fließenden Landschaftselementen

Dass die Weichsel heute wieder den Pulsschlag von Warschau bestimmt, ist vor allem der neuen Uferpromenade zu verdanken. Dort weht nun ein frischer Wind, denn die Stadtgesellschaft ist näher an den Fluss gerückt. Mit dem Vistula Boulevard gelang es, den Fluss wieder in das Netz öffentlicher Räume der Stadt einzubinden. Wir präsentieren die neue Uferpromenade der Landschaftsarchitekten RS Architektura Krajobrazu in Bildern. 

Den ganzen Artikel finden Sie der Augustausgabe 2018 der Garten+Landschaft. Hier geht es zum Heft!

 

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Zum Tod von Hans Luz

Am 9. April ist der Garten- und Landschaftsarchitekt Hans Luz mit knapp 90 Jahren verstorben. Lebens- und Arbeitsmittelpunkt war zeitlebens seine Heimatstadt Stuttgart. Nach einer Lehre als Landschaftsgärtner folgte von 1953 bis 1955 die Weiterbildung zum Gartenarchitekten bei Otto Valentien. 1956 tritt Hans Luz in die Fußstapfen seines Vaters, Karl Luz, und wird freischaffender Landschaftsarchitekt.

Seinen ersten öffentlichen Auftrag erhielt er 1961 im Zuge der Bundesgartenschau in Stuttgart womit er den Schwerpunkt seiner Arbeit vom Privatgarten in den öffentlichen Freiraum verlagerte. Außenanlagen von Wohnsiedlungen, Hochschulen und Krankenhäusern zählten in den Folgejahren ebenso zu seinen Projekten wie Friedhöfe und Stadtgärten. Das Grüne U in Stuttgart aber ist zweifelsohne eines seiner bekanntesten Werke: Das verknüpfende Parkband in Form eines „U“ entstand anlässlich der IGA 1993 und erstreckt sich über acht Kilometer von den Schlossgärten bis zum Höhenpark Killesberg und fand 2012 mit der Grünen Fuge seinen Abschluss.

Für sein Gesamtwerk erhielt Hans Luz 1993 den ersten Landschaftsarchitektur-Preis des BDLA, 1997 folgte die Auszeichnung mit dem­ Friedrich-Ludwig-von-Sckell-Ehrenring. 1998 wurde Luz+Partner zu Luz Landschaftsarchitektur, das Büro wird inzwischen von seinem Sohn Christof Luz geleitet.

Ein Denkmal für Euthanasie-Opfer

70 Jahre nach den sogenannten Euthanasie-Morden der Nationalsozialisten wird es nun endlich einen würdigen Gedenk- und Informationsort in Berlin geben. Bei der “Aktion T4” (benannt nach der Adresse der damaligen Planungszentrale in der Berliner Tiergartenstraße 4) wurden zwischen 1940 und 1941 mehr als 70.000 Psychiatrie-Patienten und behinderte Menschen durch SS-Ärzte und Pflegekräfte ermordet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese Taten als Euthanasiemorde bezeichnet.

Die Arbeitsgemeinschaft der Berliner Architektin Ursula Wilms, dea Konzeptkünstlers Nikolaus Koliusis aus Stuttgart und des Landschaftsarchitekten Heinz W. Hallmann aus Aachen hat nach der Juryentscheidung vom 23. November mit ihrem Konzept den 1. Preis des Gestaltungswettbewerbs gewonnen.

Mit einer 31 Meter langen und 3,10 Meter hohen transparenten und hellblau eingefärbten Glaswand möchte die Arbeitsgemeinschaft auf einer schiefen Fläche aus anthrazitfarbenen Betonplatten an die Opfer der NS-Euthanasie erinnern. Eine 40 Meter lange Sitzbank verbindet die Tiergartenstraße mit dem Denkmal. Die nach Westen ausgerichtete, schräg gestellte Betonwand dient als Grundkonstruktion für ein durchlaufendes Informationspult in 13 Elementen. Dieses soll Opferbiographien beispielhaft präsentieren und 13 Medienstationen aufnehmen.

Das Preisgericht hob hervor, dass der Gedenk- und Informationsort sich  nicht aufdränge und doch, durch die lange hellblaue Wand, ein markantes Zeichen setze.
Den Wettbewerb „Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen ‘Euthanasie’-Morde am Ort der Planungszentrale, Tiergartenstraße 4 in Berlin“ hatten das Land Berlin und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien ausgelobt. Die Realisierung und Fertigstellung ist für 2013 geplant, die Mittel in Höhe von bis zu 500.000 Euro stellt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Verfügung. Am 10. November 2011 hatte der Deutsche Bundestag beschlossen, auf dem historischen Areal der Berliner Tiergartenstraße 4, dem heutigen Vorplatz der Philharmonie, einen „Gedenkort für die Opfer der NS-Euthanasie-Morde” zu errichten.
Der zweite Preis ging an Yves Dreier von Dreier Frenzel Architektur + Kommunikation aus Lausanne, die Künstlerin Susanne Muller und k1 Landschaftsarchitekten, beide aus Berlin.