Über die Treppe ...

Über die Treppe …

Inmitten von Oberhausen wachsen neuerdings Kräuter und Beeren auf dem Dach. Dabei ist schon der Weg zum fruchtbaren Dachgarten grün. Denn im Projekt ALTMARKTgarten kommen Büronutzung und gebäudeintegrierte Landwirtschaft zusammen. Ein vertikaler Garten ergänzt die beiden Nutzungen.

Die Mitte von Oberhausen 

Oberhausen ist nicht unbedingt als Ort für Innovationen bekannt. Vielmehr ringt die Stadt noch immer mit dem Strukturwandel, den der Wegzug der Schwerindustrie hinterlassen hat. Jetzt sorgt ein neuer Baukörper mit zwei Gärten für Aufmerksamkeit. Auf einem Büroneubau von Kuehn Malvezzi Architekten thront ein Gewächshaus, das über einen vertikalen Garten zu erreichen ist.

Vertikaler Garten und Garten auf dem Dach

Oberhausen ringt noch immer mit dem Strukturwandel. Zwar hat die Stadt mit dem großen Einkaufszentrum CentrO einen Magneten, die alte Innenstadt aber profitiert davon wenig. Ganz im Gegenteil. Mit zunehmendem Schrumpfen des Einzelhandels zieht noch mehr Leere in das Stadtzentrum. Da kommt die Frage auf, wie urbane Dichte und Vielfalt jenseits kommerzieller Nutzungen entstehen können. Darauf hat das stadteigene Unternehmen Oberhausener Gebäudemanagement reagiert. Es hat ein Bauaufgabe formuliert, die zwei unterschiedliche Nutzungen zusammenbringt. Erstmalig in Deutschland haben sie ein Jobcenter mit einem Dachgarten zusammengeführt. Unten werden Jobs vermittelt und oben Möglichkeiten urbaner Landwirtschaft erforscht. Und den Weg vom Job auf das Dach ermöglicht ein vertikaler Garten.

Das Konzept für den vertikalen Garten stammt von den Landschaftsarchitekt*innen des atelier le balto. Gemeinsam mit den Architekt*innen entwickelten sie eine zweite grüne Komponente für das Bauprojekt. Denn dem atelier le balto wichtig war, den neuartigen Gemüseanbau auf dem Dach auch in der Stadt zu zeigen. Deshalb fügten sie dem Dachgarten ein weiteres grünes Element hinzu: einen vertikalen Garten. Er ist Erschließung und zugleich öffentlicher Raum. atelier le balto bringt darin alte und neue landschaftliche Typologien zusammen und verknüpft den Gemüsegarten auf dem Dach mit dem öffentlichen Stadtraum.

Auf dem Weg zum ALTMARKTgarten

Über einen abwechslungsreichen Parcours aus Stahlelementen gelangen die Besucher*innen vom baumbestandenen Marktplatz, über Treppen, vorbei an Kletterpflanzen und Sitzmöglichkeiten hinauf auf das Dach. Dort wartete das Gemüse. Aber nicht nur, denn auf dem Dach ist ein Ort der landwirtschaftlichen Forschung und Produktion. Er liegt hoch über der Stadt, ist aber zugleich eng mit ihr verknüpft.

Der Neubau hat fünf Geschosse, in denen Büros liegen. Darüber wacht der Dachgarten. Mit diesen Büronutzungen ist der Dachgarten per Haustechnik verbunden. Verschiedene Stoff- und Energiekreisläufe bedienen beide Nutzungen. Damit ist das Projekt aber nicht nur Leuchtturm-Projekt für nachhaltige Stadtentwicklung. Vielmehr steht es als Beispiel für eine gelungene Kooperation der Stadt Oberhausen mit dem Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik UMSICHT. Darüber hinaus ist der Bund Partner des Gebäudes mit Dach- und vertikalem Garten. Er hat den Forschungsbau als Nationales Projekt des Städtebaus gefördert.

