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Labortage im Spreepark Berlin

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Der Spreepark in Berlin wird nachhaltig.

Der Spreepark in Berlin ist nun komplett nachhaltig. Dafür sorgt ein integriertes Nachhaltigkeitskonzept.

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Der Spreepark in Berlin wird nicht nur einfach gebaut. Schon seine Planung war von verschiedenen Formaten der Beteiligung begleitet. Nun lud die Stadt zum Labor Spreepark ein. An vier Tagen im September 2021 kamen Fachleute und Interessierte zusammen, erhielten Einblick in den Park und diskutierten aktuelle Entwicklungen.

Der Spreepark Berlin ist in der Wandlung begriffen. In den nächsten Jahren verändert sich der ehemalige Vergnügungspark zu einem Ort, der Naherholung und Angebote für die Freizeit bietet. Dazu kommen zukünftig Kunst und Kultur. Auch die wird im öffentlichen Raum des neuen Spreeparks zu erleben sein. Schon früh waren die Bürger*innen Teil des Veränderungsprozesses. Bereits als das erste Konzept für den Spreepark Berlin entstand, setze Phase 1 der Beteiligung ein. Es folgte eine zweite Phase. An die schloß das Labor Spreepark an, das parallel zur Objektplanung stattfindet. Die Labortage gaben einen Vorgeschmack auf den Spreepark der Zukunft und die Bandbreite seines geplanten Kunst- und Kulturprogramms.

 

Der neue Spreepark Berlin

 

Von seiner Vergangenheit als Vergnügungspark inspiriert, soll der Berliner Spreepark in den nächsten Jahren ein Ort für Naherholung und Freizeitaktivitäten, für Kunst und Kultur werden. Bald können Besucher*innen wieder im alten Riesenrad Platz nehmen. Denn das Wahrzeichen des Spreeparks erstrahlt demnächst in neuem Glanz. Darüber hinaus verwandeln sich alte Gebäude und Fahrgeschäfte in Bühnen für Kultur und Kunst. Sie werden ein Programm anbieten, das den Besucher*innen besondere Erlebnisse im Alltag beschert. Im Spreepark Berlin wird Geschichte neu belebt. Dabei bleiben viele Zeugnisse der langen und bunten Historie des Spreeparks erhalten. Viele von ihnen werden nachhaltig reaktiviert und innovativ umgenutzt. Auf dem Weg zum neuen Spreepark haben Planer*innen, Architekt*innen, Ingenieur*innen und Künstler*innen zusammengearbeitet. Darüber hinaus waren auch die Bürger*innen in dem Prozess der Veränderung eng eingebunden.

Kunst und Kultur im Spreepark

Freiräume für Kunst und Kultur sind in Berlin selten geworden. Darauf reagiert der Spreepark. Durch die Sanierung des sogenannten Eierhäuschens entstehen neue Residenzen für Kunstschaffende und Ausstellungsräume. Darüber hinaus wird dort eine nachhaltige, preisverträgliche und regionale Gastronomie angesiedelt.

 

Natur und Nachhaltigkeit

 

Das Profil des Spreeparks als Ort der Kultur wird durch Kunst im öffentlichen Raum ergänzt. Die ist nicht abgehoben und fern, sondern verständlich und zum Anfassen nah. Kultur findet ebenso Raum. Dafür stehen ehemalige Elemente des alten Spreeparks zur Verfügung. So werden zum Beispiel die MERO-Halle oder die ehemalige Werkhalle zu Spielstätten für Inszenierungen. Schon heute erproben Kunst- und Kulturschaffende in verschiedenen Formaten die Zwischennutzung und den späteren Betrieb.

