMI gestern den Bundespreis Koop.Stadt ausgelobt und prämiert herausragende Kooperationskultur mit 200 000 Euro Preisgeld. Gesucht werden „Kommunen ab 10 000 Einwohner*innen, die auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Fachbereichen mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zusammenarbeiten, deren Eigeninitiative fördern und so durch ihre vielfältigen Aktivitäten zu einer Koop.Stadt werden.“ Hier können Sie sich bis zum 10. März 2021 bewerben.

Foster + Partners stellt Idee für Hammersmith Bridge vor. Anfang dieser Woche postete Norman Foster auf Instagram seinen Doppeldecker-Vorschlag für die Reparatur der 133 Jahre alten Londoner Hammersmith Bridge. Die Brücke ist seit August 2020 geschlossen, die Doppeldecker-Idee würde eine Wiedereröffnung und gleichzeitige Sanierung ermöglichen. Mehr dazu bei den Kolleg*innen von dezeen. 

Unterzeichnung der Neuen Leipzig Charta. Im Zuge der deutschen EU-Ratspräsidentschaft haben die EU-Minister für Stadtentwicklung und Raumordnung Anfang dieser Woche die „Neue Leipzig Charta“ unterschrieben. Sie definiert die Leitlinien für integrierte Stadtentwicklungspolitik europäischer Städte und löst die Charta von 2007 ab. Während die Politik den Schritt feiert, erheben sich kritische Stimmen. So titelt die Leipziger Internet Zeitung: „Die Leipzig Charta ist ein herrliches Beispiel dafür, wie Regierungen die nachhaltige europäische Stadt verhindern können“. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Regionalkonferenz Digitalisierung

Eine digitale Plattform für die Pionier*innen der Architektur. Diese Woche berichteten unsere Kolleg*innen von Baumeister über die Plattform PIONIRA, die Pioniere aus Kunst und Architektur sowie deren Projekte darstellt. PIONIRA ist ein Werkzeugkasten für Architektur, Ökologie und Handwerk, ein soziales Netzwerk für Nachhaltigkeit und ein Tool zum Ideenaustausch.

Nachwuchswettbewerb „Die glorreichen 5“. Der Baumeister, NXT A und New Monday haben gemeinsam einen Nachwuchspreis ausgerufen. Gesucht werden Projekte von Planungsbüros, die sich in den letzten fünf Jahren gegründet haben.

Erhalten Sie diese Presseschau regelmäßig in Ihrem Postfach: Hier geht es zum Newsletter.

Regionalkonferenz Digitalisierung. Am 17. Dezember 2020 von 14 bis 18 Uhr diskutiert die Architektenkammer NRW im Rahmen ihrer ersten Regionalkonferenz „Digitalisierung“ die Auswirkungen der Digitalisierung auf Planungs- und Bauprozesse sowie der Corona-Krise auf die Digitalisierung. Hier können Sie sich anmelden.

Zum Roman „Das Gartenzimmer“

Kadawittfeldarchitektur sanieren Komische Oper in Berlin. Ende Oktober gab die Berliner Senatsbaudirektorin Regula Lüscher bekannt, dass das Aachener Büro Kadawittfeldarchitektur den Wettbewerb zum Umbau der Komischen Oper gewonnen hat. Lesenswert: Unsere Kolleg*innen vom Tagesspiegel stellen im Gespräch mit Kilian Kada und Gerhard Wittfeld die Pläne vor.

Die Schicksalsschläge des Frank Lloyd Wright als Film. Unsere Kolleg*innen von monopol stellen regelmäßig Streaming-Tipps vor. Diese Woche mit dabei: „Der Phönix aus der Asche“. Der Film dokumentiert Frank Lloyd Wrights Leben, das alles andere als unskandalös verlief.

Zum Roman „Das Gartenzimmer“. Auf deutschlandfunkkultur.de präsentiert aktuell das Literaturhaus Berlin das Buch „Das Gartenzimmer“. Der neue Roman von Andreas Schäfer handelt von einer um 1909 gebauten Villa, dem verantwortlichen Architekten, den Bewohner*innen und einem dunklen Geheimnis. Inspiration für das Buch lieferte die Villa Riehl in Potsdam Babelsberg von Mies van der Rohe sowie Mies van der Rohe selbst, die Brüder Bruno und Max Taut sowie Walter Gropius.

Hier geht es zu den Neuigkeiten im November.

Erhalten Sie diese Presseschau regelmäßig in Ihrem Postfach: Hier geht es zum Newsletter.