Lagerhaus wird grün

Fotos: atelier le balto

Das Projekt ALTMARKTgarten startete 2014. Damals war die Stadt auf der Suche nach einem neuen Jobcenter und das Fraunhofer Institut suchte nach einem Reallabor für eine gebäudeintegrierte Stadtfarm. Schließlich fand ein Wettbewerb für diese ungewöhnliche Bauaufgabe statt, in dem sich die Architekt*innen von Kuehn Malvezzi zusammen mit den Landschaftsarchitekt*innen vom atelier le balto durchsetzen. Letztere brachten die Idee des vertikalen Gartens ein. Dieses verbindende und erschließende Element war zunächst nicht Teil der Bauaufgabe.

Das neue Bürogebäude ähnelt einem Lagerhaus. Um eines Tages Nutzungsänderungen zu ermöglichen, sind die Räume des Baukörpers großzügig gestaltet. Die Fenster sind raumhoch und die Installationen und der rohe Beton sichtbar. Darüber liegt dann U-förmig der Garten auf dem Dach. Dort oben dominieren rollbare Pflanztische und verschiedene Arbeitsbereiche das Geschehen. Hier sind drei Klimazonen anzutreffen, in denen ohne Erde angebaut wird. Auf Ebbe-Flut-Tischen, in Wasserbecken oder pyramidenförmig angeordnete Grow Beds wachsen Salate, Kräuter und Erdbeeren.

In einer vierten Klimazone arbeitet das Fraunhofer Institut. Es untersucht inwieweit Wasserströme und Abwärme aus dem Gebäude zur Versorgung der Pflanzen taugen. Dafür wird die Abluft aus dem Bürogebäude in das Gewächshaus geleitet. Dort fördern die Abwärme und der CO2-Gehalt der Luft das Pflanzenwachstum. Darüber hinaus wird das Regenwasser gesammelt, das auf den Dächern anfällt. Es dient zum Bewässern der Pflanzen. Auch das Grauwasser aus den sanitären Anlagen wird wiedergenutzt. Neu aufbereitet, bedient es die Toilettenspülungen des Bürogebäudes und kommt im Dacharten zum Einsatz.

Vertikaler Garten trifft Büro und Dachgarten: Sichtbare Symbiose

Fotos: atelier le balto

Die Symbiose aus Garten und Büronutzung ist von außen gut sichtbar. Dazu trägt vor allem der vertikale Garten bei. Der verbindet die beiden Funktionselemente Gewächshaus und Verwaltungsgebäude. Er steht als offenes Stahlgerüst inmitten des Innenhofes. Dort nimmt er Treppen und Plattformen sowie Lastenaufzüge auf. Neben seiner Funktion als Erschließung des Dachgartens ist er eine Rankhilfe für Pflanzen. Hier ranken Kiwibeeren oder Clematis Montana empor. Auf Niveau des Erdgeschosses hat atelier le balto Pflanzen wie Rostrote Weinrebe, Echter Hopfen, Chinesischer Blauregen, Kletterhortensien und drei Felsbirnen ausgewählt. Wer den Weg über den vertikalen Garten gemeistert hat, hat einen wunderbaren Blick über die Stadt und ihren Marktplatz. An sechs Tagen in der Woche verkauft der Markt sogar Erzeugnisse vom Dachgarten.

In der Nähe von Wien entsteht ein neues, gemischtes Quartier direkt an der Donau. Erfahren Sie hier mehr zu der zukünftigen Gestaltung auf dem Werftareal Korneuburg.

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Nicht überall fließt der Hachinger Bach so wie hier in Unterbiberg über der Erde. Doch das soll sich nun ändern. Foto: Rufus46 via Wikimedia Commons

Der Hachinger Bach verläuft von Oberhaching im Süden durch den Osten von München bis in den Isar-Kanal im Nordosten der Stadt. Auf einem Teilstück im Stadtteil Berg am Laim verläuft der Bach seit circa 90 Jahren in einem Betonrohr unter der Erde. Nun stehen die Chancen gut, dass der Hachinger Bach bald auch in Berg am Laim an die Oberfläche fließt.

Der aktuelle Bachlauf

Der Hachinger Bach ist das einzige Fließgewässer Münchens östlich der Isar. Insgesamt hat der Bach eine Länge von 33,4 Kilometern und entspringt im südlichen Teil der Münchner Schotterebene. Der Verlauf führt von Oberhaching, durch Unterhaching, Perlach, und ab dem „Michaelibad“ als Hüllgraben verrohrt einmal quer durch den Stadtteil Berg am Laim. Auf der Höhe von Daglfing kommt dar Bach wieder an die Oberfläche und fließt weiter in den Abfanggraben zum Speichersee Ismaning und schließlich in den Isar-Kanal.