Neben Kunst und Kultur ist auch Natur im Park anzutreffen. Eingebettet zwischen der Spree und dem Landschaftsschutzgebiet Plänterwald hat sich die Natur den verlassenen Park teilweise zurückerobert. Auf fast einem Viertel der gesamten Fläche sind dadurch schützenswerte Biotope entstanden. Hier leben seltene Pflanzen und Tiere. Diese Stadtnatur wird auch im Spreepark der Zukunft mitunter erhalten bleiben. Eine gleichermaßen große Rolle spielen Umwelt und Nachhaltigkeit im zukünftigen Spreepark Berlin. Dafür wurde eigens ein Konzept erarbeitet. Das sieht vor, dass alle Planungen, Baumaßnahmen und der Betrieb des Parks ökologisch, sozial und wirtschaftlich vorbildlich sind. Zu diesem Anspruch gehört auch eine verbesserte Anbindung des Geländes an die Stadt. Dafür kommen moderne Mobilitätslösungen zum Einsatz. Sie wollen die Besucher*innen vom Auto weg- und zu öffentlichen Verkehrsmitteln hinlocken.

Partizipation im Spreepark Berlin

Die Konzeption für den zukünftigen Spreepark Berlin ist gemeinsam gewachsen. Dabei hat schon die frühe Zusammenarbeit mit den Bürger*innen gezeigt, dass die Erwartungen an das Areal groß sind. In vier langen Jahren der Partizipation sind entsprechend unterschiedliche Wünsche, Erwartungen und Ansprüche aufgetaucht. Die versucht das Konzept für den Spreepark der Zukunft aufzugreifen. Das Konzept bringt die Ansprüche der Bürger*innen mit der einzigartigen Geschichte des Parks und seinen Besonderheiten zusammen.

 

Fachveranstaltungen

 

Um die Bürger*innen kontinuierlich am Entstehen des Parks teilhaben zu lassen, lud die Stadt zum Labor Spreepark ein. In diesem Jahr konnte die interessierte Öffentlichkeit aus einem Programm aus Ausstellungen, Gesprächsrunden und Führungen wählen. Eine Ausstellung informierte zum Beispiel über die voranschreitende Planung in zentralen Bereichen des Spreeparks. Darüber hinaus konnten Besucher*innen aber auch an Führungen über das Gelände teilnehmen. In einer Talkrunde wurden verschiedene Themen der Parkplanung mit (Landschafts-) Architekt*innen und Planer*innen diskutiert. Zum Abschluss der zwei Labortage lockte ein abwechslungsreiches Kulturprogramm.

Neben den Bürger*innen, die zum Informationstag kamen, waren auch Fachleute geladen. Denn zwei Bürger*innentage wurden von begleitenden Fachveranstaltungen gerahmt. In denen trafen sich Expert*innen und Akteur*innen aus Kunst und Umweltbildung. Sie kamen zum Austausch von Erfahrungen und zum Netzwerken. Aber auch die Entwicklung neuer Impulse stand auf der Agenda. Am Labortag „Kunst im Kontext Spreepark“ diskutierten die Teilnehmer*innen die interdisziplinäre Arbeitsweise im Spreepark. Denn schon seit 2018 finden im Labor Spreepark experimentelle Formate Raum. Sie alle praktizieren neue Wege der cross-disziplinären Planung, Beobachtung und Kommentierung. Sie alle sind bestrebt, Künstler*innen, Akteur*innen und Planende miteinander und mit dem Spreepark in Dialog zu bringen. In einer anderen Fachveranstaltung standen Institutionen der Umweltbildung im Mittelpunkt. Hier diskutierten die Institutionen, welchen Erfolg sie haben und auf welche Weise sich dieser darstellen lässt. Die Veranstaltung richtete sich mit Kurzführungen, Fachvorträgen, einem Science Slam, Workshops und viel Zeit zum Netzwerken an Engagierte in der Berliner Umweltbildung.

Bereits 2018 schrieb die G+L-Redaktion über den Spreepark Berlin. Damals standen die Planungen eines Kulturbiotops noch am Anfang.