Das könnte Sie auch interessieren
Westbahnpark Wien: die Vision
Mondlandung
hochwinkelfotografie-der-stadt-RvCbIQ0S-Lc
Digitale Bodenrichtwertkarten mit Echtzeitdaten
Übergang vom fahrenden zum fliegenden Auto. Quelle: Alef Aeronautics
Fliegende Autos in den USA
Verregnete Straße in einer Stadt als Symbol für urbane Entwässerung und Starkregenmanagement zwischen Dezentralisierung und Systemlogik.
Wie Städte sich entwässern – Techniken zwischen Dezentralisierung und Systemlogik
Wie kommt der Baum in die Stadt?
Der Deutsche Landschaftsarchitektur-Preis 2021: der Westpark in Augsburg
Landschaftsarchitektur-Preis, ein Überblick
Jana Leoni studierte Landschaftsarchitektur an der TU Dresden und Urban Design an der TU Berlin. Sie war unter anderem für Albert Speer + Partner tätig, bevor sie zur Stadt Frankfurt wechselte. Hier leitete sie zwei Jahre stellvertretend das Sachgebiet Stadtklima/Klimawandel im Umweltamt Frankfurt und wechselte mit Gründung in das Klimareferat Frankfurt.
„Die Erfahrung sagt dranbleiben“
Stadtgarten mit verschiedenen Baumarten als Symbol für Baumartenvielfalt und Resilienz gegen Klimawandel.
Was bringt die Baumartenvielfalt für Resilienz? – Fachliche Einordnung
luftaufnahme-einer-stadt-durch-die-ein-fluss-fliesst-P2d8SKdbjEE
Wo entsiegeln? KI trifft Rückbaupotenzial punktgenau

Städtewachstum: Leipzig reagiert mit Projekten

Advertorial Artikel Parallax Article

Leipzig, die Denkmalhauptstadt, verzeichnet seit Jahren bundesweit den größten Wanderungsgewinn. Leipzig boomt, gefühlt gibt es an jeder Ecke eine Großbaustelle. Die Stadt könnte dieser Entwicklung aufgrund einiger Besonderheiten besser gewachsen sein als andere. Mit welchen Projekten die Leipzig dem Druck ausgehend von seinem Städtewachstum entgegenwirkt, fassen wir für Sie zusammen.

Wohnquartier Bayrischer Bahnhof

 

Die Planungen für das Areal, einst ältester Kopfbahnhof der Welt, inzwischen riesige Brachfläche, stockten mehrmals. Geplant ist ein komplett neues, teilweise autoreduziertes, 36 Hektar großes Viertel mit 1 600 Mietwohnungen (davon rund 30 Prozent preisgebunden). Dazu kommen drei Schulen, zwei Kindergärten, Büro- und Gewerbeflächen sowie ein sechs Hektar großer Stadtteilpark, der sich als grünes Band durchs Viertel zieht. Laut Stadt Leipzig handelt es sich um das größte ostdeutsche Neubaugebiet. Nach rund einem Jahrzehnt Planungszeit sollen die Bauarbeiten 2021 beginnen und 2027 beendet werden.

Bürgerbahnhof Plagwitz

 

Das 17,5 Hektar große Gelände des ehemals größten Industrieverladebahnhofs Europas im Leipziger Stadtteil Plagwitz lag seit der Wiedervereinigung brach. Die Stadt entwickelte gemeinsam mit einer Bürger*inneninitiative eine öffentliche Grünfläche. Diese beinhaltet eine große Wiese, ein Bauspielplatz, ein Pfadfinder*innen-Areal, Nachbarschaftsgärten, ein Obsthain, Graffiti-Flächen, ein Café und mehr. Das Projekt ist Bundespreisträger “Stadtgrün 2020”, der “außergewöhnliches Engagement für urbanes Grün, vielfältige Nutzbarkeit, gestalterische Qualität, innovative Konzepte und integrierte Planungsansätze” auszeichnet.

Löwitz Quartier

 

Im Herzen der Stadt, unmittelbar neben dem Hauptbahnhof, entsteht auf rund elf Hektar ehemaligem Bahngelände das Löwitz Quartier. Geplant ist ein gemischt genutztes, autoarmes Quartier mit rund 650 Miet- und Eigentumswohnungen, Hotel, Büro, Gastronomie und Einzelhandel sowie einem fünfzügigen Gymnasium und einem Kindergarten. Mehrere denkmalgeschützte Gebäude des früheren Zollamtes werden saniert. Die Erschließungsarbeiten beginnen 2021. Die Fertigstellung des Löwitz Quartiers plant das verantwortliche Joint Venture der Hamburger Unternehmen Hamburg Team Projektentwicklung, Haspa PeB Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft und des Bauunternehmens Otto Wulff für 2026.