Seit circa 90 Jahren liegt ein Teilstück des Bachlaufs in Berg am Laim in einem unterirdischen Betonkanal. Schon seit einigen Jahren gibt es immer wieder Planungen den Bach an die Oberfläche zu verlegen. Im südlichen Lauf des Baches bei Oberhaching und Neubiberg steht man wiederum vor ganz anderen Herausforderungen. Der Hachinger Bach ist hier in den vergangenen Jahren immer wieder über die Ufer getreten. Daher wollen die betroffenen Gemeinden zukünftig ein Hochwasserschutzkonzept erarbeiten.

Frühere und heutige Planungen zum Hachinger Bach

Der kanalisierte Abschnitt des Hachinger Bachs in Berg am Laim ist schon lange Thema im Stadtteil. So wurden bereits in den 50er Jahren erste Überlegungen angestellt den Hachinger Bach wieder an die Oberfläche zu bringen. Damals unter andrem im Zuge der Planungen für den Bau eines neuen Ostbads.

60 Jahre später hat die Stadt das Projekt dann wieder aufgegriffen. Im Jahr 2011 hat die Stadt München Planungen für die Offenlegung des Bachs sowie die Renaturierung im Stadtgebiet auf einer Strecke von 2,4 Kilometern beauftragt. Im Jahr 2014 gab es hierzu auch bereits einen Beschluss des Stadtrats. Die Renaturierung des Hachinger Bachs soll durchgeführt werden.

Das Vorhaben wurde bis zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht vollständig umgesetzt. Weshalb der Bach immer noch verrohrt unter der Erde verläuft. Einer der Hauptgründe hierfür ist, dass die Stadt nicht im Besitzt aller Fläche ist und zum Teil noch in den Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern steckt.

Ostpark und Grünstreifen „Michaelianger“

Das erste Teilstück der Renaturierung des zukünftigen Baches hat die Stadt bereits umgesetzt. Ab der Kampenwandstraße, wo der Bach aktuell noch in den Untergrund geleitet wird, wurde in einem Bereich des Ostparks, dem Grünstreifen Michaelianger, das zukünftige Bachbett für den Hachinger Bach bereits modelliert und die angrenzenden Grünflächen gestaltet. Aktuell liegt das Bachbett aber noch trocken. Auf einer Länge von 700 Metern kann man sich hier aber bereits ein Bild davon machen, wie der Hachinger Bach zukünftig durch den Ostpark mäandern soll. Auf höhe der U-Bahnhaltestelle Josephsburg ist dann aber wieder Schluss mit dem zukünftigen Bachlauf.

Quartiersentwicklung Truderinger Acker

Etwas weiter nördlich wurde nun ein weiteres Teilstück des Hachinger Bachs zumindest Planungsrechtlich gesichert. Im November 2022 wurde der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan, des Quartiers Truderinger Acker in Berg am Laim vom Stadtrat beschossen. Auf der Fläche sollen zukünftig 820 neue Wohnungen entstehen. Im Rahmen der Entwicklung des neuen Quartiers wurde der Hachinger Bach in die Freiraumgestaltung mit einbezogen. Der zukünftige Bachlauf soll südlich der neu gebauten Häuser in einem geschwungenem Lauf bis zur ostgrenze der Fläche verlaufen und schließlich der östlichen Grundstückgrenze nach Norden folgen. Die natürliche Gestaltung des Hachinger Bachs wurde im Bebauungsplan festgesetzt.

Flächen für die Renaturierung

Das aktuell noch fehlende Verbindungsstück zwischen Michaelianger und Truderinger Acker umfasst eine Länge von circa 760 Metern. Die entscheidenden Grundstücke, auf denen der Hachinger Bach zukünftig verlaufen soll, gehören der Pfarrpfründestiftung St. Michael. Diese wiederrum verpachten die Flächen an das Katholische Siedlungswerk München. Die Verhandlungen zwischen der Erzdiözese München und Freising und der Stadt München laufen derzeit noch. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, haben die Kirchlichen Träger der Maßnahme grundsätzlich zugestimmt und es gibt bereits einen „Dienstbarkeitsentwurf“, dass die Stadt München die Flächen für die Renaturierung nutzten darf.