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AIV-Schinkel-Wettbewerb 2022: Auslobung

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AIV-Schinkel-Wettbewerb-2022 Auslobung: Überblick über Wettbewerbsgebiet in Rüdersdorf (Foto: Elisa Mado Lenius)

AIV-Schinkel-Wettbewerb-2022 Auslobung: Überblick über Wettbewerbsgebiet in Rüdersdorf (Foto: Elisa Mado Lenius)

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Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin (AIV) hat Ende September die Auslobung des Schinkel-Wettbewerb 2022 veröffentlicht. Junge Planer*innen und Künstler*innen bis 35 Jahre können an dem Ideen- und Förderwettbewerb teilnehmen. Der bekannte Schinkel-Wettbewerb 2022 läuft unter dem Titel „Ressource Rüdersdorf – neu aufgemischt.“ Die Widersprüche und Maßstabssprünge machen die Brandenburger Gemeinde reizvoll für die Aufgabenstellung.

Auslobung AIV-Schinkel-Wettbewerb: Ab nach Rüdersdorf

Es ist Herbst – und das heißt, es ist wieder Zeit für den AIV-Schinkel-Wettbewerb. Wie jedes Jahr veröffentlicht der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin (AIV) kurz vor Semesterbeginn die Auslobung für seinen Ideen- und Förderwettbewerb. Dabei handelt es sich um einen Nachwuchspreis – einer der bekanntesten und ältesten in Deutschland.

Junge Planer*innen bis 35 sind dazu aufgerufen, ihre Ideen und Visionen zu präsentieren. Darunter fallen Angehörige aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur und Verkehrsplanung. Aber auch freie Künstler*innen sind im Aufruf eingeschlossen. Sie alle bewerben sich mit ihrer Teilnahme um Preisgelder im Gesamtwert von bis zu 30 000 Euro. Dafür reichen sie einen Entwurf ein, der das diesjährige Thema des AIV-Schinkel-Wettbewerbs bearbeitet: „Ressource Rüdersdorf – neu aufgemischt“.

Warum gerade Rüdersdorf? Gesche Erber und Ernst Wolf Abée, die Vorsitzenden des AIV-Schinkel-Ausschusses erklären die Entscheidung wie folgt: „Auf Rüdersdorf waren wir sehr neugierig. Nach dem ersten Gespräch mit der Bürgermeisterin und nach den Erkundungstouren waren wir schnell sicher, spannende Themen für unseren Wettbewerb zu finden. Neben dem Kalksteinbruch, den historischen Brennöfen und dem modernen Zementwerk haben sich Betriebe der Baustoff- und Logistikbranche angesiedelt. So hat sich eine Agglomeration vitaler Ortschaften entwickelt, durchsetzt mit Stätten industrieller Fertigung, teils hochaktiv, teils aufgegeben und ruinös. Und genau diese Widersprüche und Maßstabsprünge machen Rüdersdorf mit seinen verschiedenen Ortsteilen so reizvoll für unsere Aufgabenstellung.“

Aufgabengebiet vielleicht schon vor Ende des Wettbewerbs abgerissen

In Rüdersdorf gab es früher eine Futterphosphatfabrik. Seit diese stillgelegt wurde, ist mit dem Areal jedoch nur wenig passiert. Alle Materialien, bei denen die Möglichkeit bestand, sie wiederzuverwerten, wurden außerdem demontiert und entfernt. Die einst imposanten Gebäude und Strukturen stehen verlassen und als leere Hüllen da. Dennoch regen sie die Fantasie an: Volumen, Struktur und die Raumordnung der Hallen und Siloanlagen erinnern an die Gemälde von Giorgio De Chirico. Der italienische Maler prägte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Strömung der „Metaphysischen Malerei“. Hier können Sie einige Beispiele betrachten.

