04.10.2018

Projekt

Plan vert

Abbildung: © Apur
Abbildung: © Apur

An manchen Tagen hängt der Smog so dicht über Paris, dass der Eiffelturm darin verschwindet. Als eine der am dichtesten besiedelten Metropolen weltweit, hat die französische Hauptstadt besonders mit Luftverschmutzung zu kämpfen. Die Pariser Bürgermeisterin der sozialistischen Partei, Anne Hidalgo geht dagegen vor. Daher führte die Stadtverwaltung zahlreiche Maßnahmen ein, die Paris grüner werden lassen soll. Die Oktoberausgabe 2018 der Garten+Landschaft stellt Hidalgos Aktionsplan vor. 


Städtische Biodiversität

Dieses Jahr verabschiedete der Stadtrat eine Initiative von Hidalgo: den Plan Biodiversité 2018-2014. Der Plan zielt darauf ab, die Stadt bis zu dem Olympischen Spielen 2024 grüner und vorzeigbar zu gestalten. Mit dem aufwendigen Aktionsplan möchte Anne Hidalgo Paris bis zu den Olympischen Spielen 2024 grüner zu gestalten und Paris zu einem Vorreiter beim Schutz von Biodiversität machen. Der Plan Biodiversité 2018-2024 sieht vor Fauna und Flora zu schützen. Deshalb dürfen in städtischen Parks und Gärten keine Pestizide mehr eingesetzt werden. Die Stadt verspricht sich davon, dass verschwundene Vogel- und Insektenarten wieder ansiedeln. Die Seine und die Petite Ceinture, eine stillgelegte Eisenbahnstrecke, die auf 32 Kilometern die Pariser Innenstadt umringt, fungieren dabei als ökologische Korridore.

Pariser Natur im Jahre 1975. © Apur
Die Karte zeigt den Grünanteil in Paris 2017 an. Projekte, die in die Amtszeit von Bürgermeisterin Anne Hidalgo fallen, finden sich im Zeitintervall 1975–2017. © Apur

Durchsetzungsvermögen

Auch im kleineren Maßstab möchte die Stadt Paris zu einer nachhaltigen Stadtplanung beitragen. Zu den Aufgaben gehört die Bereitstellung von Kompostierungsvorrichtungen für Häuser und Wohnanlagen. So wurden etwa am Square des Bouleaux, einer kleinen Grünanlage im 19. Arrondissement – 1991 vom Landschaftsarchitekt Michel Desvigne entworfen und umgeben von einem Wohnkomplex von Renzo Piano – eine Reihe von Kompostbehälter aufgestellt. Vierzig Bewohner sammeln jährlich drei Tonnen organische Abfälle und wandeln sie in Kompost um. Hinzu kommen Experimente wie, dass man Obstkisten anstelle von Holzspänen als Substrat verwendet. Das landet schließlich in den Blumenkästen und wird den Birken der Grünanlage beigemischt. Die Samenmischungen für die Blumenkästen, stellt die Stadtverwaltung kostenlos zur Verfügung.

Die Bürgermeisterin ist dafür bekannt, dass sie ihre Ideen und Projekte auch durchsetzt – trotz möglicher Widerstände. Sie ist fest entschlossen, Paris bis zu den Olympischen Spiele 2024 grüner zu machen und die Lebensqualität zu verbessern. Die Wiederwahl, die es Anne Hidalgo erlauben würde, Paris auch im Jahr 2024 zu regieren, ist noch nicht gesichert.

Weitere Projekte aus Paris, die Biodiversität fördern, finden Sie in der Oktoberausgabe der Garten+Landschaft.

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