Die Offenlegung des Hachinger Bachs

Sollten die noch offenen Punkte zeitnah geklärt werden können, stehen die Chancen gut, dass der Hachinger Bach bald in Berg am Laim wieder in großen Teilen an der Oberfläche fließen, kann. Nach Schätzungen der Behörden wird es dann etwa vier Jahre dauern, bis die Arbeiten abgeschlossen sind.

Freilegung der Moosach

Doch der Hachinger Bach ist nicht das einzige Fließgewässer, was wieder an die Oberfläche geholt wird. Auch nördlich von München wird aktuell ein ähnliches Projekt umgesetzt. Die durch Freising fließende Moosach wird aktuell im Bereich der Altstadt wieder an die Oberfläche verlegt. Auch die Moosach verlief lange Zeit unterirdisch in einem Kanal. Nach längerer Planung hat die Stadt 2020 mit den Arbeiten zur Freilegung der Moosach begonnen. Die Offenlegung ist nun in den letzten Zügen.

In München Nordost soll nicht nur der Bach freigelegt werden. Auf 600 Hektar soll neuer Raum für Wohnungen und Arbeitsplätze entstehen. Das Gebiet zählt zu den letzten großen, noch freien Entwicklungsflächen der bayerischen Landeshauptstadt. Nun haben die Büros Rheinflügel Severin mit Bbz Landschaftsarchitekten den Ideenwettbewerb für sich entscheiden. Alles zum letzten Bauland in München Nordost hier.

Die bayerische Stadt Donauwörth hat sich freiwillig für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2028 gemeldet. Nun hat sie vier Jahre Zeit, um die Großveranstaltung zu planen. Foto: Flodur63, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Nachdem die Stadt Penzberg aus finanziellen Gründen von der Landesgartenschau 2028 zurücktreten musste, gibt es einen neuen Austragungsort: Donauwörth hat sich bereit erklärt, die bayerische Veranstaltung zu organisieren.

Neuer Austragungsort zeigt neue Chancen auf

Im August 2024 hat die bayerische Stadt Donauwörth sich freiwillig gemeldet, um die Landesgartenschau 2028 auszurichten. Nachdem die ursprüngliche Ausrichterin, die Stadt Penzberg, aufgrund finanzieller Engpässe zurücktreten musste, waren dies willkommene Nachrichten. Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber sagte: „Landesgartenschauen sind echte Chancen für Bayerns Städte und Gemeinden. Landesgartenschauen bieten vielfältige Möglichkeiten für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Donauwörth wird ein großartiger Gastgeber für die Landesgartenschau 2028 sein.“

Stadt am Fluss als Thema für die Landesgartenschau Donauwörth 2028

Die Stadt Donauwörth hat in kurzer Zeit ein Konzept für die Ausrichtung der Bayerischen Landesgartenschau 2028 vorgelegt. Sie möchte grüne Erholungsorte weiterentwickeln, neue städtebauliche Akzente setzen und Flächen aufwerten. Mit Unterstützung der Landesgartenschau wird es möglich sein, viele Visionen, die die Stadt schon länger hat, umzusetzen. „Besonders wichtig ist mir, dass es ein Gemeinschaftsprojekt für und vor allem mit den Bürgerinnen und Bürgern ist – denn wir alle sind Donauwörth. Jeder und jede soll sich in der Landesgartenschau wiederfinden und sich darauf freuen, Gästen aus nah und fern mit Stolz unsere schöne Stadt zu zeigen“, so Donauwörths Oberbürgermeister Jürgen Sorré.