Der Zustand bleibt aber vielleicht nicht bestehen. Laut Gerber und Abée steht der Abriss der Betonstrukturen zur Diskussion, um Baufläche zu schaffen. Das bedeutet, dass es unsicher ist, dass das Ensemble so noch steht, wenn die Teilnehmer*innen des AIV-Schinkel-Wettbewerbs 2022 ihre Entwürfe einreichen. Dennoch meinen die beiden AIV-Vorsitzenden: „Wir hoffen, dass unsere Ergebnisse noch rechtzeitig kommen, um die Diskussion über die Zukunft des Standorts zu bereichern.“

Auslobung AIV-Schinkel-Wettbewerb: Aufgabenstellung

Wie immer spricht die Auslobung des AIV-Schinkel-Wettbewerb 2022 auch dieses Jahr die verschiedenen Fachsparten mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen an. Unter anderem sind folgende Entwürfe gefordert:

Die genauen Auschreibungsunterlagen der Auslobung des AIV-Schinkel-Wettbewerb 2022 finden sich hier. Die Anmeldung zum Wettbewerb erfolgt schließlich über die Plattform von „Wettbewerbe aktuell“. Hier finden Sie die entsprechende Seite.

Hier können Sie das Bildmaterial zur Wettbewerbsregion herunterladen.

AIV-Schinkel-Wettbewerb 2022: Weitere Termine

Dies sind die weiteren Termine des AIV- Schinkel-Wettbewerb 2022:

Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV)

Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg hat das Ziel, die Berliner und die Brandenburger Baukultur zu fördern. D.h. zum Selbstverständnis seiner Aufgaben gehört es unter anderem, Stellung zu aktuellen Planungsvorgängen zu beziehen. Damit möchte der Verein Einfluss auf die Entwicklungen in wichtigen Teilen der Metropolregion Berlin nehmen. Dafür analysiert der AIV Etappen und Projekte und liefert eine Einschätzung dazu. Außerdem stellt er Diskussionsansätze für die zukünftige Stadt- und Metropolenentwicklung vor. So begleitet er die Bau- und Kulturgeschichte von Berlin und Brandenburg kritisch. Jedes Jahr schreibt der AIV den Schinkel-Wettbewerb aus. Übrigens: Der AIV ist der älteste noch bestehende Verein Berlins.

AIV-Schinkel-Wettbewerb 2021 – Sieger Kategorie Städtebau

Auf dem Berliner Großmarkt werden Lebensmittel und andere Waren umgeschlagen und an Supermärkte und Gastronomiebetriebe verteilt. Berliner*innen finden sich ohne berufliche Beweggründe kaum auf dem Areal ein. Und das, obwohl es genügend Fläche für dringend benötigte Freiräume bieten würde. Aus diesem Grund wählte der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg den Großmarkt als Projektgebiet für den diesjährigen Schinkel-Wettbewerb aus. Jonathan Hertling, Arne Markuske (BTU Cottbus-Senftenberg) und Robert Ritzel (TU Berlin) überzeugten mit ihrer städtebaulichen Vision und erhielten den Schinkelpreis in der Kategorie Städtebau. Hertling, Markuske und Ritzel stellen in der G+L 09/21 ihren Entwurf vor und erklären, wie sie das Gebiet mit Hochstegen und einem neuen Warenverteilsystem zugänglich gestalten.

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Wettbewerbsübersicht Dezember 2018 (2/2)

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Bewegung und Begegnung. © KCAP GmbH mit Ramboll Studio Dreiseitl

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Kulturquartier Lagarde-Campus, Bamberg – 1. Preis hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin, mit Sauerzapfe Architekten, Berlin

Interessiert an aktuellen Wettbewerbsergebnissen der Landschaftsarchitektur, aber kaum Zeit sich diese richtig anzuschauen? In der Wettbewerbsübersicht der G+L informiert Heike Vossen über die spannendsten Wettbewerbsergebnisse im Dezember.