Parkbogen Ost

 

Ab 2024 sollen Leipziger*innen und Tourist*innen auf dem Gelände einer 2012 stillgelegten Gleistrasse der Deutschen Bahn Spazierengehen und Radfahren können. Die Idee des Parkbogens, zu dem auch Aktivflächen gehören und der streckenweise über ein eindrucksvolles Viadukt verläuft, kommt von den Bürger*innen selbst. Das rund fünf Kilometer lange, grüne Band über den Dächern soll den Leipziger Osten aufwerten. Dabei wird zum Beispiel eine alte Feuerwache als Nachbarschaftszentrum umgenutzt, bestehende Grünflächen werden besser vernetzt und Brachflächen revitalisiert. Laut Stadt handelt es sich “im Kontext der gegenwärtigen Leipziger Stadtentwicklung um eines der wichtigsten und über die Stadt ausstrahlenden Projekte”.

Übrigens: Dass sich die vorgestellten Projekte allesamt auf ehemaligen Bahnbetriebsflächen befinden, ist kein Zufall, sondern eine ortstypische Besonderheit. Leipzig war einst der bedeutendste Eisenbahnknoten Deutschlands. Mit dem Wandel des Gleisverkehrs ergaben sich in der ganzen Stadt brachliegende Flächen, und zwar an Standorten, die für die Stadtentwicklung bedeutsam sind. In der Innenstadt wurden weitere ehemalige Bahnhofsanlagen in Parks umgewandelt, so entstand beispielsweise der Lene-Voigt-Park.

Alles zum Städtewachstum und wie er sich auf Deutsche Metropolen wie Leipzig, Frankfurt, Potsdam und Hamburg auswirkt, lesen Sie in der G+L o4/21 zum Thema Städtewachstum.

Gut platzierte Fahrradanlehnbügel tragen sichtbar zur Ordnung, Sicherheit und Aufenthaltsqualität im städtischen Raum bei.
Gut platzierte Fahrradanlehnbügel tragen sichtbar zur Ordnung, Sicherheit und Aufenthaltsqualität im städtischen Raum bei.

In vielen deutschen Städten ist das Fahrrad längst mehr als nur ein Fortbewegungsmittel: Es steht für Flexibilität, Klimaschutz und ein modernes Lebensgefühl. Doch der Weg zur fahrradfreundlichen Stadt erfordert mehr als neue Radwege. Besonders wichtig ist die Infrastruktur abseits der Strecke: Sichere, zugängliche und funktionale Fahrradanlehnbügel tragen entscheidend dazu bei, den Radverkehr langfristig zu etablieren. Ein Beispiel für durchdachte Lösungen liefert das Unternehmen Prünte, das seit Jahren hochwertige Anlehnbügellösungen entwickelt.

Warum Fahrradanlehnbügel mehr sind als Stadtmobiliar

Inmitten von Diskussionen über Emissionsziele, Verkehrsberuhigung und Lebensqualität bleibt ein Fakt konstant: Wer möchte, dass mehr Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen, muss ihnen ein ebenso bequemes wie sicheres Nutzungserlebnis bieten. Dazu gehört nicht nur die Fahrt selbst, sondern auch der Anfang und das Ende jeder Radfahrt: Wo stelle ich mein Fahrrad ab?

Hier kommen Fahrradanlehnbügel ins Spiel. Sie sorgen für Ordnung im öffentlichen Raum, verhindern wild abgestellte Räder, geben Sicherheit vor Diebstahl und machen das Radfahren insgesamt attraktiver. Durchdacht platziert und hochwertig ausgeführt, werden sie zu einem sichtbaren Zeichen für moderne Stadtentwicklung.

Mobilitätswende braucht Infrastruktur

Der Fahrradverkehr gewinnt in deutschen Kommunen an Bedeutung. Immer mehr Menschen pendeln mit dem Rad zur Arbeit oder zur Schule, erledigen Einkäufe und Freizeitwege emissionsfrei. Die Politik unterstützt diesen Trend mit Förderprogrammen, doch die Umsetzung liegt bei den Städten und Gemeinden. Diese stehen vor der Herausforderung, funktionale und gleichzeitig gestalterisch ansprechende Lösungen zu schaffen. Fahrradanlehnbügel sind dabei ein zentraler Baustein.

Vorteile für Stadt und Mensch

1. Schutz und Sicherheit
Ein stabiler Fahrradanlehnbügel erlaubt das sichere Abschließen von Rahmen und Rädern. Das verhindert nicht nur Diebstahl, sondern reduziert auch Beschädigungen durch Umfallen oder Umstoßen. Besonders im Innenstadtbereich mit hohem Verkehrsaufkommen ist das entscheidend.