Für die Landesgartenschau hat die Stadt Donauwörth drei Ansätze: „Stadt am Fluss“, „Naturräume verbinden“ und „Attraktivierung des Rad- und Fußwegenetzes“. Dafür plant sie, das bestehende Freiflächensystem rund um die Altstadt-Promenade und die Wörnitzaue besser zu verknüpfen und teils zu erneuern oder aufzuwerten. Neue öffentliche Grüne- und Freizeiträume im Donaubogen sowie auf dem Gelände der ehemaligen Schwabenhalle sollen eine parkartige Verbindung zum Donauspitz herstellen, um die Stadt so mehr mit der Donau in Bezug zu setzen. Unter anderem soll ein Strand an dem großen Fluss entstehen, um ihn zugänglich zu machen. Auch entlang der kleinen Wörnitz sind im Rahmen des Themas „Stadt am Fluss“ Aufwertungen geplant.

Drei geplante Brücken

Darüber hinaus plant Donauwörth weitere Landschaftsentwicklungsmaßnahmen entlang der wertvollen Auen- und Heidelandschaften. Zudem sollen die vorhandenen Wege entlang der Flüsse ausgebaut und optimiert werden, inklusive neuer Querungen über die Wörnitz und die Donau. So soll die Umgebung für den Rad- und Fußverkehr attraktiver gemacht werden.

Ein weiterer Bestandteil des Konzeptes für die Landesgartenschau 2028 in Donauwörth ist eine neue Verbindung über die Bundesstraße B2. Diese teilt die Stadt aktuell, aber nun soll eine direkte Verknüpfung zwischen Promenade und Parkstadt diese Trennung aufheben und zugleich neue Quartiersentwicklungsprojekte ermöglichen.

Auf dem bisher schmucklosen Volksfestplatz in der Nähe des Bahnhofs soll das zentrale Gelände der Landesgartenschau Donauwörth entstehen. Nach 2028 soll es als Grün- und Erholungsfläche bestehen bleiben. Die ehemalige Gewerbefläche am Zusamweg soll einen großen Park + Ride Parkplatz beherbergen und zugleich als neuer, großer Veranstaltungsplatz für Volksfeste und Zirkus genutzt werden.

Im Bereich des Münsters ist zudem ein Stadtbalkon geplant, der einen Blick in die Wörnitzauen bietet. Einige dieser Maßnahmen, wie etwa die drei geplanten Brücken, sind bereits Teil der Agenda der Stadt und der Haushaltsplanung. Andere Maßnahmen lassen sich nur mit der Unterstützung der Landesgartenschau realisieren. Eine Herausforderung für die Stadt wird darin bestehen, Maßnahmen wie die Fußgänger- und Radfahrerbrücken innerhalb von nur vier Jahren zu genehmigen und zu bauen.

Ein durchdachtes Konzept

In Bayern findet fast jedes Jahr eine Landesgartenschau statt. Das Umweltministerium des Freistaats engagiert sich seit 44 Jahren in der Förderung von Gartenschauen und hat insgesamt bereits rund 80 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung gestellt. So konnten im Bundesland knapp 550 Hektare Fläche neu begrünt und aufgewertet werden – etwa so viel wie 760 Fußballfelder. Über 25 Millionen Menschen haben die Landesgartenschauen in Bayern bereits besucht.

Die Große Kreisstadt Donauwörth ist nun der Nachrücker für Penzberg. Schon im Jahr 2021 hatte die Stadt Interesse für den Zeitraum von 2028 bis 2032 Interesse bekundet, dann aber aus Rücksicht auf eine benachbarte Stadt von der Bewerbung abgesehen. So wollte sie Konkurrenz im Landkreis Donau-Ries vermeiden.

Aber nachdem Penzberg zurücktreten musste, hat die Landesgartenschau GmbH gemeinsam mit dem Umweltministerium Donauwörth dazu ermutigt, sich als Nachrücker zu bewerben. Da die Stadt nicht bei Null beginnt – auch 2007 hatte sie sich schon einmal beworben – hat sie den Vorteil, bereits ein durchdachtes Konzept vorliegen zu haben. Dank der kürzlich von Bayern beschlossenen Erhöhung der Zuwendungen für Landesgartenschauen sind nun Zuschüsse bis zu 80 Prozent möglich. Erstmals wird die Durchführung einer Landesgartenschau mit bis zu einer Million Euro gefördert. Donauwörth hat einen maximalen Eigenanteil von 8,2 Millionen Euro definiert.