Neue Wasserkante

In Peschiera am Gardasee hat man lange darauf gewartet, dass die Piazza Ferdinando di Savoia und ihre Verbindung zum Wasser neu durchdacht wird. Über Jahrzehnte hinweg verkam der ehemalige Altstadthauptplatz zum wenig bemerkenswerten Parkplatz. Mit einer klaren Geste stellten die Architekten Federico Signorelli und CLAB Architettura 2017 den verlorenen Bezug wieder her. Ein Besuch der neuen/alten Wasserkante in Bildern.

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Mehr als Sonne, Sand und See

Für viele Besucher ist die Kleinstadt mit rund 10 000 Einwohnern am südlichen Ufer des Gardasees nicht mehr als ein sonniges Urlaubsziel mit mediterranem Flair. Dabei hat die Stadt so viel mehr zu bieten als Sonne, Sand und See. Ihre jahrhundertelange Geschichte – erstmal als Teil der Republik Venedig und später unter Österreich-Ungarn – hat die Stadtlandschaft maßgeblich geprägt. Hinter der sternförmigen Festung verbarrikadiert, liegt die Altstadt auf einer Insel in strategischer Position im südlichsten Teil des Sees in Schlüsselposition zwischen Alpen und Po-Ebene. Die militärische Vergangenheit ist in der Stadt allgegenwärtig. Die meisten Relikte findet man am Piazza Ferdinando di Savoia, einer große Esplanade östlich der Altstadt. Mit 9 000 Quadratmetern stellt der Platz den größten offenen Raum innerhalb der venezianischen Festung dar. Nach der sukzessiven Reduktion der militärischen Aktivitäten in Italien wurde die Piazza in der Nachkriegszeit zum Parkplatz und verlor seine Funktion als Altstadthauptplatz. Mit dem Ziel den Platz zu revitalisieren, schrieb die Stadtverwaltung 2011 einen Wettbewerb für die Neugestaltung des Areals aus, in dem sich das junge Büro CLAB Architettura aus Peschiera mit dem Architekten Federico Signorelli durchsetzen konnte.

Alle Bilder von Davide Pretto

Den ganzen Artikel finden Sie der Augustausgabe 2018 der Garten+Landschaft. Hier geht es zum Heft!