Straßenräume in Wiehl – 1. Preis Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten, Bockhorn

Die Konversion der Lagarde-Kaserne soll in Bambergs Osten einen lebendigen, nutzungsgemischten Stadtteil schaffen – mit dem „Kulturquartier Lagarde“ als attraktive Quartiersmitte. Zwei Stadtplätze prägen zukünftig die neue Mitte und sollen mit ihrer frühzeitigen Schaffung einen wichtigen Baustein zur Entwicklung des Quartiers bilden. Der Siegerentwurf sieht zwei Baumhaine vor, welche die beiden Plätze verbinden, aber jedem einzelnen einen eigenen Charakter zugestehen. Der Lagarde-Platz südlich der Reithalle gestaltet sich als grüner Quartiersplatz, der stellvertretend für das gesamte Quartier, seine Transformation, sowie die nachhaltige Neuausrichtung steht. Der Platz ist Endpunkt der Grünverbindung Richtung Ostpark und zugleich urbanes Entrée des Quartiers. Als belebter Gegenpol dazu präsentiert sich der Kulturhof zwischen Reit- und Posthalle: Er ist unprätentiös und flexibel bespielbar, so die Jury. Außerdem bildet der Stadtplatz einen wichtigen Ankerpunkt für die Stadtverbindung zur Innenstadt.

Planungsdialog Hafner in Konstanz – 1. Preis KCAP, Zürich, mit Ramboll Studio Dreiseitl, Überlingen

Ein Transitraum wird zum Aufenthaltsraum, so die Entwurfsintention von Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten für das Zentrum von Wiehl. Ihr Siegerentwurf überwindet die starke Trennung des zergliederten Stadtraums und definiert Rathaus- und Hem-Platz als zentralen Platz am Kreuzungspunkt der Stadtachsen. Zukünftig prägt Naturstein das Zentrum – Farbnuancen und Materialwechsel berücksichtigen dabei die historische Differenzierung von Fahrbahn, Fußgängerbereich und Platzfläche. Der durchgehende Belag ermöglicht es, die angrenzenden Flächen anzubinden. Zusätzlich integriert eine breite winkelförmige Freitreppe die Kirche in den Stadtraum. Ein neuer Weg zwischen Rathaus und Kirche verbindet barrierefrei zur südlich gelegenen Wiehlaue. Um den Blick in die Flussaue zu ermöglichen, stellt der Entwurf die Wiehlbrücke frei. Zusätzliche Treppen und Bastionen vergrößern die Kontaktzone zum Fluss. Die neuen Stadtbäume bilden mit auffälliger Blüte und Herbstfärbung einen spannenden Kontrast zur Aue. Prägende Möblierungselemente wie die Baumbänke entwickeln die Planer in Anlehnung an regionaltypische Gestaltungselemente und Materialien.

In Konstanz soll mit rund 2800 Wohneinheiten der neue Stadtteil Hafner entstehen. Das Planungsteam aus KCAP und Ramboll Studio Dreiseitl überzeugte die Jury mit einer prägnanten Entwurfsidee, dem sogenannten „Hafner-Ring“. Zusätzlich zur großen grünen Mitte bildet das grüne Infrastrukturband eine freiraum- und städtebaulich relevante Struktur für den Stadtteil mit seinen zukünftig rund 8000 Bewohnern. Das grüne Band zieht sich mit robusten und multifunktional nutzbaren Erholungs- und Erlebnisräumen im Bogen durch das neue Stadtquartier und verbindet es mit dem historischen Kern Wollmatingen. Das Siegerteam sieht für das rund 60 Hektar große Areal keine strikte Trennung zwischen Wohnen und Gewerbe vor. Stattdessen mischen die Planer die Nutzungen. Das Quartier ist weitgehend autofrei konzipiert und stellt die Lebensqualität in den Vordergrund. Die Jury sieht in dem Entwurf das größte Innovationspotential, um den Stadtteil zukunftsfähig zu gestalten, sowie an Veränderungen der nächsten Jahre anzupassen.

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