Vortragsreihe Stadtgrün 3D

Grün in der Stadt ist kein zweidimensionales Thema mehr. Gebäude, Fassaden und Dächer werden vermehrt begrünt. Damit leisten sie wichtige Beiträge zur Anpassung der Städte an den Klimawandel. Über innovative Planungsansätze und Projekte vertikaler Begrünung berichtet die Vortragsreihe Stadtgrün 3D im DAM in Frankfurt.

Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt widmet sich dem Schnittbereich von Architektur und Grün. In Kooperation mit dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten in Hessen lädt das Frankfurter Museum zu verschiedenen Vorträgen ein. Im Rahmen der Reihe „Internationale Landschaftsarchitektur 2021“ kommen Expert*innen unterschiedlicher Disziplinen zu Wort. Sie berichten über Ansätze, Projekte und Innovationen im Bereich Grün. Dabei richten sie den Blick auf Grün in der dritten Dimension – auf Stadtgrün 3D.

Nasser und trockener zugleich

Das Klima in unseren Städten verändert sich. Mit diesen Worten wird die Vortragsreihe Stadtgrün 3D eingeleitet. Diese Beschreibung ist heute fast überflüssig. Nach einem Sommer mit extremen Hochwassern und verheerenden Folgen für viele Menschen ist der Wandel des Klimas unübersehbar. Das ist leider nicht alles: Das Klima wird auch wärmer und trockener. Es ist also an der Zeit auf allen Ebenen zu reagieren; auch in der dritten Dimension, dem Stadtgrün 3D.

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Vortragsreihe Stadtgrün 3D

Die Vortragsreihe Stadtgrün 3D bringt nun verschiedene Blickwinkel ins Deutsche Architekturmuseum nach Frankfurt. An Beispielen und Projekten erläutern Expert*innen unterschiedliche Strategien zum vermehrten Einsatz von Grün in der Vertikalen. Sie alle geben entsprechend Einblick in Projekte international tätiger Landschaftsarchitekt*innen. Sie alle wollen ihre Erfahrungen in einer Welt teilen, die unter den Folgen extremen Klimas leidet.

Grün in der Vertikale

Insbesondere in der dritten Dimension schlummert großes Potenzial für weitere Begrünung unserer Städte. In diesem Aufgabenfeld bedarf es ebenfalls neuer Kooperationen. Denn hier ist nicht nur Fachwissen aus dem Bereich der Vegetation gefragt. Hier gilt es die gesamte Konzeption von Gebäuden zu überdenken. Denn Begrünung in der vertikalen Ebene hat Auswirkungen auf den Entwurf eines Gebäudes, sein Tragwerk, seine Materialien und seine Ausführung. Neben der Anpassung von Entwurf und Architektur bedarf es folglich aber auch des Fachwissens aus der Vegetationskunde. Neugedachte, grüne Gebäude verlangen also eine schöpferisch kreative Leistung, die eng mit technischer Planung verzahnt ist.

Der Beitrag von Landschaftsarchitekt*innen

Im disziplinenübergreifenden Handlungsfeld Stadtgrün 3D liefert darauf die Profession der Landschaftsarchitektur wichtige Beiträge. Ihre Mitglieder verfügen über viel Wissen zu Vegetation. Die Landschaftsarchitek*innen sind aber auch diejenigen, die Grün im Verbund sehen. Sie haben die Freiräume in der ersten und zweiten Ebene im Blick und können dann Verbindungen zur dritten Dimension herstellen. Denn im besten Fall wird jedes begrünte Gebäude Teil eines übergreifenden Grünkonzepts einer Stadt.

Stadtgrün 3D: Die Vortragenden

Die Vortragsreihe Stadtgrün 3D startete im September mit einem Beitrag von Dieter Grau, einem Landschaftsarchitekten von Ramboll Studio Dreiseitl zum Thema: „Die natürliche Stadt — Urbane Atmosphären und Naturperformance“. Im Laufe des Herbstes folgt der Vortrag „Die Zukunft urbaner Landschaften: Dach- und Fassadenbegrünung des Bunkers St. Pauli“ von Felix Holzapfel-Herziger, Freier Landschaftsarchitekt und Mitglied von L+ Landschaftsarchitektur aus Hamburg. Dann folgt ein Vortrag von Prof. Thomas Fenner, Freier Landschaftsarchitekt und Mitglied des studio grüngrau Landschaftsarchitektur in Düsseldorf. Er wird über „grün statt grau — Neues aus der Innenstadt“ referieren. Zum Jahresende berichtet schließlich Felix Münch, Architekt und Immobilienökonom von Groß & Partner in Frankfurt über: „FOUR Frankfurt — Urbanes Quartier der Zukunft“.

Stadtgrün angewandt: Das Projekt ALTMARKTgarten verbindet Büronutzung und gebäudeintegrierte Landwirtschaft. Ein vertikaler Garten ergänzt die beiden Nutzungen. Alles zum Projekt lesen Sie bei uns. 

Außerdem stellt Ihnen die Oktoberausgabe der GARTEN + LANDSCHAFT  die spannendsten Gebäudegrün-Projekte in der Mache vor.