2. Aufgeräumte Straßen
Strategisch platzierte Bügel verhindern das Abstellen von Fahrrädern an Laternen, Zäunen oder Einfahrten. Das sorgt für ein gepflegtes Stadtbild und reduziert Konflikte zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern.

3. Klimaschutz durch Fahrradnutzung
Jede Fahrt mit dem Rad spart CO2. Gute Abstellmöglichkeiten fördern die Fahrradnutzung und unterstützen so aktiv die Mobilitätswende hin zu einer klimafreundlicheren Stadt.

4. Gesundheit und Lebensqualität
Regelmäßiges Radfahren fördert die Gesundheit. Weniger Autoverkehr bedeutet weniger Lärm und Abgase. Fahrradanlehnbügel sind somit Teil eines gesunden, lebenswerten urbanen Raums.

Gestaltung trifft Funktion: Die Vielfalt der Anlehnbügel

Fahrradanlehnbügel gibt es in zahlreichen Varianten: von klassisch bis modern, aus verzinktem Stahl, Edelstahl oder pulverbeschichtet in Wunschfarbe. Modelle von Prünte kombinieren funktionales Design mit hoher Materialqualität und Langlebigkeit. Einige Ausführungen verfügen über integrierte Werbeflächen oder können mit LED-Elementen kombiniert werden. Darüber hinaus bietet Prünte auch spezielle Ladeparker mit integrierter Ladefunktion für E-Bikes an – eine zukunftsweisende Lösung für den wachsenden Bedarf an nachhaltiger Mobilität im urbanen Raum.

Die Möglichkeiten reichen von schlichten Rundrohrmodellen bis hin zu individuell gestalteten Varianten, die sich harmonisch in das Stadtbild einfügen. Damit wird der Fahrradanlehnbügel zum Bestandteil urbaner Gestaltung – nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch und technologisch fortschrittlich.

Smart platziert, smarter genutzt

Die Positionierung von Fahrradanlehnbügeln ist entscheidend für deren Wirksamkeit. Sie sollten gut sichtbar und fußläufig erreichbar sein, ohne den Fuß- oder Straßenverkehr zu beeinträchtigen. Besonders geeignet sind Standorte vor Schulen, Kitas, Universitäten, Ämtern, Supermärkten, Bahnhöfen oder in Innenstädten. In Kombination mit Beleuchtung, Bänken oder Grünflächen entstehen Aufenthaltsqualität und Sicherheit.

Prünte bietet hier projektbezogene Beratung und Unterstützung – von der Auswahl geeigneter Modelle bis zur Umsetzung im Stadtraum.

Best-Practice: Wie Kommunen von Prünte profitieren


Viele deutsche Städte setzen bereits auf Lösungen von Prünte. Dabei geht es nicht nur um die Lieferung von Fahrradanlehnbügeln, sondern um ganzheitliche Konzepte – von der Bedarfsanalyse über die Planung bis hin zur Integration in bestehende Stadtmöbel-Infrastrukturen. Kunden profitieren dabei von hoher Produktqualität, individueller Beratung und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

Zahlreiche Kommunen bundesweit, darunter München, Hannover, Hildesheim und Rostock, haben bereits auf die Expertise von Prünte vertraut. Ob in Innenstädten, an Bahnhöfen oder vor öffentlichen Einrichtungen – überall zeigen sich die positiven Effekte: weniger wild abgestellte Fahrräder, mehr Ordnung und Sicherheit sowie eine sichtbar gestärkte Radverkehrsinfrastruktur.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Fahrradanlehnbügel sind auf den ersten Blick unscheinbar. Doch sie erfüllen eine zentrale Aufgabe auf dem Weg zur nachhaltigen, lebenswerten Stadt. Sie geben dem Radverkehr Rückhalt, im wörtlichen wie übertragenen Sinne. Mit einem Partner wie Prünte an der Seite lassen sich funktionale Lösungen realisieren, die dem Anspruch an Sicherheit, Gestaltung und Nachhaltigkeit gerecht werden.

Wer Stadtentwicklung ernst meint, sollte auch die kleinen Elemente der Infrastruktur nicht unterschätzen. Fahrradanlehnbügel sind ein gutes Beispiel dafür, wie einfache Mittel große Wirkung entfalten können – für eine Stadt, in der Radfahren selbstverständlich dazugehört.

Weitere Informationen zur Produktauswahl hier

Mehr zur MOVE TO IMPROVE Kampagne hier