09.05.2018

Gesellschaft

Schlechte Luft im Iglu

von Isa Fahrenholz

Advertorial Artikel Parallax Article

Luftverschmutzung? Ist einem im Alltag häufig gar nicht bewusst. Der britische Künstler Michael Pinsky ändert das mit einer Kunstinstallation im Sommerset House in London. Dank fünf aufgestellter Kuppeln können Besucher die Luft unterschiedlicher Städte einatmen.

 

Zum Anlass des World Earth Day am 22. April eröffnete die Installation „Pollution Pods“ im Hof des Londoner Somerset House. Fünf geodätische Kuppeln spiegeln die Luftqualitäten von fünf verschiedenen Städten aus drei Kontinenten wider: London, Beijing, Sao Paulo, Neu-Delhi und Tautra, einer kleinen norwegischen Halbinsel. Während der Besucher durch die Kuppeln geht, erlebt er die klare saubere Luft von Trauta oder atmet den schweren Smog von Neu-Delhi ein. Somit wird den Besuchern bewusst, wie klar die Londoner Luft beispielsweise im Gegensatz zu der in São Paulo ist – auch wenn London weit davon entfernt ist, sauber zu sein. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass Londoner durch die Luftverschmutzung 16 Monate ihres Lebens verlieren, wobei ein Bewohner von Neu-Delhi vier Jahre verliert.

World Earth Day 2018: Der Künstler Michael Pinsky vor seiner Installation. Foto: Peter Macdiarmid

Kann Kunst etwas verändern?

Ursprünglich gab die Norwegische University of Science and Technology das Kunstwerk in Auftrag, die sie erstmals in Trondheim aufstellten. Ziel des Auftrages war es herauszufinden, wie Kunst das Verhalten gegenüber Klimawandel beeinflussen kann. Die Universität erhoffte sich, dass die physischen und emotionalen Reaktionen die Besucher dazu bringen bewusster mit ihrer Umwelt umzugehen und die Luftverschmutzung sensibler wahrzunehmen.

 

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Gerüche nachahmen

Für die Installation arbeitete Pinsky mit Spezialisten zusammen, die Gerüche nachahmen. Das niederländische Unternehmen I Scent erstellte beispielsweise Gerüche von verbranntem Plastik, Gras, Holz und Kohle. Im Rahmen der Installation wehte eine neue Fahne am Somerset Haus. Je nach Luftqualität der Umgebung veränderte sie ihre Farbe.

 

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